Schweiz
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Nationalrat Beat Walti, ZH, links, und Parteipraesidentin und Nationalraetin Petra Goessi, SZ, von der FDP die Liberalen Schweiz, aeussern sich an einer Medienkonferenz zur Umfrage ueber eine liberale Umwelt- und Klimapolitik, am Mittwoch, 28. Maerz 2019, in Bern. 
(KEYSTONE/Peter Schneider)

FDP-Präsidentin Petra Gössi und Fraktionschef Beat Walti bei der Vorstellung der Mitgliederbefragung. Bild: KEYSTONE

Wie die FDP ihr Öko-Image fahrlässig verspielt hat

Mit einem Fragebogen will die FDP ihre «Kehrtwende» in der Umwelt- und Klimapolitik von ihren 120'000 Mitgliedern abstützen lassen. Sie will damit nachholen, was sie seit Jahren vernachlässigt hat.



Die FDP ergreift die Flucht nach vorne. Sie hat am Donnerstag eine Befragung ihrer 120'000 Mitglieder zu «einer liberalen Umwelt- und Klimapolitik der Zukunft» lanciert. Es handelt sich um einen Befreiungsschlag: In den letzten Monaten sind die Freisinnigen beim Klimathema unter Druck geraten. Der TV-Comedian Michael Elsener definierte FDP als Abkürzung für «Fuck de Planet».

Ausgangspunkt war die Beratung über das CO2-Gesetz in der letztjährigen Wintersession im Nationalrat. Erst verwässerte die FDP das Gesetz gemeinsam mit der SVP und beklagte sich dann, als die gleiche SVP in einer «unheiligen Allianz» mit SP und Grünen das Gesetz versenkte. Die FDP stimmte dafür, trotzdem schob man ihr die Schuld am Debakel in die Schuhe.

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Video: srf/SDA SRF

Das Doppelspiel beim CO2-Gesetz erwies sich als PR-Debakel für die Partei. Die Quittung erhielt sie bei den Zürcher Wahlen am letzten Sonntag. Sie verlor Wähleranteile, und zum ersten Mal in seiner langen Geschichte ist der stolze Zürcher Freisinn nur noch mit einem Sitz im Regierungsrat vertreten. Einige Jungfreisinnige machten Parteipräsidentin Petra Gössi dafür verantwortlich.

Thema «aus der Hand gegeben»

Die Schwyzer Nationalrätin hatte im Februar mit einem Tamedia-Interview für Aufsehen gesorgt, das als «Kehrtwende» betrachtet wurde. Gössi befürwortete Massnahmen wie ein Inlandziel und eine Flugticketabgabe, die ihre Partei im Nationalrat noch bekämpft hatte. Die Kritik blieb nicht aus. Man müsse «kühlen Kopf im Wahljahr bewahren», forderte der Berner Nationalrat Christian Wasserfallen.

«Wir sind keine klimafeindliche Partei», rechtfertigte sich Petra Gössi im Interview und räumte gleichzeitig ein, man habe nach der Gründung der Grünen und Grünliberalen das Thema Umweltschutz «etwas aus der Hand gegeben». Tatsächlich hatte die FDP einmal eine führende Rolle in der Umweltpolitik. Nur erinnert man sich heute kaum noch daran.

In den 70er und 80er Jahren gab es so etwas wie einen Öko-Freisinn. Die bekannteste Vertreterin war niemand geringerer als Elisabeth Kopp. Sie war 1974 zur Gemeindepräsidentin von Zumikon (ZH) gewählt worden und hatte schon damals auf Fernwärme statt Erdöl gesetzt. Im Nationalrat setzte sich Kopp für ein Verbot von verbleitem Benzin und die Katalysatorpflicht für Neuwagen ein.

