Schweiz
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Aktivisten des Klimacamps der Gruppe Collective Climate Justice blockieren am ersten Aktionstag die Bank UBS am Aeschenplatz in Basel.

Blockade für das Klima: So protestierten Aktivisten vergangene Woche vor der UBS in Basel. Bild: KEYSTONE

Trotz Verhaftungen machen Klima-Aktivisten weiter: «Wir würden es jederzeit wieder tun»

Die Aktivisten, die vor einer Woche zwei Banken blockierten, müssen empfindliche Bussen zahlen. Katerstimmung hat sich bei ihnen allerdings nicht breit gemacht. Im Gegenteil.



Zehn Tage sind vergangen, seit Aktivistinnen und Aktivisten der Klimabewegung den Schweizer Finanzplatz für kurze Zeit in Aufruhr versetzten. Am frühen Morgen blockierten sie die Zugänge der Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz und der UBS am Aeschenplatz in Basel. Damit wollten sie darauf aufmerksam machen, dass die zwei Banken massgeblich an der Klimakatastrophe mitverantwortlich sind. Namentlich mit Finanzierungen von Projekten und Unternehmen im Bereich fossile Brennstoffe.

Mit ihrer Blockade dürften die Aktivisten erreicht haben, was sie beabsichtigten. Mehrere Tage berichteten Schweizer und internationale Medien über die jungen Menschen, die sich vor den Banken an Velos, Pflanzentöpfe und Absperrgitter gekettet haben.

Für die an der Aktion Beteiligten endete der Tag allerdings weniger erfreulich: 80 Personen wurden verhaftet, verbrachten 48 Stunden in Haft und wurden von der Justiz mit saftigen Bussen bestraft.

«Diese Erfahrung hat uns gestärkt.»

Michael Furrer, Klima-Aktivist

Den Protestierenden in Zürich wird Nötigung vorgeworfen, einigen auch Hausfriedensbruch. Die Bestrafung bleibt für alle dieselbe: Eine Geldstrafe von 60 Tagessätze à 30 Franken. In Basel wirft ihnen die Staatsanwaltschaft zusätzlich Landfriedensbruch und Sachbeschädigung vor.

Sie kassieren Freiheitsstrafen von 150 bis 170 Tagen und eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätze à 50 Franken. Aktivisten aus dem Ausland wurden mit Aufenthaltssperren für die Schweiz von bis zu drei Jahren belegt.

Ein herber Schlag für die Aktivisten, der vor allem die Portemonnaies der teils noch sehr jungen Beteiligten empfindlich belasten wird. Haben sie nun die Nase voll vom Aktionismus für das Klima? Keineswegs. Michael Furrer, der an der Blockade in Zürich beteiligt war sagt: «Diese Erfahrung hat uns gestärkt. Alle, mit denen ich gesprochen habe, sagen: ‹Wir würden es jederzeit wieder tun›.»

Furrer, 27 Jahre alt, Mitglied der Organisation Bewegung für den Sozialismus und aktiv im Klimastreik, ist der Meinung, die Taktik der Polizei und Justiz sei gar kontraproduktiv gewesen und habe den Aktivisten der Klimabewegung noch mehr Aufwind gegeben. Die Polizisten am Paradeplatz hätten sicherlich die Aufgabe gehabt, die Blockierenden einzuschüchtern, was ihnen in einem ersten Moment auch gelungen sei. «Natürlich lässt das einen nicht kalt, wenn plötzlich Hundertschaften mit Schutzausrüstung und Waffen vor dir stehen», sagt Furrer.

Polizisten stehen vor den Klimaaktivisten der Organisation Clima Justice welche den Eingang der Schweizer Bank Credit Suisse blockieren, aufgenommen am Montag, 8. Juli 2019 auf dem Paradeplatz in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Polizisten im Einsatz vor der Credit Suisse am Paradeplatz. Bild: KEYSTONE

Doch im Nachhinein wurde laut Furrer deutlich, dass die Aktion bei der Bevölkerung auf viel Sympathie stiess, hingegen das Verhalten der Polizisten und das harte Vorgehen der Justiz auf Unverständnis. «Viele Leute zeigen sich mit uns solidarisch. Das schlägt sich auch finanziell nieder.» Innert weniger Tagen haben 7000 Menschen einen Appell der Kampagnenorganisation Campax unterschrieben und bisher insgesamt 32'000 Franken gespendet.

