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Schweiz
Gesellschaft & Politik

Diese SVPler könnten Ueli Maurer als Bundesrat ersetzen

Schon dreht das Kandidatenkarussell: Wer auf Ueli Maurer folgen könnte

Nach dem Rücktritt von SVP-Bundesrat Ueli Maurer dreht sich das Bundesrats-Kandidatenkarussell. Diese SVPler könnten als nächstes Platz nehmen.
30.09.2022, 13:5030.09.2022, 16:10
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Wenn ein Bundesrat abtritt, beginnt das Sesselrücken. Nach dem Rücktritt des SVP-Bundesrats Ueli Maurer stellt sich die Frage, wer die aussichtsreichsten Kandidaten für seine Nachfolge sind.

Da Maurers Rücktritt erwartet wurde, brodelte die Gerüchteküche schon länger, wer den amtsältesten Bundesrat beerben wird. «Ob es eine Frau oder Mann wird, ist mir egal – solange es kein ‹Es› ist», sagte dazu Ueli Maurer an der Pressekonferenz am Freitagmittag.

Diese Frauen und Männer sind Favoriten für das Amt – alle stammen aus der Deutschschweiz.

Magdalena Martullo-Blocher (bereits aus dem Rennen)

Nationalraetin Magdalena Martullo-Blocher, SVP-GR, spricht waehrend der ausserordentlichen Debatte ueber die "Mo. Fraktion V. Keine Kandidatur f
Bild: keystone

Viel thematisiert wurde, dass sich nach Maurers Rücktritt Magdalena Martullo-Blocher für den Bundesratssitz bewerben könnte. Aber: Sie hat mitgeteilt, dass sie als Nachfolgekandidatin nicht zur Verfügung stehe. Die Partei verfüge über zahlreiche hervorragende Kandidatinnen und Kandidaten.

«Ich bedaure den Rücktritt von Bundesrat Ueli Maurer sehr und danke ihm für sein ausserordentliches über 40-jähriges Engagement zum Wohle unserer Schweiz und unserer Partei», liess Martullo-Blocher am Freitagnachmittag über ihren Generalsekretär der Ems-Chemie auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilen.

Sie selber stehe aber als Bundesratskandidatin nicht zur Verfügung. Die schweizerische Volkspartei habe zahlreiche andere Kandidatinnen und Kandidaten.

Albert Rösti

Albert Roesti, SVP-BE, spricht waehrend der Debatte um den indirekten Gegenentwurf zur Gletscher-Initiative, waehrend der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 26. September 2022, im Bu ...
Bild: keystone

Aussichtsreich dürfte eine Kandidatur von Albert Rösti sein. Von 2016 bis 2020 leitete er die SVP Schweiz. In den eigenen Reihen wird er geschätzt als dossiersicher und umgänglich. Zudem hat sich Rösti bis dato noch nie von Ambitionen für das Bundesratsamt distanziert. Nach Adolf Ogi wäre er zudem bereits der zweite Bundesrat aus Kandersteg, Bern.

Natalie Rickli

Regierungsraetin Natalie Rickli, Vorsteherin der Gesundheitsdirektion des Kantons Zuerich, spricht an einer Medienkonferenz ueber die Impfoffensive zur Coronavirus-Pandemie, am Mittwoch, 3. November 2 ...
Bild: keystone

Auch die Zürcher Gesundheitsdirektorin wurde schon oft genannt, wenn es um die Nachfolge von Ueli Maurer als Bundesrat geht. Ihre Ambitionen dazu hat sie bisher noch nie geäussert.

Werner Salzmann

Staenderat Werner Salzmann, SVP-BE, spricht an der Fruehlingssession, am Montag, 14. Maerz 2022, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bild: keystone

Der Präsident der SVP des Kantons Bern, alt Nationalrat Manfred Bühler, will sich für eine Kandidatur eines Berner SVP-Mitglieds stark machen. Bühler sagte am Freitag auf Anfrage, die Berner SVP verfüge über mehrere hoch qualifizierte Personen.

Namen könne er zum jetzigen Zeitpunkt keine nennen, sagte der Bernjurassier weiter. Sobald die Kantonalpartei von der nationalen Parteispitze zum weiteren Vorgehen informiert worden sei, werde die SVP Kanton Bern auf potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten zugehen, sagte Bühler weiter. Er stehe nicht zur Verfügung.

