Schweiz
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Tische werden neu mit zwei Meter Abstand platziert gemaess dem Schutzkonzept gegen das Coronavirus vor der bevorstehenden Wiedereroffnung fuer das Publikum im Bistro Kunstmuseum Basel, am Donnerstag, 7. Mai 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Trotz den Lockerungen vom Montag: Man soll noch immer zwei Meter Abstand halten. Bild: KEYSTONE

6 Studien, die zeigen, wo die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus am grössten ist

Mit drastischen Massnahmen hat die Schweiz die Corona-Kurve geknickt. Jetzt hat die grosse Lockerung begonnen und viele fragen sich: Wo ist die Ansteckungsgefahr eigentlich am grössten? Hier die Erkenntnisse, die es bisher gibt.



Seit gut einer Woche vermeldet das Bundesamt für Gesundheit weniger als 100 Neuinfizierte pro Tag. Dazu wo sich diese Patienten angesteckt haben, hat das BAG keine Zahlen geliefert.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Doch zwei einzelne Kantone geben Einblick in die Ansteckungsquellen in der Schweiz. Ausserdem hat die schottische Virologin Dr. Muge Cevik mehrere Studien dazu in einem vielbeachteten Twitter-Thread aufgeführt. Das sind die Ergebnisse:

Kanton Basel-Stadt

Das Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat am 24. April 2020 Details zur Ausbreitung des Coronavirus im Kanton veröffentlicht. Bei rund 60% aller Infizierten konnte man herausfinden, wo sich die Person angesteckt hat. Das Ergebnis: Die allermeisten (19%) haben sich im familiären Umfeld mit Sars-Cov-2 infiziert. Danach folgen Ansteckungen in Institutionen wie Spitälern (12%) und bei der Arbeit (10%).

Der Kanton Basel-Stadt hatte bis zur Veröffentlichung dieser Studie 936 positiv Getestete.

Ansteckungsquellen Basel-Stadt

Ansteckungsquellen Basel-Stadt

Daten bis zum 23. April 2020 Bild: watson

Kanton Zug

Auch im Kanton Zug wurden bereits Angaben zu den Ansteckungen veröffentlicht. Dank den geringen Fallzahlen konnte der Kanton laut der NZZ während der ganzen Krisenzeit flächendeckende Kontaktverfolgungen bei gemeldeten Infizierten durchziehen.

Auch hier liessen sich nicht alle Ansteckungsquellen festmachen, insgesamt aber doch in 70% aller Fälle. Demnach war in Zug die häufigste Ansteckungsquelle das Ausland und Reisen (19%), danach folgt die Familie (14%).

Achtung: Der Kanton Zug verwendet andere Kategorien als Basel-Stadt, die Zahlen lassen sich daher nicht 1:1 vergleichen.

Ansteckungsquellen im Kanton Zug

Ansteckungsquellen Kanton Zug

Bild: watson

Österreich

Die österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) hat die Ansteckungskette von über 4000 Fällen nachverfolgt (aktuellste Daten stammen vom 8. Mai 2020).

Davon fallen jeweils über 1000 Patienten – also gut ein Viertel – in die Kategorie «Freizeitaktivität und Haushalt» und «Senioren-/Alten-/Pflegeheim».

Ningbo, China

Eine chinesische Studie hat über 2'147 enge Kontakt von 157 Infizierten untersucht. Die untersuchten Infizierten haben 6,3% der untersuchten Kontakt angesteckt.

Die grössten Ansteckungsfälle waren bei dieser Untersuchung das gemeinsame Zusammenleben (13%), der Gebrauch von Transportmöglichkeiten (12%) und das gemeinsame Essen (7%). Infektionen durch den Umgang mit Patienten im Krankenhaus gab es laut der Studie in knapp 2% aller Fälle.

Shenzhen, China

Eine andere chinesische Studie vom Center für Krankheitsbekämpfung und Prävention in Shenzhen hat im Zeitraum vom 14. Januar bis zum 12. Februar 2020 insgesamt 391 Infizierte und deren 1'286 enge Kontakte untersucht. Auch hier resultierte eine Ansteckungsquote von 6 bis 7 Prozent.

Lebt die infizierte Person allerdings im gleichen Haushalt, steigt die Gefahr, angesteckt zu werden, auf 11 Prozent.

epa08274524 People work in an office at Creality 3D in Shenzhen, Guangdong province, China, 06 March 2020. Creality, a company that was founded in 2014, has been working at half capacity since the outbreak of COVID-19 and the Coronavirus due to a lack of product demand. Since the outbreak the company has invested in producing protective mask straps.  EPA/ALEX PLAVEVSKI

So sah es anfangs März in einem Büro in Shezhen aus: Die halbe Belegschaft arbeitet im Büro – mit Schutzmasken. Bild: EPA

USA

Im Vergleich zu den beiden chinesischen Studien mit gut 6% Ansteckungsrate kam diese US-amerikanische Untersuchung nur gerade auf 1%. Sie untersuchten von insgesamt 10 Infizierten über einen Zeitraum von 14 Tagen die Symptome von 445 engen Kontakten.