Dass es nun solche gebe, die sich von der Bewegung abwenden, weil ihnen die Aktionsform zu extrem ist oder weil sie die Repression fürchten, glaubt Furrer nicht. «Ich habe von niemandem gehört, der jetzt sagt, er wolle nicht mehr mitmachen.»

Im Gegenteil seien gerade die klimastreikenden Schülerinnen und Schüler an einem Punkt angelangt, wo sie ihre Aktionsformen weiterentwickeln wollten: «Seit sechs Monaten demonstrieren sie in der Schweiz zu Zehntausenden, ohne dass sich massgeblich etwas bewegt. Jetzt wollen sie über neue Möglichkeiten nachdenken, um endlich die politischen Prozesse anzuschieben.» Aktionsformen die gewaltfrei seien, bei denen es aber zu zivilem Ungehorsam komme, werden bestimmt zu solchen Möglichkeiten dazu zählen, ist sich Furrer sicher.

Auch die Sprecherin des Collective Climate Justice, Frida Kohlmann, gibt sich zuversichtlich. Sie sagt: «Das hat uns eher gestärkt, denn geschwächt.» Viele Verhaftete, die jetzt einen Strafbefehl erhalten haben, seien der Überzeugung das Richtige getan zu haben. Diese Art von Protest sei nötig, um wieder wahrgenommen zu werden.

Kohlmann ist sich sicher, dass es auch in Zukunft noch viele ähnliche Aktionen geben wird.

Frida Kohlmann auf dem Paradeplatz im Interview mit watson:

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Video: watson/sar

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127Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Livia Peperoncini 18.07.2019 15:32
    Highlight Highlight Auf eine sozialistische Umweltpolitik wie z.B. in Venezuela würde ich eigentlich gerne verzichten... und auf die Öko-Führer aus dem grossen Kanton auch.
  • sa5 18.07.2019 15:22
    Highlight Highlight Das Thema Klimawandel entzieht sich den üblichen politischen Kategorien von Links und Rechts.

    Ganz einfach: es gibt Internet Trolle die können eine saftig grüne Wiese nicht von einer Vertrockneten unterscheiden.
  • ConcernedCitizen 18.07.2019 14:08
    Highlight Highlight Randalierer an den 1. Mai Demos, prügelnde Hooligans und Leute, welche Polizisten und Sanitäter angreifen kommen glimpflich davon (bzw. werden gar nicht verhaftet). Friedliche Klimaaktivisten kommen pauschal mal 2 Tage ins Gefängnis und bezahlen 60 Tagessätze?! Verkehrte Welt.
    • de ächti 18.07.2019 16:47
      Highlight Highlight meine Schulkollegen waren in Basel eingesperrt - also quasi Freiheitsberaubung was die Demonstranten gemacht haben?
  • Rumbel the Sumbel 18.07.2019 12:41
    Highlight Highlight Aber dann bitte nicht jammern, wenn ihr wieder hinter Gardinen landet.
  • stadtzuercher 18.07.2019 12:28
    Highlight Highlight Ok, ich habs kapiert. Ich darf nicht fragen, weshalb einige Menschen da campieren, während andere arbeiten müssen. Werd ich nicht wieder tun.
    • El Vals del Obrero 18.07.2019 13:49
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass es auch so was wie Ferien gibt? Oder hat man dass dir verschwiegen und du arbeitest 365 Tage im Jahr? Wenn ja, lässt du dich vielleicht ausnutzen.
  • stadtzuercher 18.07.2019 11:58
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • Natürlich 18.07.2019 11:44
    Highlight Highlight Was ist mit der Kommentarspalte von watson passiert in den letzten Jahren?

    Warum ist diese plötzlich dermassen nach rechts gerutscht?

    Das stimmt mich sehr traurig.

    Da wird es jungen Menschen, die sich für die Zukunft unseres Planeten einsetzen regelrecht gegönnt, dass sie nun hohe Bussen zahlen müssen.
    Obwohl sie friedlich protestierten.
    • just sayin' 18.07.2019 12:50
      Highlight Highlight @natürlich

      "Was ist mit der Kommentarspalte von watson passiert in den letzten Jahren?"

      nennt es sich "andere meinungen zulassen".

      in einer linken bubble können keine diskussionen zustande kommen.