ZUM 25. JAHRESTAG DES RÜCKTRITTS VON BUNDESRÄTIN ELISABETH KOPP AM 12. DEZEMBER 2013, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Elisabeth Kopp im Buero ihres Heimes in Zumikon ZH, aufgenommen am 1. Oktober 1984. (KEYSTONE/STR)

Elisabeth Kopp im Jahr 1984, als sie zur ersten Bundesrätin gewählt wurde. Bild: KEYSTONE

Dank solchen Massnahmen galt die Schweiz in Europa als führend in der Umweltpolitik. Das Volk honorierte Kopps Einsatz. Bei den Nationalratswahlen 1983 holte sie im Kanton Zürich die meisten Stimmen aller bürgerlichen Kandidatinnen und Kandidaten, inklusive Christoph Blocher. Ein Jahr später wurde Elisabeth Kopp dank ihrem Öko-Image zur ersten Bundesrätin der Schweiz gewählt.

Der Elan lässt nach

Die Waldsterben-Debatte und die Umweltkatastrophen von 1986 in Tschernobyl und Schweizerhalle bei Basel verstärkten diesen Trend. «Der Umweltschutz, lange fast ausschliesslich ein Thema der Linken, war nun fester Bestandteil der freisinnigen Agenda», heisst es in dem 2015 erschienenen Buch «Der Fall FDP». Bis zur konkreten Umsetzung aber war es ein weiter Weg.

Als in den 90er Jahren der Wald immer noch stand und die hartnäckige Wirtschaftskrise die Sorge um die Umwelt verdrängte, liess der ökologische Elan der FDP nach. Sie hatte sich bereits 1986 für Lenkungsabgaben ausgesprochen, doch als 2000 die so genannte Grundnorm zur Abstimmung kam, beschlossen die Delegierten gegen den Willen des Parteivorstands die Nein-Parole.

Dabei war die Grundnorm im Parlament nicht zuletzt unter dem Einfluss der Freisinnigen bewusst wirtschaftsfreundlich gestaltet worden. Die Berner Ständerätin Christine Beerli – eine Vertreterin des Öko-Flügels – war konsterniert: «Wir waren es, die forderten, dass die Erträge aus der Grundnorm der Wirtschaft zu Gute kommen.» Am Ende sagte auch das Stimmvolk Nein.

Wahlplakate zur Verbandsbeschwerde Initiative haengen im Bahnhof Bern am Dienstag, 11. November 2008. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Die Initiative zur Einschränkung der Verbandsbeschwerde beschädigte das Öko-Image der FDP. Bild: KEYSTONE

Zur eigentlichen Zerreissprobe für die FDP wurde ihre Volksinitiative, mit der sie das Verbandsbeschwerderecht einschränken wollte. Sie scheiterte 2008 mit 66 Prozent Nein deutlich. Die Umwelt-Pioniere von einst wirkten desillusioniert, allen voran Elisabeth Kopp, wie sie 2011 dem «Magazin» sagte. «Würde ich heute noch einmal in die Politik einsteigen, dann würde ich nicht mehr der FDP beitreten. Ich würde den Grünliberalen beitreten.»

Engagierte Mitglieder

Seit sich die FDP unter den Präsidenten Fulvio Pelli und Philipp Müller rechts der Mitte positioniert hat, ist ihr einstiges Öko-Image verblasst. Zum Leidwesen nicht weniger Freisinniger. «Kantonal und kommunal gibt es zahlreiche Vorstösse der FDP. Viele engagieren sich für das Thema Umwelt, einfach mit anderen Mitteln als andere Parteien», sagt Urs Egger.

Er ist Stadtzürcher Gemeinderat, Geschäftsführer der kantonalen FDP und als Präsident des MyClimate-Stiftungsrats selber in der Klimapolitik aktiv. Selbstkritisch räumt er ein, dass die FDP die Ökologie «im Politmarketing vernachlässigt hat». Die nationale Partei sieht es ähnlich: «Die FDP wird ihre Umwelt- und Klimapolitik konkretisieren, sie sichtbarer und griffig machen», schreibt sie.

