Schweiz
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Lorenzo Quadri (Lega/TI) aeussert sich zur Volksinitiative

Lorenzo Quadri forderte ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland. Bild: KEYSTONE

Diese 2 Vorstösse im Ständerat offenbaren die wahre Angst in Sachen Islam

Ausgerechnet die fehlende staatliche Anerkennung hemmt das Parlament, die Muslime strenger zu behandeln.

Daniel Fuchs / Nordwestschweiz



Mit der staatlichen Anerkennung des islamischen Glaubens, also der Gleichstellung mit den Landeskirchen, wären auf einen Schlag gleich mehrere Probleme gelöst. So jedenfalls lässt sich der Verlauf der Debatte im Ständerat interpretieren, wie sie gestern Dienstag stattfand. Gleich zwei Vorstösse standen auf der Traktandenliste, welche Glaubensgruppen – im Fokus die Muslime – enger an die Kandare nehmen wollten.

Vorstoss 1 forderte ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland. Von Erdogans Religionsministerium finanzierte Moscheen in der Schweiz, mit saudischem Geld eingerichtete Gebetsräume oder aus arabischen Ländern entsandte Imame, die weder mit einer Schweizer Landessprache noch mit den hiesigen Lebensverhältnissen vertraut sind – wer will das schon?

Der Nationalrat, in dem der Vorstoss zuerst behandelt wurde, jedenfalls nicht. Doch im Ständerat war die Motion des Tessiner SVP-Nationalrats Lorenzo Quadri ohne Chance. Dieser hatte mit dem Beispiel Österreich argumentiert, das Geldflüssen für den Moscheebau und Moscheebetrieb vor zwei Jahren den Riegel schob.

Nur seien die schweizerischen Verhältnisse eben nicht mit den österreichischen zu vergleichen, liessen sich die Ständeräte gestern überzeugen. Der gewichtige Unterschied liege darin, so der Sprecher der vorberatenden Kommission, Robert Cramer (Grüne/GE), dass Österreich den Islam staatlich anerkenne, daran aber Vorschriften zur Finanzierung knüpfe. Mit der Pflicht, nur Gelder aus dem Inland zu nehmen, gehe auch das Recht einher, von den Mitgliedern Geld einzuziehen.

Da stand es im Ständerat 1:0 für die staatliche Anerkennung der Muslime.

Vorstoss 2 forderte eine verschärfte Aufsicht über kirchliche und religiöse Stiftungen. Damit sollen Geldwäsche und Terrorfinanzierung verhindert werden, hiess es in der Motion von Nationalrätin Doris Fiala (FDP/ZH), die der Nationalrat noch gutgeheissen hatte.

Nationalraetin Doris Fiala, Co-Praesidentin, FDP.Die Liberalen (ZH) spricht waehrend einer Medienkonferenz von ueberparteilichen Komitees gegen das Energiegesetz, am Donnerstag, 6. April 2017, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Doris Fiala forderte eine verschärfte Aufsicht über kirchliche und religiöse Stiftungen. Bild: KEYSTONE

Doch auch hier: Die Motion sei nicht zielführend, befand die vorberatende Rechtskommission des Ständerats. Im Gegenteil: Die Finanzierung der Glaubensgemeinschaften verlaufe auch und insbesondere mittels Vereinen. Gerade diese aber seien von der Motion Fiala ausgenommen. Laut Kommissionssprecher Beat Vonlanthen (CVP/FR) kommt hinzu: «In der Kommission hat man uns dargelegt, dass die acht Stiftungen im muslimischen Bereich bereits heute staatlich kontrolliert werden.» Die Verschärfung würde also bloss die bereits anerkannten Landeskirchen treffen.

Woraus die Kommission schloss: Eine engere Kontrolle der Stiftungen bei Muslimen ist nicht nötig, da diese ohnehin bereits via staatliche Aufsicht gewährleistet ist. Und: Den staatlich anerkannten Landeskirchen traut man eine interne, qualitativ hochstehende Kontrolle zu (siehe Text rechts).

