Schweiz
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E-ID kommt vors Volk – Referendum zustande gekommen



Personen reichen rund 60 000 Unterschriften gegen das Referendum fuer den digitalen Schweizer Pass, E-ID, ein, am Donnerstag, 16. Januar 2020, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

Der digitale Pass kommt definitiv an die Urne. Die Bundeskanzlei hat am Donnerstag das Zustandekommen des Referendums formell festgestellt. Von den knapp 65'200 eingereichten Unterschriften sind gut 64'900 gültig.

Für das Zustandekommen eines Referendums sind 50'000 Unterschriften nötig. Grund für das Referendum ist die Rolle privater Unternehmen. Gemäss dem vom Parlament verabschiedeten Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (E-ID-Gesetz) wären die Bundesbehörden lediglich für die Identifizierung einer Person zuständig.

Herausgegeben würde die digitale Identität (E-ID) aber von der Privatwirtschaft. An die Stelle des staatlichen Passbüros würden im Internet Grossbanken, Versicherungsgesellschaften und staatsnahe Konzerne treten, kritisiert die Allianz hinter Referendum.

Sie erinnert daran, dass die E-ID in Zukunft für die Ausübung politischer Rechte, den Zugriff auf Gesundheitsinformationen, Finanztransaktionen und Behördengeschäfte eingesetzt werden soll. Die E-ID sei das Herzstück der digitalen Demokratie. Deshalb müsse die Sicherung der Identität eine staatliche Kernaufgabe bleiben.

Das Referendumskomitee verweist auch auf eine Umfrage, wonach sich 87 Prozent eine E-ID vom Staat wünschen. Beim Datenschutz fehle das Vertrauen in private Unternehmen, lautet seine Schlussfolgerung. Das Referendum wurde von der Digitalen Gesellschaft lanciert. Unterstützt wird es von von SP, Grünen, Piratenpartei, VPOD, Internet Society Switzerland, Verein Public Beta, Grundrechte.ch sowie Seniorenorganisationen.

Das Parlament hat die Aufgabenteilung zwischen Behörden und Privatwirtschaft vorgeschlagen, weil es befürchtete, dass sich eine rein staatliche Lösung nicht durchsetzen würde. Mit der SwissSign Group, die die SwissID herausgibt, hat sich bereits ein privates Konsortium gebildet. Zu diesem gehören unter anderen SBB, Post, Swisscom, die Grossbanken und zahlreiche grosse Versicherungsgesellschaften. (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 14.02.2020 13:34
    Highlight Highlight Warum braucht jeder Staat seine eigene E-ID-Lösung?

    Angebrachter wäre vielmehr eine multilaterale, globale Lösung, welche insbesondere auch den mehreren Millionen "undocumented people" (Menschen ohne Geburtsurkunden, Identitätspapiere) ermöglicht, eine dokumentierte und einzigartige Identität zu erhalten, und somit als vollwertige Mitglieder (zB. mit Stimmrecht und Bankkonto) an der Gesellschaft teilzunehmen.

    Es würde daher Sinn machen, dass Problem der E-ID nicht als schweizerisches sondern als Welt-Problem zu betrachten, und keine nationale sondern eine globale Lösung zu erarbeiten.
    • bebby 14.02.2020 20:20
      Highlight Highlight Unter der Führung der usa? Da hätte ich noch weniger Vertrauen.
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 20:52
      Highlight Highlight Eher unter der Führung der Völkergemeinschaft, bebby, zB. einer neuen völkerrechtlichen Institution.

      In die USA, China, Russland, Türkei usw. habe ich auch kein Vertrauen. Aber zB. in demokratische Strukturen.

      Es müsste doch heutzutage möglich sein, dass jeder Mensch ein Stimmrecht bekommt, bzw. dass jeder Mensch seine einzigartige/einmalige Identität bei Bedarf auch nachweisen kann (zB. bei Ausübung des Stimmrechts oder der Eröffnung eines Bankkontos).

