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«Impfen lohnt sich», «Impfen, ich liebe es»: In Deutschland haben 150 Firmen ihre Slogans für die Corona-Impfung adaptiert.
«Impfen lohnt sich», «Impfen, ich liebe es»: In Deutschland haben 150 Firmen ihre Slogans für die Corona-Impfung adaptiert.Bild: zvg

«Impfen, what else»: Corona-Kampagne in Deutschland Viralhit – Schweizer Firmen blocken

Von Aldi bis Nestlé: Über 150 grosse Unternehmen und Marken haben sich in Deutschland zusammengeschlossen, um in einer gemeinsamen Aktion mit angepassten Markenclaims und Logos für eine Impfung zu werben. In der Schweiz will etwa die Migros davon nichts wissen.
07.12.2021, 19:4809.12.2021, 05:34

Eine beispiellose Aktion lässt in Deutschland die sozialen Netzwerke glühen. Von Aldi über Nespresso bis Lufthansa: 150 Firmen haben am Dienstag auf sozialen Medien einen Impfaufruf lanciert und dazu ihre Slogans in Impf-Botschaften verwandelt.

Die Sprüche sorgen unter dem Hashtag #zusammengegencorona für grosse Aufmerksamkeit, wie einige Beispiele zeigen:

Die Berliner Werbeagentur Antoni hat innert drei Tagen weit über hundert Unternehmen zum Mitmachen bewegen können. Schwappt die Kampagne nun in die Schweiz über? «Es wäre grossartig, wenn dieser kollektive Impf-Aufruf in weitere Länder getragen wird», sagt Antoni-Mitinhaber Sven Dörrenbächer zu watson.

Mit am Start ist bereits der Schweizer Lebensmittelgigant Nestlé: Statt mit «Nespresso, what else» wirbt das Unternehmen in Deutschland mit «Impfen, what else.»

Zweckentfremdete Kronjuwelen

Bei uns orchestriert die Zürcher Agentur Rod seit Ausbruch der Pandemie die Corona-Werbekampagne des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Rod-Geschäftsleitungsmitglied Marco Meroni ist angetan von der neuen deutschen Impf-Offensive. «Marke und Claims sind die Kronjuwelen von Unternehmen. Dass diese für einen einzigen, gemeinsamen Zweck adaptiert werden, hat es noch nie gegeben», so der Bündner. Darum erziele die Kampagne auch eine derart hohe Reichweite.

Marco Meroni, Geschäftsleitung Rod.
Marco Meroni, Geschäftsleitung Rod. Bild: zvg
«Man darf nichts unversucht lassen. Bei der HIV-Kampagne hört man auch nie auf.»
Marco Meroni, Rod

Für den Schweizer Digitalmarketing-Experten Mike Schwede ist die Aktion viel mehr als nur ein PR-Gag. «Wenn sich 150 Firmen zusammenschliessen, hat das einen grossen Impact auf Konsumentinnen und Konsumenten.» Studien hätten gezeigt, dass bestimmte Leute Unternehmen mehr vertrauen als den Behörden. Dementsprechend liessen sich womöglich doch noch einige Impfmuffel überzeugen. Auch in der Schweiz.

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Meroni von Rod wirft ein, dass sich Kampagnen nicht einfach 1:1 auf andere Länder übertragen liessen. Zudem habe man bei der nationalen Impfwoche bereits Führungspersonen von Grossunternehmen eingespannt, die auf sozialen Medien für den Piks geworben hätten. Man dürfe aber nichts unversucht lassen, die Menschen weiter für die Impfung zu gewinnen. «Bei der HIV-Kampagne hört man auch nie auf », so Meroni.

Schweizer Firmen winken ab

«Eine Impfung besser»: So oder so machen auf Twitter bereits erste Slogan-Vorschläge für Schweizer Firmen die Runde. Etwa für die Migros:

Auf Anfrage von watson winkt die Migros aber ab. Eine solche Kampagne sei kein Thema, so Migros-Medienchef Marcel Schlatter. Kürzlich sei die nationale Impfwoche durchgeführt worden, bei der die Migros auf die zahlreichen Impfmöglichkeiten aufmerksam gemacht habe. «Das Potenzial dürfte ausgeschöpft sein», so Schlatter.

Auch Nespresso Schweiz wiegelt ab: Man habe nicht die Absicht, sich an einer Kampagne zu beteiligen, so PR-Managerin Jessica Chakhsi.

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Bild: BAG

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