DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Swissmedic macht Weg frei für Impf-Booster ab 16 – 5 Punkte dazu

23.11.2021, 11:54

Swissmedic lässt den Impfstoff von Pfizer/Biontech ab sofort als Booster bei Personen ab 16 Jahren zu: Die von der Zulassungsinhaberin letzte Woche nachgereichten Unterlagen zur dritten Dosis wurden geprüft und die Arzneimittelinformation entsprechend angepasst.

5 Punkte, die du dazu wissen willst:

Was bedeutet das für die Impfstrategie des BAG?

Die Eidgenössische Kommission für Impffragen (Ekif) will ihre Impfempfehlungen anpassen, wie das Heilmittelinstitut Swissmedic am Dienstag mitteilte. Damit werde der Weg freigemacht für einen breiteren Einsatz der Booster-Impfung. Letztlich sei es Sache der Ekif und des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), die Impfstrategie zu definieren respektive zu präzisieren, wie es auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA hiess.

Das BAG bekräftigte auf Anfrage, bis Ende Monat würden die angepassten Empfehlungen für die Auffrischungsimpfung für die ganze Bevölkerung ab 16 Jahren vorliegen und veröffentlicht. Dass die Empfehlungen entsprechend ausgeweitet werden sollen, habe man gemeinsam mit der Ekif bereits angekündigt.

Wer kann sich mit Pfizer/Biontech boostern lassen?

Zugelassen ist der Impfstoff von Pfizer/Biontech als Booster für alle ab sechzehn Jahren, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate zurückliegt.

Für besonders gefährdete Personen bleibe die Auffrischungsimpfung ab zwölf Jahren möglich, wie im Swissmedic-Entscheid vom 26. Oktober 2021 vorgesehen. Dies gilt auch für den Impfstoff von Moderna.

Laut der am 4. November aufgeschalteten Impfempfehlung des Bundes sollen sich Personen im Alter zwischen 16 und 64 Jahren «nur in Einzelfällen» und bei «chronischen Erkrankungen mit höchstem Risiko» ein drittes Mal impfen lassen.

Das BAG empfiehlt nur drei Personengruppen eine dritte Impfdosis: über 65-Jährige, Bewohner und Betreute in Alters- und Pflegeheimen (auch unter 65-Jährige) sowie «besonders gefährdete Personen» zwischen 16 und 64 Jahren. Alle anderen Personen seien nach wie vor noch sehr gut vor schwerer Erkrankung geschützt.

Gibt es zusätzliche Risiken beim boostern mit Pfizer/Biontech?

Die nachgereichten Zwischenresultate einer Studie mit 10'000 Teilnehmenden im Alter von 16 bis 87 Jahren haben laut Swissmedic keine Hinweise ergeben, dass neue Risiken für den Impfstoff von Pfizer/Biontech vorlägen.

Im Gegenteil: Der Booster mit Pfizer/Biontech könne den Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung bei Personen ab 16 Jahren weiter aufrecht erhalten.

Ist Moderna auch als Booster zugelassen?

Mitte September hatten Pfizer und Moderna ihre Gesuche für eine Ausweitung der Zulassung bei Swissmedic deponiert. Beide Impfstoffe basieren auf der mRNA-Technologie. Wie die Medienstelle von Swissmedic auf Nachfrage ausführte, sind die von Moderna eingereichten Daten noch in Begutachtung. Es werde kommuniziert, sobald ein Entscheid vorliege.

Allerdings: Für besonders gefährdete Personen bleibe die Auffrischungsimpfung, wie bereits im Swissmedic-Entscheid vom 26. Oktober 2021 vorgesehen, ab zwölf Jahren möglich. Dies gilt auch für den Impfstoff von Moderna.

Ist J&J auch als Booster zugelassen?

Personen, welche eine Dosis des Johnson&Johnson-Impfstoffs erhalten haben, wird aktuell keine Auffrisch-Impfung empfohlen. Weder mit dem gleichen Impfstoff noch mit einem mRNA-Impfstoff.

(yam/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Mann in Neuenburg mit Messer angegriffen und verprügelt

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen ist in der Stadt Neuenburg ein Mann am frühen Samstagmorgen mit Messerstichen verletzt worden. Als er die Flucht ergreifen wollte, wurde er zusätzlich von drei Angreifern verprügelt.

Zur Story