      Wir können doch nicht ständig von Demokratie quasseln, aber der überwiegenden Mehrheit der Menschheit ihr Stimmrecht verweigern.
  • ridega 14.02.2020 12:49
    Highlight Highlight "Sie erinnert daran, dass die E-ID in Zukunft für die Ausübung politischer Rechte, [...] und Behördengeschäfte eingesetzt werden soll."

    In der Schweiz gibt es keinen ID Zwang... wie wollen sie das durchsetzten?
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 13:38
      Highlight Highlight Für die Ausübung des Stimmrechts brauchst du keine ID, aber einen Stimmrechtsausweis.

      Für Behördengeschäfte brauchst du auch nicht unbedingt eine ID, aber dann musst du deine Identität, bzw. Berechtigung zB. mit Geburtsurkunde oder Heimatschein belegen.

      Eine E-ID könnte (=konjunktiv!) diese Prozesse erheblich vereinfachen und sicherer gestalten. Selbstverständlich müssen die Prozesse selbst dann nachwievor noch auf altmodische Art ohne E-ID funktionieren.
  • beaetel 14.02.2020 12:00
    Highlight Highlight Nur damit keine Konfusion besteht. Privat heisst z.B eine AG. Wie es der Name schon sagt, ist das eine Anonyme Gesellschaft. Deren Heimat ist dort, wo das meiste Geld herkommt, ist also dem Aktionär verpflichtet und zwar nur dem. Wohingegen unsere demokratisch gewählte Regierung auf unser Land beschränkt ist und wo ein Einheimischer eine Stimme hat. Privat und Staat sind also Gegensätze, wie Wasser und Feuer. Nur dass wir auf unserem Boden noch ein Mitspracherecht haben. Private aber kennen keine Heimat, respektive nur das, was sie besitzen.
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 13:44
      Highlight Highlight AG heisst Aktien-Gesellschaft.
      Das französische Pendant SA allerdings heisst Société Anonyme.

      Es (AG oder SA) ist eine Kapitalgesellschaft und Kapital ist sowieso sehr flüchtlig (stets auf der Flucht).

      Übrigens: Auch die Nationalbank, die SBB und die Post sind AGs/SAs.
  • gambinho 14.02.2020 09:50
    Highlight Highlight Ich finde es sehr stark abhängig davon von welchen Daten genau die Rede ist. Sind das nur Anmeldedaten wie Name, Vorname, Mail, Geburtsdatum - na dann, meinetwegen, dass muss ich ja sowieso bei jedem Login bekannt geben. Geht es nun aber darum meine Historie bei der Krankenkasse unter diesen Firmen aufzuteilen, dann wird‘s sehr kritisch!
    • ridega 14.02.2020 12:52
      Highlight Highlight "muss ich ja sowieso bei jedem Login bekannt geben"
      Nein... du hast das Recht zu lügen.
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 13:58
      Highlight Highlight • E-ID-Registrierungsnummer;
      • amtlicher Name;
      • Vornamen;
      • Geburtsdatum.

