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Gesundheit

Helsana gibt Frauen Prämienrabatt – wenn sie auf Abtreibungen verzichten

Helsana gibt Frauen 10 Prozent Prämienrabatt – wenn sie auf Abtreibungen verzichten

Frauen, die auf eine Abtreibung verzichten, erhalten bei der Helsana 10 Prozent Rabatt auf die Prämien von Zusatzversicherungen. Das stösst den Frauen der SP sauer auf.
25.08.2022, 15:3825.08.2022, 16:18

Am Wochenende publizierte Swissinfo.ch eine Recherche, worauf die Helsana von einer Welle der Kritik überrollt wurde. Grund dafür ist die Zusammenarbeit des Krankenversicherers mit dem Anti-Abtreibungsverein Pro Life. So sollen Mitglieder des Vereins von einem Rabatt von zehn Prozent auf die Prämien von Zusatzversicherungen profitieren. Allerdings unter einer Bedingung: Sie müssen eine Charta unterzeichnen, in der sie auf eine Abtreibung verzichten.

Der Schriftzug der Krankenkasse Helsana, aufgenommen am Mittwoch, 5. Februar 2014, am Hauptsitz in Duebendorf. Heute hat Helsana im Rahmen einer Pressekonferenz die Zahlen fuer das Jahr 2013 bekannt g ...
Bild: KEYSTONE

Das sorgt bei der SP für Ärger. So macht etwa die Berner Nationalrätin und Co-Präsidentin der SP Frauen Schweiz, Tamara Funiciello, ihrem Ärger auf Twitter Luft.

Sie verweist auf einen offenen Brief, in dem sie die Helsana für die Zusammenarbeit kritisiert. So schreibt sie:

«Durch Ihre Zusammenarbeit mit Pro Life unterstützen Sie eine Bewegung, welche dieses Grundrecht und damit auch die physische und psychische Gesundheit von Frauen direkt angreift.»

Im offenen Brief wird die Helsana dazu aufgefordert, die Verträge mit Pro Life aufzulösen und jegliche Zusammenarbeit zu beenden.

Man bedauere, dass sich die Befürworter der Abtreibung angegriffen fühlten, erklärte ein Helsana-Sprecher gegenüber «Blick». In seiner Stellungnahme wollte er sich allerdings von der Problematik distanzieren. Es seien persönliche Entscheide, die sie respektieren, die sie aber nichts angingen.

Weiter argumentiert Helsana, dass es sich um einen branchenüblichen Kollektivvertrag gehandelt habe. Zudem sei es der Verein Pro Life, welcher die Mitglieder dazu auffordert, die Charta zu unterschreiben. Damit habe die Helsana nichts zu tun.

Zwischen Helsana und Pro Life gebe es auch keine gemeinsame Position, wie der Sprecher gegenüber «Blick» weiter betont. (saw)

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