Schweiz
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Sie hatte als Herausforderin bei den Bundesratswahlen keine Chance: Regula Rytz (Grüne).

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Regula Rytz gibt sich kämpferisch. Bild: KEYSTONE

«Das ändert nichts am legitimen Anspruch der Grünen» – das sagen FDP und Grüne zur Wahl



Chancen wurden ihr kaum eingeräumt, probiert hat sie es trotzdem: 82 Stimmen bekam Regula Rytz am Mittwochmorgen, Ignazio Cassis deren 145. Damit wurde der angeschlagene FDP-Bundesrat für weitere vier Jahre gewählt.

Weder Cassis noch Rytz können mit dem Ergebnis glücklich sein.

watson war vor Ort und hat die Reaktionen der Grünen und der FDP aufgeschnappt.

Das sagen die Grünen

Nach der verlorenen Wahl stellten sich Regula Rytz, Fraktionspräsident Balthasar Glättli und Ständerätin Lisa Mazzone den Medien. Rytz gab sich kämpferisch und sagte bestimmt:

Regula Rytz' Reaktion auf die Wahlniederlage

«SVP, FDP, CVP und die GLP haben am alten Machterhaltungssystem festgehalten und den Volkswillen nicht respektiert. Es ist bei den nächsten Wahlen 2023 an der Bevölkerung, ein noch deutlicheres Zeichen zu setzen.»

Die Partei werde nun mit ihrer Fraktion weiterhin für den Klimaschutz kämpfen und auch den Wunsch der jungen Generation für eine bessere Zukunft in das Parlament hineintragen. Weiter sagte sie:

«Wir waren und bleiben bereit, Verantwortung zu übernehmen.»

Auch Lisa Mazzone argumentierte, dass die heutige Wahl den Volkswillen nicht respektiere und sich die Bürgerlichen an ihre Macht klammern:

«Die Wählerinnen und Wähler haben am 20. Oktober die Zauberformel gesprengt. Die Grünen haben einen historischen Sieg errungen und sind viertstärkste Partei geworden. Die Konkordanz besagt, dass alle relevanten politischen Kräfte an der Regierung beteiligt werden. Die Antwort des bürgerlichen Blocks auf das historische Resultat der Grünen ist aber keine Erneuerung der Konkordanz, sondern das Festhalten an ihrer Macht.»

Balthasar Glättli, der vor der Abstimmung noch eine flammende Rede vor der vereinigten Bundesversammlung hielt, nahm das Resultat gefasst zur Kenntnis. Er habe den Champagner nicht schon am Vorabend kalt gestellt.

Viel Rummel um Glättli:

Auch er stiess jedoch an der Pressekonferenz ins selbe Horn wie Rytz und Mazzone:

«Das Resultat von heute ändert nichts am legitimen Anspruch der Grünen, an der Verantwortung im Bundesrat zu partizipieren. Wir werden uns ab jetzt bei jeder Vakanz die Frage stellen, welches das richtige strategische Vorgehen ist, um diesen Anspruch einzulösen.»

Das sagt die FDP

Petra Gössi, Präsidentin der FDP, zeigte sich im Interview erleichtert über den Erhalt des zweiten FDP-Bundesratssitzes. Die vereinigte Bundesversammlung hätte sich ihrem Argument der Stabilität angeschlossen.

Auf die Frage hin, was sie den grünen Wählern sagen würde, meinte Gössi:

«Es ist selbstverständlich, dass der Bundesrat, auch in der jetzigen Zusammensetzung, die Umwelt-Anliegen aufnehmen muss. Das hat er in der Vergangenheit jetzt auch schon getan.»

Petra Gössi im Interview

Video: srf/SDA SRF

FDP-Fraktionspräsident Beat Walti zeigte sich erfreut über das «solide» Ergebnis von Cassis. Den Angriff der Grünen bezeichnete er als «unbeholfen». Weiter sagte er:

«Diese Kommastellen-Rechnungen greifen zu kurz. Die FDP ist in den kantonalen Regierungen die stärkste und im Ständerat die zweitstärkste Kraft. Jetzt alles nur auf unsere zwei Bundesratssitze zu reduzieren, ist nicht ausreichend.»

