Schweiz
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Cornelia Portenier arbeitet in der Migros am Limmatplatz in Zuerich, am Freitag, 20. Maerz 2020. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Das Personal in systemrelevanten Berufen ist gefordert – doch wie viel verdienen sie monatlich? Bild: KEYSTONE

So viel verdienen die Helden und Heldinnen in der Pflege, an der Kasse und im Hausdienst

In der Krise sind sie besonders wichtig: Die Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, in den Supermärkten und in der Logistik. Doch spiegelt sich die Bedeutung dieser Menschen auch in den Löhnen wieder?

stefan ehrbar / ch media



Das Coronavirus fordert das Gesundheitspersonal. Es bereitet sich auf eine Welle von Hospitalisierungen vor. Um Engpässen vorzubeugen, sollen sich selbst Aussteiger bei den Behörden melden. Der Kanton Zürich betreibt etwa einen sogenannten «Covid Freiwilligen-Pool».

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«Es ist zu befürchten, dass die Pandemie in Spitälern und Pflegeinstitutionen zu Engpässen führen wird», heisst es auf dessen Website. Ohne Gesundheitspersonal geht es nicht, erst recht in Zeiten der Pandemie. Viele Menschen bedanken sich denn auch bei den Spitalangestellten, etwa mit Klatsch-Konzerten von Balkonen aus. Doch drückt sich diese Wertschätzung auch im Lohn aus?

In der Schweiz verdiente im Jahr 2016 die Hälfte der Angestellten mehr, die andere Hälfte weniger als 6'502 Franken brutto pro Monat. Der Medianlohn von Berufseinsteigern – also Arbeitnehmern mit weniger als einem Dienstjahr – betrug laut dem Bundesamt für Statistik 5'521 Franken.

Die Einstiegslöhne im Gesundheitssektor sind teils tiefer: Eine Fachfrau Gesundheit verdient in den Spitälern und Kliniken des Kantons Zürich beim Einstieg 4'389 Franken. Das zeigen Daten, die die Volkswirtschaftsdirektion des Kanton Zürich in ihrem aktuellsten «Lohnbuch» zusammengetragen hat.

Tiefe Löhne im Detailhandel

Dabei handelt es sich nicht um Medianlöhne, sondern durch GAV oder Gesetze garantierte Bruttolöhne auf einer Basis von 12 Monatslöhnen. Ein Pflegefachmann mit einer Ausbildung einer Höheren Fachschule kommt auf einen Mindestlohn von 5’600 Franken pro Monat.

Wer eine Fachhochschule besucht hat, verdient im Kanton Zürich im selben Beruf gar knapp 6’300 Franken pro Monat. Pflegefachleuten mit FH-Ausbildung und zusätzlichen «besonderen Aufgaben» werden im Kanton Zürich mindestens 6’700 Franken monatlich ausbezahlt. Zum Vergleich: Ein Assistenzarzt im ersten Dienstjahr erhält 7’556 Franken.

Mindestlöhne pro Monat in systemrelevanten Berufen

Bild: ch media

Tiefer sind die Löhne im Verkauf. Detailhandelsangestellten mit einer dreijährigen Berufslehre werden bei Coop 4’100 Franken monatlich garantiert, bei der Migros 4’200 Franken und bei Lidl 4’350 Franken. Eine Pharmaassistentin erhält gemäss einer nicht verbindlichen Lohnempfehlung ab dem dritten Praxisjahr im Grossraum Zürich laut dem Kaufmännischen Verband einen Monatslohn von 4’200 Franken.

Busfahrer verdienen mehr als Kundenbegleiter

In der Krise sind aber nicht nur das Gesundheitswesen und der Detailhandel essenziell. Auch der öffentliche Verkehr muss weiter funktionieren. Die Bandbreite der Lokführer-Löhne bei den SBB ist je nach Dienstalter und Qualifikationen relativ hoch.

