«Den F-35-Jet kann man wie ein iPhone jailbreaken»
Noch ist er nicht einmal da, doch die Kritik reisst nicht ab. Nicht nur die Kosten für den F-35-Jet sorgen in der Schweiz für Gegenwind. Auch die Abhängigkeit von den USA stört viele Gegner. Der niederländische Staatssekretär für Verteidigung, Gijs Tuinman, hat nun in einem Interview verraten, dass sich das umgehen liesse. «Ich sage jetzt etwas, das ich eigentlich nicht sagen dürfte. Ich werde es aber ohnehin tun: Den F-35 kann man wie ein iPhone jailbreaken. Mehr sage ich dazu nicht.»
BIG: Dutch Defence Minister Gijs Tuinman hints that software independence is possible for F-35 jets.
— Clash Report (@clashreport) February 15, 2026
He literally said you can “jailbreak” an F-35.
When asked if Europe can modify it without US approval:
“That’s not the point… we’ll see whether the Americans will show… pic.twitter.com/f11cGvtYsO
Woher Tuinman diese Information hat, ist unklar. Bestätigt ist sie nicht. Fachleute zweifeln zudem laut The Aviationist an, dass es tatsächlich so simpel sein dürfte wie bei einem iPhone. Berichten zufolge besteht der Quellcode der Software aus über acht Millionen Codelines. Diese zu modifizieren, um Updates von Drittanbietern zu nutzen oder Sperren zu umgehen, würde die Abhängigkeit vom US-Hersteller Lockheed Martin schmälern.
Gleichzeitig könnte aber auch die Garantie verfallen. Ohne die regelmässigen Updates könnte es zudem zu Systemfehlern kommen. Berichten zufolge würde auch die Datenbank von sogenannten Mission Data Files nicht mehr upgedatet. Sie sind jedoch wichtig, weil sie Informationen zu gegnerischen Radaranlagen, Frequenzen und Luftabwehrsystemen enthalten und von der US Air Force gepflegt werden.
Auch Ersatzteillieferungen könnten bei unautorisierten Modifizierungen gestoppt werden. Bisher ist Israel das einzige Land, das mit den USA vertraglich ausgehandelt hat, Teile der Software modifizieren zu dürfen. Wer in Eigenregie Manipulationen vornimmt, sollte sich dies folglich gut überlegen. Zumal die Kosten für die Beschaffung in der Schweiz schon jetzt für massive Kritik sorgen. Sollte der Kampfjet dann wegen Manipulationen nach kurzer Zeit nicht mehr einsatzfähig sein, wäre das Desaster perfekt. (vro)
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