      "Warum ist diese plötzlich dermassen nach rechts gerutscht?"

      ich finde, dass "gesetze befolgen" nichts mit "rechts" zu tun haben sollte.
    • sa5 18.07.2019 12:58
      Highlight Highlight Die PR-Ausputzer der Bankster werden wohl unterwegs sein.
    • El Vals del Obrero 18.07.2019 13:32
      Highlight Highlight Hängt immer sehr vom Artikel ab. Meistens sind es ja nur einige wenige "einfache" Artikel, die von rechts geflutet werden. Vielleicht haben gewisse Gruppen Watson halt erst mit der Zeit entdeckt. Und wenn der Link mit einer Aufforderung zum Kommentieren in bestimmten Social Media-Gruppen herumgeistert, können sich die Verhältnisse schnell drehen.

      Von dem her sollte man Kommentare nie als repräsentativ anschauen oder sich deswegen persönlich traurig machen lassen. Das freut dann nämlich nur gewisse Leute und treibt sie noch mehr an.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 18.07.2019 11:29
    Highlight Highlight Beim nächsten mal bin ich dabei - einfach aus Prinzip!

    Die vermutlich fällige Busse ziehe ich vors Bundesgericht wenns sein muss. Unfassbar, was sich die Justiz hier herausnimmt.
    • Herr J. 18.07.2019 15:06
      Highlight Highlight Ich finde es unfassbar, dass klare Rechtsbrüche auf einmal kein Problem sind, wenn die "richtige" Gesinnung dahinter steht.
      Was kommt als nächstes? Dass wir die bösen Manager um die Ecke bringen dürfen weil's gut ist für den Klimaschutz?
      Wer wissentlich Recht bricht, soll mit den Konsequenzen leben und nicht einen auf Jammerlappen machen.
    • Posersalami 18.07.2019 18:21
      Highlight Highlight Mir gehts um die Verhältnismässigkeit..
    • sa5 18.07.2019 23:48
      Highlight Highlight Wenn man liest zu welchen Strafen die Krawallmacher vom Zürichsee Becken verurteilt wurden, kann man Mühe bekommen die Verhältnismäßigkeit zu sehen.
      https://m.20min.ch/schweiz/zuerich/story/19-jaehriger-utoquai-krawallmacher-verurteilt-25112796
  • landre 18.07.2019 11:28
    Highlight Highlight Unparteiisch gesehen, zumindest solange die Banane (noch) krumm sein darf, gehört politisch chauvinistischer Aktivismus zum demokratischem Haushalt.

    In einem Kilometer Radius hingegen, kann jede-r von uns eine unzählige bis schätzbare Quantität an unsachlich entsorgtem Siedlungsabfall im öffentlichem Raum auflesen.
  • Pümpernüssler 18.07.2019 11:18
    Highlight Highlight Schön wenn sie weiterhin in Plastiküberzügen das Klima retten wollen. Wetten, dass niemand ökokleider und schuhe trägt? Bei den kleinen Dingen föngt es doch schon an. Wasser predigen und Wein trinken. Kein Deut besser als die, in ihren Augen, Bösen.
    • Hades69 18.07.2019 11:38
      Highlight Highlight Bring dein Gewahrsein zur Herzgegend. Du verurteilst aufgrund deiner Ohnmacht und zeigst mit dem Finger auf jene, welche nicht mehr still sein koennen. Erkenne den Ernst der Lage und richte dein Bewusstsein auf Mitgefuehl und Verstaendnis anstatt auf Hass und Verurteilung.
    • Pümpernüssler 18.07.2019 12:42
      Highlight Highlight Meiner Ohnmacht? Weisst du auch noch mein Sternzeichen? Mit ( Gspürsch mi fühlsch mi) retten wir ja den Planeten oder? Mich stört die Doppelmoral. Umweltschutz von den Firmen fordern, aber trotzdem ihre Produkte kaufen. Ihr dürft euch alle gerne umarmen und gut zu reden.