In der höchsten Lohnklasse erhält das Lokomotivpersonal gemäss dem geltenden Gesamtarbeitsvertrag 6'274 Franken monatlich. Deutlich weniger verdient das derzeit besonders gefährdete Personal mit Passagierkontakt: Kundenbegleiter kommen auf einen garantierten Lohn von 4'558 Franken pro Monat und liegen damit unter dem Medianlohn der Gesamtbevölkerung.

Regional sehr unterschiedlich sind hingegen die Löhne der Busfahrer. Bei den Verkehrsbetrieben der Stadt Zürich (VBZ) sind sie vergleichsweise hoch: Ein Busfahrer im Alter zwischen 40 und 49 Jahren erhält gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag für die Nahverkehrsbetriebe im Kanton Zürich 5'891 Franken monatlich.

Reinigungslöhne sind schlecht bezahlt

Der Blick ins Lohnbuch des Kanton Zürich zeigt weiter: Mit sehr wenig Geld müssen jene auskommen, die für die zurzeit so wichtige Sauberkeit sorgen. Ein Kabinenreiniger in der Aviatik erhält laut dem GAV zwischen der ISS Facility Services, Vebego Airport AG und dem Flughafen Zürich beim Einstieg 3'328 Franken pro Monat. Der Lohn für einen Spitalreiniger beträgt beim Einstieg 3'640 Franken.

Durch den Lockdown wird vielen derzeit auch die Wichtigkeit von Logistikern, Kurierfahrern und Lastwagenfahrern bewusst, die nicht nur Lebensmittel, sondern auch online bestellte Waren nach Hause liefern.

Während ein Lastwagenfahrer ab dem vierten Berufsjahr in den Grossregionen Zürich und Ostschweiz auf 4'785 Franken garantierten Lohn kommt, müssen sich Fahrer, Lageristen und Magaziner von Express- und Paketdiensten mit einem Lohn von 3'667 Franken begnügen, den der Gesamtarbeitsvertrag KEP & Mail vorsieht.

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73
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73Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Loeffel 04.04.2020 11:29
    Highlight Highlight Der Velokurier ist systemrelevant? Echt jetzt?
  • ChlyklassSFI 04.04.2020 07:45
    Highlight Highlight Es ist doch so: Wer mit Menschen arbeitet, verdient schlechter. Wer mit Geld arbeitet, verdient besser. Das finde ich fragwürdig.
  • John M 03.04.2020 20:54
    Highlight Highlight Eine Anmerkung zur Migros:

    Den minimum Lohn von 4200.- bekommen nur neu angestellte oder Lehrabgänger.

    Meiner Frau hat es nach 6 Jahren Migros genau deswegen "de Deckel glupft" und startet im Mai bei der Post mit besseren Arbeitszeiten und mehr Lohn.
  • Holzkopf 03.04.2020 20:46
    Highlight Highlight Der vermutlich systemrelevanteste Berufszweig überhaupt geht leider gerne vergessen: Die Landwirtschaft.
    Auch dort herrschen merkwürdige Preisstrukturen und Arbeitsbedingungen, auf die sich „DurchschnittsbürgerInnen“ niemals einlassen würden. Warenwerte werden schlecht vergütet, weshalb dann wieder verschiedene und teils bizarre Direktzahlungen und Subventionen zum tragen kommen.
    Und auch dort gibts seit Jahrzehnten ein wirtschaftlich-politisch gewolltes Sterben von kleinen Höfen zu Gunsten von grossen Betrieben mit ökologisch fragwürdigen Monokulturen. Es gibt Parallelen zum Gesundheitswesen.
    • T13 04.04.2020 03:02
      Highlight Highlight Angebot und Nachfrage.

      Wer produziert was alle anderen produzieren muss sich nicht wundern wenn er dafür kein ordentlichen Preis einfährt.
    • Holzkopf 04.04.2020 11:21
      Highlight Highlight Die Entwicklung kleiner zu grossen Betrieben ist Fakt:
      www.agrarbericht.ch/de/betrieb/strukturen/betriebe

      Grosse Betriebe können nur dank der Produktionsmenge günstig sein. Das führt 1. zu grossen Monokulturen, welche ungünstig für die Umwelt sind. 2. sind die Betriebe dann von den Grossabnehmern abhängig und haben kaum Preisverhandlungsspielraum.

