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Gesundheit

Freiburg: Stadtparlament fordert bezahlten Menstruationsurlaub

Freiburger Stadtparlament fordert bezahlten Menstruationsurlaub

23.01.2024, 16:5223.01.2024, 17:57
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Mitarbeiterinnen der Stadt Freiburg, die unter starken wiederkehrenden Menstruationsbeschwerden leiden, sollen bis zu drei Tage bezahlten Urlaub beziehen können. Das fordert das Stadtparlament.

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Mitarbeiterinnen mit starken Menstruationsbeschwerden sollen bei der Stadt Freiburg bald bezahlten Urlaub beziehen können.Bild: shutterstock

Mit 49 zu 13 Stimmen bei 13 Enthaltungen stimmte der Generalrat am Montagabend einem entsprechenden Vorschlag aus den Reihen von Grünen, SP und Grünliberalen zu. Der Menstruationsurlaub soll ohne Arztzeugnis bezogen werden können.

Menstruationsschmerzen stellten ein noch immer unterschätztes Phänomen in der Berufstätigkeit von Frauen dar, hiess es in der Debatte. Es sollten dieselben Regeln wie bei Krankheitsausfällen gelten – wobei es beim Menstruationsurlaub eben um regelmässige Absenzen gehe.

Die Stadtregierung steht hinter dem Vorhaben und wird nun eine Änderung des Personalreglements ausarbeiten. Der Menstruationsurlaub ist auch anderswo ein Thema. Bereits Pilotprojekte beschlossen haben die Städte Zürich und Lausanne. (dab/sda)

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32 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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John Steam in the snail hole
23.01.2024 17:25registriert Juli 2019
Gibt es doch schon? Nennt sich "krankheitsbedingte Abwesenheit" und kann vom Hausarzt verschrieben werden (Arztzeugnis). Für mich absolut unverständlich, warum das jetzt irgendwie als Spezialfall gehandhabt werden muss. Die Gesundheitskosten steigen, muss man dann das ganze wirklich noch zusätzlich aufpumpen? Oder geht es um die Stigmatisierung, also die Bezeichnung der Periode als "Krankheit"? Wenn das das Problem ist, kann man ja einfach die Begrifflichkeiten anpassen, oder stehe ich irgendwo auf dem Schlauch?
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jean07
23.01.2024 17:31registriert Februar 2017
Warum geht das nicht über den normalen Weg mit Arztzeugnis? Wenn eine MA 3 Tage pro Monat fehlt, bedeutet das für mich 15% mehr Lohnkosten für "menstruierende Personen" bei gleicher Leistung. Klar dass Arbwitgebende dann bei menstruierenden Personen einen niedrigeren Grundlohn ansetze. Und jetzt höre ich schon: Lohnungleichheit! Den Fünfer und s Weggli gibt es eben nicht. Man kann nicht einfach alle natürlichen Leistungsunterschiede (gäbe ja noch andere..) wegregulieren.
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