Beat Walti im Interview

Video: Christoph Bernet

(dfr/cbe/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Turicum04 11.12.2019 21:39
    Highlight Highlight Rytz und Glättli gehören eigentlich in den Bundesrat auf Kosten je eines FDP und SVP (beide Parteien zählten zu den Verlierern im Oktober).
  • Toni.Stark 11.12.2019 21:14
    Highlight Highlight Der Bundesrat ist nicht da, um die Parteienlandschaft abzubilden. In der Verfassung steht nichts davon. Die Regionen sollten angemessen vertreten sein. Da Basel seit Jahren diskriminiert wird, obwohl eine extrem starke Wirtschaftsregion, müsste mal wieder ein Basler oder eine Baslerin Bundesrat werden. Dazu würde sich doch Eva Herzog eignen, die sehr pragmatisch isch und auch mit Bürgerlichen arbeiten kann. Und sie ist eine Frau. Grün muss warten. Grün kann warten. Die anderen Parteien haben die Anliegen aufgenommen. Nur Grün reicht nicht aus für ein Regierungsprogramm.
  • Bitsundbites 11.12.2019 21:02
    Highlight Highlight Liebe Grüne Partei. Wenn ihr so politisieren wollt wie ihr hier diesen Bundesratssitz erobern wolltet dann „Gute Nacht“ Es gibt viele Eurer Themen die wichtig sind und es braucht unbedingt eine Grüne Partei, aber dieser Schnellschuss nach den Wahlen war nicht wirklich taktvoll und daher wohl auch nicht erfolgreich. Aber ihr habt ja nun noch ein Moment Zeit für einen neuen Anlauf. Viel Erfolg !
  • Der Kritiker 11.12.2019 20:24
    Highlight Highlight Der Hinweis auf die Sitz Erteilung im Ständerat ist viel zu spät gekommen. Der Ständerat, als Chambre de Reflexion, ist nun mal die seriösere und ernstzunehmendere der beiden Kammern. Dort wird nicht gepolstert, Demagogen und Plauderis, v. a. solche, die bei ihren eigenen Voten jeweils so lapidar vor sich hinkichern, haben deshalb schlechte Chancen, in diese Chambre de Reflexion gewählt zu werden. Auch die Sozis, die da sitzen, sind wirklich zu was zu gebrauchen, der Parteipräsident bestätigt die Regel. Deshalb sind die beiden BR für die FDP nicht Goodwill, sondern ein Muss!
  • TheKen 11.12.2019 19:11
    Highlight Highlight Die neue Formel müsste 2, 1,1,1,1,1 lauten. Nur die SVP hat annähernd zwei BR verdient, gemässen am Wähleranteil. Alle anderen Parteien kommen Auf einen Vertreter. Aber zuerst müssen die Grünen zeigen, Zu was sie fähig sind. Mal schauen ob sie dann die Stimmen halten können.
  • derWolf 11.12.2019 18:56
    Highlight Highlight Kurz zusammengefasst: die Grünen benehmen sich total daneben, wie ein trötzelndes Kind. Erinnere daran wie lange die SVP auf ihren 2 Sitz warten mussten, und die hatten mehr als eine gute Wahl. Unterstützt von der Klimabewegung gewinnen die Grünen ein paar Plätze und die überaus bescheidene Rytz, hust, meint sie hätten irgendeinen Anspruch. Kindergarten oder Machtgeil, man suche es sich aus...
    • Heb dä Latz! 11.12.2019 23:26
      Highlight Highlight Bescheidenheit ist eine dankbare Tugend die ich bei ihnen auch nicht gerade an vorderster Front sehe...