Als grösster Risikofaktor hebt diese Studie das gemeinsame Wohnen hervor: Sie spricht von einer Ansteckquote von über 10% bei Haushaltsmitgliedern.

Fazit

Im Twitter-Thread der schottischen Virologin Dr. Muge Cevik finden sich noch weitere Studien zu Ansteckungsquoten und -quellen. Obwohl die Aussagekraft vieler dieser Studien aufgrund der tiefen Fallzahlen beschränkt ist, lässt sich doch festhalten, was vom Bundesrat seit längerem gepredigt wird: Je länger der enge Kontakt in geschlossenen Räumen erfolgt, umso höher ist die Ansteckungsgefahr.

Ein Grossteil der bisherigen Corona-Patienten steckte sich gemäss den meisten Studien im engsten familiären Umfeld, respektive im gleichen Haushalt an. Ausserdem besonders oft erwähnte «Brandherde» sind Pflege- und Altersheime.

«Wir müssen bessere, belüftete Wohn- und Arbeitsräume schaffen.»

Dr. Muge Cevik, schottische Virologin

Cevik empfiehlt daher in ihrer Schlussfolgerung: «Wir müssen unsere Arbeits- und Wohnräume überdenken und bessere, belüftete Umgebungen schaffen. Ausserdem soll man enge und andauernde Kontakte in Innenräumen und im ÖV vermeiden und die Hygiene-Regeln beachten.»

(lea)

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Coronavirus in den USA

Was passiert bei einer Ansteckung mit dem Coronavirus?

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47Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mbr72 13.05.2020 12:49
    Highlight Highlight Ich kapiers nicht, wieso wird öv nicht aufgeführt?? Reisen, Ausland zählt nicht zu dieser Kategorie. Nebst Spital und Samstageinkauf in Detailgrosshändler kann ich mir keine grössere Virenschleuder vorstellen.
  • Dave1974 12.05.2020 08:52
    Highlight Highlight Schade.

    Mit dieser Oberflächlichkeit kommt man kaum weiter.

    Die Antwort "Im Ausland" finde ich z.B. sehr aussagekräftig. Trotz Daten- und Persönlichkeitsschutz könnte man doch angeben, ob man dort einen Taucherkurs gemacht hat oder eher an der Bar rumhing!? Nennt es meinetwegen Meeting.

    Und was heisst "Zuhause". Beim Rumschnattern im Treppenhaus vielleicht? Waschküche? Auch da gibt es viel mehr Möglichkeiten, die man wenigstens z.B. mal ausschliessen könnte, würde man etwas mehr Tiefgang wagen.
    Vielleicht macht man das ja sogar, aber so dargestellt werden keine weiteren Gedanken folgen.
  • Fairness 12.05.2020 07:21
    Highlight Highlight Interessant wäre es zu wissen, wo lokal, in welcher Gegend, es am meisten Infizierte gibt. So blöd sind die Leute dann doch wieder nicht, dass sie dann dort die Regeln vernachlässigen. Das tun übrigens bereits viel zu viele überall schon!
  • Fairness 12.05.2020 07:02
    Highlight Highlight Beim Reisen sollten statt einem Flugzeug eher die ÖV, ein Zug, Bus usw. gezeigt werden. In den Fliegern ist die Luft ja genauso gut wenn nicht besser gereinigt als im Operationssaal. Und geflogen wurde ja so gut wie nicht mehr.
  • justmee 12.05.2020 06:19
    Highlight Highlight Das ist jetzt aber nix was die WHO nicht schon anfangs März kommunizierte ...
  • Lotta_80 12.05.2020 04:51
    Highlight Highlight Im ÖV haben sich sicher einige auch angesteckt...
  • Harry Schlender 12.05.2020 00:48
    Highlight Highlight bin vorübergehend zu einem kollegen gezogen, zuhause ist es mir aufgrund der hohen ansteckungsrate zu gefährlich
  • Thomas G. 12.05.2020 00:33
    Highlight Highlight Das ist ziemlich sinnlos. Wenn schon muss man ansehen wo pro Haushalt die Erstinfektion her kommt. Wetten das sind 90% im öV, im Restaurant/Bar, bei der Arbeit.
  • Grohenloh 11.05.2020 23:08
    Highlight Highlight Das ist nicht Euer ernst, oder?
    Es ist ja klar, dass man sich zu Hause ansteckt, wenn jemand da positiv ist. Aber woher hat der sich angesteckt? Also:
    WO STECKT MAN SICH AN? (Wie im Titel versprochen)

    Im Laden? Im öV? Am Tanksäulengriff? Am Bezahlterminal? Wenn Kollegen husten? Wenn man sich ins Gesicht fasst?