Da hiess es auch schon 2:0 für die staatliche Anerkennung.

Trotzdem fordert ausser den Sozialdemokraten niemand ernsthaft eine öffentlich-rechtliche Anerkennung des Islams. Im Nationalrat hätte ein solcher Vorschlag ohnehin kaum Chancen. Doch stellen sich auch Fragen seitens der Muslime. Weder gibt es auf nationaler Ebene einen starken repräsentativen Muslim-Verband, noch fordern die Muslime selbst offensiv eine staatliche Anerkennung ihres Glaubens. Die Zurückhaltung der Muslime und das Zaudern vor den konservativen Parteien hemmt also eine längst fällige Debatte. Darin besteht die eigentliche Angst in Sachen Islam.

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87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 30.05.2018 22:58
    Highlight Highlight Liebe Parlamentarier/innen
    ich hätte da auch noch eine geniale Idee

    Wie wär es mit der staatlichen Anerkennung
    diverser mafiöser Vereinigungen.

    Der Schweizer Franken könnte so ganz legal
    von der juristischen Person zu den Vereinen fliessen.

    Die Vereine haben so eine solide finanzielle Bassis
    und müssen nicht mehr kriminell tätig sein.

    Bis zum Tag des jüngsten Gerichts oder
    bis zur Erschöpfung des paradiesischen Jungfrauenvorrates
    könnte der Staat zudem viele Tausend Jahre Polizeiarbeit einsparen.
  • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:09
    Highlight Highlight Es ist mir ein Rätsel, warum hier über eine staatliche Anerkennung diskutiert wird, wenn schon die in Frage kommenden Vereine/Gemeinschaften - sofern es diese überhaupt gibt - dies anscheinend nicht so wirklich wollen.
  • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:05
    Highlight Highlight "Woraus die Kommission schloss: Eine engere Kontrolle der Stiftungen bei Muslimen ist nicht nötig, da diese ohnehin bereits via staatliche Aufsicht gewährleistet ist. "

    Haha, die glauben auch an den Bölima.
    Warum nur haben diese Leute einen so engen Horizont? Ein Blick nach DE würde genügen um zu wissen, dass das niemals funktioniert.
    • Enzasa 30.05.2018 17:29
      Highlight Highlight In Deutschland gibt es viele unterschiedliche Moscheen. Von streng gläubig bis liberal.
      Genauso wie es unterschiedliche Christliche Gemeinden gibt, von streng gläubig bis liberal.
      Ebenso wie es sehr viele türkische Kulturvereine gibt, die aktiv Integration fördern.
      In D funktioniert die Zusammenarbeit mit muslimischen Vereinen mit jedem Jahr besser.
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 20:49
      Highlight Highlight Enzasa
      "In D funktioniert die Zusammenarbeit mit muslimischen Vereinen mit jedem Jahr besser."

      Ja. Als leuchtendes Beispiel allen voran die DITIB.



      Oder hab ich was falsch verstanden?
    • Enzasa 31.05.2018 03:02
      Highlight Highlight Auch mit denen läuft es heute besser als früher. Sie sind inzwischen viel neutraler geworden.
      Es gibt z.b das Projekt Alman zur Förderung der Integration.
      Im übrigen ist es wie bei den Kirchen, abhängig vom Führungsstab ist jede Moschee individuell.


      Bezeichnend, dass die DITIB genannt wird. Warum nicht Ahmadiyya oder zum Beispiel „faire Moscheen“


    Weitere Antworten anzeigen
  • Alnothur 30.05.2018 10:15
    Highlight Highlight "Mit der Pflicht, nur Gelder aus dem Inland zu nehmen, gehe auch das Recht einher, von den Mitgliedern Geld einzuziehen."

