wechselnd bewölkt
DE | FR
80
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Schweiz
Coronavirus

Die Abschaffung nasaler Corona-Schnelltests erhält Zuspruch

2G ist umstritten – doch die Abschaffung nasaler Schnelltests erhält Zuspruch

Der Berner Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg und die Taskforce-Chefin Tanja Stadler befeuern die Debatte darüber, wer künftig das Covid-Zertifikat erhalten soll. Während 2G auf Skepsis stösst, erhält die Abschaffung nasaler Schnelltests viel Zuspruch.
12.10.2021, 15:40
Dominic Wirth / ch media
epa09510036 Registered Nurse Niamh Costello performs a Covid-19 Rapid Antigen Test at a drive-through testing facility set up by Blooms the Chemist at the Royal Randwick shopping centre car park in Sy ...
Schnelltests sind umstritten.Bild: keystone

Die Corona-Fallzahlen sinken zwar. Doch der Winter kommt. Und die Impfquote steigt nur langsam. Das befeuert die Debatte, was zu tun ist, wenn die Fallzahlen wieder steigen. Im Zentrum steht die Frage, wer dann noch ein Covid-Zertifikat bekommen soll. Und wie es mit dem Getestet-Status weitergehen soll.

Es gibt verschiedene Optionen zur Verschärfung. Die radikalste: einfach weg damit. Das hat etwa der Berner Gesundheitsdirektor Pierre-Alain Schnegg im SRF vorgeschlagen, falls der Anteil der Coronapatienten auf den Intensivstationen auf 40 bis 50 Prozent steigt. Auch Tanja Stadler, die Präsidentin der Corona-Taskforce, bezeichnet 2G im «Blick» als eine Möglichkeit, «falls sich die Lage verschärft».

Der nasale Schnelltest steht in der Kritik

Gesundheitspolitiker sind vorsichtiger. So sagt Ruth Humbel (Die Mitte/AG), Präsidentin der nationalrätlichen Gesundheitskommission, sie sei «sehr skeptisch». Für sie ist 2G nur «als letzte Massnahme gegen einen neuen Lockdown» denkbar. Auch Barbara Gysi von der SP sieht eine solche Massnahme «derzeit gar nicht». Allenfalls zu diskutieren sei es, 2G in besonders gefährdeten Bereichen – etwa in Spitälern oder Altersheimen – bei stark steigenden Fallzahlen anzuwenden.

Statt den Getestet-Status ganz abzuschaffen, könnte dieser gezielter vergeben werden. Bern und Zürich machen sich dafür stark, dass für nasale Schnelltests künftig kein Covid-Zertifikat mehr ausgestellt wird. Erlaubt sein sollen nur noch die zuverlässigeren Nasen-Rachen-Tests.

Eine solche Anpassung hält auch Ruth Humbel für denkbar. Und der oberste Kantonsarzt Rudolf Hauri sagt, er stütze diesen Plan. Andreas Widmer, Präsident des schweizerischen Zentrums für Infektionsprävention Swissnoso, ist ebenfalls für eine Abschaffung der nasalen Schnelltests. «Gerade jetzt, wo das Virus wieder seltener zirkuliert, muss man genauer hinschauen», sagt er. Sonst verliere man die Kontrolle über die Ausbreitung. (saw/ch media)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Wie ist die Impfbereitschaft bei Jugendlichen? – Das sagen Lernende

Video: watson

Das könnte dich auch noch interessieren:

80 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Das Internet
12.10.2021 17:17registriert August 2020
Macht was ihr wollt! Bin geimpft, geniesse das Leben und mag nicht mehr diskutieren! Cheers!
9830
Melden
Zum Kommentar
avatar
Hofer Ernst
12.10.2021 15:56registriert Oktober 2019
Bin auch für das Impfen
8644
Melden
Zum Kommentar
avatar
Chilango
12.10.2021 15:57registriert September 2021
2G wäre genial, da das Fälschungspotential viel kleiner würde.
8055
Melden
Zum Kommentar
80
Kantonsrat will A1 bei Winterthur in Tunnel verschwinden lassen

Die chronisch überlastete Autobahn A1 soll bei Winterthur in einem Tunnel verschwinden. Das würde die Stadt entlasten und einen Neustart für die Quartiere Töss und Dättnau erlauben. Der Kantonsrat hat am Montag entschieden, die Verlegung in den Hügel Ebnet im Richtplan einzutragen.

Zur Story