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Während in Zürich viele Discos freiwillig schliessen, geht in anderen Städten die Party weiter.
Während in Zürich viele Discos freiwillig schliessen, geht in anderen Städten die Party weiter. bild: shutterstock

Party-Notbremse in Zürich – jetzt weiten sich Clubschliessungen aus

03.07.2020, 16:4503.07.2020, 17:17

Nach dem Superspreader-Fall im Flamingo-Club ziehen viele Zürcher Nachtclubs freiwillig die Notbremse: So bleiben das Mascotte, Kaufleuten, Plaza, Jade, Hiltl und Zukunft dieses Wochenende freiwillig geschlossen, wie der Blick berichtet.

Nun weiten sich die Clubschliessungen aus: In Luzern hat etwa das «Casineum» entschieden, «aufgrund der aktuellen Vorkommnisse» im Juli alle Partys abzusagen. «Es handelt sich hierbei um eine Vorsichtsmassnahme, um weitere mögliche Ansteckungen zu verhindern», schreiben die Verantwortlichen auf ihrer Webseite.

Das Casineum in Luzern bleibt den ganzen Juli geschlossen.
Das Casineum in Luzern bleibt den ganzen Juli geschlossen. bild: zvg/luzern.com

In Basel bleibt die bekannte Bar-Rouge zwar offen, verstärkt aber die Prävention. «Zur Sicherheit bieten wir unseren Gästen kostenlos Gesichtsschutzmasken an allen Events an», heisst es. Neu würden bei der Eingangskontrolle zudem alle angegeben Telefonnummern überprüft. Nach den «Superspreading»-Events in Zürich will der Kanton Basel-Stadt Stichproben-Kontrollen in den Bars und Clubs durchführen. Damit wollen die Behörden sicherstellen, dass sich die Partygänger sowie auch die Club- und Barbetreiber an die Schutzmassnahmen halten.

Berner Reitschule hadert mit Ausweispflicht

Im Kanton Bern hat der Regierungsrat eine Registrations- und Ausweispflicht für alle Bars und Discos angekündigt. Schwer damit tut sich das alternative Kulturzentrum Reitschule. Dort findet im Dachstock am Samstag das erste Konzert seit vier Monaten statt. Man werde vorerst keine ID's kontrollieren. Mit ein Grund sei die Rücksichtsnahme auf Sans-Papiers: «Eine strikte Ausweispflicht würde alle Menschen ohne gültige Papiere vom Besuch ausschliessen», sagt ein Dachstock-Sprecher zum Bund.

«Eine strikte Ausweispflicht würde alle Menschen ohne gültige Papiere vom Besuch ausschliessen.»
Sprecher Dachstock Reitschule

Kann man es in der aktuellen Situation überhaupt noch verantworten, eine Disco zu öffnen? Nicht nur Clubbetreiber, sondern jede Person trage eine Verantwortung, sagt Kapitel-Mitinhaber Diego Dahinden weiter zur Zeitung. Dass jetzt mit den Fingern auf die Clubs gezeigt werde, hänge auch damit zusammen, dass vor allem dort die Kontaktdaten erhoben würden. «Wer sich im ÖV ansteckt, erfährt niemand», so Dahinden weiter zum «Bund».

Trotz der Zürcher Superspreader wird im Berner Bierhübeli am Wochenende weiter getanzt. Die Summerhits-Party findet wie geplant auf zwei getrennten Floors à 300 Personen statt. «Wir sind im ständigen Austausch mit den Behörden. Es besteht kein Grund, den Anlass abzusagen», sagt Dave Naef vom Bierhübeli.

Welche Clubs bleiben dieses Wochenende zu? Schreibe deinen Hinweis ins Kommentarfeld.

(amü)

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