    Was bittesehr macht der gute Herr im Ständerat, wenn er nicht mal grundlegendst über Vereine Bescheid weiss?
  • I'mGroot 30.05.2018 09:30
    Highlight Highlight Hier sieht man ganz klar an welcher Ecke der Autor steht. Links

    Als Leser von Watson würde ich eine neutraler Haltung des Autors begrüssen. Zum Beispiel könnten Sie sachlich erklären was den die Vorteile einer staatl. Anerkennung der Muslime seien. Die zwei Punkte sind aus meiner Sicht noch keine ausreichende Begründung. Und warum man nicht ohne Annerkennung die Verbote einführen kann erschliesst sich mir auch nicht. Vorallem wenn es das Volk will. Mit Ihrer Haltung versuchen Sie Ihre Leser zu beinflussen. Das ist nicht wirklich guter Journalismus! ...meiner Meinung nach.
  • Roterriese #DefendEurope 30.05.2018 09:13
    Highlight Highlight Traurig, dass man 2018 noch über die Anerkennung und Förderung von Religionen sprechen muss
  • tfd 30.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Ich finde es Witzig gross der Aufschrei ist das Erdo und Co. paar Gebäude finanzieren. Nicht falsch verstehen bin selber als Moslem strickt dagegen.
    Jedoch habe ich keinen aufschrei gehört, dass Monaco und Co. mit Millionen versuchen direkten einfluss auf unsere GESETZE zu nehmen.
    • dan2016 30.05.2018 09:33
      Highlight Highlight @tfd, sehe es genau gleich.
    • Fabio74 30.05.2018 10:10
      Highlight Highlight Nennt man Doppelmoral
    • dorfne 30.05.2018 10:25
      Highlight Highlight Verharmlosung ist nicht gleich Coolness!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 30.05.2018 08:37
    Highlight Highlight Statt die Anerkennung als Staatsreligion sollte man die Säkularisierung des Staates vorantreiben, für alle Religionen.

    Religion hat ausserhalb der kommunalen Ebene nichts im Alltag verloren. Es ist rückschrittlicher Hokuspokus, der bestenfalls als Zeitvertreib in Form des miserabelsten Hobbys ever taugt.
    • dorfne 30.05.2018 10:30
      Highlight Highlight Sie meinen wohl keine Kirchensteuer mehr, nur noch "Vereinsbeiträge". Die Kirchensteuer ist freiwillig, immer mehr Leute treten aus der Kirche aus, die Säkularisierung schreitet hierzulande kräftig voran. Nur hat diese Medaille eine Kehrseite: Durch die Säkularisierung entsteht ein Vakuum, dass dann von den Moslems ausgefüllt wird! Und der Islam kennt keine Trennung von Religion und Politik. Das Ziel ist der Gottesstaat. Schauen Sie sich um in der Welt!
    • PrivatePyle 30.05.2018 11:02
      Highlight Highlight @Graustufe Rot
      "Die Kirchensteuer ist freiwillig, immer mehr Leute treten aus der Kirche aus, die Säkularisierung schreitet hierzulande kräftig voran. "

      Unsinn! Die Kirchensteuer ist MIT NICHTEN gänzlich freiwillig. Für juristische Personen zB ist sie in den meisten Kantonen obligatorisch. In Zürich macht das etwa 80mio pro Jahr aus! Es stimmt im übrigen auch nicht ganz, dass sich immer mehr Leute von Kirchen abwenden. Radikalere Freikirchen haben zB immer mehr Zulauf. Die Muslime werden auch immer mehr von den Verbänden instrumentalisiert. Und diese Verbände soll man staatlich mehr stützen!?
    • Theor 30.05.2018 12:48
      Highlight Highlight Säkularisierung bedeutet, dass sich der Staat von der Religion abtrennt. Und zwar von ALLEN Religionen. Also entstünde auch kein Raum für den Islam, weil dieser keinerlei Privilegien oder Forderungen geltend machen könnte.