      Der Wolf findet leicht eine Ursache, wenn er das Schaf fressen will.
  • Joe Smith 11.12.2019 18:19
    Highlight Highlight Ich hätte nicht gedacht, dass die Grünliberalen ihre grüne Maske so schnell und für alle klar erkennbar fallen lassen.
    • Heb dä Latz! 11.12.2019 23:22
      Highlight Highlight Von Brot und Wasser allein, lässt sich der grünLIBERALE Lebensstil kaum finanzieren...
    • Watson, Parteiblatt der Linken 12.12.2019 05:49
      Highlight Highlight Warum sollte die GLP eine Vertretung von links aussen unterstützen? Umweltschutz geht auch ohne links.
  • Watson, Parteiblatt der Linken 11.12.2019 18:09
    Highlight Highlight Rein arithmetisch haben SP und die Grünen Anspruch auf 2,1 Sitze. Wie kommt man da überhaupt auf die Idee, dass die Grünen Anrecht auf einen FDP Sitz hätten?
    • pun 12.12.2019 09:50
      Highlight Highlight Weil die FDP und SVP bei weitem keine Mehrheit im Parlament mehr haben. 3 Sitze in einem Block sind weniger gravierend als vier. Das Parlament wird wieder viel zu korrigieren haben die nächsten vier Jahre und die CVP hat es verpasst, zur mächtigsten Mehrheitsbeschafferin zu werden.
  • landre 11.12.2019 17:27
    Highlight Highlight Drei bis vier Jahre Zeit sollten genügen um eine neue haltbare Zauberformel zumindest schon mal präventiv vorzubereiten.

    (Denn bis dahin werden u.a. auch so manche "Fridaysforfuturer-innen" mündig und wahlberechtigt sein...)
    • Der Kritiker 11.12.2019 20:29
      Highlight Highlight Keine Angst landre, wir stehen vor einschneidenden Veränderungen. Die Geldmengenerweiterung der Nationalbanken wird viele Opfer fordern. Herr und Frau Schweizer könnten dann wieder einer rechtspopulistischen Partei ihre Unterstützung geben, wenn es plötzlich ums eigene Portemonnaie geht. Sinnvoll wäre es nicht. Die Grünen haben in der Vergangenheit wenig für den Innovations Standort Schweiz getan. GreenTech ist das Schlüsselwort. dies zu pushen traue ich nur drei Parteien zu: Ein bisschen der CVP, ein wenig der GLP (auf Grund der Grösse), aber entscheidend der FDP. Dies wird sie beweisen!
    • FrancoL 11.12.2019 21:21
      Highlight Highlight Dien Wunsch ist zu stützen. Man sollet nicht unvorbereitet in die nächste Wahl schlittern.
  • Calvin Whatison 11.12.2019 17:07
    Highlight Highlight Tja, wäre Madame Rytz gewählt worden, hätte man der SP zu Ihrem 3 Sitz im Bundesrat gratulieren können.