      Und lasst die Blitze regnen.
    • Oigen 18.07.2019 12:49
      Highlight Highlight "Kein Deut besser als die, in ihren Augen, Bösen."

      klar

      Und wenn ich jemandem eine Ohrfeige gebe bin ich nicht besser als ein massenmörder.

      Oder wie soll ich den satz verstehen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • kotwort: scheisse 18.07.2019 11:01
    Highlight Highlight als kind verstand ich den dagobert duck nicht so ganz, wie konnte er so viel geld besitzen - es aber nicht ausgeben.

    nun betrachte ich die menschheit, mit all ihrem wissen. wir schwimmen darin. doch wir nutzen es nicht. wir wollen uns der sache nicht annehmen. wir wollen unser potential nicht nutzen. wir stehen uns selber im weg, da jeder gerne ein bisschen faul ist.

    wir sind idioten mit scheuklappen. was morgen ist ist uns egal, es sei denn wir würden verstehen dass es um unser überleben geht. hält man sich augen und ohren zu ist klar dass man nichts mehr sieht und hört... 🙈🙉 „lalalala“
    • THEOne 18.07.2019 12:03
      Highlight Highlight willkommen in der realen welt
  • just sayin' 18.07.2019 10:59
    Highlight Highlight "Furrer, 27 Jahre alt ... ist der Meinung, die Taktik der Polizei und Justiz sei gar kontraproduktiv gewesen und habe den Aktivisten der Klimabewegung noch mehr Aufwind gegeben"

    "kontraproduktiv"?

    herr furrer scheint noch nicht verstanden zu haben, dass die polizei und justiz eventuell sogar sympathie für die sache empfindet.

    sie handeln nicht chli nach ihrem gutdünken, sondern haben aber einen auftrag, müssen beschwerden nachgehen, gesetze durchsetzen, personalien aufnehmen, dem richter vorführen etc.

    die polizei als schützer der klimasünder hinzustellen ist ein vereinfachtes weltbild.
    • Natürlich 18.07.2019 11:51
      Highlight Highlight Genau, sie müssen diese dann auch 48h oder länger auf dem Posten festhalten.

      Wirklich grosse Sympathien scheinen da vorhanden zu sein.

      Genau mit solchem Vorgehen radikalisiert man junge, friedliche Demonstranten.

      Einige waren wahrscheinlich zum ersten Mal bei einer solchen Aktion dabei.

      Indem man diesem Personen nun das Gefühl gibt schlimme Verbrecher zu sein die nun mehrere Tage in U-Haft verbringen müssen macht man alles nur noch schlimmer.

      Es entsteht ein grosses Gefühl der Ungerechtigkeit.

      Wenn bei Fussballspielen Hooligans randalieren, Extrazüge anhalten usw ohne Konsequenzen.
    • just sayin' 18.07.2019 12:44
      Highlight Highlight @natürlich

      wenn polizei und justiz gegen gesetze verstossen haben, kann man diese urteile anfechten und klagen - und wird recht erhalten!

      es muss halt effektiv gegen ein gesetz verstossen worden sein. ein "gefühl", dass dies unrecht und gemein" war, reicht da halt nicht.

      auch wenn die sache an sich gut ist - wer gegen gesetze verstösst, wird zur rechenschaft gezogen.

      meinen zuspruch hast du, wenn es darum geht fussball-/hockey-hools (erst-mai-vandalen, reitschule-steine-gegen-sanität-werfer, antifa-auto-verwüster, mit-unbewilligter-demo-öv-blockierer etc) nicht mehr zu tolerieren.
    • Natürlich 18.07.2019 15:16
      Highlight Highlight @just sayin‘
      Gegen Polizei klagen, der war gut...
      Da hast du aber mal zu 99.9% gar keine Chance.

      Und ich spreche aus Erfahrung.

      Bei mir wurde vor 10 Jahren durch Anwendung von Gewalt (Folter) ein Geständnis erpresst.