«Nie die Umweltpartei an sich»

Die Mitglieder dürften ihr in der Befragung den Rücken stärken, doch damit ist es nicht getan. Es müssen Taten folgen. Der Weg ist für die FDP nicht einfach. So zeigen die Smartspider-Profile der Partei und ihrer führenden Exponenten seit Jahren, dass ein ausgebauter Umweltschutz in der Prioritätenliste mit dem Ausbau des Sozialstaats um den letzten Platz wetteifert.

Die grössten Klimasünder

«Wir werden nie die Umweltpartei an sich sein, das wäre nicht glaubwürdig», meint Urs Egger. Man müsse das Klimaproblem mit internationalen Vereinbarungen und neuen von der Wirtschaft entwickelten und angewandten Technologien in den Griff bekommen, «und nicht mit Verboten». Auch Petra Gössi sagte an der Medienkonferenz vom Donnerstag, die FDP setze beim Umweltschutz auf «Innovationen und Unternehmergeist».

Die FDP wäre prädestiniert für eine Umweltpolitik, die auf marktwirtschaftliche Anreize und Massnahmen setzt. Doch sie hat ihre einstige Vorreiterrolle im Laufe der Jahre fahrlässig und mutwillig preisgegeben. Nun scheint sie von der Klimastreik-Bewegung auf dem falschen Fuss erwischt worden zu sein. Ihr Vorstoss im Wahljahr hat deshalb einen Beigeschmack von Panik.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 29.03.2019 18:04
    Highlight Highlight Wenn die FDP auf GreenTech und SmartCity setzt, dann kann sie etwas mit ihrer Wählerbasis zum Klimaschutz beitragen. Gefragt wären skalierbare Lösungen für die Weltgemeinschaft aus der Schweiz. Technologie und Geld sind doch Treiber bei der FDP. Man muss nur „machen“, wie es kn den Wahlplakaten stand.
  • zaphod67 29.03.2019 15:08
    Highlight Highlight Dass die FDP jemals ein Öko-Image gehabt haben soll, ist mir neu. Erst recht neu ist mir, dass Elisabeth 'Zürifilz' Kopp deswegen gewählt worden sei.
  • Makatitom 29.03.2019 15:08
    Highlight Highlight Sorry, Peter Blunschi, aber welches Ökoimage? Ökonomie? Wäre vielleicht auch interessant zu wissen was für Hedgefonds zuletzt von Gössi gemanaged wurden, wenn man bedenkt wie viel unsere Banken in Dreckindustrien investieren
  • Cosmopolitikus 29.03.2019 14:42
    Highlight Highlight Wir Parteimitglieder der FDP müssen uns hier eine Teilschuld eingestehen. Hätten wir es doch auch in der Hand gehabt, zum Beispiel an den DV, diesen Missstand anzuprangern und die nationale Politik in neue Bahnen zu lenken.
    Mindestens führen wir nun intern die notwendige Diskussion. Und ich bin überzeugt, dass wir einen gemeinsamen Nenner finden werden. Für die Glaubwürdigkeit der FDP ist die Balance zwischen ökologischer Notwendigkeit, ökonomischer Machbarkeit und gesellschaftlicher Akzeptanz entscheidend. Innovationskraft, Lösungsorientierung und Leadership sind nun gefragt!
  • TanookiStormtrooper 29.03.2019 14:40
    Highlight Highlight Wie heisst es so schön: "too little, too late"
    In dieser Frage gar kein Konzept zu haben rächt sich jetzt und der Wähler ist ja in der Regel auch nicht komplett bescheuert und Merkt nicht, wenn eine Partei kurz vor den Wahlen noch ein "trendiges" Thema für sich entdeckt. Da war die SVP zumindest ehrlich und sagt auch heute noch, dass ihnen das Klima am Allerwertesten vorbei geht und Zitat Bundespräsident Ueli Maurer: "Es doch schön ist, wenn es etwas wärmer wird."
  • Rhabarber 29.03.2019 14:38
    Highlight Highlight FDP und Öko-Image sind widersprüchliche Begriffe. Beides zusammen geht nicht.
    Die stimmen immer gegen die Natur, gegen das Volk, gegen die Welt.
    Dafür immer für das Geld, für die Banken, für sich selbst.
  • Peter R. 29.03.2019 13:46
