Schweiz
Gesundheit

Schweizer schätzen ihren Hauttyp falsch ein – Krebsliga muss Empfehlungen anpassen

Gesundheit

Schweizer schätzen ihren Hauttyp falsch ein – Krebsliga muss Empfehlungen anpassen

17.04.2014, 08:4617.04.2014, 09:21
Bild
Bild: AP

Die Krebsliga hat ihre Kampagne für den Schutz vor Hautkrebs angepasst: Ihre Empfehlungen richten sich neu nicht mehr nach dem Hauttyp, sondern nach der Jahreszeit und der Art der Aktivität im Freien. Grund ist, dass viele Menschen ihren Hauttyp falsch einschätzen.

Das zeigte eine Umfrage im Jahr 2008, wie es in einem Autorenbeitrag der Krebsliga in der neusten Ausgabe der «Schweizerischen Ärztezeitung» hiess. Demnach beurteilte gut jede vierte (26 Prozent) von gegen 5000 befragten Personen ihren Hauttyp als dunkler als er tatsächlich war.

Solche Fehleinschätzungen führen laut Krebsliga dazu, dass Menschen ihre Haut mangelhaft vor der Sonne schützen. UV-Strahlung gilt als eine der Hauptursachen von Hautkrebs. Die Krebsliga passte deshalb ihre Präventionskampagne an, wie es in dem Bericht hiess.

Tageszeit bedeutsamer als Hauttyp

Neu weist die Krebsliga statt auf den Hauttyp auf für Dunkel- und Hellhäutige zu beachtende Faktoren für den optimalen Schutz hin: die Intensität der UV-Strahlung nach Tages- und Jahreszeit, die Höhe über Meer und die Bewölkung, die Art der Aktivität im Freien, die an der Sonne verbrachte Zeit und die Sonnenempfindlichkeit der Haut.

Scheint also beispielsweise die Frühlingssonne, muss die Haut geschützt werden, auch wenn es noch kühl ist. Den meisten Schutz braucht die Haut in den Monaten Mai bis August - dann sollten die Menschen gemäss der Empfehlung die Mittagsstunden möglichst im Schatten verbringen.

Gleiches gilt für sonnige Tage im September und Oktober. Dagegen ist in der Winterzeit, von November bis Februar, im Mittelland kaum Sonnenschutz nötig. Kopfbedeckung und Sonnenschutzmittel braucht jedoch unbedingt, wer in den Bergen Wintersport treibt. (oku/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Bundesrat skizziert Verbot der Terrororganisation Hisbollah
In der Schweiz soll neben der palästinensischen Terrororganisation Hamas auch die libanesische Hisbollah verboten werden. Der Bundesrat hat einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet – auf Wunsch des Parlaments.
Ende 2024 hatte das Parlament das Hamas-Verbot verabschiedet. Damals sprachen sich beide Räte auch dafür aus, die libanesische Hisbollah zu verbieten. Die Umsetzung der entsprechenden Motion nimmt nun Form an. Bis am 5. Oktober können interessierte Kreise dazu Stellung nehmen, wie der Bundesrat am Freitag mitteilte.
Zur Story