      Wenn du alleine bist und die Polizei zu zweit wirst du nie eine Chance haben
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alcaro 18.07.2019 10:45
    Highlight Highlight Das Klima wird uns dankbar sein wenn die Leute daran gehindert werden den Schalter einer Bank aufzusuchen...
    • dorfne 18.07.2019 11:40
      Highlight Highlight Das Klima wird uns dankbar sein, weil die Aktivisten mit ihren Aktionen die Menschen darüber aufklären, dass die Grossbanken Milliarden in klimaschädigende Projekte und Unternehmen investieren, statt in Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft.
  • sa5 18.07.2019 10:41
    Highlight Highlight Was für ein PR-Desaster. Die Banken stehen als Geldgeber der Klimazerstörung da und lassen sich von der Polizei in ihrem kriminellen Tun beschützen.

    Für die nächsten 30 Jahre haben sich die Banken bei den Jungen in ihrem Zielpublikum abgeschrieben. Klimaaktivisten kommen eher aus gebildeten Schichten mit entsprechenden Einkommen. Also genau diejenigen die Geld haben um es in Finanzprodukte anzulegen.
    • c_meier 18.07.2019 11:15
      Highlight Highlight spätestens wenn die "Jungen" in den nächsten 30 Jahren einen Kredit für ein Haus brauchen werden die meisten der Klimaaktivisten die Banken wieder brauchen...
    • The IT Guy 18.07.2019 11:19
      Highlight Highlight Hahahahah. Nein.
    • Atheist1109 18.07.2019 11:23
      Highlight Highlight Schön auf den Punkt gebracht. Danke dafür.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sherpa 18.07.2019 10:41
    Highlight Highlight offenbar haben diese Leute nichts anderes zu tun, vor allem versuchen sie es nicht mit Arbeiten. Damit ihr Unterhalt gewährleistet ist sind dann wieder die Sozialämter zuständig und der Steuerzahler wird durch diese "Aktivisten" in die Pflicht genommen.
    • Eh Doch 18.07.2019 12:58
      Highlight Highlight That escalated quickly
  • sunshineZH 18.07.2019 10:33
    Highlight Highlight Sollen sie es doch wieder tun, ich hoffe die Strafen werden einfach jedesmal wieder höher...bleibt eh wieder genug am Steuerzahler hängen.
  • sa5 18.07.2019 10:30
    Highlight Highlight 1. Das Thema wird über die saure Gurken Zeit gerettet. Nicht einmal der Kaiman kommt dagegen an.
    2. Die Medienpräsenz ist um einiges mehr Wert als die Gesamthöhe der Bussen.
    3. Extreme Formen ebenen pragmatischen Lösungen den Weg.
    4. Die die Reaktionen von UBS und CS sind ein publizitätsmäßiges Eigentor. Kein Wunder verdienen die Banken kein Geld mehr, wenn Sie aktuelle Trends nicht erkennen. Die Auflage von Klimafonds wäre zeitgemäßer. Am Klimaschutz kann man dumm und und dämlich verdienen. Dass das die Banken nicht erkennen!
    • just sayin' 18.07.2019 11:57
      Highlight Highlight @sa5

      "Die Reaktionen von UBS und CS sind ein publizitätsmäßiges Eigentor."

      nur bei einem sehr kleinem anteil der zielgruppe.

      "Kein Wunder verdienen die Banken kein Geld mehr..."

      die banken verdienen kein geld mehr?
      seit wann das?

      "...wenn Sie aktuelle Trends nicht erkennen. Die Auflage von Klimafonds wäre zeitgemäßer. Am Klimaschutz kann man dumm und und dämlich verdienen."

      so, so? und warum haben diese zwei banken seit jahren produkte zum nachhaltigen investieren und kaum jemand verwendet diese?

      klär uns doch bitte auf!
    • sa5 18.07.2019 12:55
      Highlight Highlight Verluste sind der Regelfall. Gewinne eine seltene Ausnahme. Wenn etwas reinkommt geht für Busen aus kriminellen Aktivitäten drauf.
      https://m.tagesanzeiger.ch/articles/15456685
      Jede Kebabbude wirtschaftet besser als Thaim und Co.
    • just sayin' 18.07.2019 14:13
      Highlight Highlight @sa5