Der Berner SVP-Ständerat Werner Salzmann gab auf Anfrage Bühler Recht: Es sei immer gut, eine Berner SVP-Vertretung in der Landesregierung zu haben. Wichtiger als die Herkunft eines Bundesratsmitglied sei aber dessen Eignung. Er selber habe sich noch keine Gedanken gemacht. «Es wäre sicher eine interessante Aufgabe - doch auch das Ständeratsmandat ist interessant.»

Franz Grüter

Franz Grueter, SVP-LU, rechts, spricht vor der Nationalratspraesidentin Marina Carobbio Guscetti, SP-TI, an der Sondersession des Nationalrats, am Dienstag, 7. Mai 2019 im Nationalrat in Bern. (KEYSTO ...
Bild: KEYSTONE

Ein Favorit für die Nachfolge ist für viele der Luzerner Franz Grüter. Doch zu watson sagt er: «Ich will nicht Bundesrat werden, das ist nicht mein Ziel.» Dies werde sich auch nicht ändern. «Ich bin beruflich stark engagiert und möchte das so beibehalten.» Ausserdem werde er nächstes Jahr 60 Jahre alt.

Diana Gutjahr

Diana Gutjahr, SVP-TG, spricht waehrend der Debatte um "mehr bezahlbare Wohnungen" im Nationalrat, waehrend der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 12. Dezember 2018 in Be ...
Bild: KEYSTONE

Die Thurgauerin ist seit 2017 im Nationalrat. Sie wurde mit 33 Jahren gewählt, mit 35 konnte sie bereits mehr Stimmen einholen, als alle anderen Politiker im Kanton Thurgau. Die studierte Betriebsökonomin machte sich national vor allem im Abstimmungskampf der Konzernverantwortungsinitiative einen Namen. Zudem gilt Gutjahr als Polit-Schützling von Peter Spuhler, der für die SVP schon lange Wunsch-Bundesrat ist. Absichten zum Bundesratssitz hat Gutjahr bisher nie geäussert.

Lars Guggisberg

Lars Guggisberg, Nationalrat SVP-BE, spricht waehrend einer Medienkonferenz des ueberparteilichen Komitees "Ja zur Aenderung des Stempelabgaben-Gesetzes", am Dienstag, 4. Januar 2022, in Ber ...
Bild: keystone

Der Berner Nationalrat ist nicht der Top-Favorit, doch sein Name fällt bei Parteikollegen immer wieder. Viele sagen ihm eine steile Karriere voraus. Guggisberg ist erst seit 2019 im Parlament. Zu Maurers Rücktritt sagt er: «Ich war sehr überrascht. Für mich ist ein Amt als Bundesrat natürlich eine Überlegung wert.» Er könne aber noch keine Aussage mit Gehalt machen, da zuerst viele Gespräche darüber geführt werden müssten. Und: «Bisher ist noch niemand auf mich zugekommen.»

Toni Brunner

Seine Ausstrahlung soll der St. Galler SVP zugute kommen: Toni Brunner (in einer Aufnahme vom August 2018).
Bild: KEYSTONE

Ende 2018 trat Toni Brunner als Nationalrat zurück. Seither ist es ruhig geworden um den allseits beliebten Politiker. Doch immer wieder wurde gemunkelt, dass Brunner der Politik doch noch nicht für immer den Rücken kehren möchte. Von 2008 bis 2016 präsidierte er für die Schweizer SVP. Er folgte damals auf Ueli Maurer. Vielleicht wird er den abtretenden Bundesrat nun erneut im Amt ersetzen.

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Bundesart Ueli Maurer tritt zurück – hier kommen seine lustigsten Momente

Video: watson

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297 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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deepsprings
30.09.2022 13:58registriert Februar 2015
Immerhin ist der Aeschi nicht als Nachfolger in diesem Beitrag gelistet...
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Macrönli
30.09.2022 13:58registriert April 2018
Warum führt ihr Herrn Grüter auf wenn er sich so klar distanziert? Ich bin nicht auf der SVP Linie aber seine Aussage dass er nächstes Jahr 60 wird und auch darum nicht BR sein möchte find ich sympathisch.
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TuXHunT3R
30.09.2022 13:58registriert September 2021
Von denen hier in der Liste am ehesten Rickli...
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