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Aargauer Energieunternehmen AEW senkt 2026 Strompreise

AEW Hochhaus der AEW Energie AG in Aarau wo am Mittwoch, 21. Februar 2001 die Bilanzmedienkonferenz des Unternehmens stattfand. (KEYSTONE/Sigi Tischler) === ELECTRONIC IMAGE ===
Der Aargauer Energieversorger AEW Energie AG senkt 2026 die Strompreise und führt einen Einheitstarif ein.Bild: KEYSTONE

Aargauer Energieunternehmen AEW senkt 2026 Strompreise

27.08.2025, 10:3627.08.2025, 10:36

Der Aargauer Energieversorger AEW Energie AG senkt 2026 die Strompreise und führt einen Einheitstarif ein. Der Gesamtstrompreis für Privathaushalte sinkt laut Unternehmensangaben um rund 7 Prozent oder 92 Franken pro Jahr. Bereits in diesem Jahr sind die Preise gesunken.

Die meisten Haushalte in der Grundversorgung bezahlten im kommenden Jahr insgesamt 27,9 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) für den Strom, teilte das selbständige Unternehmen des Kantons Aargau am Mittwoch in Aarau mit.

Firmen mit einem jährlichen Verbrauch von 150'000 kWh, die bisher auf den Marktzugang verzichten, sparen demnach mehr als 5000 Franken. Die Reduktion betrage 12 Prozent.

Die AEW Energie AG schafft gleichzeitig die Hoch- und Niedertarife ab. Es gibt neu einen einheitlichen Stromtarif. Damit folge man Marktbedingungen und schaffe die Grundlage für dynamische Wahltarife, hiess es.

Die bisherige Kostengrundlage in den Hochtarif-Zeiten spiegle die Wertigkeit der Energie nicht mehr adäquat wider – insbesondere tagsüber bei hoher Photovoltaikproduktion und der Überschussenergie im Sommerhalbjahr.

Strom billiger, Netznutzung teurer

Die Kalkulation der Energiepreise der Grundversorgung berücksichtige die regulatorischen Anpassungen, hiess es. So werde beispielsweise die Durchschnittspreismethode abgeschafft und eine Mindestmenge an Eigenproduktion aus erneuerbaren Energien eingeführt, die kostenorientiert der Grundversorgung angerechnet werde.

Dies sind laut AEW Energie AG die Hauptelemente für die Senkung der Energiepreise um 24 Prozent, ergänzt durch tiefere Beschaffungskosten auf Basis der europäischen Strommarktbörse.

Die Netznutzungsentgelte, die für den Betrieb und Unterhalt der Stromnetze erhoben würden, stiegen jedoch um 16 Prozent. Anderseits senke die nationale Netzgesellschaft Swissgrid, die das Höchstspannungsnetz betreibe, ihre Tarife.

Die Besitzer von kleineren Photovoltaik-Anlagen werden laut Unternehmen von der Anpassung des Rückliefertarifs profitieren und von fixen Preisen. Rund 2400 Photovoltaik-Anlagenbesitzer im Versorgungsgebiet seien von dieser Neuerung betroffen.

Das Unternehmen beliefert mehr als 100'000 Kunden direkt mit Storm. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete es einen Gewinn von 98,3 Millionen Franken. (sda)

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