      • Versichertennummer (AHV-Nummer)
      • Geschlecht;
      • Geburtsort;
      • Zivilstand;
      • Staatsangehörigkeit und gegebenenfalls Aufenthaltsstatus;
      • Gesichtsbild;
      • Nummer und Art des von der Schweiz ausgestellten Identitäts- oder
      Ausländerausweises;
      • Unterschriftsbild
      https://www.bj.admin.ch/dam/data/bj/staat/gesetzgebung/e-id/vorentw-d.pdf
  • zipper 14.02.2020 09:23
    Highlight Highlight Eigentlich traue ich weder dem Staat noch der Privatwirtschaft über den Weg. Was da alles für unfug mit den Daten angestellt wird will ich gar nicht wissen. Digitalisierung ist ok, aber nicht in allen Lebensbereichen und solange der Staat in kriminelle Machenschaften wie der Crypto oder Fichen Affäre sollte so etwas generell überdacht werden. Wir benötigen zuerst Kontrollinstrumente um die Behörden und Politiker an die ganz kurze Leine zu legen. Solange es noch geheime Treffen mit welchen Organisationen auch immer - NULL vertrauen, sorry.. alles verspielt in der Vergangenheit.
  • LURCH 13.02.2020 23:54
    Highlight Highlight Die Post betreibt ja in weiser Voraussicht schon seit langem Vorratsdatenspeicherung und hat ungefragt einen Grossteil der amtlichen Daten der schweizer Bevölkerung in ihrer Datenbank gespeichert, um dann bei der Vergabe der E-ID in möglichst guter Position zu sein.
  • Thomas Bollinger (1) 13.02.2020 22:13
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wem ich mehr misstraue. Wahrscheinlich wird das die erste Abstimmung seit 10 Jahren, bei der ich leer einlegen werde. PS Ich bin Generation Fichen-Affäre.
    • ridega 14.02.2020 12:54
      Highlight Highlight Dir ist schon bewusst, dass wenn Private es ausstellen - der Staat logischerweise trotzdem vollen Zugriff hat. Dann haben einfach BEIDE Zugriff. Staat und Firma. Wenn es der Staat ausstellt, hätte nur der Staat Zugriff.

      Was ist also weniger schlimm? Genau... nur der Staat.
  • grandvlad 13.02.2020 18:17
    Highlight Highlight 🤣 🤣 🤣 Privatfirma... Zb. Wie crypto 🙈
  • Smeyers 13.02.2020 18:04
    Highlight Highlight Natürlich muss der Staat hier das Monopol haben. Es ist klar das Private Firmen die Daten auswerten werden, wenn auch anonym.

    Es liegt auf der Hand, dass private Firmen hier doppelt abkassieren wollen: 1) Gebühren für die Erstellung/ Erfassung der ID; 2) Verkauf der anonymisierten Daten.

    Geiles Businessmodell....
  • Reto Braun 13.02.2020 17:37
    Highlight Highlight Unsinniges Referendum. Der Pass und die ID werden heute schon von (teils ausländischen) Privatunternehmen hergestellt. Der Bund kann garnicht mit der technologischen Entwicklung Schritt halten und MUSS das an Privatunternehmen vergeben. Der Bund liefert heute schon alle relevanten Daten an Oreill Füssli, GEmalto und Co.
    • Smeyers 13.02.2020 18:07
      Highlight Highlight @reto; einverstanden aber das ist noch analoge Welt; diese ID soll für ALLES verwendet werden: Bank, Krankenkasse, GA, Post, etc.

      Man kann dadurch digital jeden deiner Schritte nachverfolgen.
    • DunkelMunkel 13.02.2020 18:10
      Highlight Highlight Nein! Es ist ein Unterschied ob Teile von einer Firma produziert werden oder eine Firma die ausgebende Stelle ist. Dass Leute die Tragweite davon nicht verstehen ist alarmierend. Hier muss die Presse viel intensiver informieren. Sowas darf niemals angenommen werden.
    • Liselote Meier 13.02.2020 18:18
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt, die stellen die Pässe her, haben aber keinen permanenten Zugriff auf die Daten.

      Wer Zugriff auf die Server einer E-ID hat kann damit vieles anstellen. Personenprofile anlegen, Risikogruppen erstellen usw.