      wenn gewinne noch in "milliarden" ausgewiesen werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Unterkommandant Marcos 18.07.2019 10:22
    Highlight Highlight Hier werden junge engagierte Menschen so behandelt, dass sie sich nicht mehr engagieren sollen. Ein Strafmass von fast einem halben Jahr Gefängnis ist niemals gerechtfertigt. Die Staatsanwaltschaft will ein Exempel statuieren, auf Druck von den Finanzlobbies. Fakt ist: Die jungen Menschen haben Angst um Ihre Zukunft. Sie haben sich gefragt, wie können wir möglichst viel bewirken gegen die Klimakatastrophe? --> Der Finanzplatz Schweiz ist für ein mehrfachesde CO2 Ausstosses verantwortlich wie die Schweiz selbst. Also haben sie ein logisches Ziel ausgesucht und werden nun kriminalistert.
    • Blaubar 18.07.2019 11:04
      Highlight Highlight Sorry, das hat mit „engagieren“ wirklich nicht, gar nichts zu tun.
    • Unterkommandant Marcos 18.07.2019 11:30
      Highlight Highlight aha? Laut Duden: "sich bekennend für etwas einsetzen, sich binden"
    • Natürlich 18.07.2019 12:02
      Highlight Highlight @Blaubar
      Ah nicht?

      Was dann bitteschön?!

      Hier auf watson kommentieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • kobL 18.07.2019 10:22
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade ein wenig, warum die Aktivisten wegen Nötigung verurteilt wurden. Die Banken haben garantiert mehrere Ein- und Ausgänge.
    Aber offenbar sollte wohl Exempel statuiert werden, dass man solche Proteste nicht dulden will. Vielleicht legen ja einige noch Widerspruch ein, dann entscheidet ein Gericht über die Strafe anstatt ein paar Staatsanwälte bzw. dessen Angestellte.
    • Unterkommandant Marcos 18.07.2019 10:33
      Highlight Highlight Die Nötigung bestünde wohl darin, dass die achsooo unterbezahlten armen Banker einen Umweg von 3 Minuten in Kauf nehmen mussten.
    • Forest 18.07.2019 10:59
      Highlight Highlight Es ist egal ob es einen oder zwanzig Eingänge gibt. Du kannst doch einem Eigentümer nicht vorschreiben welchen Eingang sie benutzen müssen..
    • derEchteElch 18.07.2019 11:19
      Highlight Highlight „Wer jemanden (...) durch andere Beschränkung seiner Handlungsfreiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden, wird (!) mit (...) bestraft.“

      > Die Beschränkung der Handlungsfreiheit kann alles mögliche sein.

      > Etwas zu tun/dulden kann schon sein, dass Betrieblich umgestellt und umgeplant werden muss..

      > „wird“ heisst soviel, dass dafür kein Strafantrag nötig ist und es ein Offizialdelikt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samzilla 18.07.2019 09:59
    Highlight Highlight Naja, für Wiederholungstäter dürften die Strafen dann halt einfach nochmals etwas höher ausfallen.

    Und bezüglich Sympathie in der Bevölkerung hat der Herr wohl eine etwas gar subjektive Meinung.

    „...Mitglied der Organisation Bewegung für den Sozialismus...“ - die Klimaaktivisten täten gut daran, sich nicht von jeglichen Gruppierungen instrumentalisieren zu lassen. Bezüglich Sympathie und so...
    • dorfne 18.07.2019 11:48
      Highlight Highlight Wenn sich die Finanzkrise von 2008 wiederholt werden die verantw. Banker wohl auch die doppelte Strafe erhalten. Sprich null! Warum, weil sie schon damals nicht bestraft wurden dafür dass ihre Gier Staaten in die Verschuldung getrieben, kleine Leute um ihr Altersguthaben gebracht hat usw. usf.
    • Herr J. 18.07.2019 15:13
      Highlight Highlight An der Finanzkrise war die Politik mindestens genau so sehr beteiligt wie die Banken. Ich bin kein Fan der Banken, aber das linke Bashing gegen diese Branche ist widerlich. Reine Feindbildpflege ohne Substanz.
    • dorfne 19.07.2019 08:39
      Highlight Highlight @Herr J. Die Politik war Schuld an der Finanzkrise? Wir haben in der ganzen Schweiz rechtsbürgerliche Mehrheiten, die sich von den Banken jahrzehntelang die Gesetze diktieren liessen und lassen, Gesetze auf Druck der Grossfinanz abschafften. Und wie war das noch mal mit der freien Marktwirtschaft, dem schlanken Staat, usw.? Der Staat als nützlicher Idiot für die selbsternannten "Master of the Univers". Der soll uns bei Bedarf retten und dann gleich wieder die Klappe halten.
  • 3klang 18.07.2019 09:52
    Highlight Highlight Wieso setzen diese Menschen Ihre Energie nicht für die legalen Mittel welche unsere direkte Demokratie bietet ein? Es sollte doch ein Leichtes sein, Unterschriften für Ihre Anliegen zu sammeln und eine Volksinitative zu lancieren. Das wäre zum einen legal und zum anderen würde das Volk tatsächlich dazu gezwungen, Stellung zu nehmen.

