Schweiz
Crans-Montana

Crans-Montana: Bundespräsident Guy Parmelin zum nationalen Trauertag

«Die Schweiz im Herzen vereint»: Bundespräsident Parmelin zum nationalen Trauertag

Nach der Brandkatastrophe von Crans Montana spricht Guy Parmelin im Namen des Bundesrats den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aus. Er dankt Retterinnen, Rettern und hilfsbereiten Staaten.
09.01.2026, 07:5909.01.2026, 07:59
Guy Parmelin / ch media

Erlauben Sie mir, in dieser Zeit tiefer Trauer und grossen Leids in aller Demut einige Worte an Sie zu richten.

epa12625420 Firefighters of Crans-Montana, first responders in the fire at the "Le Constellation" bar and lounge, show emotions as they gather around flowers and candles to commemorate the v ...
Stilles Gedenken: Blumen zur Erinnerung an die Opfer.Bild: keystone

Im Namen des Bundesrats, der Schweizer Regierung, möchte ich den Familien und Angehörigen der Todesopfer mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Und all jenen, die das Glück hatten, die Brandkatastrophe zu überleben, aber nun erst am Anfang eines langen Wegs der Genesung stehen, gilt unser tief empfundenes Mitgefühl.

Le president de la confederation nouvellement elu Guy Parmelin, lors de la celebration de son election a la presidence du Conseil federal, ce jeudi 18 decembre 2025 a l'Ecole hoteliere de Lausann ...
Guy Parmelin, Bundespräsident.Bild: keystone

Ich möchte mich speziell an die jungen Menschen wenden. Viele der Todesopfer waren selbst jung, voller Pläne, Hoffnungen und Träume. Ihr Leben darf nicht nur auf die Katastrophe reduziert werden, auf die Umstände, wie es zu Ende gegangen ist. Es muss für das gewürdigt werden, was es war: ein Versprechen, eine Energie, ein Teil unserer gemeinsamen Zukunft.

Wir schulden den Betroffenen, Familien und Angehörigen Respekt, Erinnerung – und die Verpflichtung, alles zu tun, damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt. Die Justiz untersucht derzeit, inwiefern Sicherheitsbestimmungen missachtet wurden, und wird die Konsequenzen daraus ziehen. Das sind wir den Opfern und ihren Angehörigen schuldig.

Ich möchte aber auch all den Menschen Respekt zollen, die auf vielfältige Weise geholfen haben. Der Polizei, den zahlreichen Rettungskräften und den Miliz-Feuerwehrleuten, die bei den gefährlichen und schwierigen Rettungsarbeiten ihr Leben riskiert haben. Und all dem medizinischen Personal in den Krankenhäusern im In- und Ausland, die sich seit Tagen ununterbrochen um die vielen Schwerstverletzten kümmern.

FILE - A child watches as an adult places a candle outside the sealed off Le Constellation bar in Crans-Montana, Swiss Alps, Switzerland, Saturday, Jan. 3, 2026, where a devastating fire left dead and ...
Kerzen brennen in Gedenken an die Opfer.Bild: keystone

In dem grossen Unglück, das uns getroffen hat, und das – ich wage es mit Nachdruck zu betonen – die ganze Schweiz zu einer geeinten Familie von Trauernden gemacht hat, haben wir vorübergehend die Möglichkeit, zusammen zu sein, um die Last dieser Bürde zu teilen. Diese Verbundenheit wird die Last nicht leichter machen, aber wenn sie auch nur ein wenig dazu beitragen kann, den Schmerz zu lindern, hat sie ihre Daseinsberechtigung.

Es ist klar, kein Land kann solche Ausnahmesituationen alleine meistern. Die Schweiz hat deshalb – so wie das international vorgesehen ist – um Unterstützung ersucht, nachdem verschiedene Staaten ihre Unterstützung angeboten hatten. Patientinnen und Patienten mit schwersten Verbrennungen konnten inzwischen aus Schweizer Spitälern in spezialisierte Kliniken für Brandverletzte in verschiedenen europäischen Ländern verlegt werden. Sie erhalten so die bestmögliche Versorgung. Diese Behandlungen werden Monate dauern, was für die Angehörigen eine zusätzliche Belastung ist. Im Namen der Schweiz danke ich allen beteiligten Ländern für ihre solidarische Unterstützung.

Heute ist die Schweiz traurig. Aber heute ist die Schweiz auch im Herzen vereint. Vereint in der Trauer, vereint in der Unterstützung, vereint in der Entschlossenheit, zu verstehen und zu schützen. (aargauerzeitung.ch)

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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana
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Unglück in der Silvester-Nacht in Crans-Montana

Während einer Silvesterfeier ins Neujahr 2026 in Crans-Montana VS kam es zu einer Explosion und einem Brand in der Bar «La Constellation».

quelle: x
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