    Gut ist diese Rechnung nicht aufgegangen. 👍🏻
    • Heb dä Latz! 11.12.2019 23:10
      Highlight Highlight Sind sie Farbenblind (dann nehme ich alles zurück) oder einfach ein grotesker Scherzkeks?
  • Gubbe 11.12.2019 17:03
    Highlight Highlight Frau Rytz übergibt immer anderen die Schuld, nicht gewählt worden zu sein. ' Ich habe mich zur Verfügung gestellt, jetzt ist es an den anderen Parteien zu wählen'. Es ist dies wieder eine versteckte Ohnmacht, wie ihre vorangegangenen Forderungen auch, dass andere ihr Unvermögen wie konkrete Pläne auf den Tisch zu legen ausbaden sollen.
    • rodolofo 12.12.2019 07:10
      Highlight Highlight Ja, klar sind die Anderen schuld!
      Sie hätten Regula Rytz als würdige Vertreterin von WahlgewinnerInnen nach einem "Grünen Erdrutsch" anerkennen und in den Bundesrat wählen sollen!
      Stattdessen behalten wir nun die Niete Cassis, seines Zeichen Interessenvertreter Multinationaler Sklavenhalter... äh...natürlich Konzerne und Totengräber der Flankierenden Massnahmen beim Lohnschutz, GEGEN Tessiner ArbeitnehmerInnen-Interessen...
      "Selber schuld!" kann ich da nur sagen.
    • Gubbe 12.12.2019 10:02
      Highlight Highlight rodolofo
      Ich gehe einig, dass die Physiognomie Cassis nicht die eines harten Verhandlers ist. Als Niete möchte ich ihn aber nicht bezeichnen. Hier war zu lesen, dass Herr Cassis im Ausland recht gut ankommt. Auch wird er von Tessinern unterstützt.
      Im Grunde genommen ist jeder auf seine Art grün. Die Grünen haben es aber verpasst, konkrete, ökonomisch realisierbare Vorschläge zu bringen.
    • rodolofo 12.12.2019 13:40
      Highlight Highlight Solche Vorschläge machen die Grünen doch laufend !
      Aber sie werden einfach nur belächelt, oder ignoriert, so wie gerade jetzt wieder.
      Der "liberale" Chef hat halt Mühe, die Freiheit für sich selbst auch seinen Untertanen zuzugestehen...
      So viel zum leeren Begriff "Liberal", als Freiheit für Sklavenhalter und Sklaventreiber...
  • Big ol'joe 11.12.2019 17:00
    Highlight Highlight Bei all den Machtspielen und Legitimationsweisen sollte doch etwas nicht ausser Acht gelassen werden: dass die GLP sich nicht klar hinter Rytz gestellt hat. Angesichts dessen, dass die grüne Welle auch aufgrund eines „Dringlichkeitsthemas“ so hoch ausgefallen ist, sollte es der GLP bewusst sein, dass sie da mit dem grün im Namen gut mitgeritten sind. Es sollte nun wohl allen klar sein, dass die GLP mehr Pseudo als sonst irgendwas ist - Definitiv nicht grün... Empfehle ich schon jetzt zur strengen Abwahl!
  • rodolofo 11.12.2019 16:21
    Highlight Highlight Das Klima wird von dieser bürgerlichen "Stabilität" (= Besitzstandswahrung) nicht sonderlich beeindruckt sein.
    In einigen Jahren könnte der "Ehrwürdigen Gesellschaft" der Etablierten ihre "Zauberformel" um die Ohren fliegen, von einem grünen Taifun in der Schweiz herum gewirbelt ...
  • Smeyers 11.12.2019 16:10
    Highlight Highlight Warum hätte Sie Bundesrat werden sollen?! Sie wurde nicht mal im eigenen Kanton in den Ständerat gewählt 🗳
    • Mutzli 11.12.2019 18:01
      Highlight Highlight @Smeyers

      Sie meinen so wie Ueli Maurer? Den wollte sein eigener Kanton 2007 auch nicht im Ständerat, aber die Kandidatur für den Bundesrat hat er sich trotzdem gegönnt..

      Ich bin ja selbst ziemlich lokalpatriotischer Berner, aber deswegen bin ich trotzdem nicht dafür, dass die Resultate unserer Kantonswahlen gleich für die ganze Schweiz gelten sollen. Grossbern ist jetzt doch schon ein Weilchen her. :-P

  • Hofer Ernst 11.12.2019 16:10
    Highlight Highlight Für mich war es keine Überraschung das alle bisherigen gewählt wurden.
    Etwas verwirrend war für mich die 21 Stimmen bei der Karin Keller-Suter Wahl für den FDP-Nationalrat Marcel Dobler. Irgendwie voll schräg!
  • Capslock 11.12.2019 16:10
    Highlight Highlight Bevor die Grünen weiterhin von einem BR-Sitz schwafeln, sollen sie nun endlich mal Leistungen erbringen, welche auch vom Volk akzeptiert werden. Nur das Organisieren und Demos gegen den Klimawandel, was durchaus auch gerecht sein kann, legitimiert diese Partei noch lange nicht, einen Anspruch auf eine Mitwirkung im BR zu verlangen.
    • Mutzli 11.12.2019 18:06
      Highlight Highlight @sherpa
      Die rel. Akzeptanz der Bevölkerung zeigte sich ja mit dem Wahlresultat der Grünen. Das ist ja der Sinn und Zweck der Wahlen, weshalb ja auch die Bundesratswahlen gleich anschliessen.

      Was in den nächsten 4 Jahren geht, hängt vor allem auch von den anderen Parteien ab, denn 51% haben die Grünen ja schliesslich nicht geholt.

      Was sollen denn diese diffusen Leistungen sein, welche die Grünen im Gegensatz zu den anderen Bundesratsparteien noch erbringen müssen?