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  • AnDerWand 13.02.2020 16:58
    Highlight Highlight Einerseits mag eine Bank evtl. aufrund von Datensicherheit nicht die schlechteste Lösung sein, da sie sich im Thema Datensicherheit etwas auskennen ""sollten". Gleichzeitig aber will ich nicht, dass die Bank mehr Daten als nötig von mir hat. Auch die "Boni" gewisser Banken stören mich etwas.
    • DunkelMunkel 13.02.2020 18:11
      Highlight Highlight Einfach Nein! Das geht nicht, dass Privatfirmen die Hoheit über die Ausgabe von Passdokumenten haben können.
  • luegeLose 13.02.2020 16:43
    Highlight Highlight Nein. Als ITler bin ich dagegen. Alles so lassen wir es ist.
  • rolf.iller 13.02.2020 16:40
    Highlight Highlight Warum kann diese Aufgabe nicht auch das Passbüro übernehmen. Die Daten sind dort ja schon vorhanden.
  • Mutbürgerin 13.02.2020 16:35
    Highlight Highlight Ist wohl naiv zu glauben, beim Bund sei etwas sicherer. Da arbeiten nur Verwalter und Koordinatoren und unzählige Externe verrichten deren Arbeit. Die ganze Technologie muss sowieso extern eingekauft werden. Wieso soll ein Bundesangestellter vertrauenswürdiger sein, als ein privat Angestellter. Banken werden auch nicht nur vom Bund betrieben.
    • Nickname ist schon vergeben 13.02.2020 16:54
      Highlight Highlight Es geht nicht um die Technologie, sondern wer die Daten hat. Und diese hat dann eine Versicherung oder eine Bank. Und das geht die nix an.
    • Globidobi 13.02.2020 17:05
      Highlight Highlight Die Entwicklung des Systems sollte mit externen Experten erfolgen. Jedoch sollten die Daten auf den Server des Bundes gelagert werden.
    • Shlomo 13.02.2020 18:56
      Highlight Highlight No offence, aber einem Beamten, die ihre Arbeit nicht nur wegen ihres Lohns machen, trau ich um Welten mehr als einem Banker.
  • Jacques #23 13.02.2020 16:32
    Highlight Highlight Oooh, da wird die scheinheilige Crypto Wirtschaft aber keine Freude haben, wenn man ihr auf die Finger klopft 😉
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 11:31
      Highlight Highlight Die Crypti-Profiteure werden vielleicht keine Freude haben. Aber Crypto-Evangelisten sind ganz auf der Seite derjenigen, die finden, es müsse alles offen und transparent sind.

      Man darf weder den staatlichen Stellen noch privaten Firmen vertrauen. Auch nicht in Gott. es gilt bei Crypto-Evangelisten stets nur der Grundsatz:

      IN PROOF WE TRUST.
  • GetReal 13.02.2020 16:24
    Highlight Highlight Wenn ich die Reihe von IT-Debakel mit unendlichen Steuer-Millionengräbern beim Bund ansehe, traue ich ihm nicht zu, eine E-ID zu schaffen, die einwandfrei und vor allem sicher funktioniert. Darum ist es mir lieber, das liegt bei denen Firmen, die wissen, wie man so etwas richtig macht und bei denen beim Versagen ein wirtschaftliches Risiko droht, welches wirklich wehtut.
    • ninolino 13.02.2020 16:51
      Highlight Highlight Ja, genau, im Zweifelsfall kann dann die CIA und der BND hinzugezogen werden.
    • Realist20 13.02.2020 17:27
      Highlight Highlight Du meinst so wie die Millionengräber der Privatwirtschaft (Siroop, io, tapit,) Die peinlichkeiten von e-voting der PF, das massive Datenleck der Swisscom Cloud, dem nur von ganz wenigen Firmen genutzten Mobile ID, Swisssign? Oder meinst du etwa das ausgelagerte Geld Massengrab TWINT für das jede Bank eine eigene App haben musste (kantönligeist) und es trotzdem auf keinem Android die frei verfügbare NFC Funktion nutzt weil man sonst nicht lamentieren könnte dass das böse Apple ihr NFC nicht jedem Vollspasst freigibt?
      Echt jetzt, du nennst die IT Versuche des Bundes ein Massengrab?
    • GetReal 13.02.2020 20:27
      Highlight Highlight Wie war das mit Insieme? Wie war das mit IT-Skandal in der AHV-Kasse? Nur zwei Beispiele, und es gibt genügend weitere. Und Swisscom ist quasi auch ein Staatsbetrieb, wenn man die Besitzverhältnisse ansieht ;-)