      Als Verein bestünde für Religionen auch kein Minderheitenschutz mehr und Strafverfolgungen wären erheblich einfacher.
  • Energize 30.05.2018 07:35
    Highlight Highlight Die Debatte läuft in die falsche Richtung. Es braucht nicht mehr Anerkennung, sondern weniger - keine Religion sollte in der Schweiz staatlich geschützt resp. sogar gefördert werden.

    Die Kirchen sollten unter den Denkmalschutz fallen, da diese zum Kulturgut der Schweiz gehören. Die rein seelsorgerischen Tätigkeiten könnten von den Gemeinden autonom gefördert werden, auch wenn ich hier persönlich skeptisch bin.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.05.2018 07:15
    Highlight Highlight In meinend Augen völlig die falsche Richtung. Man sollte die trennung zwischen Staat und Kirche weiter fortführen und die Landeskirchen zudem machen, was sie eigentlich zu sein haben, private "Vereine", denen man beitreten kann oder nicht.
    Geldflüsse und alles andere kann man auch so untersuchen und gegebenenfalls verbieten. Die Idee der staatlichen Anerkennung klingt im ersten Moment geschickt, hat aber massive Probleme: Welche Religionen werden nun anerkannt und wie im Text geschrieben "den Islam" gibt es nicht, es gibt ja auch keine zentrale Strukturen.
    • Ohniznachtisbett 30.05.2018 08:56
      Highlight Highlight Ausser der Rechtsform sind die Landeskirchen genau das. Vereine aus denen du jederzeit austreten kannst.
    • Maracuja 30.05.2018 10:32
      Highlight Highlight @IlDon: Mit der staatlichen Anerkenung hingegen gehts.

      So einfach ist das nicht, gemäss heutigem Recht kann keine Religionsgemeinschaft gezwungen werden ein Gesuch um Anerkennung zustellen. Gerade Freikirchen wollen diese Anerkennung und die damit verbundenen Auflagen nicht, sonst hätten sie längst entsprechende Gesuche gestellt.
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 10:58
      Highlight Highlight Eine "staatliche" (kantonale!) Anerkennung bringt es eben nicht! Das sehen wir bereits heute an religiösen Gemeinschaften wie Freikirchen und sonstigen Sekten, die ja bewusst eine Anerkennung ablehnen.
      Zum Zweiten bietet eine Anerkennung eine vermeintliche Legalisierung der nicht wirklich kontrollierbaren Inhalte des jeweiligen Glaubensbekenntnisses - und nicht zuletzt noch da und dort finanzielle Unterstützung, die von den Steuerzahlern berappt werden würde. Erleichterung Schulen zu eröffnen, die dann auch schwer zu kontrollieren sind (Bsp AU)

      Definitiv ist die Anerkennung der falsche Weg!
  • Einstürzende_Altbauten * 30.05.2018 07:12
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig, "wir" haben eine religion nur unter kontrolle, wenn wir sie anerkennen? Was ist mit allen anderen glaubensrichtungen, was ist mit den angehörigen des jüdischen glaubens, von aussen betrachtet eine parallelgesellschaft, mit eigenen schulen etc.? Dort scheint es zu funktionieren, bzw. niemand drängt auf eine staatliche anerkennung, wissen wir denn dort, wie die schulen/moscheen etc. finanziert werden? Ist das wichtig?
    Wenn staatliche anerkennung, dann für alle religionen, oder: für keine.
    • lilie 30.05.2018 08:03
      Highlight Highlight @Einstürzende: Unsere Verfassung sieht eine Gleichstellung aller vor dem Gesetz vor. Da müssen wohl auch die verschiedenen Glaubensrichtung gleich behandelt werden.

      Aber diese sind eben nicht gleich. Unsere Landeskirchen haben eine lange Tradition, sie einfach zu Vereinen zu degradieren, wird auf Widerstand stossen. Die Juden schotten sich teilweise ab, verursachen aber auch keine wesentlichen Probleme. Und die Buddhisten dürfen kein Kloster gründen, ihre Mönche leben jetzt halt in einem "Institut". Probleme? Keine.