      Bei der SVP ist es z.B. inzwischen ja schon Tradition Volksabstimmungen zu verlieren und den Ratsbetrieb zu blockieren...
  • Locutus70 11.12.2019 15:40
    Highlight Highlight Regula Rytz hat es nicht begriffen, vielleicht will sie es auch nicht. Ich schließe mich der Meinung von Tiana Angelina Moser von gestern an: "Gegen Regula Rytz spricht ihre Positionierung am linken Rand"
    • Sam Regarde 11.12.2019 17:30
      Highlight Highlight Ist auch meine Meinung. Zudem scheint mir die ganze Aktion ein wenig zu unüberlegt zu sein. In Anbetracht der vielen Aspekte, die eine Partei bei der Bundesratswahl in Betracht ziehen muss, war dieser Schnellschuss nun einfach nicht systemkonform.
      Hoffen wir, dass der bestehende Bundesrat und das aktuelle Parlament die Herausforderungen in Sachen Klima zu ihrer Priorität machen.
  • Tenno 11.12.2019 15:35
    Highlight Highlight Frau Rytz sie verspielen gerade den ganzen Aufschwung der Grünen mit ihren Aussagen. Nicht die SVP, FDP, CVP und GLP haben die Zauberformel gesprengt sondern sie wollten sie sprengen. Hätten sie nicht so dilettantisch den Sitz von Cassis gefordert und den Volkswillen würdig vertreten und den Sitz der CVP beansprucht, wäre heute allenfalls ein grüner BR möglich gewesen. Die grüne Partei hat als 4. Kraft im Land Anspruch auf den Sitz der vorherigen 4. Kraft (CVP).
    Es scheint als ob die Grünen noch viel lernen müssen in der Politik. So wird es schwierig das Resultat zu bestätigen in 4 Jahren.
    • In vino veritas 11.12.2019 17:58
      Highlight Highlight Nur wäre es absurd, die Mitte zu Schwächen. Die Grünen haben 28 NR, die CVP 25 NR, die FDP 29 NR. Da ist es viel naheliegender, der FDP einen BR abzuluchsen. Schliesslich haben sie ja zwei BR und es hätte immer noch einen Mitte BR, der so wichtige Mehrheiten ermöglicht hätte.
    • landre 11.12.2019 18:08
      Highlight Highlight 2:2:2:1 hat effektiv wenig mit Aufstellung im Handball zu tun, so wie im Fussball eine 2:2:2:2:2:1 auch wenig Sinn ergeben würde. 3:3:2:1 usw. bzw. 9 Bundesräte hingegen...(?)
    • Mutzli 11.12.2019 18:12
      Highlight Highlight @Tenno

      "Den Volkswillen würdig vertreten" und gleichzeitig den einzigen Sitz der CVP angreifen? Wie geht das dann genau auf?

      Sinn und Zweck der Zauberformel (welche schlicht ein Kompromiss & weit von einem Gesetz oder ähnlichem entfernt war) war ja, dass im Bundesrat alle relevanten politischen Kräfte angemessen vertreten sein sollen.

      ->Die CVP-Fraktion ist mit 44 Sitzen die drittgrösste Kraft in der Bundesversammlung, die FDP mit 41 ist Nr. 4 & die Grünen mit 35 Nr. 5 weit vor den Grünen.

      Wie rechnen Sie da also um beim BR auf 2 Sitze für FDP und 0 für CVP zu kommen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • johnny lässig 11.12.2019 15:24
    Highlight Highlight Seit mindestens Anfang 2000 haben die Grünen soviel ich mich erinnern kann bei jeder Wahl eines nicht linken BR-Kandidaten einen Sprengkandidaten am Start, vor allem bei SVP Vakanzen, und das obwohl Sie 20 Jahre 0 anspruch auf einen Sitz hatten. Haben also 20 Jahre nicht gelebt was sie jetzt mit aller Vehemenz propagieren. Ergo: Sollen beweisen, konstruktiv zu sein und es dann noch einmal versuchen.

    *Aus Gründen der Einfachheit wurde in diesem Kommentar die männliche Form gewählt, nichtsdestoweniger beziehen sich die Angaben auf Angehörige beider Geschlechter.