    Highlight Highlight Doppelspiele machen alle Parteien. Parteien und viele ihrer Mitglieder sind einfach nicht mehr glaubwürdig. Die meisten Schweizer erwarten eine Lösung für ihre Probleme (AHV, Gesundheitskosten, Klima, Armut, Sicherheit) von den Parteien und werden immer wieder enttäuscht. Die meisten Diskussionen in diesem Land ziehlen auf den Menschen nicht auf die Sache. Im Moment werden die meisten Entscheidungen der Politiker im Hinblick auf die Herbst-Wahlen gefällt - scheinheilig und kurzfristig. Das ist auch ein Grund, warum die Bewohner sich nicht mehr an Wahlen / Abstimmungen beteiligen (siehe Kt. ZH)
  • Nickmemme 29.03.2019 13:29
    Highlight Highlight Etwas Heuchlerisch, eine Partei mit Neoliberalem Gedankengut strebt jetzt mit Umfragen an wie sie die Schweiz noch liebt? Wachstum um jeden Preis, auch der Planet unserer hat mal ein Ende. Die SP ist mit sich selber beschäftigt wie alle die abgeloost haben. Wird spannend wie sich die Parteien nach den Wahlen Positionieren. Wichtig ist noch zu zusagen das wir uns in einem Internationalem Umfeld Bewegen, da ist Nationales denken obsolet, es braucht den Politischen Paradigma Wechsel, das ist Zentral.
  • FrancoL 29.03.2019 12:40
    Highlight Highlight Im Artikel steht
    "Die FDP wäre prädestiniert für eine Umweltpolitik, die auf marktwirtschaftliche Anreize und Massnahmen setzt."
    Dies würde ich auch so sehen, wenn wir nicht so viel Zeit vertrödelt hätten und ganz da liegt die Schwäche der FDP.
    FDP hat lange nichts mehr gemacht und nun sind marktwirtschaftliche Überlegungen fehl am Platz, denn das Klima mag nicht mehr auf die geeignet Marktlage warten.
    Darum ist mit der FDP unter den vorgegebenen Umständen nicht zu rechnen, denn sie erkennt nicht das das Problem grösser ist und nicht auf die geeignete marktwirtschaftliche Lage warten kann.
  • dorfne 29.03.2019 12:10
    Highlight Highlight Wenn die FDP wieder auf diesen Zug aufspringt, werden die Kosten für den Klimaschutz einseitg auf den unteren Mittelstand abgewälzt. Das befürchte ich zumindest, während die Wirtschaft, vor Allem die grossen Immobilien-Firmen unter dem Motto "weg von der Orlheizung" mit Milliarden an Fördermittel beschenkt werden. Energetische Haussanierungen gehen schon heute auf Kosten der Mieter: Häuser werden immer öfter zu Sanierungszwecken inkl. neuem Heizsystem leergekündigt und anschliessend die Mieten um 30, 40% erhöht.
    • mbr72 29.03.2019 15:44
      Highlight Highlight Fast, es wird auch den Mittelstand erwischen... die FDP ist in (leicht) abgeschwächter Form das, was die Republikaner in den USA sind...
  • Berner Oberländer 29.03.2019 11:56
    Highlight Highlight Die einst staatstragende FDP ist längst im Populismussumpf eingebrochen. Auf der einen Seite die SVP rechts überholen, und dann nach links grün blinken, weil dies gerade populär zu sein scheint. Die Tatsache, dass man aber versucht alle wichtigen Entscheide auf nach die Wahlen zu verschieben, wird den Wählenden die Augen öffnen. Auch eine andere angebliche Mitte Partei mit christlichen Werten macht, genau das selbe, den Populismus der rechten und linken anklagen und selbst mit dem Parteipräsident ganz rechtsaussen fischen (Orban, Muslime etc.). Auch nicht glaubwürdig und christlich...
  • SDF 29.03.2019 11:41
    Highlight Highlight Die FDP verpasst die Chance die Schweiz nachhaltig, technologischen Vorsprung zu verschaffen. Es werden lediglich die Kosten gesehen. Eine Positionierung als fortschrittlichstes Klimaland mit entsprechenden Firmen, welche die Welt beliefert, wäre eine Zukunftschance der Schweiz. Es fehlt die Vision.
  • Triumvir 29.03.2019 11:18
    Highlight Highlight Wenn ich an umweltfreundliche Parteien denke, kommt mir ganz sicher keine FDP in den Sinn und schon gar keine SVG, geschweige denn irgend eine andere bürgerliche Partei. Dazu zähle ich übrigens auch die Grünliberalen.
    • pontian 29.03.2019 18:24
      Highlight Highlight Wie bürgerlich die GLP ist, hängt meiner Erfahrung nach stark vom Kanton ab.

