Schweiz
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Eslem Demirel (22) organisiert in Basel die Klimastreiks mit. bilder: watson/amü

Inside Klimastreik: So formiert sich die Schweizer Klimajugend – eine Reportage

60'000 Demonstranten sind ihnen nicht genug. 250 Klima-Aktivistinnen und Aktivisten treffen sich dieses Wochenende in Bern, um weitere Klimastreik-Aktionen auszuhecken – und sich endlich richtig kennenzulernen.



Die 20-jährige Plenumsleiterin Pati Kudrnac und 250 weitere Jugendliche strecken die Arme in die Höhe und lassen ihre Köpfe kreisen. Gärtner, Künstlerinnen, Gymnasiasten, Jungpolitikerinnen. Alle sind gekommen. Barfuss. Mit Rastas. Kahlgeschoren. Aus allen Ecken der Schweiz. Romands, Tessiner, Bündner.

Plenumsleiterin Pati Kudrnac startet das nationale Klimastreik-Meeting mit einer Yoga-Session.

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Mit einer Yoga-Session startet das zweite nationale Treffen der Schweizer Klimastreikenden am Samstagmorgen im Berner Zentrum Johannes. «Make love not CO2», steht auf den Stickern. Ständig blinken WhatsApp-Nachrichten aus den Klimagruppen auf den Handys und Laptops auf. Etwa mit folgenden Slogans:

«Gletscher retten statt um die Welt jetten!»

«Das isch euse Klimamarsch, Politiker nämed de Finger usem Arsch.»

«Gopfriedstutz jetzt Klimaschutz.»

Innert nur knapp drei Monaten haben die Jugendlichen aus unzähligen WhatsApp-Chats die schlagkräftigste Jugendbewegung seit den 80er-Jahren formiert. Am 2. Februar haben sie in der Schweiz 60'000 Menschen auf die Strasse gebracht. Am 15. März sollen es beim nächsten nationalen Klimastreik noch viel mehr werden.

«Wir wollen die Strukturen unserer Organisation verbessern. Und noch mehr Studierende und Familien dazu bringen, sich unserer Bewegung anzuschliessen», sagt Jann Kessler. Der Filmstudent wollte eigentlich im Sommer zum Aussteiger mutieren. Doch dann kam Greta Thunberg und schreckte eine ganze Generation auf.

Plenumsleiter Jann Kessler (21) erlebt eine chaotisch-intensive Zeit.

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In den letzten drei Wochen hat er Tag und Nacht durchgearbeitet, um das nationale Klimatreffen vorzubereiten. «Es ist eine extrem intensiv-chaotische Phase. Aber es bleibt keine Zeit zu warten. Die Gletscher schmelzen noch viel schneller als gedacht. Wir sind kurz davor, unseren Planeten zu zerstören.»

Mit ihrem Druck hat die Bewegung Basel dazu gebracht, als erste Stadt der Schweiz den Klimanotstand auszurufen. Sie hat erreicht, dass sich FDP-Präsidentin Petra Gössi plötzlich für den Klimaschutz einsetzt. Das soll nur der Anfang sein. Ihr Ziel ist, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto null Treibhausgasemissionen ausstösst.

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Sticker mit einer klaren Botschaft.

Aber wie soll es weitergehen mit der Bewegung? Was für Aktionen sollen beim nächsten Klimastreik vom 15. März steigen? Unterstützen sie jetzt Kapitalisten oder Anti-Kapitalisten? Über diese und unzählige weitere Fragen debattieren die Jugendlichen bis Sonntagabend in zig Arbeitsgruppen.

Der Knackpunkt: Die gesamte Debatte verläuft basisdemokratisch, am Schluss müssen alle Teilnehmer mit dem gefundenen Konsens einverstanden sein.

Wer nicht einverstanden ist, zeigt dies mit gekreuzten Armen.

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Laptops sind überall: Die Jungaktivisten führen über sämtliche Diskussionen ein Online-Protokoll.

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Aus Graubünden angereist sind Sina Menn (18) und Rosalina Müller (17), welche die Klimastreiks in Chur organisieren. Sie sitzen vor dem Kirchgemeindehaus an der Sonne und diskutieren. «Es besteht die Gefahr, dass sich die Demo-Aktionen abnutzen. Wir müssen als Bewegung innovativ bleiben. Wir wollen wissen, wie es weitergeht. Darum sind wir hier.»

