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Mit der Drohne ins Spital fliegen: Klingt nach Science Fiction – und wird in Genf Realität

News aus der Sparte: Verdammt, hab ich das nicht in einem Sci-Fi-Film gesehen?



Bild

Könnte auch aus einem Sci-Fi-Film stammen: Konzept einer Patienten-Drohne. Bild: screenshot argodesign

Drohnen sind ja für allerlei Sachen gut. Um coole Ferienvideos zu machen zum Beispiel. Oder um Päckchen zu transportieren. Wenns dann auch klappt.

Der Kanton Genf möchte nun jedoch einen Schritt weiter gehen. Wie der Kanton in einer Medienmitteilung schreibt, möchte er Drohnen für den Patiententransport entwickeln lassen. Der Staatsrat hat am Mittwoch beschlossen, ein entsprechendes Projekt fortzusetzen.

Die Drohnenambulanz soll zwei Tonnen wiegen und für den «nicht dringenden Transport von Patientinnen und Patienten» bestimmt sein. Speziell die Route zwischen den Universitätskliniken Genf (HUG) und dem Spital Trois-Chênes soll damit bedient werden. Rund sechs Kilometer Luftlinie trennen die beiden Krankenhäuser.

Bis zu 10'000 Transporte pro Jahr

Laut Chrystelle Charat, Direktorin der Entwicklungs- und Zukunftsabteilung des kantonalen Verkehrsamtes in Genf, könnte die Drohne bis zu 10'000 Patienten im Jahr zwischen den Spitälern transportieren. Das wäre ein Drittel der jährlichen Transporte. Ein Prototyp könnte gemäss Charat bereits im Jahr 2025 durch die Lüfte gleiten.

Das Projekt basiert auf einer Machbarkeitsstudie zu Taxidrohnen im Rahmen der Europäischen Initiative für Stadtinnovation für intelligente Städte und Gemeinden. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt wie auch Skyguide haben an dieser Studie mitgewirkt.

(dfr)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Julian_87 04.10.2019 07:27
    Highlight Highlight Das finde ich eine Sinnvolle Idee. Endlich weniger Krankenwägen, die zwischen zwei vermutlich spezialisierten Krankenhäusern hin und her fahren müssen.
    Die Drohne ist ja nicht zur Notfallrettung angedacht (dafür gibt es immernoch die Rega) sondern nur zum Transport.
    Und Transport von liegenden Patienten im Bus funktioniert nicht.
  • Neruda 03.10.2019 14:07
    Highlight Highlight Die transportieren bis anhin 30'000 Patienten zwischen den Spitälern hin und her? Ernsthaft?
  • Nevermind 03.10.2019 09:47
    Highlight Highlight Und wie werden die "bis zu 10'000 Patienten" aktuell transportiert?
    30 Transporte am Tag mit einer zwei Tonnen Drohne über Stadtgebiet? Also jede Stunde 2-3 Flüge? Mit neuem Flüsterrotor? Fehlerrate so um die 0,01%, nur ein Absturz pro Jahr? Inkl. neuer Vorschriften für verstärkte Dächer im Flugkorridor?

    Hört sich nach einem Traum an. Einem feuchten Traum von jemandem in der Verwaltung.
  • Heinzbond 03.10.2019 09:21
    Highlight Highlight Ist das dann eine Benzin, Diesel, hybrid oder rein elektrische Drohne? Und warum macht man nicht erst mal einen shuttle Service mit Umweltfreundlichen car?
    Oder noch abwegiger, wieso muss der Patient von A nach b gekarrt werden? Was läuft da falsch am arbeitsprozess? Vielleicht mal da ansetzen?
    • derEchteElch 03.10.2019 09:32
      Highlight Highlight Keine Ahnung von der Materie.

      „Oder noch abwegiger, wieso muss der Patient von A nach b gekarrt werden?“
      Weil es gewisse Patienten gibt, die jegliche Erschütterung und Vibration nicht ertragen (verletzungsbedingt).
    • Heinzbond 03.10.2019 09:58
      Highlight Highlight Von einem Spital ins andere so wie im Artikel,
      Die Drohnenambulanz soll zwei Tonnen wiegen und für den «nicht dringenden Transport von Patientinnen und Patienten» bestimmt sein. Speziell die Route zwischen den Universitätskliniken Genf (HUG) und dem Spital Trois-Chênes soll damit bedient werden. Rund sechs Kilometer Luftlinie trennen die beiden Krankenhäuser.

