Schweiz
Deutschland

Martin Pfister muss Schweizer Militärausgaben in München erklären

Martin Pfister muss Schweizer Militärausgaben in München erklären

14.02.2026, 20:3514.02.2026, 20:35

Bundesrat Martin Pfister hat an der Sicherheitskonferenz in München erlebt, wie erklärungsbedürftig die vergleichsweise bescheidenen Schweizer Ausgaben für Verteidigung sind – gerade in der gegenwärtig unsicheren weltpolitischen Lage. Der Schweizer Verteidigungsminister nahm zum ersten Mal am hochkarätig besetzten internationalen Treffen teil.

Es habe Kritik daran gegeben, dass die Schweiz noch nicht einmal ein Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Verteidigung aufwende, sagte Pfister in der «Tagesschau»-Hauptausgabe des Schweizer Fernsehens SRF vom Samstagabend in München. Die Nato-Mitgliedsländer dagegen haben sich verpflichtet, fünf Mal mehr auszugeben – nämlich fünf Prozent – für Verteidigungsausgaben in einem umfassenden Sinne.

Pfister habe unter anderen seine Amtskollegen aus den baltischen Ländern Estland, Lettland und Litauen sowie aus Slowenien und Irland getroffen und ihnen die Schweizer Verteidigungs- und Sicherheitspolitik erklärt, sagte der Sprecher des Verteidigungsdepartements VBS, Renato Kalbermatten, am Samstag der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Es sei auch über Kooperationen und gemeinsame Übungen gesprochen worden. (sda)

Mehr zum Thema:

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Die am wenigsten korrupten Länder gemäss Korruptions-Index
1 / 3
Die am wenigsten korrupten Länder gemäss Korruptions-Index

Die Schweiz ist einen Platz nach unten gerutscht.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Nach dem FIFA-Friedenspreis hat Trump nun auch den zweitbegehrtesten Award gewonnen
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
60 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Only G
14.02.2026 21:44registriert Dezember 2016
Ausgabe in % BIP ist das eine, Ausgaben pro Einwohner wäre eine andere Betrachtung. Da liegt die Schweiz weit vorne.
Mit vergleichbaren, neutralen Ländern sind die Ausgaben CH eher hoch. Dummerweise scheint das Militär aber Probleme mit Umsetzung zu haben.

Der grosse Anstoss ist wohl eher: warum tut die Schweiz nicht mehr um Europa - und da befinden wir uns halt einfach - in der Krise stärker zu unterstützen. Da versteckt man sich hinter der Neutralität.

Mit z.B. einem frühen Ringtausch der eingemotteten Panzer hätte man schon lange ein Zeichen setzen können.
558
Melden
Zum Kommentar
avatar
Wolkensprung
14.02.2026 21:45registriert Dezember 2016
Ehrlicherweise müssen die EO-Kosten für die Löhne der Soldaten miteingerechnet werden, dann sind wir aber immer noch beschämend tief in den Verteidigungsausgaben.
Das Geschöftsmodell mit der Gratissicherheit von den Nachbarländern funktioniert immer weniger. Und dann gibt es immer noch Leute, welche glauben, die "bewaffnete Neutralität" würde uns schützen...
3910
Melden
Zum Kommentar
avatar
Donnerherz
14.02.2026 21:01registriert November 2020
Die Schweiz - hinter dem Mäntelchen der sogenannten Neutralität verbergen sich Rosinenpickerei (Geschäfte mit allen, egal wie verwerflich) und Trittbrettfahrerei (die NATO schützt uns dann schon).
279
Melden
Zum Kommentar
60
Nach Explosion: Stadtrat von Illnau-Effretikon untersagt Sprengungen im Tätsch
Der Stadtrat von Illnau-Effretikon hat jegliche Sprengaktivitäten in der Versuchsanlage Tätsch untersagt. Er verlangt Unterlagen von der Grundeigentümerin. Wegen einer schiefgelaufenen Entsorgung von Sprengmaterial am 25. Februar war es zu rund 150 Schadensmeldungen gekommen.
Zur Story