    Solche Aktionen oder auch Demonstrationen machen meiner Meinung nach im Ausland Sinn, um die Politiker auf eigene Anliegen aufmerksam zu machen. In der Schweiz gibt es aber die Möglichkeit der direkten Mitsprache in Form der Volksinitiative oder Referendum.
    • Natürlich 18.07.2019 10:22
      Highlight Highlight Das dauert je nachdem etwa 10 Jahre (Von Gründung Initiativkommitee bis Umsetzung der Abstimmung) bis sich was ändert.
      Das ist bei diesem prekären Thema einfach viel zu lange.
    • just sayin' 18.07.2019 12:02
      Highlight Highlight @Natürlich

      "Das dauert je nachdem etwa 10 Jahre (Von Gründung Initiativkommitee bis Umsetzung der Abstimmung) bis sich was ändert"

      und wenn man sich an türen kettet geht das schneller?
    • Th. Dörnbach 18.07.2019 12:22
      Highlight Highlight @natürlich

      Und du denkst, so geht es rascher?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goldjunge Krater 18.07.2019 09:46
    Highlight Highlight Das wichtigste ist, ausländischen Klima-Hooligans ein Einreiseverbot zu erteilen!

    I like 👌😀

    In meinem Bekanntenkreis (leicht rechts der „Organisation Bewegung für den Sozialismus“) kam die Aktion nicht ganz so gut an wie wohl innerhalb dieser Bewegung. Aber ja, die Medien spielen artig mit..
    • Natürlich 18.07.2019 10:11
      Highlight Highlight „Klimahooligans“ 🤦🏻‍♂️
      Was du wieder für einen Blödsinn schwafelst...
    • El Vals del Obrero 18.07.2019 10:24
      Highlight Highlight Ja, ich wäre auch für ein Einreiseverbot für Klima-Hooligans wie Trump und Co.
    • Unterkommandant Marcos 18.07.2019 10:26
      Highlight Highlight Wenn Sie von Klima-Hooligans sprechen, können Sie mir begründen wieso? Gemäss Duden ist ein Hooligan eine: "(jüngere männliche) Person, die bei Massenveranstaltungen wie Fußballspielen oder Demonstrationen zu aggressiver, gewalttätiger Randale neigt". Bei dieser Aktion wurde mit Kohle auf Wände gemalt, das kann man mit einem Schlauch abspritzen und gut ist. Es war friedlich von Seiten der Umweltschützenden. Ich sehe es nicht ein, wie Sie werter Herr Goldjunge auf diese Bezeichnung kommen?
  • WID 18.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Ich bin hin und her gerissen: Einerseits gibt es Themen, bei welchen es gerechtfertigt ist Gesetze zu brechen weil der Misstand derart gross ist. Andererseits kämen wir nicht sehr weit wenn jeder Fundi sich das Recht heraus nimmt über dem Gesetz zu stehen.
    • Ruefe 18.07.2019 10:49
      Highlight Highlight Geht mir genau so, zudem es auch einige rechtsextreme Bewegungen gibt die versuchen den Klimawandel zu bewirtschaften.
      "Umweltschutz ist Heimatschutz" -.-
    • Bosshard Matthias 18.07.2019 11:37
      Highlight Highlight Nein es gibt keinem ein Recht gegen gesetzte zu verstossen. Wer etwas dagegen machen will kann Politik betreiben das führt zum Ziel nicht solche Aktionen die nichts bringen.
    • Diego Stohrer (1) 18.07.2019 12:10
      Highlight Highlight Ich hoffe sie sehen das der Missstand enorm ist wenn es um ein Thema geht in welchem es um die Zukunft unseres Planeten geht, das Leben (von Mensch und Tier) wie wir es kennen auf dem spiel steht und Politik/Wirtschaft es einfach ignorieren oder verharmlosen.
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  • Mutbürgerin 18.07.2019 09:36
    Highlight Highlight Alle die auf Campax gespendet haben, müssten für "Finanzierung von kriminellen Organisationen und Finanzierung von kriminellen Handlungen" strafrechtlich verfolgt werden.
    • Ragnarson 18.07.2019 10:07
      Highlight Highlight Wie siehts denn mit all den Investoren in Braunkohle, Atomkraft und deren abnehmern aus...oder business vielfliegern oder fleisch konsumenten aus zweifelhafter herkunft (bin ein sehr inkonsequenter vegi) alle einsperren wegen finanzierung von kriminellen Organisationen? Mach mal halblang und sei mal ein bischen mutiger!😘
    • Beat_ 18.07.2019 10:40
      Highlight Highlight Ja. Ja, und wenn wir schon dabei sind (von wegen gleiches Recht für alle und so) müssten alle, die mit ihren Bankkontogebühren die illegalen Geschäftespraktiken(*) vieler Banken mitfinanzieren, wegen "Finanzierung von kriminellen Organisationen und Finanzierung von kriminellen Handlungen" strafrechtlich verfolgt werden.