      Im Islam aber gibts aggressives Potenzial. Das ist problematisch.
    • Nicholas Fliess 30.05.2018 08:36
      Highlight Highlight Die jüdische Religionsgemeinschaft ist u.a. im Kanton Zürich öffentlich anerkannt.
    • dorfne 30.05.2018 10:36
      Highlight Highlight der Unterschied? Die Juden bilden keine Parallelgesellschaft! Sie stehen auf dem Boden unserer demokratischen Rechtsordnung, sprechen unsere Sprache, arbeiten, zahlen Steuern. Noch nie stand ein Rabbi unter dem Verdacht Hass zu predigen. Sagen wirs doch offen und ehrlich: wir haben ein Problem mit dem radikalen Scharia-Islamismus, der hier bei uns den Hass auf alles Freiheitlich-Westliche predigt. Wenn wir jetzt nicht friedlich und demokratisch Regelungen treffen, werden wir eines Tages gar nicht mehr handeln können und der Entwicklung hilflos ausgeliefert sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • PrivatePyle 30.05.2018 07:10
    Highlight Highlight Die Leute, die eine staatliche Anerkennung fordern, machen einen gravierenden Denkfehler. Sie denken, dass sich die Verbände dadurch reformieren würden, was aber nicht der Fall sein wird. Im Gegenteil! Sie haben durch die viel höheren Einnahmen gar keine Gründe mehr dies zu tun. Bestes Beispiel Ditib in DE, was trotz Millionen von deutschen Fördergelder ganz heimlich zum verlängerten Arm der AKP wurde. Die Verbände müssten sich vor der Anerkennung reformieren und klar positionieren, umgekehrt funktioniert das nicht. Und mit ausländischen Geldgebern wird sich der Islam hier niemals reformieren!
    • Trasher2 30.05.2018 08:22
      Highlight Highlight Ich denke nicht, dass die Verbände durch einen staatlich anerkannten Islam reformiert würden.

      ABER, es gäbe für Muslime die Möglichkeit ihren Glauben aus zu üben, ohne, dass sie an einen Landes Kulturverein angeschlossen sein müssten.
    • Fabio74 30.05.2018 08:27
      Highlight Highlight Darul machen wir Geschäfte mir der globalen Terrorfinanzierung Saudi-Arabien. Darum werden die Scheichs auf Knien empfangen wenn diese ihr Blutgeld investieren wollen. Nur Profit über Moral
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:03
      Highlight Highlight Trasher
      Muslime können heute auch ihren Glauben ausüben, ohne zu einem Verein zu gehören.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LeChef 30.05.2018 06:52
    Highlight Highlight "Da hiess es auch schon 2:0 für die staatliche Anerkennung"

    Einfach aus der Luft gegriffen. Völlig ohne Zusammenhang mit dem, was im Artikel steht.

    (Beim "1:0" des Autors kann ich dem Argument immerhin folgen, obwohl es nicht sehr gut ist. Warum muss es der Bund genau so wie Österreich machen? Es gibt keinen zwingenden Grund, Finanzierung und Anerkennung miteinander zu verknüpfen).