      Dass sie gegen die billige Konkurrenz im Ausland bestehen müssen, ist wirtschaftspolitisch gewollt und selbstverständlich auch von vielen Kunden.

      Weiss nicht, ob Bauern jetzt jammern. Ich bin Arzt. Produktivitätsmaximierung bei uns wie bei ihnen.
      Benutzer Bild
  • tipsi 03.04.2020 20:27
    Highlight Highlight Den Lohn einer diplomierten Pflegeperson mit dem eines Assistenzarztes zu vergleichen hat einen Haken: Der eine Lohn ist für 42.5h und der andere für 50h pro Woche. Für den Assistenzarzt wären das bei 42.5h umgerechnet noch 6'420.- Und sowohl ohne die Pflege wie auch ohne die Ärzte läuft im Gesundheitswesen nix. Neben all den anderen Berufen natürlich, welche viel zu wenig Beachtung und Dankkbarkeit finden. Daher ein Danke an die Küche, den Reinigungsdienst, die Sozialarbeiter, die Physiotherapeuten und alle anderen!
    • aber emmm! 04.04.2020 07:45
      Highlight Highlight danke dir 😊💕
  • DerElch 03.04.2020 18:54
    Highlight Highlight Schade, werden die Löhne aus Zürich hier aufgeführt. Ein lohntechnisch mittelmässigerer Kanton wäre repräsentativer für die Gesamtschweiz gewesen. So verzerrt es das Bild ein wenig (zB bei den Lehrer o.ä.).
    • pamayer 05.04.2020 15:56
      Highlight Highlight definitiv.
  • j_west3 03.04.2020 18:53
    Highlight Highlight Wieso werden eigentlich nirgends die Köche und Köchinnen in den Spitälern erwähnt? Oder habe ich das einfach verpasst/übersehen? Auch die sind nämlich unverzichtbar. Auch die gehen momentan jeden Tag arbeiten. Auch die haben keine hohen Löhne. An die scheint niemand zu denken. Schade.
    • Abraham Colombo 03.04.2020 19:50
      Highlight Highlight Das sollte man auch nicht Koch nennen
    • Iambatman 03.04.2020 21:45
      Highlight Highlight Will nicht abschätzig sein, aber wirklich aus Interesse: Was hat sich geändert am Berufsalltag eines Spitalkoches?
    • Samurai Gra 03.04.2020 23:34
      Highlight Highlight @lambatman: Schichtkochen fürs Personal, 11:30 - 11:45 erste schicht, 12:30 - 12:45 usw.
      Weiss nicht wie es andernorts gemacht wird.

      Dann wesentlich mehr Essen für Intensivstationsfälle, für Isolationsfälle usw.

      Und höheres Risiko sich anzustecken
  • TheDudesDude 03.04.2020 18:35
    Highlight Highlight Ganz so simpel ist es dann doch nicht, wenn man die Arbeitszeiten anschaut.

    So wird ein Logistiker die gesetzliche 42-Stundenwoche auch einhalten.
    Selbiges gilt generell auch für Pflegefachleute, welche aber teilweise bis zur gesetzlichen Grenze von bis 50 Stunden pro Woche ihre Dienste absolvieren.
    Assistenzärzte arbeiten offiziell 50 Stunden pro Woche, inoffiziell dürften es deutlich mehr (bis zu 80-90h) sein. Das geht gerne vergessen.

    Das heisst nicht, dass die tiefen Löhne gerecht sind. Im Gegenteil sollte es bei all diesen Personen erheblich mehr sein für ihren Einsatz.
    • Shlomo 03.04.2020 18:57
      Highlight Highlight Dafür bekommen sie den Doktortigeschenkt.
    • Holzkopf 03.04.2020 20:53
      Highlight Highlight Bei Assistenzärzten kommen zu den 10h Arbeitstagen dann noch Bereitschaftsdienste hinzu, welche finanziell gar nicht oder nur läppisch vergütet werden mit meist so 2 CHF pro h...dafür, dass man dafür sein ganzes Sozialleben vergessen kann.
    • Nick Name 03.04.2020 22:28
      Highlight Highlight Ach ja, die arme Ärzteschaft ...