    Also so, oder?
  • Iceman82 11.05.2020 22:59
    Highlight Highlight Wieso haben wir die Schulen geschlossen? Die sind laut Grafik kein Thema
  • Beasty 11.05.2020 22:54
    Highlight Highlight Was heisst Freizeitaktivität? Das ist ja ein sehr weiter Begriff.
    • Team Insomnia 12.05.2020 05:16
      Highlight Highlight Bei mir ist es Gumsen und Brillieren 😅
  • Ogden 11.05.2020 22:18
    Highlight Highlight Fazit der Studien: Man steckt sich im familiären Umfeld an. Und wie kommt das Virus ins familiäre Umfeld???



    • Heb dä Latz! 11.05.2020 22:28
      Highlight Highlight Adoption - schliesse ich für mich aus.
  • Rethinking 11.05.2020 22:00
    Highlight Highlight Nun ja... Wenn Home Office abgebaut wird muss Arbeit und Reisen teils kumuliert werden, zumal man ja irgendwie zur Arbeit kommen muss...
  • Mietzekatze 11.05.2020 22:00
    Highlight Highlight Also überall ist der grösste Teil unbekannt... somit, danke für nix🤷🏼‍♀️
    • Heb dä Latz! 11.05.2020 22:18
      Highlight Highlight Ich hoffe der Virus liest nicht ihren Kommentar und lauert ihnen unbekannterweise auf.
    • Juliet Bravo 11.05.2020 22:25
      Highlight Highlight Nein. Von 40% weiss man nur nicht, wo sie sich angesteckt wurden. Auch diese haben sich in denselben Kategorien (Familie, Freizeit, Beruf etc.) angesteckt aber es ist unklar.
    • Heb dä Latz! 11.05.2020 22:54
      Highlight Highlight @Bravo

      Da kommt mir glatt die Szene im Keller bei Pulp Fiction in den Sinn. Da wussten die beiden eingefangen und geknebelten Protagonisten erst auch nicht recht, was, wo, wie und warum passieren sollte, und der Ausgang war letztlich nur für einen mehr oder weniger glimpflich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeMac 11.05.2020 21:59
    Highlight Highlight Das ist jetzt ein ziemlich überflüssiger Bericht , hätte ich ihn ausgedruckt erhalen, würde mich der Toner reuen. Wir mussten 8 Wochen möglichst zu Hause bleiben, nur um jetzt zu lesen, dass dort statistisch gesehen die höchste Ansteckungsrate war/ist???? Liebe Watson-Journis, denkt mal drüber nach und geht zurück auf Feld 1. Da kann man mit etwas mehr Sorgfalt etwas aufschlussreicheres produzieren als dieser lieblose Lückenfüller zwischen der Werbung...
    • nicht_millenial 12.05.2020 00:59
      Highlight Highlight @LeMac, sooo überflüssig ist der Bericht nicht. Er enthält Fakten, die derzeit publizierbar scheinen, die Erfahrungen mit Sars-Cov 2 sind vier Monate alt (bzw jung) Studien variieren in der Medizin: sie gehen von observierend später über zu Studien mit Ausblick, in welchen vergleichende Studien als Methode vorkommen. Danach folgen zufallsstudien, „randomized studies“. Nichts, was mal gschwind in 8 Wochen unter den Teppich gekehrt wird. Aber ja. 8 Wochen zuhause. Anstrengend. Geht sicher vielen ähnlich. Es wird schon wieder besser. :)
  • Noblesse 11.05.2020 21:53
    Highlight Highlight Guter Artikel. Danke!! Das BAG und Kantone dürften einen höheren fachlichen Output in all diesen Fragen produzieren. Wo ist Frau Hanselmann, oberste Gesundheitsdirektoren eigentlich geblieben??? Differenzierungen fehlen in vielen Themen: Tests und deren raschere Erreichbarkeit (PCR und Antikörper) Entlöhnung bei Quarantäne, Masken, Ansteckungsgefahren, Nachverfolgung, App, Stand R-Faktor CH und Kantone usw. (Mit Ampel grün/gelb/rot arbeiten als z.B.)Ein bisschen vom Tempo dieses Virus wünschte ich mir bei der Verwaltung...
  • Birdperson 11.05.2020 21:52
    Highlight Highlight Diese Kategorien sind auch relativ einfach zu prüfen. Wenn sich jemand bei einer fremden Person ansteckt, ist es sehr viel schwieriger das herauszufinden. Ich denke deshalb kann man nicht ausschließen, dass viele der unbekannten Ansteckungen z.B. im ÖV oder beim einkaufen passiert sind.
  • Swen Goldpreis 11.05.2020 21:49
    Highlight Highlight Die "Studie" macht eine grossen Fehler. Sie misst nicht, wo sich die Leute anstecken, sondern wo sich die Leute angesteckt haben, die Symptome zeigen.

