Schweiz
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Einwanderung in die Schweiz ist leicht zurückgegangen

Der Schriftzug Staatssekretariat fuer Migration SEM in den Landessprachen und Schweizerische Eidgenossenschaft mit Wappen am Tag der Einweihung des neuen Bundesasylzentrums Pasture, am Freitag, 24. Ma ...
Die Netto-Zuwanderung in die Schweiz ist im ersten Halbjahr 2024 leicht zurückgegangen.Bild: keystone

Einwanderung in die Schweiz ist leicht zurückgegangen

08.08.2024, 11:39
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Die Netto-Zuwanderung in die Schweiz ist im ersten Halbjahr 2024 leicht zurückgegangen. Sie verringerte sich im Vorjahresvergleich um 6237 Menschen auf noch 40'963 Menschen, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Donnerstag mitteilte. Ende Juni lebten 2'338'710 Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz.

Insgesamt wanderten zwischen Januar und Juni 2024 80'684 Menschen in die ständige ausländische Wohnbevölkerung der Schweiz ein, wie das SEM mitteilte. Das waren 5,9 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Einwanderung von Menschen aus den EU- und EFTA-Staaten ging um 7,2 Prozent auf 57'330 Personen zurück. Bei den Drittstaatsangehörigen waren es mit 23'354 Menschen 2,4 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Der Familiennachzug machte 24,3 Prozent der Zuwanderung aus, wie das SEM weiter mitteilte. Insgesamt wanderten 19'623 Menschen im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein, 9,2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. 17 Prozent waren Familienangehörige einer Schweizerin beziehungsweise eines Schweizers.

Ausgewandert sind gemäss SEM im gleichen Zeitraum 35'184 Menschen oder 732 Menschen mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode. Insgesamt verliessen 27'017 EU/EFTA-Staatsangehörige (+667 Personen) und 8167 Drittstaatsangehörige (+65 Personen) die Schweiz. (sda)

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45 Kommentare
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Swaghetti Yolonese
08.08.2024 11:48registriert Januar 2016
Schon lustig. Vor der Abstimmung der Personenfreizügigkeit sprach man noch von max. 10'000 Personen, welche pro Jahr in die Schweiz einwandern würden.

Nun spricht man bei einem Reduktion im 6'000 Menschen in einem Halbjahr (!) von einem "leichten Rückgang".

Macht Sinn, molmol
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Ius_Aeterna_93
08.08.2024 14:13registriert April 2024
Das Netto-Plus beträgt ca. 40’000, das entspricht einer Kleinstadt in einem Semester, und etwa einer mittelgrossen Stadt in einem Jahr. Da nicht absehbar ist, dass die Tendenz wirklich negativ bleibt ist anzunehmen dass es in 10 Jahren fast eine Million Netto sind ein Grossteil davon auch durch den Familiennachzug. Da in vielen Branchen trotzdem Fachkräftemangel herrscht deutet daraufhin, dass die Zuwanderung nicht nur schlecht gelenkt sondern auch enorm ineffizient ist. Die Infrastruktur ist bald übersättigt und die Zuwanderung viel zu schlecht auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt.
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