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Bundesrat Berset lanciert Charta für gleiche Löhne im öffentlichen Dienst



Die öffentliche Hand soll bei der Lohngleichheit von Mann und Frau mit gutem Beispiel vorangehen. Bundesrat Alain Berset hat am Dienstag in Bern eine entsprechende Charta lanciert.

Bundesrat Alain Berset, Vorsteher des Eidgenoessischen Departements des Innern (EDI) spricht ueber Massnahmen gegen die steigenden Kosten im Gesundheitswesen, am Freitag, 2. September 2016, in Bern. Aufgrund der demographischen Entwicklung und des medizinisch-technischen Fortschritts nehmen die Kosten im Gesundheitswesen weiter zu. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Sooo klein sollen die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern werden, fordert Alain Berset. Bild: KEYSTONE

25 Gemeinden und Kantone sowie der Bund haben die Charta «Lohngleichheit im öffentlichen Sektor» bereits unterschrieben, wie das Eidg. Departement des Innern (EDI) am Dienstag mitteilte. Die Unterzeichnenden bekräftigen ihre Entschlossenheit, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen.

Konkret soll die Lohngleichheit regelmässig überprüft werden, sowohl innerhalb der Verwaltung als auch bei Unternehmen, die von der öffentlichen Hand Aufträge oder Subventionen erhalten. Die Charta soll ein «Signal an öffentliche und private Arbeitgeber aussenden», wie das EDI schreibt. Eine verbindliche Rechtswirkung hat das Dokument allerdings nicht.

Die Charta wurde am zweiten nationalen Treffen zur Förderung der Lohngleichheit in der öffentlichen Verwaltung lanciert. Vor Regierungsvertretern von Bund, Kantonen und Gemeinden wurden zudem erfolgreiche Praxisbeispiele ausgetauscht, wie es in der Mitteilung heisst. Um das Engagement der Verwaltungen zu unterstützen, stellt das Eidg. Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) eine neue Internetplattform mit Informationen und Instrumenten zur Verfügung.

Der Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit ist in der Bundesverfassung verankert. Dennoch verdienten Frauen 2014 im öffentlichen Sektor gemäss Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) im Durchschnitt 12,3 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

(sda)

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