Schweiz
Gesellschaft & Politik

Bundesrätin Keller-Sutter spricht über neue «Ära der Machtpolitik»

Karin Keller-Sutter: «Sind zurück in Ära einer brutalen, recht schamlosen Machtpolitik»

23.01.2026, 06:57

Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat am WEF in Davos über die Rückkehr der Machtpolitik gesprochen. «Wir sind zurück in einer Ära einer brutalen, recht schamlosen Machtpolitik», sagte die Finanzministerin in der SRF-Sendung «Gredig direkt».

epa12671034 Switzerland's Economy Minister Federal councillor Karin Keller-Sutter reacts during the 56th annual meeting of the World Economic Forum (WEF), in Davos, Switzerland, 22 January 2026.  ...
Bundesrätin Karin Keller-Sutter in Davos.Bild: keystone

«Beunruhigt ist man natürlich schon, ich auch, mit dem, was passiert, es ist nicht zum Vorteil der Schweiz», sagte Keller-Sutter weiter. «Letztlich können wir es aber nicht verändern. Wir müssen versuchen, uns in der Welt so gut wie möglich zu bewegen.»

Jetzt konzentriere sich die Macht wieder in den Händen von Wenigen, mittelgrosse Staaten wie Deutschland sowie kleine Staaten wie die Schweiz würden an den Rand gedrängt, so die Bundesrätin weiter. Politisch sei die Schweiz nicht mächtig – und diesem «Sturm» daher «voll ausgesetzt».

WEF: Trump kritisiert Karin Keller-Sutter

Video: watson/Elena Maria Müller

Auf die Frage, ob die Schweiz in dieser heutigen Welt, trotz neuer Freihandelsabkommen oder Allianzen primär auf sich selber schauen müsse, antwortete Keller-Sutter: «Man muss immer zuerst die Interessen des eigenen Landes wahrnehmen. Aber um diese Interessen wahrzunehmen, muss man auch mit anderen reden».

«Gegenbewegung spürbar»

Auch spüre man bereits eine Gegenbewegung zur gegenwärtigen Machtpolitik: Sie habe beobachtet, «dass es auch eine Bewegung gibt von Ländern, die sich vielleicht nicht immer so nahe gewesen sind, die näher zusammenrücken, weil sie Gegensteuer geben wollen», so die Schweizer Finanzministerin. Da spüre man sehr, dass es eigentlich einen grossen Willen zur Zusammenarbeit gäbe.

Interessant sei zudem, so Keller-Sutter weiter, dass die Verwerfungen trotz der Zollpolitik «nicht so gross» seien. Natürlich sei Letztere schädlich für Schweizer Unternehmen, für Lieferketten und die Weltwirtschaft insgesamt. Dadurch, dass andere Staaten aber keine Gegenmassnahmen treffen würden, könnten die Auswirkungen im Zaum gehalten werden.

Die Sendung wurde am Mittwoch vor der Rede von US-Präsident Trump am WEF aufgenommen. (dab/sda)

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128 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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RightIsWrong
23.01.2026 07:31registriert November 2023
Ja liebe KKS, und du bist zwar nicht die allerschlimmste, aber doch eine solide Vertreterin dieser rechten schamlosen Machtpolitik.
Wenn du eine Verbesserung willst: nutz deine Macht, erzähl dem Volk ehrlich wie es so läuft mit der Manipulation, Korruption und dem Klassenkampf von oben und dann tritt ab.
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stronghelga
23.01.2026 07:43registriert März 2021
Die Analyse von Karin Keller-Sutter ist richtig, ihr politischer Effekt gleich null. Wer von einer neuen Ära brutaler Machtpolitik spricht und dann zaudert, führt nicht, sondern verwaltet Hilflosigkeit. Der Bundesrat agiert reaktiv, strategielos und kommunikativ völlig überfordert. Es fehlt eine klare Strategie und eine verlässliche Linie.

Besonders fatal ist, dass ausgerechnet eine Partei mit „schweizerisch“ im Namen und breiter Rückendeckung seitens der Bevölkerung weiterhin auf Trump setzt und damit zentrale Werte der Schweiz sowie den ureidgenössischen Stolz selbst aufgibt.
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dom_audio
23.01.2026 07:31registriert September 2021
Und gleichzeitig ist die offizielle Schweiz zu vorderst dabei, der Orange 🍊 ganz tief in den Allerwertesten zu kriechen.
Das konnten sie schon immer gut, bei den Diktatoren und Autokraten Männchen machen 🐕
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