      Ich kann nächsten Sonntag das erste Mal in LU wählen. Gemäss Smartvote habe ich in meinem Wahlkreis (Stadt Luzern) 80% Übereinstimmung mit der GLP, vor SP und Grünen.

      Im Kanton BL, wo ich aufgewachsen bin, wird auch gewählt. Dort sind bei mir die Grünen zuvorderst. Weit vor GLP.

      In ZH hätte ich letze Woche gemäss Smartvote in verschiedenen Wahlkreisen AL und SP wählen sollen...

      Der Smartvote-Fragebogen ist dabei bis auf wenige kantonsspezifische Fragen identisch.
  • Joe Smith 29.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Ich kann mich an keine «einstige Vorreiterrolle» der FDP im Umweltschutz erinnern. Es ist nicht zu leugnen, dass einzelne Vertreter durchaus vernünftige Ansichten vertreten und vernünftige Entscheide gefällt haben, denen standen aber immer eine Mehrheit von Antipoden gegenüber, deren Denken tief im Kalten Krieg verwurzelt war und die im Umweltschutz nur ein Werkzeug der Fünften Kolonne sahen, das dazu diente, die Schweizer Wirtschaft zu schwächen. Der FDP als Partei eine «einstige Vorreiterrolle» im Umweltschutz zuzuschreiben ist schon eine ziemlich dreiste Grünwäscherei.
    • dan2016 29.03.2019 13:31
      Highlight Highlight kommt drauf an. Das Waldgesetz von 1876 war an Radikalität nicht mehr zu übertreffen. Im Land herrscht noch grosse Armut und teilweise sogar Hunger und man schränkt den wichtigsten Wirtschaftszweig ganz radikal ein - mit einer absoluten FDP Mehrheit.... Da wäre nur noch ein Verzicht bis 2022 auf sämtliche fossilen Energien vergleichbar. Auch beim Gewässerschutz war die FDP noch sehr aufgeschlossen und hat - aus damaliger Sicht - radikale Gesetze mitgetragen....
    • El Vals del Obrero 29.03.2019 18:42
      Highlight Highlight Die FDP oder deren Vorgänger waren früher durchaus mal "radikal", als sie die Aristokraten verjagten (vereinfacht gesagt). Auf französisch heissen sie ja sogar "Parti libéral-*radical*".

      Aber wie das so ist, nach der (bürgerlichen) Revolution werden die Revolutionäre konservativ. Blaues-Blut-Adel wurde einfach durch Geld-Adel abgelöst.
  • Pafeld 29.03.2019 11:13
    Highlight Highlight Wird bei der FDP eigentlich überhaupt noch etwas mit Verstand entschieden oder ist alles nur noch eine Prinzipienfrage der Marktreligion? Da ist ja sogar die CVP noch fortschrittlicher...
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 29.03.2019 11:13
    Highlight Highlight Das funktioniert doch nicht. Wer angst vor dem Klimawandel hat, der hat mit den Grünliberalen eine Alternative. Wer Wandel auch als Chance sieht, der kann ja bei der FDP bleiben. Warum einfach kopieren, was es schon gibt?
  • pamayer 29.03.2019 11:11
    Highlight Highlight so lange die fdp, wie auch die anderen bürgerlichen 'grünen' via bankenplatz schweiz und international 200x so viel co2 produzieren wie die ganze schweiz, sollen sie sich das heuchlerische 'grün' abschminken.