      (*) ich denke da bspw. an die Bussen, die Banken wegen Absprachen zahlen müssen und andere fragwürdige Geschäfte
    • Oigen 18.07.2019 11:07
      Highlight Highlight dann müssten 90% der politike rin den knast weil sie ihren eid brechen und nicht für die schweiz sonder für ihr portemonaie arbeiten
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  • Th. Dörnbach 18.07.2019 09:26
    Highlight Highlight Die Klimabewegung scheint wohl von der ganz Linken unterwandert worden zu sein. Herr Furrer soll mir doch erklären, wie er die Umwelt in der Schweiz erhalten und fördern will, wenn er gleichzeitig für die Abschaffung aller Grenzen plädiert?
    • El Vals del Obrero 18.07.2019 09:47
      Highlight Highlight Es gibt keine rein "schweizerische Umwelt", solange die Schweiz kein eigener Planet ist.
    • El Vals del Obrero 18.07.2019 09:58
      Highlight Highlight Und wenn doch, dann sollte sich auch die Bank daran halten und keine Geschäfte im Ausland machen.
    • Fabio Haller 18.07.2019 10:18
      Highlight Highlight Ist auch logisch wenn die SVP denn Klimawandel an sich in Frage stellt und die FDP seit neuestem scheinheilig mitmacht.
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  • mitch01 18.07.2019 09:23
    Highlight Highlight Ich bin überzeugt, dass wir den Klimawandel stoppen können. Dazu müssen wir jedoch alle sehr einschneidende Massnahmen über uns ergehen lassen. Meiner Meinung nach, kann dies nur durch Verbote, Besteuerungen erreicht werden. Zu vielen Mitmenschen ist es schlicht egal oder sond zu egoistisch
    • Diavolino666 18.07.2019 09:45
      Highlight Highlight Genau - einfach alles besteuern, was klimaschädlich ist. Die Produkte werden teurer, während der Regenwald weiter abgeholzt wird und immer weniger Bäume durch natürliche Photosynthese CO2 umwandeln. - Bringt also nichts...
    • WID 18.07.2019 09:49
      Highlight Highlight @mitch01: ja wir können das locker schaffen, sogar ohne einschneidende Massnahmen. Wir müssen einfach dafür sorgen, dass die Steuern konsequent gemeinwohlorientiert erhoben werden. Konkret heisst das, das schädliche Wirtschaftstätigkeiten sehr hoch besteuert werden.
    • WID 18.07.2019 09:58
      Highlight Highlight @Diavolino666: falscher Schluss. Wenn Regenwald Öle hoch besteuert werden wird heimisches Raps sehr schnell wieder konkurrenzfähig. Die Anbaufläche in Regenwaldgebieten sinkt. Der Effekt ist umso grösser je mehr Länder mitmachen. Aber es beschert uns natürlich höhere Preise, dann kostet Dein Nutella statt 4.30 halt 4.80. Schlimm?
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