Sina und Rosalina diskutieren über die Zukunft der Klima-Bewegung: «Es besteht die Gefahr, dass sich die Demos abnutzen.»

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Pati wünscht sich Guidelines für die Klima-Bewegung.

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Pati Kudrnac erhofft sich, dass man während den zwei Tagen gemeinsame Richtlinien erarbeitet, die für alle Leute der Klimastreik-Bewegung gelten. «Es könnte sein, dass jemand auf die Idee kommt, Dummheiten zu machen. Gemeinsame Guidelines sollen dies unterbinden.» Auch sie trifft fast jeden Tag Aktivisten-Gspändlis, nicht nur online. «Der Zusammenhalt ist sehr stark und wichtig für uns», sagt sie und schmunzelt. Sie schiebt nach, dass Plenumsleiter Jann Kessler übrigens ihr Freund sei.

Es gibt aber auch Spannungen in der Klimastreik-Bewegung. Junge Grüne zanken sich vor dem Gebäude mit Vertretern der Revolutionären Jugend, welche Plakate an den Türen aufgehängt haben. Dies passt nicht allen. «Es ist klar, dass es Reibungen gibt. Das ist sogar erwünscht. Die Bewegung darf nicht zu homogen werden», sagt Kessler dazu.

«Welli Zuekunft? Oisi Zuekunft!»: Jonas Kampus (17) peitscht die Menge an.

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«Welli Zuekunft? Oisi Zuekunft!»: In der Aula peitscht derweil der erst 17-jährige Kantischüler Jonas Kampus die Menge an und erhebt seine Hände.

Er ist einer der Wortführer, der sich wie viele andere Teenager auch auf Englisch mit anderen austauscht. So verständigen sich Romands und Deutschschweizer heutzutage.

In einer Ecke des Saals steht Luzian Franzini, der umtriebige Präsident der Jungen Grünen und blickt etwas neidisch auf die Menge. «Die Jugendlichen haben extrem Biss. Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass sie in einer so kurzen Zeit eine derartige Schlagkraft entwickeln.»

«Dafür!»: Basisdemokratie mit winkenden Händen.

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Franzini wurde 2011 durch die Fukushima-Katastrophe politisiert. Er glaubt nicht, dass die Klimabewegung wie damals nur ein kurzer Hype bleibt. «Es geht ihnen um die Sache, nicht nur um die Proteste. Und sie haben ein starkes Gemeinschaftsgefühl.» Unter den Jugendlichen hat es viele Leute, die bei den Grünen aktiv sind. «Wir machen aber hier keine Werbung für unsere Partei. Es ist zentral, dass die Bewegung unabhängig bleibt», so Franzini. Im Plenum sagen später die Jugendlichen, dass bei den Wahlen keine Parteien oder Politiker im Namen der Klimastreik-Bewegung unterstützt würden. «Wir lassen uns nicht instrumentalisieren.»

Plenumsleiter Dominik Waser plant Sommercamps für Jugendliche.

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Dominik Waser, ein weiterer Plenumsleiter, macht sich Gedanken um die künftige Strategie der Klimabewegung. «Wir wollen uns weiterentwickeln, nicht mehr nur eine Streik-Organisation sein.» Man denke etwa darüber nach, Sommercamps zu organisieren, eine Mischung aus Musikfestivals und Klimalager.

«Wir müssten eigentlich eine Woche diskutieren. Aber wir haben nur zwei Tage.»

Der Berner Gymnasiast und Rastamann Nico Heinimann denkt, dass man eigentlich eine Woche und nicht nur zwei Tage diskutieren müsste. Aber dazu fehle natürlich die Zeit. Die 250 Jugendlichen opfern schliesslich ihr ganzes Wochenende, um mit der Klimabewegung weiter Dampf zu machen. Und sie haben noch viel vor.

Norina (19) aus Bern macht eine kreative Pause.

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Zugabe

Das Mittagsmenü am Klimatreffen: vegane Polenta mit Gemüse.

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Diese Schüler erklären, wieso sie streiken

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Video: watson/Chantal Stäubli, Emily Engkent

Greta Thunberg, das Vorbild aller Klimastreikenden

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    Alle Leser-Kommentare
  • murrayB 25.02.2019 22:13
    Highlight Highlight Ich frage mich, weshalb dieses Thema nun plötzlich grundlos (bezogen auf den Moment) hochkocht...

