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Feministischer Streik

Polizeieinsatz am feministischen Streik: Neues Video aufgetaucht

Feministischer Streik

Polizeieinsatz am feministischen Streik: Neues Video sorgt für noch mehr Kritik

16.06.2023, 12:5116.06.2023, 13:14

Am feministischen Streik am Mittwoch kam es zwischen der Polizei und Demonstrant:innen am Paradeplatz in Zürich zu einer Auseinandersetzung. Kurz nach dem Ereignis tauchte in den sozialen Medien ein Video vom Gefecht auf. Es zeigt, wie ein Polizist auf eine Demonstrantin losgeht und die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich Pfefferspray gegen die Menge einsetzen.

Der Vorfall ereignete sich vor der grossen Demonstration am Paradeplatz, als das Revolutionäre Streikkollektiv versuchte, mit einem Transparent den Tramverkehr lahmzulegen – mit dem Ziel, eine Blockade am Paradeplatz zu erwirken.

Was sich vor und nach der Auseinandersetzung abgespielt hat, ist auf dem Video nicht zu sehen.

Video: twitter

Die Polizei rechtfertigte sich später in einer Stellungnahme: Sie habe von den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) die Information erhalten, dass der Paradeplatz gesperrt wurde. Um die Strecke wieder befahrbar zu machen, sei die Polizei ausgerückt. Während der Entfernungsarbeiten sei ein Polizist bedrängt und ins Knie getreten worden. Er habe ins Spital überführt werden müssen.

Die mutmassliche Angreiferin sei festgenommen worden und aufgrund gesundheitlicher Beschwerden in einem Spital untersucht worden. Dem Kollektiv zufolge sei sie während der Auseinandersetzung ohnmächtig geworden. Reizgas sei eingesetzt worden, weil Demonstrierende sich einmischten, um der Frau zur Hilfe zu eilen.

Neues Video in den sozialen Medien

In den sozialen Medien entfachte eine Debatte über die Verhältnismässigkeit des Angriffs auf die Frau. Nun kursiert das Video in seiner vollen Länge. Es zeigt etwas mehr Kontext. Von einem Fusstritt ist weiterhin nichts zu sehen.

Video: twitter/@sozialismus_ch

Die Sequenz des Vorfalls, die zur Verhaftung geführt hat, sei auf dem Video nicht ersichtlich, teilt die Stadtpolizei auf Anfrage von watson mit. Der Polizist, welcher mutmasslich angegriffen wurde, sei auf dem Video verdeckt und praktisch nicht zu sehen. Es würde sich beim Polizisten, welcher eingegriffen habe, nicht um jenen Polizisten handeln, welcher den Kick abbekommen habe.

Der mutmasslich angegriffene Polizist sei momentan arbeitsunfähig. Gegen die Angreiferin werde wegen Gewalt und Drohung ein Strafverfahren eröffnet. Mehr kann die Polizei aufgrund des laufenden Verfahrens nicht mitteilen, sie halte aber am geschilderten Ablauf fest. (cst)

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