      Nur weil man die Wahrheit nicht gerne hört, hat man nicht automatisch recht. Als Software-Hersteller würde ich gerne für den Bund arbeiten. Arbeit und Geld bis zur Pension gesichert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • fidget 13.02.2020 16:23
    Highlight Highlight Alles was mit amtlichen Ausweisen, ob analog oder digital, zusammenhängt muss unbedingt in staatlicher Hand bleiben. Es kann nicht sein, dass da Private mitmischen. Das Referendum hat meine Unterstützung auf sicher, bzw. meine Stimme an der Urne.
  • dä dingsbums 13.02.2020 16:15
    Highlight Highlight Das Gesetz im Detail:
    https://www.admin.ch/opc/de/federal-gazette/2019/6567.pdf

    Mitte Rechts hat im Nationalrat geschlossen für dieses Gesetzt gestimmt:
    https://www.parlament.ch/poly/Abstimmung/50/out/vote_50_19618.pdf

    Ich finde es bedenklich, dass 2/3 der Parlamentarier ohne weiteres bereit sind staatliche Aufgaben privaten Unternehmen zu überlassen.
    • Dominik Treier 13.02.2020 21:44
      Highlight Highlight Was erwartest du? Man sollte inzwischen wissen, dass der gesammte Bürgerblock auch die Grossmutter privatisieren würde, wenn die Chance besteht, dass einige Rappen gewinn rausschauen und wenn sie der Meistbietende trocknen und scheibeln will...
  • NudelBürste 13.02.2020 16:13
    Highlight Highlight Ich habe schon Angst was sich die gegner wohl dieses Mal für Lügen aus den Fingern saugen werden um die nicht so Technik affike Bevölkerung zu verarschen...
  • Fehler beim Bearbeiten der Anfrage vong OLAF her 13.02.2020 16:11
    Highlight Highlight Hat diese Crypto-Firma das mitentwickelt?
    • Ueli der Knecht 13.02.2020 16:52
      Highlight Highlight Es gibt ja auch noch andere Firmen mit ähnlichem Hintergrund wie die Crypto AG und mit Sitz in der Schweiz. Wie zB. Kudelski Security oder Kaspersky, Proton Technologies, Threema, Six, SwissSign, SwissID, usw...

      Trauen kann man keiner von diesen Firmen. Auch keinem anderen Hardware- oder Software-Hersteller.

      Daher braucht es neue Konzepte. Open-Source, offene und jederzeit überprüfbare Supply-Chains, und unabhängige Kontrollmechanismen (ähnlich der Strassenverkehrsämter für Fahrzeugeoder Luftfahrtbehörden für Flugzeuge).
    • The Destiny // Team Telegram 13.02.2020 17:12
      Highlight Highlight @ueli, sry aber weshalb soll man bsp. ProtonMail / vpn nicht vertrauen können?!
    • Ueli der Knecht 13.02.2020 18:00
      Highlight Highlight "weshalb soll man bsp. ProtonMail / vpn nicht vertrauen können?!"

      The Destiny // Team Telegram:

      https://www.techspot.com/news/82776-protonmail-review-secure-email-really-secure.html

      Weil:

      1. Schweizer Server (d.h. schweizer lasche Gesetzgebung, inkl.. BÜPF, NDG und StGB);

      2. Verbindungen zu "US Forschungsinstituten"; finanziert von US-Investoren (CIA, NSA?);

      3. Finanziell abhängig von mehreren Regierungen;

      4. Mobile Apps, IMAP Bridge und Backend sind nicht quelloffen;

      5. Irreführende Werbung mit "completely open sourced", was nicht stimmt (siehe Pt. 3).
    Weitere Antworten anzeigen
  • koalabear 13.02.2020 15:55
    Highlight Highlight Ich habe mich bis jetzt noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Deshalb meine Frage: Welchen Mehrwert habe ich von det E-ID?
    • Ueli der Knecht 13.02.2020 16:57
      Highlight Highlight Du kannst gegenüber Porno-Portablen oder Alk-Webshops belegen,dass du volljährig bist.

