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Will im Nationalrat bleiben: Die Zürcher CVP-Politikern Kathy Riklin (66). (Archivbild)

Weil sie nicht erneut nominiert wurde, gründete CVP-Nationalrätin Kathy Riklin kurzerhand eine eigene Wahlliste. Bild: KEYSTONE

CVP-Nationalrätin Riklin tritt mit eigener Liste erneut zur Wahl an



Die von ihrer Partei nicht wieder nominierte Zürcher CVP-Nationalrätin Kathy Riklin tritt mit einer eigenen Liste bei den Wahlen im Herbst erneut an. Die 66-Jährige kandidiert auf der Liste der neu gegründeten Christlichsozialen Vereinigung (CSV) des Kantons Zürich.

Wie die Zeitungen «SonntagsBlick» und «NZZ am Sonntag» berichteten, wurde die Liste diese Woche komplettiert und umfasst 35 Namen. Dabei handelt es sich den Angaben zufolge ausschliesslich um CVP-Leute. Riklin steht auf dem ersten Listenplatz, gefolgt von vier weiteren Frauen. Insgesamt umfasst die Aufstellung 17 Frauen und 18 Männer.

In der C-Familie gebe es eigenständige Frauen, die die Tradition von Doris Leuthard fortsetzen würden, sagte die Europapolitikerin den Zeitungen. Beim Verhältnis zur Mutterpartei spricht Riklin von einem «freundschaftlichen Wettbewerb». Die Liste der CVP Zürich mit drei Männern zuoberst sei unglücklich, kritisierte sie. Die CVP-Liste weist insgesamt 16 Frauen auf.

Riklin hatte im April 2018 erst erklärt, nach 20 Jahren im Nationalrat nicht wieder antreten zu wollen. Knapp ein halbes Jahr später machte sie einen Rückzieher und fasste doch eine erneute Kandidatur ins Auge. Zu ihrem Meinungsumschwung erklärte Riklin damals, für die CVP habe sich die Situation in Zürich stark verändert. Barbara Schmid-Federer sei für alle völlig überraschend zurückgetreten. «Das ergibt eine neue Ausgangssituation.»

Die Christdemokratin und studierte Geologin setzt die Schwerpunkte ihrer Arbeit als Parlamentarierin auf Bildungs-, Umwelt- und Europapolitik. Sie ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission und der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur.

Die 1952 geborene Riklin geriet immer wieder in die Schlagzeilen, etwa in der Affäre Mörgeli. Das Berner Obergericht verurteilte sie wegen Amtsgeheimnisverletzung, weil sie Informationen unbedacht an einen Journalisten ausgeplaudert hatte. Das Bundesgericht bestätigte dieses Urteil. Für Aufruhr sorgte auch ein verhältnismässig günstiger Mietzins ihrer städtischen Wohnung an der Limmat. (sda)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ursus der Rächer 16.06.2019 19:16
    Highlight Highlight 20 Jahre NR reicht völlig. Bitte den Sitz einer jüngeren Politikerin überlassen. Ausserdem sollte man nach 65 nicht mehr zur Wiederwahl antreten dürfen.
  • Hüendli 16.06.2019 12:09
    Highlight Highlight Können unsere Parlamentarier den Kleber eigentlich über die Spesen abrechnen? 🤔😁
  • Don Sinner 16.06.2019 11:25
    Highlight Highlight Jawoll, Frauen in die Politik! Die geht mit gutem Beispiel voran. Folgt ihr!
  • Hierundjetzt 16.06.2019 09:51
    Highlight Highlight Was verhältnismässig tiefer Mietzins? Extrem tiefer Mietzins. Sie wohnt an der Schipfe (Kreis 1, 100m von der unteren Bahnhfostrasse entfernt, an der Limmat), in einer städtischen, hochsubventionierten Wohnung für Geringverdiener. Ortsüblich: 6’000 - 20’000. Sie: 2000.-

    Und ja: die Stadt will eine soziale Durchmischung um der Ghettobildung zu entgegnen.

    Find ich sehr gut.

    Aber so: nein. Einfach nein. Allein als NR erhält sie 140‘000.- da brauchts keine subventionierte Wohnung

    • Gigi,Gigi 16.06.2019 22:32
      Highlight Highlight Die Wohnungen sind nicht subventioniert, sondern werden zur Kostenmiete vermietet.
    • Hierundjetzt 16.06.2019 22:42
      Highlight Highlight Auch wenn dem so wäre: Anspruchsberechtigt ist Frau Riklin nicht. Das sieht man bereits daran, dass Ihre Nachbarin, eine Millionärin, ausziehen musste.
    • Gigi,Gigi 16.06.2019 22:48
      Highlight Highlight Es gibt keinen Anspruch. Und sie darf vorläufig drinnbleiben (bis 2025, dann gilt sie als zu vermögend), weil ein Zimmer ihr Büro ist. Das wurde mal abgeklärt
    Weitere Antworten anzeigen
  • Harvey Dent 16.06.2019 08:57
    Highlight Highlight Typische Sesselkleberin. Nun ja, die Stadtzürcher-Kostmiete-Wohnung will ja finanziert sein. Hatte die Frau früher einen sicheren Platz auf meiner NR-Liste, kann ich heute nur noch den Kopf schütteln. Wenn es eine Politiker Kaste gäbe, sie verkörperte den Idealtyp. Hat das Wasser predigen, Wein trinken ziemlich verinnerlicht (Stadtwhg zu lächerlichem Mietzins z.b)
  • Pius C. Bünzli 16.06.2019 07:38
    Highlight Highlight Mit 66 Jahren sollte man nichtmehr über die Zukunft der jungen Leute entscheiden wollen..

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