    Ein Schelm wer denkt, es hätte einen Zusammenhang mit den Wahlen in diesem Jahr...
  • Sebanimon 25.02.2019 16:55
    Highlight Highlight Kann mir bitte jemand erklären wieso das „Streik“ genannt wird? Ich bin selber Schüler. Wir gehen doch freiwillig in die Schule!? (Gerade Gymschüler)
    Ein Streik wäre es doch erst, wenn sie als fertig Ausgebildete die Arbeit, von der der Bund profitieren würde, verweigern würden!
    Einfach aufgrund dieses Umstandes können ich und viele meiner Kollegen das ganze Getue nicht nachvollziehen.
  • Drüü 25.02.2019 16:33
    Highlight Highlight Gäbe es gutes Essen an solchen Treffen, wäre der Bewegung Erfolg fast schon garantiert. So aber, glaube ich nicht an die Langlebigkeit dieser Aktivisten.
    Än Guätä mitenand!
  • Johnny Rotten 25.02.2019 13:57
    Highlight Highlight Ihr wollt wirklich das Klima retten? Mein Gratistipp; Kondome, Vasektomie oder Sterilisation. Und Minimalismus!
  • DerMeiner 25.02.2019 07:13
    Highlight Highlight 9 von 10 Klimaaktivisten die ich kenne, waren auf Weltreise, gehen regelmässig Ski fahren und (gerade Frauen) haben ca. 3 Schränke voll Kleider. Wollen aber jedem seine Klimatheorie aufdrücken, leben oftmals sogar vegan, weil das ja Umweltschonend sei.

    Das ist keine seltenheit. Ich beobachte dies sehr sehr häufig. U d da fragen sie sich, warum sie belächelt, oder gar dumm angemacht werden? Nichts als verdient.
    • Hustler 25.02.2019 09:40
      Highlight Highlight Amen Bruder.
    • lina910 25.02.2019 16:03
      Highlight Highlight Du sprichst einen sehr wichtigen Punkt an. Diese Krise kann wirklich nicht von einigen Leuten alleine gelöst werden - auch wenn sie sich in ihrem Leben noch so stark einschränken würden. Darum geht es ja im Streik: dass die Politik aufhört, so zu tun als könnte das Problem mit Eigenverantwortung zu lösen sein. Es ist höchste Zeit für griffige, mutige Massnahmen, die wirklich etwas bringen!
  • Schneider Alex 25.02.2019 06:38
    Highlight Highlight Klimahysterie ist eine Wahlkampagne für die Grünen.
    Der einzige wirklich erfolgreiche Weg im Umwelt- und Klimaschutz führt neben dem technischen Fortschritt über weniger Einkommen und eine geringere Bevölkerungszahl. Bleiben wir realistisch bezüglich Beitrag der Schweiz zum Klimaschutz. Die hauptsächlich von den Medien gepushte Klimahysterie ist eine verdeckte Wahlkampagne für die Grünen.
    • Fabio74 25.02.2019 09:05
      Highlight Highlight Mumpitz. Weniger Ressourcenverschleiss. Mehr Energie-Effizienz. Neue Technologien sind Themen
      Realistisch ist die Schweiz mit Geld, guter Bildung und Ibfrastruktur ausgestattet, so dass die Schweiz sehr wohl führend sein könnte in diesem Bereich.
      Klimawandelbetrifft auch den Selbstgerechten Arroganten. Gletscherschmelze. Permafrost der schmilzt. Hitzesommer. Weniger Regen etc
    • Schneider Alex 25.02.2019 11:20
      Highlight Highlight @Fabio74
      Eine Berechnung des Rebound-Effekts von energiepolitischen Massnahmen wäre mal eine echte Aufgabe für die Klimaschutzbewegung.
    • Brezel Hugger 25.02.2019 12:58
      Highlight Highlight "über weniger Einkommen "