    • dorfne 30.05.2018 10:15
      Highlight Highlight Wie soll die Finanzierung gesetzlich geregelt werden ohne Anerkennung? Was jetzt abläuft mit importierten, u.a. von der türkischen Religionsbehörde bezahlten Imamen, ist mMn unhaltbar. Um bei der Türkei zu bleiben: Die türkischen Imame werden wohl auch ihre Landsleute hier i.d. CH ausspionieren zu Handen des Sultans. Viele Moscheen sind rechtsfreie Räume, in denen IS-Kämpfer rekrutiert werden und Hass auf alles Westliche gepredigt wird. Ganz zu schweigen vom importierten Frauenbild! Winterthur war vermutlich nur die Spitze eines Eisberges.
    • LeChef 30.05.2018 11:51
      Highlight Highlight Ja, Anerkennung kann man machen. Wäre wohl auch sinnvoll, weil eine Verknüpfung von den Wählern UND Muslimen am ehesten gleichzeitig akzeptiert würde. Das ist aber keinesfalls ein zwingender Grund für eine Verknüpfung. Ich habe nur den Artikel kritisiert. Wenn der Bund ausschliesslich die Finanzierung regeln will, dann kann er das machen. Es hätte ohne Zweifel mehr Chancen ein Referendum zu überstehen, weil die muslimische Wählerschaft doch eher klein ist.
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 14:35
      Highlight Highlight LeChef
      Aufpassen, du schlitterst da an einen gefährlichen Abgrund.
      Wir wollen mündige Bürger als Wähler, aber sicher keine Leute, die sich zuerst als Christen oder Muslime verstehen. Diese Haltung sollte nicht noch weiter gefördert werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maracuja 30.05.2018 06:50
    Highlight Highlight <Mit der staatlichen Anerkennung des islamischen Glaubens, also der Gleichstellung mit den Landeskirchen>

    Rechtlich besteht zwischen einem Glauben und einer Religionsgemeinschaft ein Unterschied. Man kann nicht Glauben gleichstellen mit religiösen Organisationen. Die Schweiz kennt keine Anerkennung des christlichen Glaubens, sondern die Anerkennung von 3 christlichen Kirchen und zudem gilt diese nicht national, sondern kantonal geregelt. Gewisse Kantone haben auch einzelne nicht christl. Organisationen anerkannt, andere (GE, NE) haben Staat und Kirche getrennt, d.h. keine Anerkennung.
    • dorfne 30.05.2018 10:24
      Highlight Highlight Sie beschreiben einen Status Quo, der angepasst werden kann, sofern man das will.
      Jedenfalls geht es mMn nicht an, dass Moscheen mit importierten Hasspredigern als rechtsfreie Räume hingenommen werden. Auch der Sultan vom Bosporus schickt seine Imame zu uns, die dann gleich noch die Türken in der Schweiz ausspionieren und politisch beeinflussen. Wir brauchen eine Lösung, die künftig auch die gemässigten Moslems vor Verdächtigungen und Uebergriffen schützt.
  • N. Y. P. D. 30.05.2018 06:49
    Highlight Highlight Ich werde aus dem Ständerat nicht schlau.


    Wir Schweizer wollen..

    ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland.

    keine aus dem Ausland finanzierten Moscheen in der Schweiz.

    keine aus arabischen Ländern entsandte Imame.

    Es spielt doch keine Rolle, ob die Religion staatlich anerkannt ist oder nicht. Wenn wir obige Punkte nicht tolerieren, sollten wir sie in ein Gesetz giessen.

    Nach 10 - 15 Jahren, wenn sich das Gesetz bewährt hat, kann man die staatliche Anerkennung des Islam wieder 👉zur Diskussion aufs Tapet bringen.
    • dan2016 30.05.2018 07:26
      Highlight Highlight nun, Postings, welche mit "wir SChweizer wollen" beginnen, sind grundsätzlich zuerst mal sehr sehr unschweizerisch und für mich macht es dann letzendlich keinen Unterschied, von welcher Seite demokratische Prinzipien in Frage gestellt werden.
      Ja, es stört mich wenn autoritäre ausländische Ideologien mit Geld in der Schweiz versuchen, die Meinung zu beeinflussen. Dann können wir - mit augenverbundener Justizia - dagegen Gesetze machen. Wenn es uns nicht stört, dann machen wir keine Gesetze - so einfach. Hat nichts mit dem Islam zu tun.
    • PrivatePyle 30.05.2018 07:45
      Highlight Highlight @N.Y.P
      Für das gibt es in der Schweiz ein wunderbares Instrument: die Volksinitiative! Go for it, meine Unterschrift hättest du ;)
    • Enzasa 30.05.2018 07:47
      Highlight Highlight Man kann nur etwas in ein Gesetz giessen, wenn es nicht gegen andere Gesetze verstößt.

