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Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA sowie Gewerkschaftsvertreter demonstrieren gegen den geplanten Stellenabbau, am Dienstag, 23. Januar 2018, in Bern. Die SDA will rund 40 ihrer 180 Arbeitsstellen abbauen, darum legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fuer drei Stunden die Arbeit nieder und streiken. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Pro-SDA-Demonstration am Dienstag in Bern. Bild: KEYSTONE

SDA-Redaktion fordert mit Warnstreik Verhandlungen über Abbau



Die SDA-Redaktion ist am Dienstagnachmittag in einen dreistündigen Warnstreik getreten, da die Geschäftsleitung nicht auf Verhandlungen über den angekündigten Stellenabbau eingegangen ist. Und die Redaktion droht mit weiteren Kampfmassnahmen.

Kurz vor 14 Uhr ging im deutsch- und französischsprachigen Dienst der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) eine Notiz an alle Kundenredaktionen, dass ab sofort bis 17 Uhr lediglich ein Notdienst in Betrieb sei. Die italienischsprachige Redaktion sendete bis 17 Uhr gar keine Meldungen.

Die Redaktionsmitglieder kamen zu einer Versammlung zusammen, die am Ende eine Resolution verabschiedete. Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat werden darin «zum dritten Mal» zu Verhandlungen über den angekündigten Abbau von 36 der rund 150 Redaktions-Vollzeitstellen aufgefordert, wie die Mediengewerkschaft Syndicom und der Journalistenverband impressum in einem Communiqué meldeten.

Das Ausmass und der Zeitpunkt der Kündigungen müssten Teil der Verhandlungen werden. Der Abbau, von dem über 80 Personen betroffen seien, sei weder dringlich noch notwendig. Recherchen hätten gezeigt, dass das Unternehmen SDA Gewinnreserven von 19 Millionen Franken habe, teilten Syndicom und impressum weiter mit.

Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA sowie Gewerkschaftsvertreter demonstrieren gegen den geplanten Stellenabbau, am Dienstag, 23. Januar 2018, in Bern. Die SDA will rund 40 ihrer 180 Arbeitsstellen abbauen, darum legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fuer drei Stunden die Arbeit nieder und streiken. (KEYSTONE/Peter Schneider)

40 der 180 Stellen sollen abgebaut werden. Bild: KEYSTONE

Die Geschäftsleitung sei einzig beim Sozialplan in einigen Punkten verhandlungsbereit gewesen. Ansonsten fehle eine überzeugende Strategie der Geschäftsleitung um CEO Markus Schwab, wie sie mit dem angekündigten Abbau die Qualität und den Umfang der SDA-Dienstleistungen erhalten wolle. Sie setze auf diese Weise die mediale Grundversorgung der Schweiz aufs Spiel.

«Die Türe ist offen»

Die Nachrichtenagentur SDA hatte am 8. Januar angekündigt, eine umfassende Reorganisation vornehmen zu müssen. Obwohl sie die Verträge mit den wichtigsten Kunden erneuern konnte, rechnet sie wegen des grossen Preisdrucks mit einem Einbruch des Umsatzes um 9.6 Prozent auf 29.5 Millionen Franken, wie die SDA-Geschäftsleitung vor zwei Wochen mitgeteilt hatte.

Auf Ebene Betriebsergebnis (EBIT) dürfte ein Verlust von 1.9 Millionen Franken resultieren. Eine Restrukturierung sei unvermeidlich, hiess es. Funktionsgespräche mit allen Mitarbeitenden über ihr künftiges Anstellungsverhältnis hatten am Dienstag – zum Zeitpunkt des Warnstreiks – begonnen.

Eine Schere zerschneidet auf einem Transparent das SDA-Logo am Dienstag, 23. Januar 2018, in Bern. Journalistinnen und Journalisten der Schweizerischen Depeschenagentur SDA sowie Gewerkschaftsvertreter demonstrieren gegen den geplanten Stellenabbau. Die SDA will rund 40 ihrer 180 Arbeitsstellen abbauen, darum legen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fuer drei Stunden die Arbeit nieder und streiken. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Kommt es tatsächlich zu den geplanten massiven Einschnitten? Bild: KEYSTONE

CEO Schwab zeigte sich nicht überrascht von der Arbeitsniederlegung. Er verstehe, dass die SDA-Mitarbeitenden mit den Änderungen nicht zufrieden seien. Ihre Aktion sei legitim, sagte Schwab auf Anfrage.

Zum weiteren Vorgehen sagte Schwab, die neuen Vorschläge der Redaktionskommission würden geprüft. Er könne sich vorstellen, dass beim Sozialplan noch weitere Einigungen gefunden werden könnten. «Die Türe ist offen, so wie sie schon immer offen war», sagte Schwab. Am Umfang des Sozialplans von zwei Millionen Franken dürfte sich aber nichts ändern. (sda)

MAZ: Gegen No Billag

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    Alle Leser-Kommentare
  • DonCamillo 23.01.2018 23:45
    Highlight Highlight Sehe ich das richtig, dass dieser Artikel von der sda verfasst wurde?:D
  • chraebu 23.01.2018 23:17
    Highlight Highlight Schon beängstigend wie immer mehr unabhängige Medien zusammenschrumpfen oder verschwinden resp. aus politischen Motiven aufgekauft werden. Die Qualität sinkt dadurch und noch mehr Kunden kündigen die Abos.

    Ein Teufelskreis und ich gehe davon aus, dass noch grössere Konsolidierungen bevorstehen.

    Immerhin gibt die Republik aktuell etwas Gegensteuer. Kann ich übrigens allen empfehlen

    PS @Watson: bei euch wäre ich auch gerne bereit was zu zahlen. Einmalig oder Abo, egal. Plant ihr da was?

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