      Absolut einverstanden. Damit macht man sich aber unbeliebt. Der Schweizer hält seinen gegenwärtigen Lebensstandard für ein Menschenrecht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • stamm 24.02.2019 22:39
    Highlight Highlight Ja, organisiert ein Lager, ein Festival oder spaziert doch in den Ferien durch die Schweiz. Alle zusammen. Ohne Handy, ohne Plastik und ohne Strom. Und jeder soll ein Tüte mitnehmen, in der er/sie allen rumliegenden Abfall zusammen nimmt. Das wär ein Zeichen!
    • Fabio74 25.02.2019 09:06
      Highlight Highlight Und du machst was?
    • lina910 25.02.2019 16:09
      Highlight Highlight Machen wir doch schon, so gut es geht. Aber wir alleine können mit unserem Verhalten diese Krise nicht lösen... es braucht griffige Massnahmen (die weh tun werden..), um die Erderwärmung in den Griff zu kriegen.
    • stamm 25.02.2019 23:43
      Highlight Highlight Fabio: nein, ich mach genau das, was mein meiner Meinung nach gesunder Menschenverstand zulässt. Lina: so gut es geht? Was heisst das? Entweder ihr lebt es vor und bucht weiter Menschen auf eure Seite, oder ihr seit scheinheilig. So gut es geht heisst, ihr macht nichts besser wie ich; ihr macht, was euer gesunder Menschenverstand zulässt. Wir können innert 60 Jahren nicht gewollt die Einwohnerzahl verdoppeln und gleichzeitig was für die Umwelt tun. Und solange das mit der Einwohnerzahl so weiter geht, wird sich auch an unserer Klimaerwärmung nichts ändern. Oder?
  • clavel 24.02.2019 22:38
    Highlight Highlight Hallo liebe Klima-Aktivisten
    super dass ihr die Klimastreiks verastaltet. Herzlichen Dank. Ich komme gerne nach Bern am 15. März.
    Nach 3 Jahren Mitarbeit beim WAVE.EARTH Project, bin ich stolz, dass die Klimabotschaften von Kindern und Jugendlichen aus der ganzen Welt, am UNO Sitz in Genf, an der UNO Klimakonferenz in Marrakesch und unter Leitung der DEZA auf dem Aletschgletscher, präsentiert werden konnte. Mit eueren Aktionen fordert ihr bei Politikern und Gesellschaft ein Recht ein, das ich voll und ganz unterstütze. Sonnige Grüsse Walti
  • DerKapitalist 24.02.2019 22:17
    Highlight Highlight Ich verstehe ja, dass man etwas ändern muss, aber wieso die plötzliche Hysterie?
    Natürlich kann die Schweiz ein Vorbild sein, aber wir sind definitiv nicht einer der Hauptverursacher aller Emissionen. Man sollte auch mal die Länder zur Rechenschaft ziehen, welche ihren Müll einfach unter freiem Himmel verbrennen etc.
    • Fabio74 25.02.2019 09:08
      Highlight Highlight Doch wir sind es. Weil wir zwar die Schwerindustrie auslagerten aber pro Kopf einen viel zu hohen Verbrauch an Ressourcen haben.
      Die Märchenstunde man müsse nur die Werkbank nach Asien auslagern und sei dann gut ist naiv
    • lina910 25.02.2019 16:12
      Highlight Highlight Ja klar, alle Länder müssen handeln, nicht nur die Schweiz. Aber das ist doch kein Grund, nichts zu tun... im Gegenteil, wir sind eines der reichsten Länder der Welt und müssen Verantwortung für unseren Konsum übernehmen, der weite Teile der Welt und des Klimas mitverschmutzt.
  • murrayB 24.02.2019 21:49
    Highlight Highlight Alles eine interessante und neue Art der Führung einer Politikkampagne der Grünen....

    Wie sonst kann plötzlich aus dem nichts eine solche organisierte Bewegung entstehen?
    • Why-not? 25.02.2019 08:31
      Highlight Highlight Eine Bewegung kann aus dem Nichts entstehen, wenn ihre Anliegen einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung entsprechen, eine überzeugende Botschaft verbreitet, intelligente Köpfe enthält, sympathisch auftritt, unvoreingenommen und parteifern ist, Ausstrahlung besitzt und sich zu organisieren weiss. Alles Elemente, die diese Bewegung mit sich bringt.
    • Bündn0r 25.02.2019 15:06
      Highlight Highlight Klingt logisch, ist in diesem Fall aber leider nicht (ganz) wahr.
      Bei der registrierung der ersten ofiziellen Klimastreik CH Webseite (war nur rund 1 Tag online), unterlief wohl ein Fehler: Der Besitzer wurde nicht anonym gehalten.
      Kurzerhand wurde sie gelöscht und eine neue (ohne Besitzer hinterlegt) aufgeschaltet.

