Schweiz
Geld

Geld: Smartphone überholt Karte als beliebtestes Zahlungsmittel

Umfrage zeigt: Smartphone überholt Karte als beliebtestes Zahlungsmittel

16.02.2026, 08:1216.02.2026, 08:12

Das Smartphone ist das beliebteste Zahlungsmittel der Schweiz und überholt einer Umfrage des Kartenanbieters Visa zufolge erstmals physische Bezahlkarten und Bargeld. Das Bedürfnis nach digitalen Bezahlmöglichkeiten steigt damit weiter an.

Bezahlen mit dem Smartphone
Durch das Hinterlegen der Bankkarte auf dem Smartphone, kann man auch mit dem Handy bezahlen.Bild: Shutterstock

28 Prozent der Schweizer Bevölkerung bevorzugen Mobile Payment, wie aus dem am Montag veröffentlichten Visa Payment Monitor 2026 hervorgeht. Knapp dahinter folgen Debitkarten mit 27 Prozent und Bargeld mit 25 Prozent.

«Wer mit dem Smartphone kontaktlos bezahlt, nutzt dabei die Karte, die auf dem Gerät hinterlegt ist. Das zeigt, dass die Investitionen der Branche in die modernen Debitkarten der richtige Schritt sind», erklärte Santosh Ritter, Country Manager Visa Schweiz, der Nachrichtenagentur AWP auf Anfrage. «Zudem sehen wir, dass sich der Trend zum digitalen Bezahlen fortsetzt.»

Steht im juristischen und politischen Gegenwind: Visa-Schweiz-Chef Santosh Ritter.
Santosh Ritter, der Visa-Chef der Schweiz.Bild: Severin Bigler

Besonders junge Menschen interessieren sich für die Verbreitung digitaler Zahlungsmöglichkeiten. Fast drei Viertel der 18- bis 35-Jährigen sind der Meinung, dass man heute überall mit Karte oder mobil bezahlen können sollte. Unter den jungen Erwachsenen zahlen zudem bereits zwei von drei Personen mobil, während in der Gesamtbevölkerung rund jeder Zweite an der Ladenkasse sein Smartphone zückt.

Bedenken bei Sofortzahlungen

Knapp die Hälfte der Befragten gab an, Bargeld nur noch aus Angst, in einem Geschäft nicht digital bezahlen zu können, mit sich zu führen. Gleichzeitig geben 32 Prozent der Bevölkerung an, Geschäfte, welche ausschliesslich Bargeld akzeptieren, aktiv zu vermeiden. «Wer keine digitalen Zahlungen akzeptiert, verliert potenziell Kunden und damit Geschäft. Unternehmen sind gut beraten, ihren Kunden die Wahl zu lassen, so zu bezahlen, wie sie es möchten», meinte Ritter.

Die Hälfte der Schweizer glaubt, dass es in fünf Jahren normal sein wird, nicht mehr mit Bargeld zu bezahlen. Knapp jeder Dritte geht aktuell davon aus, KI das Einkaufen in Zukunft übernehmen wird.

A person takes a 200 Swiss franc bill out of a wallet, pictured in Zurich, Switzerland, on August 23, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Eine Person entnimmt eine 200-Franken-Banknote aus einem Porte ...
Das Bezahlen mit Bargeld schwindet durch die Bankkarte auf dem Smartphone immer weiter. (Symbolbild)Bild: KEYSTONE

Beim Thema Echtzeitüberweisungen zeigt sich ein ambivalentes Bild. Zwar ist das Angebot im Alltag der Schweizer angekommen – jeder Zweite verwendet Echtzeitüberweisungen zumindest unregelmässig -, das Vertrauen muss sich aber noch aufbauen. So äussern 72 Prozent noch Bedenken bei der Nutzung von Instant Payments, hauptsächlich wegen der fehlenden Rückbuchungsmöglichkeit.

Für den Visa Payment Monitor hat das Marktforschungsinstitut Forsa im November 2025 mittels einer repräsentativen Online-Befragung 1022 Personen ab 18 Jahren in der Schweiz (darunter 505 18- bis 35-Jährige) zu ihrer Einstellung zum digitalen Bezahlen und ihrem Nutzungsverhalten befragt. (sda/awp)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Diese Verkaufs-Automaten sind ja mal wirklich geil! 😁
1 / 19
Diese Verkaufs-Automaten sind ja mal wirklich geil! 😁
bild: imgur
Auf Facebook teilenAuf X teilen
Das sind eure Meinungen zu Bargeld
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
6
Rösti liess Bauern über Pestizid-Grenzwerte mitentscheiden – das sorgt für Kritik
Das Bundesamt für Umwelt hat bei der Festlegung von Grenzwerten im Gewässerschutz Interessen der Bauern höher gewichtet als wissenschaftliche Erkenntnisse. Das Bundesamt für Justiz hält dieses Vorgehen für rechtswidrig.
Das Insektizid Deltamethrin wird in der Landwirtschaft gegen Schädlinge eingesetzt. Gelangt es in Gewässer, ist es jedoch für Fische und andere Wasserlebewesen hochgiftig. Im Januar wurden im Fluss Wyna bei Beromünster im Kanton Luzern hohe Konzentrationen von Deltamethrin gemessen. Das hatte die «NZZ am Sonntag» berichtet.
Zur Story