      Aber ernsthaft: So lange Arbeitszeiten sind in jedem Fall, in jedem Job nur bescheuert, das macht keinen Sinn. Aber die Krux liegt m.E. tief begraben im ganzen Gesundheitssystem, das an ganz vielen Enden krankt.

      Deshalb ist es durchaus legitim, die Löhne auch mal simpel anzuschauen. Und gesamthaft zeigen die schon: Pflegepersonal (u.a.) wird zu wenig wertgeschätzt, Fach- und Spezialärzte (je nach Disziplin unterschiedlich) überbewertet (prestigemässig und finanziell).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ogden 03.04.2020 18:33
    Highlight Highlight Zwei Dinge fallen beim Lesen auf:
    1.) Als Basis werden 12 Monatslöhne genommen. Eine solche Aussage wäre bei vielen anderen Branchen eine schlicht undenkbar, weil dort per se von 13 Monatslöhnen ausgegangen wird.
    2.) Je typischer die Berufe (früher) für Frauen (vorbehalten) waren, desto schlechter sind sie bezahlt.

    Eigentlich müssten alle Löhne nach der Wichtigkeit fürs System eingestuft werden.
    • Ogden 04.04.2020 07:56
      Highlight Highlight @ Adam Smith:
      Es ist ja nicht nur der freie Markt, der das Ausbildungsniveau reguliert. Während der Schulzeit wird darauf gepocht, dass man Sprachen beherrschen soll. Geld verdient man aber vorwiegend in den Berufen, wofür eine gute Mathenote wichtig ist.

      Ach ja, und Frauen verdienen durchschnittlich immer noch 18% weniger als Männer.
  • Roro Hobbyrocker 03.04.2020 18:27
    Highlight Highlight Zuerst sind die Löhne mit 13 Monatslöhne gerechnet oder mit 12 Monatslöhne?
    Die LKW Chauffeure haben immer noch Spesen zugute. Ich kenne keinen Chauffeur der unter 5500 CHF mal 13 fährt (jedoch 45-47 Std./Woche und nur 4 Wochen Ferien)
  • MyPersonalSenf 03.04.2020 18:15
    Highlight Highlight Helden im detailhandel... jetzt lasst mal die kirche im dorf..dann ist jeder ein held welcher sich auch weiterhin im home office den a** auffreist.. Helden...
    • Samurai Gra 03.04.2020 23:40
      Highlight Highlight Ach im Homeoffice latschen die Leute eine Handbreite an ihnen vorbei, Husten rum, tun Dumm wegen Einlassgrenze und Social Distancing?
      Selber Schuld wenn sie in der Zürcher Bahnhofshalle bei Rush Hour Homeoffice machen.
      Die Leute im Detailhandel haben da keine Wahl
    • maude 03.04.2020 23:46
      Highlight Highlight dann muss bei dir in der Wohnung ja ein ordentliches 'Gläuf' sein, wenn Du soviel Kundendirektkontakt hast?
  • vayiaelanor 03.04.2020 18:14
    Highlight Highlight In so einer speziellen Zeit kann man natürlich die Wichtigkeit solcher Jobs nicht genug benennen. Aber wir müssen auch ehrlich sein (ausser Pflege). Viele dieser Jobs benötigen keine, oder wenig Ausbildung. IMHO sollte eine gut ausgebildete Person (z.B. Ingenieur, Lehrer, ...) ohne soziale Ungerechtigkeit mehr verdienen als der Volg Mitarbeiter.
    • bokl 03.04.2020 19:15
      Highlight Highlight Warum? Ein Arbeitstag ist ein Arbeitstag.
    • vayiaelanor 03.04.2020 21:28
      Highlight Highlight @bokl - Ich kann nur für mich selber sprechen, aber ich finde es nicht ungerecht dass ich im IT Management mit Verantwortung über 80+ Entwickler und entsprechender mehrjähriger Ausbildung etwas mehr verdiene als die Kassieren bei uns im Volg (nichts gegen die, die macht einen Super Job). Und ganz ehrlich, wenn ich überall gleich verdienen würde, würde ich mir einen einfacheren Job aussuchen.
    • Nick Name 03.04.2020 22:35
      Highlight Highlight Im Ansatz hat bokl recht: Die Unterschiede der Löhne über alle Branchen und Positionen gesehen sind komplett hirnrissig und mit Vernunft nicht zu begründen.
      Warum erhält ein Fussballer Millionen, ein Erntehelfer (der notabene dafür sorgt, dass wir - viel zu billig - überlebensnotwendige Nahrung auf den Teller kriegen) im Vergleich aber so gut wie nichts?
      Falls nun jemand sagen will: Marktwirtschaft/freier Markt – schon gut. Bzw. eben nicht: Das ist nur krank.
      (Sorry, wir sind da ein wenig neben dem Thema, aber da kann ich mich ziemlich enervieren ...)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nurmalso 03.04.2020 17:44
    Highlight Highlight Das geht ja noch, das Sicherheitspersonal bekommt im schnitt 4000 netto, da würde es mich nicht wundern wenn die als erstes wegrennen wenn es knallt.
  • Hangover 03.04.2020 17:31
    Highlight Highlight Mitarbeitende in Pflege, Hausdienst und Detailhandel sollten ruhig mehr verdienen.