      Ausserdem kannst du damit (wenn es schlau gemacht ist) Dokumente verschlüsseln und/oder rechtsgültig signieren. Das heisst, es gibt einen öffentlichen Schlüssel, der mit deiner E-ID (und dem darauf befindlichen privaten Schlüssel) verknüpft ist.
    • HAL1 14.02.2020 08:08
      Highlight Highlight @ueli
      Signieren kannst du auch ohne eID rechtsgültig
    • Ueli der Knecht 14.02.2020 12:03
      Highlight Highlight Yep, HAL1.... zB. mit der SuisseID.

      Ob eine Signatur rechtsgültig ist oder nicht, hängt aber von einem separaten Vertrag ab, den die Parteien untereinander separat abschliessen müssen. Per se sind digital signiertes Dokument nicht einfach so rechtsgültig, sondern nur, wenn das die Beteiligten auf einem separaten Vertrag untereinander abmachen.

      Mit der E-ID wird aber eine Gesetzesgrundlage geschaffen, welches damit signierte Dokumente ohne separate Vereinbarungen rechtsgültig machen. Öffentliche Schlüssel müssen nicht mehr bilateral ausgetauscht werden, sondern über ein öffentliches Register.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 13.02.2020 15:55
    Highlight Highlight Und morgen muss ich meinen Pass bei Coop oder Migris kaufen gehen und erhalte dann Cumuluspunkte, wenn ich in bestimmte Länder reise?! Bitte... Wenn man nicht gerade ein bürgerlicher Politiker zu sein scheint, der offensichtlich denkt Private sollten überhaupt alles tun dürfen, womit sich mit mit dem Leben 1000er Menschen ein paar Rappen verdienen lassen, sollte man doch merken wie idiotisch und Missbrauchsanfällig sich so eine Lösung anhört! Die Identitätsdaten gehören in die Hand des Staates und nicht an Unternehmen, die für 5 Rappen Profit ihre Grossmutter verkaufen würden!
  • Evan 13.02.2020 15:54
    Highlight Highlight 👍
  • Pointer 13.02.2020 15:50
    Highlight Highlight Ein digitaler Pass ist es eigentlich nicht, denn damit kann man ja nicht reisen. Es ist eine Identifikation für Geschäfte via Internet.
    • Globidobi 13.02.2020 17:09
      Highlight Highlight Es ist eine Identifikation eines Individuums im Internet. Sommit könnten die "hochsicheren" Passwörter abgeschafft werden.
  • THEOne 13.02.2020 15:30
    Highlight Highlight also nach diesem cryptodesaster spielts jetz keine rolle mehr, ob privat oder bund.... beide sind vertrauensunwürdig...
  • TanookiStormtrooper 13.02.2020 15:29
    Highlight Highlight Die E-ID gehört sicherlich nicht in die Hände privater Unternehmen, der Schweizerpass wird ja auch vom Staat ausgegeben. Wenn sie es nicht hinkriegen, dann sollen sie es einfach ganz sein lassen, eine E-ID, deren Daten in den Händen von Versicherungsgesellschaften und Grossbanken ist, werde ich mir definitiv nicht zulegen.
    • Dr. Bender 13.02.2020 15:37
      Highlight Highlight ich auch nicht, nie und nimmer
    • Ueli der Knecht 13.02.2020 17:03
      Highlight Highlight Der Schweizerpass und die schweizer ID wird von der privaten holländischen Firma Gemalto, die einem französischen Rüstungskonzern gehört, in Aarau hergestellt (also vermutlich vom französischen Geheimdienst DGSE).
    • Jean-Max 13.02.2020 17:36
      Highlight Highlight @Ueli der Knecht: Genau, der gleiche Rüstungskonzern, der uns schon etliche Steuermillionen abgezockt hat, indem er unserer besten Armee der Welt ein untaugliches, lausig programmiertes spanisches Führungssystem verkauft hat, auf Basis US-amerikanischer Software...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aha2 13.02.2020 15:26
    Highlight Highlight Innovation und Schweiz ist allgemein ein schwieriges Thema ^^
    • Dominik Treier 13.02.2020 21:41
      Highlight Highlight Welche Innovation stellt es denn deiner Meinung nach dar die E-ID von privaten gewinnorientierten Firmen herausgegeben zu lassen, die das offensichtlich nur tun wollen um mit den neu gewonnenen Daten Geld zu machen, egal ob man das will?