      Es allgemein gültig auf alle Menschen angewendet werden kann.

      Wenn wir das Sponsern von Moscheen verbieten, dürfen auch keine Tempel gesponsert werden und wir dürften nicht mehr für religiöse Projekte im Ausland sponsern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • irgendwie so: 30.05.2018 06:48
    Highlight Highlight Ist Religion Privatsache oder nicht? Man fordert staatliche Anerkennung und staatliche Einflussnahme, andererseits wird Religion gesellschaftlich immer mehr zur Privatangelegenheit degradiert (?).
    Imho muss der Staat mit dem Ziel 'friedliches Zusammenleben' den Religionen Grenzen setzen, sie aber auch im Hinblick darauf unterstützen (z.B. Ausbildung von Geistlichen).
    Auch der Staat profitiert von gut eingegliederten religiösen Gemeinschaften.
    Religionen aber sind nie nur harmlos, auch das Christentum nicht. Deshalb muss der Staat mit den Religionen in einem konstruktivem Dialog sein.
    • dorfne 30.05.2018 10:51
      Highlight Highlight Vielleicht sind wir in dieser Diskussion zu sehr auf den Begriff Religion fixiert. Wir sagen, die Religion ist privat. Das trifft nicht auf den Islam zu, der ist immer politisch. Im Islam gibt es keine Trennung zwischen Staat, Religion und dem Privatleben. Der Gottesstaat ist das Ziel. Siehe Iran, Saudi-Arabien, die Türkei und viele Länder mehr, auch in Asien. Noch spüren wir bis auf ein paar ausländische Hassprediger nichts davon. Genau deshalb, können wir die Sache noch unter unsere demokratische Kontrolle bringen. Wenn wir jetzt nichts tun, wird es irgendwann zu spät sein.
    • dan2016 30.05.2018 14:15
      Highlight Highlight @Graustufe Rot. Der Islam war und ist im Zeitverlauf genau so politisch oder unpolitisch gewesen wie das Christentum. Die Evamgelikaner in den USA, die Juden in Israel trennen genausowenig wie die Orthodoxen in Russland und die Radiomariafreunde an der Spitze in Polen. Und vielleicht ist die Repolitisierung tatsächlich ein globaler Trend, der aber durch Dich (aus unwissenheit oder böswillig) genau so gefördert wird.
      Türkei wäre übrigens bis ca. 2000 genau das Gegenbeispiel gewesen... Und dies übrigens schon stark zu osmanischen Zeiten.....

  • Trasher2 30.05.2018 06:47
    Highlight Highlight Dass Muslie in der Schweiz leben, das ist Fakt.
    Daher wäre es längst fällig, dass wir in der Schweiz Imame ausbilden. Leute, die unsere Kultur anerkennen und in ihr ihren Glauben leben.
    Ich habe keine Angst vor „dem Islam“, aber dass Herr Erdogan bei uns Moscheen bauen lässt und unterhält, das bereitet mir sorgen!

    Als Politiker ist es wohl bequemer gegen „den Islam“ zu wettern als bestimmt gegen den politischen Islam vor zu gehen.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 30.05.2018 07:09
      Highlight Highlight Welche Moscheen wurden denn vom bösen Oberterroristen Erdogan finanziert? Gibt es Quellen dazu?
    • Enzasa 30.05.2018 07:42
      Highlight Highlight Nicht nur die Türkei auch Saudi Arabien etc. „verschenken, fördern“ Moscheen oder andere religiöse Projekte. Sie machen es öffentlich und vor allen gesponserten Moscheen sind Tafeln mit den Sponsoren angebracht. Tue Gutes und rede darüber, so macht man sich Freunde.
    • Roterriese #DefendEurope 30.05.2018 07:56
      Highlight Highlight Staatlich geförderte Märchenstunden, oder was?
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