Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bundesrat gibt Startschuss für Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit



ZU DEN THEMEN DER SOMMERSESSION, AM DIENSTAG, 12. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Rear view of a network rack with network parts: patch panels, LED, fibre optic cables, switches in the server room of a company in Zurich, Switzerland, on 4 July 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Rueckansicht eines Servers mit Netzwerkteilen: Netzwerkkabel, LED, Glasfaserkabeln im Serverraum eines Unternehmens in Zuerich, aufgenommen am 4. Juli 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Rückansicht eines Servers (Archivbild). Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat hat den Startschuss für das Kompetenzzentrum Cyber-Sicherheit gegeben. Die strategische Leitung wird eine oder ein Delegierte/r für Cyberfragen übernehmen. Die Geschäftsstelle Cyber-Sicherheit wird dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) unterstellt.

Der Bund wolle eine aktive Rolle übernehmen, um die Bevölkerung und die Wirtschaft beim Schutz vor Cyber-Risiken zu unterstützen und die Sicherheit der eigenen Systeme zu verbessern, heisst es in einer Mitteilung des Bundesrates.

Um diese bereits in der «Nationalen Strategie zum Schutz der Schweiz vor Cyber-Risiken (NCS)» festgehaltenen Ziele zu erreichen, werde die Organisation angepasst. Die Entscheide seien ein Zwischenschritt im Rahmen der Umsetzung der NCS.

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch die Aufgaben und Zuständigkeiten im Bereich Cyber-Risiken festgelegt. Die Stelle für die Delegierte oder den Delegierten für Cyberfragen soll umgehend ausgeschrieben werden. Diese Person soll zum Gesicht der neuen Organisationsstruktur des Bundes werden. Sie wird Ansprechperson für die Politik, Medien und Bevölkerung, leitet interdepartementale Gremien im Bereich Cyber-Risiken und arbeitet eng mit den Kantonen und der Wirtschaft zusammen.

Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken

Erweiterung von Melani

Die operative Einheit baut auf bestehenden Kompetenzen wie der gut etablierten Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani im Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) auf. Melani soll so erweitert werden, dass sie Dienstleistungen für die gesamte Wirtschaft anbieten und für die Bevölkerung Warnungen und Informationen zu Cyber-Risiken herausgeben kann.

Das Kompetenzzentrum sei erste Anlaufstelle für Fragen im Bereich Cyber-Risiken. Innerhalb des Bundes unterstütze es die Ämter mit Cyber-Fachwissen bei Prävention, Standardisierung und Regulierung. Es erhalte bei der Bewältigung von Cyber-Vorfällen Weisungskompetenzen gegenüber den Bundesstellen.

Mit der Schaffung der neuen Strukturen habe der Bundesrat auch berücksichtigt, dass Cyber-Sicherheit letztendlich eine Aufgabe der obersten Führungsverantwortung sei. Dazu wird ein neuer Cyber-Ausschuss mit den Vorstehenden von EFD, Eidgenössischem Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) und Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) gebildet.

Sie vertreten die Bereiche der zivilen Cyber-Sicherheit (EFD), der Cyber-Defense (VBS) und der Cyber-Strafverfolgung des Bundes (EJPD). Über den Ausschuss stelle der Bundesrat sicher, dass die Aktivitäten der Bundesverwaltung in diesen drei Bereichen optimal aufeinander abgestimmt verliefen und dass mit den verfügbaren Ressourcen ein optimales Ergebnis erzielt werden könne.

Durch die neuen Strukturen innerhalb des Bundes werde auch der Einbezug der Kantone, der Wirtschaft und der Hochschulen beim Schutz vor Cyber-Risiken erleichtert, heisst es weiter. Sie sollen Einsitz im Steuerungsausschuss der NCS erhalten und könnten so deren Umsetzung und Weiterentwicklung mitprägen. Die Kantone werden zudem bereits zur ersten Sitzung des Cyber-Ausschusses des Bundesrates für die sie betreffenden Traktanden eingeladen. (sda)

Russland begeht grossflächige Cyberattacke

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

BAG meldet 8616 neue Fälle

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Cosmopolitikus
31.01.2019 22:45registriert August 2018
Es wurde aber auch höchste Zeit...
Leider unterschätzt in der Schweiz immer noch die grosse Mehrheit der Unternehmungen, Behörden und vor allem der Bürger die Gefahren durch Angriffe auf Systeme, Netzwerke und Daten.
234
Melden
Zum Kommentar
2

Schweizer Sektenführer Sasek von Anonymous brutal vorgeführt

Netzaktivisten haben die Schweizer OCG-Sekte gehackt. Veröffentlichte Dokumente zeigen, welche Spenden die Sekte von ihren Mitgliedern erhält. Sektenführer Ivo Sasek macht derweil mit Panikvideos gegen Corona-Schutzmassnahmen mobil.

Wie lukrativ ist es Sektenführer zu sein? Dank des Hacker-Kollektivs Anonymous kennen wir nun die ungefähre Antwort. Die Netzaktivisten haben in den letzten Wochen und Monaten mehrere Server der Schweizer Sekte Organische Christus-Generation (OCG) von Sektenführer Ivo Sasek gehackt und tausende E-Mails, Dokumente und insgesamt rund 300 GB an Dateien erbeutet, ausgewertet und Teile davon veröffentlicht. Darunter Tabellen, die fein säuberlich die Spenden der Sektenmitglieder aufführen. Wir …

Artikel lesen
Link zum Artikel