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Schweiz
Coronavirus

Corona: Reguläre Intensivstationen in der Schweiz wären ab sofort voll

Pflegepersonal richtet Mehrzweck-Intensivraeume der Onkologie-Abteilung fuer die Intensivstation der Moncucco-Klinik ein, um mehr COVID-19 Patienten behandeln zu koennen, am Freitag, 13. November 2020 ...
Ein Pfleger richtet eine Intensivstation in Lugano ein, um mehr Covid-19-Patienten behandeln zu können.Bild: keystone

«Intensivbetten in der Schweiz voll»: Eine Meldung geht um die Welt – so steht es wirklich

«In der Schweiz sind alle Intensivbetten voll». Diese Meldung sorgte gestern weltweit für Schlagzeilen. Was steckt dahinter?
18.11.2020, 17:22

Diese Meldung ging gestern um die Welt. «Switzerland's intensive care beds are full», titelte die renommierte New York Times. Und auch auf der «Spiegel»-Homepage war an prominenter Stelle zu lesen: «In der Schweiz sind alle Intensivbetten belegt».

Headlines
Bild: watson.ch

Grund für die weltweite Aufregung war die Medienmitteilung der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin SGI. Sie meldete am Dienstag, dass die «zertifizierten und anerkannten Intensivbetten» vollständig ausgelastet sind. Dass das Gesundheitssystem noch nicht grossflächig überlastet ist, sei vor allem dem Operationsstop von nichtdringenden Eingriffen zu verdanken. Um die Situation zusätzlich zu entschärfen, wurden auch einige Intensivstationen ausgebaut – allerdings noch nicht so viele wie in der ersten Welle im Frühling.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Am Dienstag lagen gemäss icumonitoring.ch 543 Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. Dazu kommen noch 359 Patienten, die aus einem anderen Grund auf intensivmedizinische Behandlung angewiesen sind. Damit wäre die Grenze der regulären Kapazitäten von 876 Intensivbetten tatsächlich überschritten.

Dank den Ausbaumassnahmen standen gestern jedoch noch 240 Betten – inklusive dem dafür benötigten Personal – zur Verfügung.

Auslastung Schweizer Intensivstationen

Engpässe gab es aber laut der SGI-Meldung auf regionaler Ebene. So mussten in den vergangenen Tagen mehrere kritisch kranke Patientinnen und Patienten aufgrund mangelnder Ressourcen in andere Kantone oder sogar Sprachregionen verlegt werden.

Durch all diese Massnahmen konnte eine gesamtschweizerische Überlastung bisher verhindert werden. Trotzdem zieht diese Meldung internationale Aufmerksamkeit auf sich. So berichteten nebst der New York Times auch die Washington Post darüber.

(lea)

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64 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Thadic
18.11.2020 19:32registriert Mai 2016
Auch wenn es nicht stimmt, dass unsere Intensivstationen voll sind, sollten wir nicht jubeln. Wir können froh sein, dass sich so viele alte Leute bereit erklärt haben in den Altersheimen zu sterben. Aus den Kantonen wo die Zahlen bekannt sind, sind es etwa 50%. Ich sage Mal so provokativ, dass ein Teil dieser Menschen unter anderen Umständen auf eine Einlieferung im Spital gepocht hätte.
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Coffeetime ☕
18.11.2020 19:11registriert Dezember 2018
Da sieht man, wie wichtig und reflektiert eine gute Kommunikation sein muss.... manchmal ist learning by doing nicht das Beste, weil der Schaden dann angerichtet ist.
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Mutzli
18.11.2020 17:52registriert Dezember 2016
"Dank den Ausbaumassnahmen standen gestern jedoch noch 240 Betten – inklusive dem dafür benötigten Personal – zur Verfügung."

Was hier einfach bedacht werden sollte, ist das A) Arbeiten auf der ICU eine Spezialisierung ist, die im Normalfall eine lange Weiterbildung benötigt und deshalb B) Es sich zeigen wird, was für ein Einfluss das jetzt auf die Sterberaten haben wird. Z.B. ein Augenarzt kann schon im ICU eingesetzt werden...aber wie gut das geht ist ne andere Frage

C) Per Norm ist eine über 80% gefüllte ICU bereits überlastet-> https://doi.org/10.1007/s00063-020-00663-6
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