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ARCHIV --- ZUR FORDERUNG DER GRUENEN PARTEI, DAS AKW BEZNAU ABZUSCHALTEN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Das Atomkraftwerk Beznau, aufgenommen am 28. Mai 2011. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Erneut verschoben: Die Wiederinbetriebnahme des Reaktors 1 von Beznau verzögert sich weiter. Bild: KEYSTONE

Axpo muss Wiederanfahren von AKW Beznau I erneut verschieben



Das Kernkraftwerk Beznau (KKB) muss den Wiederanfahrtermin für seinen seit 2015 stillstehenden Block 1 erneut verschieben. Das Eidg. Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI verlangt zusätzliche Materialprüfungen für den Sicherheitsnachweis.

Neuer Planungs- und Zieltermin für das Wiederanfahren von Block 1 sei, «weiterhin im Sinne einer bestmöglichen Annahme», der 31. Oktober 2017, teilte der Energiekonzern Axpo am Freitagabend mit. Grund für die Verschiebung seien die «Prüfkommentare der Aufsichtsbehörde» ENSI zum eingereichten Sicherheitsnachweis für den Reaktordruckbehälter von Beznau I.

Konkret verlangt die Aufsichtsbehörde, die gegenwärtig den vom KKB im November 2016 eingereichten Sicherheitsnachweis beurteilt, zusätzliche Materialprüfungen und ergänzte Berichte, wie Axpo-Sprecher Tobias Kistner auf Anfrage sagte.

Für den Sicherheitsnachweis hatte das KKB eine Replika des Reaktordruckbehälters herstellen lassen. Zahlreiche Resultate aus den umfangreichen Prüfungen, zu denen auch «zerstörende Prüfungen» gehörten, seien in den Nachweis eingeflossen, sagte Kistner. Nun würden an den Restbeständen weitere Prüfungen durchgeführt.

Die für diese Arbeiten nötigen Experten und spezialisierten Unternehmen seien im Sommer aber nur schwer so kurzfristig zu bekommen, schrieb die Axpo. Deshalb verschiebt der Konzern den voraussichtlichen Wiederanfahrtermin vom 30. Juni auf den 31. Oktober 2017. Die Wiederinbetriebnahme musste bereits mehrmals verschoben werden.

Seit über zwei Jahren vom Netz

Block 1, mit knapp 48 Betriebsjahren einer der ältesten kommerziellen Reaktoren der Welt, steht seit der im März 2015 begonnenen damaligen Jahresrevision und dem Einbau eines neuen Deckels für den Reaktordruckbehälter still. Im damaligen Sommer waren dabei dank einer neuen Messtechnologie Unregelmässigkeiten im Material des Reaktordruckbehälters entdeckt worden.

In der Mitteilung vom Freitag zeigte sich die Axpo «weiterhin überzeugt, dass keine sicherheitstechnischen Vorbehalte bezüglich des Weiterbetriebs der Anlage vorliegen». Die Axpo gehe von der Annahme aus, dass das ENSI «diese Einschätzung bestätigen wird».

Der lange Stillstand kostet die Axpo bis Oktober insgesamt rund 300 Millionen Franken, wie Kistner sagte. Darin eingerechnet seien die Kosten für den Sicherheitsnachweis wie auch die Kosten für die Beschaffung des nicht produzierten Stromes. (sda)

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mantarochen 17.06.2017 15:22
    Highlight Highlight Wenigstens kann man dem Ensi noch trauen, hätte schon fast gewettet, dass die bestochen werden 👌
  • El Vals del Obrero 17.06.2017 14:18
    Highlight Highlight Das hat ja echt keinen Sinn mehr mit diesem Kasten.

    Die glauben doch selber nicht, dass das Geld, das man da noch reinsteckt jemals wieder verdient werden kann.

    Aber darum geht es wohl gar nicht mehr. Die Manager wollen wohl nur das unvermeidliche Ende hinauszögern, auf das es erst eintritt, nachdem sie pensioniert sind.
  • offspring 16.06.2017 23:49
    Highlight Highlight Mist und jetzt dachte ich werden auf Anfang Juli endlich die Ministromblackouts ein Ende haben...😑😏
  • Lord_Mort 16.06.2017 23:23
    Highlight Highlight Von mir aus könnt ihr das Ding gleich einmotten und euch dann die nächsten 2-3 Millionen Jahre damit beschäftigen, den Atommüll sicher zu lagern. Arbeiten bei der Axpo, ein echter Langzeitjob eben.
  • fcsg 16.06.2017 20:45
    Highlight Highlight Dauert erstaunlich lange um die Sicherheit eines absolut sicheren AKW nachzuweisen...
    • sigma2 17.06.2017 01:47
      Highlight Highlight Und da wird von den Atomheads immer erzählt, dass die AKWs die gesicherte Grundlast liefern würden.

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