    Da das Virus bei Senioren eher sichtbar wird als bei Kindern, sind selbstverständlich Alterheim gefährlicher als Kindergärten - auch dann, wenn die Zahl der Ansteckungen gleich hoch ist.
  • Juliet Bravo 11.05.2020 21:29
    Highlight Highlight Es wäre sehr interessant, auch Untersuchungen zu haben, die zeigen, wie sich die Leute vor dem Lockdown angesteckt haben. Freizeit spielte da wahrscheinlich noch eine weit stärkere Rolle als danach.
    • Heb dä Latz! 11.05.2020 22:19
      Highlight Highlight Vor- oder Rückwärtsrolle?
    • Juliet Bravo 11.05.2020 23:18
      Highlight Highlight Vorwärts!
  • Matti_St 11.05.2020 21:24
    Highlight Highlight Ja, Tinder-Kontakt gibt man nicht gerne an.
    • Heb dä Latz! 11.05.2020 22:17
      Highlight Highlight @Matti

      Wo ist ihr Problem, sind sie verklemmt?
    • Matti_St 12.05.2020 00:04
      Highlight Highlight Ui, du bist die/der mich das fragt... Mir so was von egal ob jemand Tinder nutzt. Habe nur gedacht, da so viele unbekannte Quellen gibt.
  • Matafino 11.05.2020 21:00
    Highlight Highlight Ich war krank. Ich bin immun.
    • CogitoErgoSum 12.05.2020 05:52
      Highlight Highlight Nur vielleicht!
  • Wolk 11.05.2020 20:56
    Highlight Highlight Wirklich interessant wären die 30% "unbekannt".
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 11.05.2020 23:58
      Highlight Highlight Die waren bestimmt auf dem Mond und feierten dort eine Party... 🙄

      Du kannst dir aber auch was aussuchen: Beim Einkauf, im Office, auf der Fahrt dahin, zuvor zuhause, danach beim Grillieren oder beim Fremdgehen am Montag- oder Donnerstagabend.
    • Triumvir 12.05.2020 08:24
      Highlight Highlight Die haben gegen den Lockdown demonstriert oder waren an illegalen Partys.
  • kettcar #lina4weindoch 11.05.2020 20:40
    Highlight Highlight „Nei Schatz, es lid nid a dir... es isch mer eifach z riskant do deheim bi dir und de Chind...“
    • maljian 11.05.2020 23:13
      Highlight Highlight Hoi kettcar
      Lang nicht mehr gelesen oder einfach in verschiedenen Artikeln unterwegs gewesen.

      Schön gesund bleiben 😊
  • beaetel 11.05.2020 20:24
    Highlight Highlight Erschreckend für mich, die Mehrheit der Ansteckungen mit über 30 % in den Kantonen Zug und Basel-Stadt sind ... unbekannt!
  • Loeffel 11.05.2020 20:20
    Highlight Highlight Die grösste Ansteckungsgefahr lauert also in... „unbekannt“

    Danke, jetzt weiss ich Bescheid 🤦🏻
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.05.2020 00:04
      Highlight Highlight Weisheit lässt sich nicht löffeln. Die grösste Ansteckungsgefahr ist nicht unbekannt. Es ist nur nicht bekannt, wo (Arbeit, zuhause, ÖV, Einkauf oder Freizeit) die Ansteckung stattgefunden hat. Es wird bei einer dieser Aktivitäten stattgefunden haben. Es ist in jedem Fall immer über 50% bekannt, wo sich jemand angesteckt hat. Simple Mathematik. Oder warst du an der geheimen Coronaparty auf dem Mond?
  • Eyeore 11.05.2020 20:13
    Highlight Highlight Zu Hause anstecken liegt ja wohl auf der Hand wenn man zusammen wohnt. Die müsste. Eigentlich als 2. Stufe zur ersten Ansteckung ausserhalb gelten. Wenn sich die Leute zu Hause einbunkern würden, gäbe es keinen einzigen Fall zu Hause. Es ist wichtig zu wissen wo man sich ausserhalb der 4 Wände ansteckt.
    • pejot 11.05.2020 21:07
      Highlight Highlight Das gleiche ging mir auch durch den Kopf, dafür brauchts keine Wissenschaft. Trotzdem interessant, klammert man die familiäre Ansteckung mal aus...
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 12.05.2020 00:10
      Highlight Highlight Familien sind generell immer die grösste Gefahr. Je mehr Familien, desto mehr Menschen, umso dichter, umso mehr Gefahr.


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