      Es ist somit leider keine reine Schülerbewegung, da sind grössere politische Gruppierungen dahinter.
    • lina910 25.02.2019 16:14
      Highlight Highlight Die Grünen sind eine Kleinpartei mit ein paar hundert Mitgliedern, wie stellst du dir das vor, dass sie 60000 junge Leute auf die Strasse bringen? :) komm doch einfach an eines unserer Treffen, dann kannst du dich selber überzeugen.
  • DerMeiner 24.02.2019 20:45
    Highlight Highlight Ich bin kein Klimaaktivist und erst recht kein frosser Fisch in Sachen Verschmutzung. Ich bin wahrscheinlich guter Dzrchschnitt.

    Wenn ich mir nun denke, dass es auf dieser Welt bspw. rund 1.4 Mia. Inder gibt, die ihre wirtschaftsleistung verdoppeln wollen (sicher nicht klimafreundlich), dann komme ich mir irgendwie verarscht vor. Warum soll der Finger hauptsächlich auf uns bösen schweizer Klimaschänder gerichtet werden, wenn es auf das Ausland zeigen sollte. Was hilft es, wenn ich einspare und jemand anderes zukünftig 3x so viel CO2 produziert? Die Prioritäten liegen falsch, irgendwie...
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 25.02.2019 07:42
      Highlight Highlight Also im Augenblick ist der ökologische Fussabdruck des durchschnittlichen Schweizers 5x grösser im Vergleich zum durchschnittlichen Inder.
    • DerMeiner 25.02.2019 07:53
      Highlight Highlight Bravo und jetzt? Wenn du das aufrechnest bzw. dir vor Augen führst, was wird sein, wenn die Wirtschaftsleistung steigt, dann muss man beinahe lachen.
    • Fabio74 25.02.2019 09:09
      Highlight Highlight Der Schweizer hat einen massiv höheren pro Kopf Verbrauch als der Inder. Wischen wir mal vor unserer Türe
    Weitere Antworten anzeigen
  • Löusi 24.02.2019 19:24
    Highlight Highlight Und bitte nehmt beim nächsten Openair eure Zelte und sonstigen Abfall mit nach Hause
    • lina910 25.02.2019 16:29
      Highlight Highlight Idioten gibts überall, auch bei den Jungen. Bitte vermische das nicht, wir können nichts für die Ökosünden der Anderen.
  • Mario Conconi 24.02.2019 17:35
    Highlight Highlight Bleibt zu hoffen, dass die über 18Jägrigen im Herbst auch zum Wahlzettel greifen. Bis dahin bleibe ich wenig beeindruckt!
  • Dansi 24.02.2019 16:12
    Highlight Highlight Ja, die Welt erwärmt sich. Der Meeresspiegel steigt und die Gletscher verschwinden.

    Das ist mir alles bewusst.

    Aber was passiert, wenn die Ziele erreicht werden bzw. der co2 Ausstos auf ein Minimum reduziert wird und sich die Erde trotzdem weiter erwärmt?
    • Mario Conconi 24.02.2019 17:33
      Highlight Highlight Ich würde Vorschlagen, dass wir uns wenn es soweit ist, um dieses Problem kümmern.
    • DerMeiner 24.02.2019 20:39
      Highlight Highlight Dann bricht irgendwo auf der Welt noch ein grosser Vulkan aus und macht den Fortschritt noch mehr zu nichte.

      Würde irgendwie passen..
    • Platon 24.02.2019 21:50
      Highlight Highlight @Dansi
      Diese Frage stellt sich nicht. Sie ist komplett unnütz. Was erhoffst du dir genau? Sollte genannter fall mit einer Wahrscheinlichkeit von <1% eintreten, na dann haben wir halt saubere Luft und wirtschaften ressourceneffizient. Was haben wir verloren? Gar nichts. Das ist ja gerade das verrückte. Niemand müsste sich wirklich substanziell einschränken um genannte Ziele zu erreichen. Es braucht einfach mehr Anstrengungen. Und du sorgst dich, dass du vlt. etwas zuviel unternimmst. Super Messlatte!
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 24.02.2019 15:44
    Highlight Highlight Ich finde gut, was die KlimaaktivistInnen machen. Angela Merkel hat kürzlich folgendes gesagt:

    "In Deutschland protestieren jetzt Kinder für den Klimaschutz. Das ist ein wirklich wichtiges Anliegen. Aber dass plötzlich alle deutschen Kinder, nach Jahren, ohne jeden äußeren Einfluss, plötzlich auf die Idee kommen, dass man diesen Protest machen muss, das kann man sich auch nicht vorstellen."

