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Arbeitswelt

Rekord bei Homeoffice-Stellen – Schweiz trotzt Gegentrend

Rekord bei Homeoffice-Stellen – Schweiz trotzt Gegentrend

08.08.2025, 08:0808.08.2025, 08:08

In der Schweiz bieten immer mehr Arbeitgeber Homeoffice an. Damit schlagen sie eine andere Richtung ein als die Konkurrenz im Ausland.

Das Angebot an Homeoffice-Jobs erreichte hierzulande im zweiten Quartal 2025 einen neuen Höchststand, wie eine Auswertung der Jobplattform Indeed zeigt. Konkret lag der Anteil solcher Stellen per Ende des ersten Halbjahres bei gut 14 Prozent.

«Damit hat sich das Angebot an flexiblen Jobs seit der Zeit vor der Pandemie mehr als verfünffacht», heisst es in dem am Freitag veröffentlichten Bericht. Die Schweiz festige damit ihre Position als Standort für flexible Arbeit in Europa.

Denn in vielen westlichen Ländern rufen die Unternehmen ihre Mitarbeitenden gerade wieder ins Büro. Oft wird als Grund eine höhere Effizienz genannt.

Schweiz auf Platz 3

Mit dem relativ hohen Anteil an ortsunabhängiger Arbeit von 14 Prozent liegt die Schweiz im Vergleich mit den grössten westlichen Volkswirtschaften nur knapp hinter dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Kanada liegt im selben Rahmen wie die Schweiz, danach folgen Frankreich und die USA.

«Gelingt es den Unternehmen, diesen Weg weiterzugehen, kann sich die Schweiz langfristig als führender Standort für flexible Arbeitsmodelle in Europa etablieren», kommentiert Virginia Sondergeld, Arbeitsmarktexpertin bei Indeed, den Bericht.

Auf der Jobseite Indeed sind über 610 Millionen Menschen aus mehr als 60 Ländern registriert, um nach neuen Stellen zu suchen. (rbu/sda/awp)

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19 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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maljian
08.08.2025 10:31registriert Januar 2016
Ich darf 50% im Home Office sein. Bald muss ich 4 Monate komplett ins Home Office und werde dafür eine monatliche Entschädigung von 200 CHF erhalten.

Davon werde ich mir dann 2 neue Monitore für meinen Heimarbeitsplatz organisieren und eventuell noch einen neuen Stuhl.

Ich finde es gut, dass ich nicht jeden Tag ins Büro muss und die 50% im Büro muss ich über den Monat erreichen. So spare ich mir 2 h Arbeitsweg pro Tag.
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1 Stein
08.08.2025 10:01registriert November 2021
Vielerorts gilt heute Desk sharing, das ist halt günstiger, es geht also gar nicht mehr ohne Home Office...
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Dörfu
08.08.2025 09:23registriert Januar 2019
Bei den Mietpreisen die wir hier haben, ist Homeoffice eine willkommene Entlastung vom Budget einer Firma.
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Jacques Moretti wurde auch in der Schweiz bereits verurteilt – die Sonntagsnews
Mängel bei den Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana, eine Verurteilung des Barbetreibers im 2016 und die Walliser Staatsanwaltschaft an der Kapazitätsgrenze: Das findet sich in den Sonntagszeitungen.
Akten zur Strafuntersuchung zum Brand von Crans-Montana VS haben laut der «NZZ am Sonntag» grosse Mängel bei den Ermittlungen aufgezeigt. Unter anderem seien die Smartphones der Betreiber der Bar erst acht Tage nach der Katastrophe beschlagnahmt worden, wie die Zeitung gestützt auf Ermittlungsakten schrieb. Die Staatsanwaltschaft habe die Mitglieder der Walliser Behörden zudem mit Samthandschuhen angefasst, urteilte die Zeitung. Der Sicherheitschef der Gemeinde habe zwei Tage nach dem Brand persönlich Dokumente zur Bar bei der Staatsanwaltschaft abliefern dürfen – obschon er sich in einem Interessenskonflikt befinde. Die Akten bestätigen laut der Zeitung zudem, dass die Staatsanwaltschaft offenbar die Autopsie der Opfer vergessen hatte. Die Dokumente lassen laut der «NZZ am Sonntag» weiter darauf schliessen, dass die Wohnung der Barbetreiber nicht durchsucht worden ist. Die Staatsanwaltschaft und die Anwälte der Barbetreiber nahmen demnach keine Stellung.
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