    Bitte :-*
  • FrancoL 11.12.2019 15:13
    Highlight Highlight «Es ist selbstverständlich, dass der Bundesrat, auch in der jetzigen Zusammensetzung, die Umwelt-Anliegen aufnehmen muss. Das hat er in der Vergangenheit jetzt auch schon getan.»

    Nein Frau Gössi; das hat der Bundesrat nicht getan, hätte er es wirklich getan, dann hätten die GPS und GLP nicht so viel zugelegt.

    Ich kann wirklich nicht verstehen wie man ein Wahlresultat wie das letzte missverstehen kann und gerade die FDP, die noch im letzten Moment die grüne Fahne geschwenkt hat nach einem Monat vergessen kann, dass sie alles andere als sich für Umwelt-Anliegen eingesetzt hat.
    • Heb dä Latz! 11.12.2019 21:57
      Highlight Highlight Frau Gössi und insbesondere die FDP wird die Quittung für ihr heuchlerisches Verhalten noch zu gewähren haben. Diese geschnigelten Anzugmenschen sind doch so gestern.
  • Köbi Löwe 11.12.2019 15:04
    Highlight Highlight Rytz nicht gewählt. Kein Problem damit.
    Die heute 57-jährige Frau kann locker warten. Im BR wäre sie nur eingebunden gewesen. Sie nützt ausserhalb des BR jetzt wesentlich mehr. Der von uns Menschen gemachte Klimawandel lässt sich nicht aufhalten. In 4 Jahren werden sich noch viele unter uns die Augen reiben. Aber; schade auch da um die vergeudete Zeit:
    Analog zur USA.
    • Auslöser 11.12.2019 17:16
      Highlight Highlight Die Bürgerlichen spielen auf Zeit, weil sie keine Antworten auf den Klimawandel haben. Das war eine verzweifelt argumentlose Bankrotterklärung.
    • Coffey 11.12.2019 19:18
      Highlight Highlight Zu den USA.
  • Sir Konterbier 11.12.2019 14:52
    Highlight Highlight Die Bürgerlichen haben also „das alte Machtsystem erhalten“.

    Also liebe Grüne: Ihr habt jahrelang Widmer-Schlumpf im Bundesrat gestützt mit der Begründung dass man keine amtierenden Bundesräte abwählt.

    Ihr seid eine Partei die sagt sie schütze Minderheiten.

    Nun tretet ihr aber mit einer weiteren Berner Kandidatin an, um den einzigen Tessiner zu stürzen. Einen amtierenden Bundesrat.

    Ich wage jetzt einfach mal die freche Behauptung, dass es auch euch nur um Macht geht und um Macht gegangen ist.
    • FrancoL 11.12.2019 15:17
      Highlight Highlight Das könnte man sagen, wenn man nicht bemerkt hat dass die Grünen massiv zugelegt haben und andere Stimmen verloren haben.
      Macht anstreben oder ein Machtsystem, dass keine Rechtfertigung mehr hat, erhalten wollen ist ein grosser Unterschied und FDP+SVP haben nun mal keine Mehrheit aber fast 60% im Bundesrat.
    • Score 11.12.2019 15:47
      Highlight Highlight Eine Partei kann nicht Stimmen gewinnen ohne das eine andere Stimmen verliert ;-)
    • P. Silie 11.12.2019 16:10
      Highlight Highlight @ Franco L: Wären Sie für eine Bundesrätin Tiana A Moser gesesen? Ist ja auch grün oder? Zumindest sprach Rytz davon, dass die 'Gesamt-Grüne-Kraft' eine Bundesrätin bräuchte.

