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Schweiz
Coronavirus

Coronavirus: Lukas Engelberger kündigt weitere Verschärfungen an

Lukas Engelberger, Praesident der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), spricht an einer Medienkonferenz zur Covid-19 Situation, am Donnerstag, 22. Oktober 2020, in  ...
«Das können wir nicht mehr verantworten»: GDK-Präsident Engelberger kündigt weitere Verschärfungen an. Bild: keystone

Engelberger kündigt weitere Verschärfungen an: «Das können wir nicht mehr verantworten»

Steuert auch die Schweiz auf einen Lockdown zu? Die kantonalen Gesundheitsdirektoren treffen sich am Montag mit Bundesrat Alain Berset. Es sollen weitere Massnahmen beschlossen werden.
13.12.2020, 19:0114.12.2020, 16:19

Jetzt geht es plötzlich Schlag auf Schlag: Am Montag treffen sich die kantonalen Gesundheitsdirektoren mit Bundesrat Alain Berset. Thema sind zusätzliche Verschärfungen der Corona-Massnahmen, um die weitere Überlastung der Spitäler zu verhindern. «Das können wir nicht mehr verantworten», sagte Lukas Engelberger, Chef der kantonalen Gesundheitsdirektorenkonferenz (GDK) in einem Interview mit Tamedia. Nach dem Treffen soll die Öffentlichkeit über die weiteren Schritte informiert werden.

«Wir müssen auch verhindern, dass eine Sogwirkung auf die Schweiz entsteht, wenn in der Nachbarschaft das öffentliche Leben runtergefahren wird.»

Werden in der Schweiz bald wie in Deutschland Restaurants und Läden geschlossen?

Engelberger sagte, er wolle dem Treffen mit Berset nicht vorgreifen. «Aber es ist einigermassen klar, in welche Richtung es gehen wird.»

Die Schweiz hat derzeit doppelt so hohe Fallzahlen und viel lockerere Corona-Regeln als Deutschland, das ab Mittwoch in einen harten Lockdown geht. Irgendwann werde die Diskrepanz zwischen den Massnahmen und den Fallzahlen und der Gap zu den Schweizer Nachbarländern einfach zu gross. «Wir müssen auch verhindern, dass eine Sogwirkung auf die Schweiz entsteht, wenn in der Nachbarschaft das öffentliche Leben runtergefahren wird», so der GDK-Präsident weiter.

Der Bundesrat will der Bevölkerung so normale Weihnachten wie möglich ermöglichen. Er hat etwa letzten Freitag an der 10-Personen-Regel festgehalten. Weitere Einschränkungen sind aber wohl unumgänglich. Es sei völlig legitim, dass der Bundesrat versuche, der Bevölkerung möglichst viel zu ermöglichen. «In der aktuellen Situation ist es aber sehr unsicher, ob das noch gehen wird», so Engelberger weiter gegenüber Tamedia.

In den Sonntagszeitungen haben sich die Leiter der grossen Spitäler über das zaghafte Handeln der Politik beklagt. Das Unispital Zürich beispielsweise fordert gar einen Lockdown. Auch Engelberger hat in Corona-Zeiten Mühe mit den Mühlen des föderalistischen Systems. Der Basler sagte im Interview, es sei die schlechteste Woche des Schweizer Föderalismus gewesen. «Das ist nicht gut gelaufen, und daraus werden wir Lehren ziehen.»

(amü)

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263 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Madison Pierce
13.12.2020 18:57registriert September 2015
Das Trauerspiel geht weiter... Zuerst hatten sie lange nicht die Eier für griffige Massnahmen und jetzt haben sie nicht die Eier, um abzuwarten, ob die getroffenen Massnahmen ausreichen.

Das ist wie ein Arzt, der panisch minütlich andere Medikamente verabreicht und am Schluss nicht weiss, welches wie gut geholfen hat (und dem Patienten alle Nebenwirkungen gleichzeitig zumutet).
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Lisbon
13.12.2020 19:04registriert Januar 2019
Und wie immer gehe ich morgen früh, dicht an dicht gedrängt mit 50 anderen Leuten zur gleichen Zeit aufs gleiche Postauto, nachdem mir meine Vorgesetzte verboten hat, ausserhalb den Stosszeiten zu fahren.
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Jonaman
13.12.2020 21:02registriert Oktober 2017
Wenn man ernsthaft einigermassen normale Weihnachten hätte ermöglichen wollen, hätte man ab dem 7.12. einen harten Shutdown machen müssen. Dann hätte man am 21./22. mitteilen können, wie sich die Situation verändert hat und was an Weihnachten und Silvester möglich ist.

Aber da haben wohl vor allem die Lobbyisten genügend geweibelt, damit es bloss nicht zu drastischen Einschränkungen kommt.
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