    Dafür Boni-Banker, die nur Geld kreisen lassen, dafür weniger.
  • ralck 03.04.2020 17:22
    Highlight Highlight Wenn wir jetzt nach mehr Lohn für das Gesundheitspersonal schreien, schenken wir den Krankenkassen tragischerweise einen super Grund, die Prämien massiv zu erhöhen.

    Es gilt die zu tiefen Löhne im Gesundheitswesen massiv zu erhöhen und gleichzeitig die unverschämten Löhne vom Kader zu senken sowie übertribene Werbe-Kampagnen und Lobby-Deals in Bern zu unterbinden.

    Reinigungskräfte und das Personal im ÖV verdient genauso eine Erhöhung vom Mindestlohn, wie die Büezer, welche von uns im Stich gelassen werden.

    Es gilt alle Löhne und deren Verhältnis nach der Krise zu analysieren...
    • Samurai Gra 03.04.2020 23:58
      Highlight Highlight Um die Gesundheitskosten zu senken muss Primär die Einheitskasse her dann verschwindet Marketing und Agentenprovision (ja auch bei Grundversicherung) sowie der Administrative Overhead bei jeder Kasse weg.
      Dann sollen Kantone auch 50% auf ambulante Tarife zahlen dann werden nicht Tariflich günstigere stationäre Eingriffe in teurere ambulante umgewandelt damit Kantone sparen.
      Dann kann man die Tarife Honorare anschauen.
  • Fruchtzwerg 03.04.2020 17:08
    Highlight Highlight Jetzt klatschen die Leute noch von den Balkonen ihrer schicken Wohnungen für die Heldinnen und Helden im Gesundheitswesen. Eine schöne Geste, die aber nichts kostet.
    Ich bin gespannt ob nach der Krise irgendwann Taten folgen, vermute aber leider, dass man diese Menschen spätestens 2 Wochen nach der Krise wieder vergessen hat.
    • regen 03.04.2020 19:17
      Highlight Highlight ja, befürchte ich leider auch, die bürgerlichen spiessgesellen, ihre zudiener und die lobbyisten werden schon dafür sorgen....
  • Vecchia 03.04.2020 17:08
    Highlight Highlight Mindestlöhne sind das eine, wesentlich schlechter würde es aussehen, wenn man Anstellungsverhältnisse und Arbeitsbedingungen beachten würde.

