Schweiz
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Neue Meldestelle für homo- und transphobe Gewalt



Die Schweiz erhält eine nationale Meldestelle für homo- oder transphobe Gewalt. Bei der «LGBT+ Helpline Schweiz» können Gewaltdelikte an Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen anonym gemeldet werden. Ziel ist es, Gewaltakte, die auf der sexuellen Orientierung basieren, zu erfassen.

Wie die neue Meldestelle am Montag mitteilte, würden Polizeistellen und Strafverfolgungsbehörden Gewaltakte, die auf der sexuellen Orientierung oder der Geschlechtsidentität des Opfers basieren, nicht als solche erfasst. Dies führe zu einem Informations- und Wissensdefizit.

Mittels eines standardisierten Online-Fragebogens und einer 24-Stunden-Hotline können nun Opfer, Zeuginnen und Zeugen Diskriminierungen, Gewalt- und Hassverbrechen an Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen (LGBT) anonym melden. Rund 30 Personen, die als psychologische Berater arbeiten, unterstützen die Ratsuchenden, vermitteln Spezialisten oder helfen beim Gang zur Polizei.

Ab 2017 wird die Meldestelle zudem einmal jährlich sämtliche Vorfälle in einem Diskriminierungs- und Gewaltbericht der Öffentlichkeit und den Behörden zur Verfügung stellen und sie anonymisiert an die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) melden.

(sda)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fumo 14.11.2016 11:58
    Highlight Highlight Der Gedanke ist zwar lobenswert, aber es suggeriert dass Verbrechen gegen die Betroffenen nur aus Hass geschehen. Ob das wirklich eine Hilfe ist?
    Wie der Fall wo ein Schwuler ausgeraubt wurde und es hiess es wäre geschehen weil er schwul ist, was keinen Sinn ergibt.
    • Fabio74 14.11.2016 13:11
      Highlight Highlight Es ist leider dringend nötig, dass solchr Stellen geschaffen werden.
      Denke man findet raus ob "einfacher" Überfall oder Hatecrime
    • Fumo 14.11.2016 13:20
      Highlight Highlight Durch einen standardisierten Fragebogen und ein par Psychologen? Finde es wirklich bedenklich wenn man hier aussortiert noch bevor man zur Polizei geht.
      Wäre eine gute Opferhilfe, das steht ausser Frage. Aber wenn dann wie für alle anderen auch erst durch Vermittlung der Polizei.
    • smarties 14.11.2016 16:35
      Highlight Highlight Fumo - geh mal auf die Homepage und schaus dir an. Da steht klar und deutlich für was das ist inkl Polizeiverweis
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beasty 14.11.2016 11:33
    Highlight Highlight Sehr gut!
  • Calvin Whatison 14.11.2016 09:43
    Highlight Highlight Gute Sache👏🏻👍🏻

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