      Eine E-ID gehört einfach in die Hände des Staates und wenn unsere Bürgerlichen Neulandpolitiker denken, der Staat sei dazu nicht fähig, dann müssen wir eben, Leute in der Verwaltung einstellen und Politiker wählen die dazu fähig sind...
    • Zappenduster 14.02.2020 07:40
      Highlight Highlight Oder der Bund bricht die ganze Übung ab! Jeder der im Ansatz etwas mit IT zu tun hat weiss das Daten nirgends wirklich richtig sicher sind. Der E-ID Datensatz hat es in sich!
    • Dominik Treier 14.02.2020 13:42
      Highlight Highlight Natürlich sind die Daten nirgends 100%ig Sicher, aber so eine Sicherheit gibt es nie.
      Eine E-ID bedeutet ja auch nicht, dass man sie dann für alles Wichtige verwenden können muss, so steht ein Einsatz für E-Voting im Moment z.B. aufgrund seiner Sicherheitprobleme ausser Frage...
  • Baba 13.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Gut so! Die Ausstellung von Identifikationsdokumenten, egal ob analog oder digital gehören meiner Überzeugung nach nicht in die Hände von Privatunternehmen.

    Ich hoffe auf die 🇨🇭er Stimmbürger*innen.
  • Til 13.02.2020 15:20
    Highlight Highlight Das Vertrauen in private Unternehmen beim Datenschutz ist ja wohl völlig zurecht äusserst gering. Nicht erst seit dem Crypto Skandal.
  • Magenta 13.02.2020 15:09
    Highlight Highlight Absolut einverstanden, solch sensible und sicherheitsrelevante Hoheitsaufgaben gehören nicht in die Hände Privater!
    • Pointer 13.02.2020 15:52
      Highlight Highlight Aber die Crypto AG könnte doch sicher einen neuen Auftrag brauchen. 😉
    • [Nickname] 13.02.2020 17:04
      Highlight Highlight Dem Bund soll man genauso wenig vertrauen, kenne ich vom Geschäft, kannst beim Kanton alles einfordern am Telefon ohne Vollmacht. Und man kennt ja die Bundesinformatikprojekte. Und worauf eine E-ID abzielt ist auch klar, den Internetverkehr zu personalisieren und überwachen.
  • Nora Flückiger 13.02.2020 15:07
    Highlight Highlight Nein, was soll denn der Mist? Wir brauchen keine E-ID!
    • Garp 13.02.2020 15:34
      Highlight Highlight Auf jeden Fall nicht in Händen von Banken und Versicherungen und Swisscom und Post.
    • Dominik Treier 13.02.2020 15:57
      Highlight Highlight Doch die werden wir langfristig brauchen, aber weder von der SBB, noch Coop, noch Grossbanken, denn damit stünde schon fest, dass unsere privatesten Daten nur eine neue bequeme Einnahmeauelle würden!
  • Garp 13.02.2020 15:06
    Highlight Highlight Sehr gut! Mein Nein steht schon fest.
    • Sarkasmusdetektor 13.02.2020 18:20
      Highlight Highlight Du solltest besser Ja stimmen, wenn du für das Referendum bist...
    • Abu Nid As Saasi 13.02.2020 18:26
      Highlight Highlight Nein zum Referendum oder Nein zur E-ID?
    • Harri Hirsch 13.02.2020 18:38
      Highlight Highlight @Sarkasmusdetektor

      Wir stimmen nicht über das Referendum ab, sondern dank des Referendums über das Gesetz zur E-ID. Somit hat Garp recht wenn er gegen die E-ID ist, dass er mit Nein stimmt.
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