      Also das lösen eines Problems mit in Kauf nahme von einem halben Dutzend anderer...

      Ach und mal nebenbei, 20 Jahre in der Medizin tätig...
  • Eskimo 03.10.2019 09:17
    Highlight Highlight Gibts dazu nicht die REGA. Was soll mit Drohnen besser sein? Sind die auch so zuverlässig wie die Postdtrohnen?
    • derEchteElch 03.10.2019 09:32
      Highlight Highlight Danke 👍
    • MasterPain 03.10.2019 09:54
      Highlight Highlight Du brauchst für die Drohne keinen Piloten, kannst also viel mehr Drohnen als Helikopter im Einsatz haben.
    • Fruchtzwerg 03.10.2019 10:32
      Highlight Highlight @Eskimo. Eine Flugstunde mit der Rega ist ganz sicher teurer (ca. CHF 5000.-) als mit einer unbemannten Drohne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sandro Wanderlust 03.10.2019 09:04
    Highlight Highlight Wenn die Drohne noch da steht wenn der Boden schon gesandet ist um das vom Unfall ausgelaufene Öl aufzusammeln, dann könnten sie grad mit dem Auto kommen.

    Grundwasser vor Patient. 🤣
    Benutzer Bild
  • Auric 03.10.2019 08:55
    Highlight Highlight Bei der aktuellen Absturzrate ist das sicher ein Baustein zur Verringerung der Gesundheitskosten.
    • THEOne 03.10.2019 09:36
      Highlight Highlight böööse... aber gut😁
    • Zappenduster 03.10.2019 12:53
      Highlight Highlight Es sind über 100`000 Drohnen in der Schweiz verkauft, wir haben dieses Jahr von DREI Zwischenfällen gelesen:

      1. Val Verzasca Tessin
      2. Post Zürich
      3. Post Zürich

      Die aktuelle Absturzrate hält sich in Grenzen. Wie oft hast du dieses Jahr von abstürzenden Kleinflugzeugen gelesen?

      Nur weil die Post und Matternet ihre Probleme nicht in den Griff bekommen heisst das noch lange nicht das Drohnen generell ein Absturzproblem haben.
  • marmuel 03.10.2019 08:53
    Highlight Highlight Nehme an solche Projekte sind der Grund wieso die Krankenkassenprämien doppelt so hoch sind in der Westschweiz 😂😭
  • Evan 03.10.2019 08:43
    Highlight Highlight Eine der wenigen sinnvollen Anwendungen, und wo auch eine gewisse Lärmbelästigung verhältnismässig ist.
    • derEchteElch 03.10.2019 09:29
      Highlight Highlight Das gibt es heute schon und nennt sich Helikopter. Für Rettungseinsätze sind jegliche „Lärmbelästigungen“ verhältnismässig.
    • Evan 03.10.2019 10:44
      Highlight Highlight Elch, ich könnte mir vorstellen, dass die Drohnen dem Helikopter in gewissen Situationen überlegen sind.
    • Shaha 03.10.2019 15:27
      Highlight Highlight 'nicht dringende Transporte' tönt nicht gerade nach Notfall-Rettungseinsätzen. Bei solchen Zahlen von Transporten zwischen Spitälern vermute ich eher, dass Patienten für gewisse Untersuchungen ans Unispital gebracht werden oder nach spezielleren Eingriffen vom Unispital in ein 'normales' Spital verlegt werden.
  • N. Y. P. 03.10.2019 08:40
    Highlight Highlight DIE POST würde gerne mithelfen bei der Entwicklung.
    • Pointer 03.10.2019 09:03
      Highlight Highlight Und die Drohnen zusätzlich mit einem E-Voting-Terminal ausstatten.
    • THEOne 03.10.2019 09:32
      Highlight Highlight das kommt bestens....🤣🤣
    • N. Y. P. 03.10.2019 09:40
      Highlight Highlight @Pointer

      Du solltest aber schnellstens abstimmen, wenn du die Flughöhe erreicht hast.

      Aus Gründen.

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