      In mir kommt der Verdacht auf, dass es nicht um die Umwelt ging, sondern darum den Bundesrat klar nach Links zu rücken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sprudli 11.12.2019 14:52
    Highlight Highlight Die Grünen sprechen von Volkswillen respektieren haha. Wenn Sie den Volkswillen respektieren würden, gäbe es in Zürich bereits seit 15 Jahren ein neues Fussballstadion.
    • Heb dä Latz! 11.12.2019 23:06
      Highlight Highlight ...jaja und die armen Polizisten würden nicht mehr mit durchaus motivierten Hunden im Platzspitz nach Drogendepots suchen.
  • virus.exe 11.12.2019 14:47
    Highlight Highlight Wie lange hats damals gedauert, bis die SVP den zweiten Sitz bekommen hat?
    Bestätigt dieses Resultat erst mal in 4 Jahre. Dann schauen wir weiter.
    • rodolofo 11.12.2019 16:25
      Highlight Highlight EWS wurde als SVP-Frau gewählt.
      Sie kann auch nichts dafür, wenn sie dann von den Schweizer Stalinisten nach Sibirien verbannt wurde für ihre Frechheit, ihre Wahl zu akzeptieren.
    • Sharkdiver 11.12.2019 16:26
      Highlight Highlight Die SVP hatte 2 Sitze. Sie hat einfach ihr 2. Bundesrat aus der Partei geworfen und somit freiwillig auf den 2. Sitz verzichtet
    • Sandro Lightwood 11.12.2019 16:37
      Highlight Highlight Genau, damals wars für die SVP ein Problem, dass sie warten mussten. Jetzt ist es aber legitim, dass andere warten müssen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Now 11.12.2019 14:40
    Highlight Highlight Bundesratswahlen ist dann, wenn alle schwach argumentieren um ihre Macht zu zementieren.
  • TheKen 11.12.2019 14:36
    Highlight Highlight Wenn man schaut, wie lange die SP und SVP brauchten, bis sie im BR vertreten oder gemaess Zauberformel vertreten wurden, sollten die Gruenen sich zuerst bewaheren, die Resultate bestaetigen. Selbst die naechste Legislatur ist viel zu frueh.
    • Mutzli 11.12.2019 18:24
      Highlight Highlight @luegeLose

      Soll heissen, weil man bereits früher Wahlergebnisse ignoriert und Anpassungen verschleppt hat, soll man das weiter so machen?

      Tradition ist schön und gut, aber da sollte meiner Ansicht noch mehr dahinterstecken als "haben wir früher auch schon so gemacht", alternativ könnte man ja z.B. statt alles 1:1 zu wiederholen aus der Vergangenheit lernen und versuchen Fehler zu vermeiden.
  • Ra_Do 11.12.2019 14:25
    Highlight Highlight als würden die politiker aus schlechten verlierer und gewinnern bestehen... als ob man seinen sieg oder die niederlage begründen müsste...
  • teha drey 11.12.2019 14:21
    Highlight Highlight Bei allem Verständnis für Schlagzeilen, die halt in einem quasi-Boulvard-Medium wie Watson, kräftig sein müssen: Aber der Titel "Rytz ist vom Tisch" finde ich nun etwas gar grob. Vor allem wenn man sich das dann vorstellt. Dann tönt das wie ein Stück Braten, den man nach eingehender Prüfung nun doch nicht kochen will.
    • Kaishakunin 11.12.2019 19:10
      Highlight Highlight Man hätte auch sagen können: sie wurde gewogen, gemessen und für nicht gut genug befunden ;-)
  • Ehrenmann 11.12.2019 14:18
    Highlight Highlight "FDP ist in den kantonalen Regierungen die stärkste und im Ständerat die zweitstärkste Kraft."

    Wenn sich da die SP nicht selbst ins Bein geschossen hat... Könnte ja sein, dass die Grünen mit Hilfe der Bürgerlichen einen Sitz der SP als Retourkutsche übernehmen...
    • RobinBurn 11.12.2019 15:06
      Highlight Highlight Verstehe ihren Kommentar nicht.
    • Ehrenmann 11.12.2019 15:40
      Highlight Highlight Das tut mir leid.
    • RobinBurn 11.12.2019 18:25
      Highlight Highlight Weshalb denn als Retourkutsche? Was haben denn die Grünen gegen die SP?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 11.12.2019 13:57
    Highlight Highlight Ich verstehe die Argumentation der Missachtung des Volkswillen nicht ganz. Dies war schon bei den letzten Wahlen kein Problem an sich. Der Bundesrat war in meinen Augen noch nie ein 1:1 abbild von Wahlen sondern ein Abbild des Bilateralen Weges innerhalb des Parlament.

    Aber plötzlich wird der BR indirekt vom Volk gewählt? Das ist mir ehrlich gesagt neu.

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