    Pflegefachfrauen mit 10 Minuten Pause pro Schicht, Wochenarbeitzeit über 50 Stunden...
    Im Verkauf und in der Reinigung sind Stundenlöhne nicht selten und minimale Arbeitsverträge nicht selten.
    Aktuell auch die Spargelstecher: 14.50 auf die Stunde bei Jucker ...

    Wir sollten vielleicht endlich die Arbeit bzw. den Einsatz dieser Menschen bezahlen, statt Löhne nach Titeln auszurichten!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 03.04.2020 17:15
      Highlight Highlight Kann sein, dass man in der Pflege mal 50 Stunden in der Woche arbeitet....in der Folgewoche dann 34 Stunden, denn die Wochenarbeitszeit liegt für FAGE bei 42 Stunden.

      Und doch meine lieben Blitzer das stimmt!
    • Vecchia 03.04.2020 17:40
      Highlight Highlight @nada...
      Ich kenne vorwiegend einst Krankenschwester mit SRK-Diplom genannte Pflegefachfrauen - keine Ahnung wie die heute korrekt betitelt werden. Die arbeiten öfters viel mehr und weil sie ihren Beruf aus Berufung gewählt haben, kneifen die bei den miesen Arbeitsbedingungen (Sparwut Personal) nicht, sondern geben bis zur eigenen Erschöpfung alles für die Patienten.
    • Babuschka11 03.04.2020 18:24
      Highlight Highlight Das mit den 10 Minuten Pause der Pflegefachfrau stimmt nicht. Abgesehen davon, sind das Einstiegslöhne und gerade in der Pflege wird man grundsätzlich nicht schlecht bezahlt. Bin selber Pflegefachfrau.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thurgauo 03.04.2020 16:57
    Highlight Highlight Die Durchschnittslöhne wären wohl aussagekräftiger gewesen.

    Ich kenne zwei FaGe's, eine mit ca. vier Jahren Berufserfahrung, welche ca. 70'000.- verdient und eine, welche allerdings ein Team leitet (?, ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man das nennt in Spitälern) welche etwa 93'000.- verdient. So schlecht sind die Löhne nicht. Aber versteht mich nicht falsch, sie sind durchaus gerechtfertigt. Im Schichtbetrieb zu arbeiten ist schon happig.
    • Allevir 03.04.2020 18:01
      Highlight Highlight Die FaGe, welche knapp 7200.- im Monat verdient, möchte ich sehen!
    • Natuschka 03.04.2020 18:10
      Highlight Highlight Das sind ja dann faire Löhne! 👏🏼👏🏼 Schichtbetrieb und psychische Belastung muss auch mitgerechnet werden. Dafür erhalten Drogistinnen (und Pharmaassistentinnen )mit fast 10 Jahren Berufserfahrung knapp 60‘000. und diese müssen auch sehr viel wissen und machen alles für ihre Kunden. Man könnte leider noch viel mehr Berufe aufzählen welche nicht faire Löhne erhalten...
    • Butschina 03.04.2020 18:33
      Highlight Highlight Das wäre ja ein grandioser Lohn für eine FAGE. Das zweite kann ich mir fast nicht vorstellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Donald 03.04.2020 16:40
    Highlight Highlight Mindestlöhne haben leider nicht so viel Aussagekraft. Median oder immerhin Durchschnittslöhne wären wohl besser.

    Und wie immer, mit den progressiven Steuern ist ein Mehrverdienst auch nicht so krass, wie es auf dem Papier aussieht...
    • circumspectat animo 03.04.2020 17:03
      Highlight Highlight Sagen wirs mal so, die die momentan Arbeiten verdienen weniger als die die jetzt aplaudieren...
    • Ra_Do 03.04.2020 17:12
      Highlight Highlight es muss ja nicht "schön" aussehen.
      es braucht eine optimale funktion und das ereicht man am besten indem man die schlechteren zahlen als erstes nimmt, dann arbeitet man wenigstens auf dem boden der realität und nicht mit einer wunschvorstellung.

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