    Wie ist diese Aussage zu interpretieren?
    • atomschlaf 24.02.2019 19:10
      Highlight Highlight Ich verstehe es als Andeutung, dass die "Klimastreiks" nicht zufällig begonnen haben, sondern dass Merkel davon ausgeht, dass übergeordnete (wirtschaftliche) Interessen dahinter stehen.
      Beispielsweise Kräfte, die Europa und insbesondere Deutschland wirtschaftlich schwächen wollen.
    • Fabio74 25.02.2019 09:13
      Highlight Highlight @atomschlaf der Frühling kommt es wird warm unter dem Aluhut
    • violetta la douce 25.02.2019 13:22
      Highlight Highlight Fabio

      Tja das war wohl etwas zu hoch für Sie.
      Den Aluhut tragen doch Sie selbst.
      Und dieser behindert Sie massiv beim denken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hiker 24.02.2019 14:24
    Highlight Highlight Ich hoffe, dass von dieser Bewegung in einem Jahr noch etwas übrig ist. Weil, aus lauter Hype an einer Bewegung zwei dreimal Teilnehmen ist das eine, dafür gegen Wiederstände ankämpfen und selber etwas opfern ist das andere. Ich würde ja gerne daran glauben und finde es toll wenn endlich auf breiter Ebene für das Klima und unsere Umwelt gekämpft wird. Weil es ist endlich Zeit für Taten und nicht blosse Absichtserklärungen. Trimmt Eure Eltern auf das Thema ein, weil die sind es die diese Populisten wählen die Wasser predigen und Wein trinken. Hier kann man etwas ändern!
    • ignotusandri 25.02.2019 01:20
      Highlight Highlight Also ehrlich, es scheint mir die Leute hier haben wirklich nicht gelesen, was im Artikel steht! Veganes Essen das ganze Treffen! Konsequenter umd mehr zum "opfern" bereit geht es doch wohl kaum! Ausserdem sind hier offensichtlich hunderte junge Menschen in ihren Ferien statt in die Malediven geflogen, nach Bern gefahren. Dieses Treffen ist doch gerade ein Beweis und ganz sicher nicht ein Kritikpunkt...
    • Fabio74 25.02.2019 09:15
      Highlight Highlight @blaubar die üblichen depperten hohlen Phrasen untermalz mit smiley vom rechtsnationalen Rand
    • lina910 25.02.2019 16:42
      Highlight Highlight @hiker du bist herzlich willkommen, dir an einem unserer Treffen selbst ein Bild zu machen!
  • Corahund 24.02.2019 14:06
    Highlight Highlight Wunderbares Frühlingswetter, andauernd; ich liebe die Klimaerwärmung👍
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 24.02.2019 13:41
    Highlight Highlight Finde ich gut, aber eine riesen Bedeutung hat das jetzt nicht. Richtig schwierig ist es dann diese Bewegung in der Praxis umzusetzen - via gestandene Politiker oder selber. Dazu brauchts dann Mehrheiten, umsetzbare konkrete Vorschläge, etc. Zudem: viele Jugendliche relativieren oder ändern ihre Meinung, wenn sie mal selber jeden Tag Geld verdienen müssen. Wer dann immer noch grün bleibt, verdient mein Respekt -zB. eine Regula Ritz oder ein B. Glättli. Die sind jahrelang dran am Thema und kämpfen für praktische Lösungen - das zählt schlussendlich.
    • ConcernedCitizen 24.02.2019 14:21
      Highlight Highlight Zumindest tun sie was. Andere haben längst resigniert oder sind allgemein desinteressiert. Barfuss oder Dreadlocks ist nicht mein Ding, ich unterstütze aber die Anliegen. Mal schauen, ob was daraus wird. Von Nichts kommt auch Nichts.
    • regen 24.02.2019 14:30
      Highlight Highlight Aha, sobald man selber geld verdienen muss, kann man nicht anders, als zum schmutzfink, bzw. umweltsünder zu mutieren. Nur ein paarwenigen genies gelangt der langfristige turnaround.....eine verheerende logik.
    • neutrino 24.02.2019 15:06
      Highlight Highlight @regen: habe ich so nicht gesagt - aber es braucht halt mehr Idealismus, wenn man bspw. eine Familie ernähren muss und dann sich dann nur nachhaltige (teurere) Produkte leistet, für den Städtetrip nach Wien 200 CHF/Person zahlt statt 50 und einen Ferientag mehr hergibt, etc.