    da ist die svp gradliniger und bezeichnet den klimawandel als 'besoffen'. und schmilzt langsam aber sicher zusammen.
  • Alex_Steiner 29.03.2019 11:10
    Highlight Highlight FDP Öko-Image? Was??
  • Clife 29.03.2019 10:51
    Highlight Highlight Die FDP tut regelrecht so, als wäre das Klimaproblem das einzige Problem, weswegen sie Wähler verlieren. Mein Problem ist viel mehr, dass sie sich von der Mitte ablösen und scheinheilig nach rechts abrücken in Richtung SVP...sie tun so, als wären sie für die Schweizer Bürger, aber kümmern sich im Grunde keinen Deut um den Büezer. Wie das in der Vergangenheit war, kann ich leider nicht beurteilen, aber ich glaube die FDP war viel mittiger angesiedelt
  • Gasosio 29.03.2019 10:44
    Highlight Highlight Wenn die FDP auf Öko macht will sie nur im Windschatten der Grünliberalen mitfahren.
  • Näthu Fäldi 29.03.2019 10:41
    Highlight Highlight Top Artikel
  • rolf.iller 29.03.2019 10:39
    Highlight Highlight Die FDP soll nur ein Nest von Lobbyisten und Industrievertretern im Stil von Wasserfallen bleiben. Eine liberale grüne Alternative gibt es ja. So kann man den Moloch an der Urne im Herbst versenken!
  • what's on? 29.03.2019 10:32
    Highlight Highlight Liebe FDP, Ihr seid nicht die Klima- sondern die Wirtschaftspartei. Einfach zu sagen: "wir sind ab heute fürs Klima" ist nur lächerlich. Stoppt die Subventionen an Erdöl-basierte Energieträger, erlasst Steuern auf Kerosin und fördert nachhaltige Energieträger von der Produktion bis zum Endverbraucher. Auch das gibt Arbeitsplätze. Die Wähler der Zukunft werden diese Stossrichtung unterstützen. Egal, welche Buchstaben auf dem Parteilogo stehen.
  • Gurgelhals 29.03.2019 10:30
    Highlight Highlight Es spielt doch keine Rolle, was Gössi jetzt alles noch an Politmarketing-Stunts aufgleist. Entscheidend ist einzig, dass im Herbst auf den Spitzenplätzen der FDP-Parteilisten krude Marktfundamentalisten wie Wasserfallen, Bigler & Co. stehen werden. Und solange diese Leute die Stossrichtung im Nationalrat vorgeben und aufs Abstimmungsknöpfchen drücken dürfen, ist es absolut müssig, von dieser Partei eine Umorientierung zu einer glaubwürdigen Umweltpolitik zu erwarten.

    Die einzige wirksame Mitgliederbefragung wäre es, die Wasserfallens & Co. im Herbst konsequent abzuwählen.
    • Bijouxly 29.03.2019 12:06
      Highlight Highlight Geht es uns schlecht? Nein.
    • R00N3Y 29.03.2019 12:15
      Highlight Highlight Und ich hoffe sehr dass das so geschehen wird!
      Von meiner Seite: FDP - Zero Points
    • dorfne 29.03.2019 12:17
      Highlight Highlight Ich traue der FDP nicht! Wenn wir im Herbst keine mitte-links-Mehrheit hinkriegen wird die FDP ihre Klimapolitik nicht ändern und sich wieder mit der SVP ins Lotterbett legen. Dann wird Alles, was in der Wirtschaft leichtes Stirnrunzeln auslösen könnte gnadenlos verwässert und anschliessend ganz bebodigt, wie gehabt. Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.

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