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Schweizer Jugendliche trinken weniger als Deutsche – rauchen aber mehr Gras

Ein Sechstel aller 15-Jähriger in der Schweiz konsumieren regelmässig Suchtmittel. Im internationalen Vergleich befinden sie sich beim Rauchen und Alkoholkonsum im Mittelfeld. Beim Cannabiskonsum liegen sie vorne.
19.05.2020, 11:48
In der Schweiz kiffen Jugendliche öfters als in den Nachbarsländern.
In der Schweiz kiffen Jugendliche öfters als in den Nachbarsländern.
Bild: AP The Canadian Press

Alkohol ist das von Jugendlichen meist konsumierte Suchtmittel, wie Sucht Schweiz am Dienstag schreibt. Die von der Organisation durchgeführte internationale Schülerinnen- und Schülerstudie unter der Schirmherrschaft der Weltgesundheits­organisation (WHO) Europa zeigt, dass sich 13 Prozent der Jungen und 8 Prozent der Mädchen im Alter von 15 Jahren mindestens einmal im letzten Monat vor der Befragung richtig betrunken gefühlt haben. Während Frankreich ähnliche Werte aufweise wie die Schweiz, seien sie in Italien höher und in Österreich sowie Deutschland gar deutlich höher.

Auch was den Zigarettenkonsum angeht, befinde sich die Schweiz im Mittelfeld: 16 Prozent der Jungen und 14 Prozent der Mädchen gaben an, mindestens einmal im letzten Monat Zigaretten geraucht zu haben. Als «wenig erfreulich» bezeichnet Sucht Schweiz hingegen die Situation beim Konsum von Cannabis. Ähnlich wie Italien, Deutschland und Frankreich liegt die Schweiz weit vorne: 13 Prozent der Jungen und 8 Prozent der Mädchen haben laut der Studie mindestens einmal im letzten Monat gekifft.

Laut Sucht Schweiz hängt die Wahrscheinlichkeit, psychoaktive Substanzen zu konsumieren, mit dem sozialen Umfeld zusammen. Vor allem die Eltern würden eine wichtige Rolle spielen: Bei Jugendlichen, die sich wenig bis mittelmässig durch ihre Familie unterstützt fühlen, sei es wahrscheinlicher, dass sie mindestens einmal Zigaretten rauchen, Alkohol trinken oder Cannabis konsumieren. (sku/chmedia)

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