      Ich bspw. versuche nachhaltig zu leben, muss aber bspw. im Job immer mal wieder fliegen. So Job wechseln ist auch nicht so einfach.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sunshineZH 24.02.2019 12:54
    Highlight Highlight Sollen Sie doch, bei mir erreichen sie aber nur das Gegenteil, es nervt nur noch.
    • vpsq 24.02.2019 15:24
      Highlight Highlight Natürlich nerven sich Leute, wenn man durch solche Aktionen an die eigenen Versäumnisse erinnert wird. Darum weiter machen, vielleicht wird bei einigen der persönliche Egoismus bröckeln...
    • Fabio74 24.02.2019 16:07
      Highlight Highlight Und warum? Weil Spiegel vorhalten mühsam ist? Weil lieber den Afrikanern Schuld gibt anstatt den fetten Arsch vom Sofa heben und an seinem zu grosdrn Fussabdruck arbeiten?
    • Me, my shelf and I 24.02.2019 16:34
      Highlight Highlight Schade, dass du die Zukunft unseres Planeten so leichtsinnig wegen deines Gemütszustandes wegschmeisst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NacBo 24.02.2019 12:46
    Highlight Highlight Weiter so!
  • #Technium# 24.02.2019 12:43
    Highlight Highlight Ihr seid doch alles Heuchler und Mitläufer. Esst regelmässig exotischste Früchte, fliegt mit dem Flieger in den Urlaub, trägt importierte Kleider von H&M, C&A wo Menschen dafür ausgebeutet werden und habt alle Smartphones, PCs, Bluetooth-Speaker deren Rohmaterialien für die Mikrochips durch Rodung des Regenwalds für neue Minen im Kongo gewonnen werden. Ihr seid ja alle die besseren Menschen mit eurem Klimaprotest...Schaut zuerst mal bei eurem eigenen westlichen Lebenstil, bevor ihr auf die Straße geht. Pseudo-Ökologie ist das, mehr nicht!
    • Me, my shelf and I 24.02.2019 14:58
      Highlight Highlight Davon abgesehen, dass du unsere Lebensart offensichtlich nicht kennst, möchte ich anmerken, dass dein Kommentar ziemlich beleidigend ist.
    • äti 24.02.2019 15:18
      Highlight Highlight .. äh, du hast Probleme mit Lesen? Probleme mit Motivation? Probleme mit Zusammenhängen? Schön für dich und danke für deine wertvollen Ratschläge. Ein Gratis-Tipp für dich: copy/paste :)
    • Roterriese #DefendEurope 24.02.2019 15:22
      Highlight Highlight Auf den Punkt gebracht
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 24.02.2019 12:35
    Highlight Highlight Auch am 2. Tag trotz Schlafmangel immer noch dabei, ich brauche erst einmal 10 Wochen Ferien hiernach. Überwältigend.
  • kkj 24.02.2019 12:35
    Highlight Highlight Mir fehlt noch ein wichtiges Element für den Klimastreik: das Apple Macbook Pro Retina Screen mit Aufklebern.
  • 01vinc09 24.02.2019 12:28
    Highlight Highlight Schön dass die jugendlichen Vernünftig bleiben. Indem sie sich jetzt von der Unterstützung einzelner Parteien oder Politiker distanzieren, zeigen sie, dass es ihnen um Klimaschutz und nicht die Durchsetzung des Kommunismus geht. Die Forderung systemchange not climatechange muss weiterhin mit systemwandel und nicht Wechsel übersetzt werden. Denn das ganze sollte eine politisch-neutrale Bewegung bleiben (Klimaschutz ausgenommen). Weiter so!

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