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Fast jedes sechste Schulkind in der Schweiz ist übergewichtig

23.09.2021, 09:47

17.2 Prozent der Kinder und Jugendlichen in der Schweiz sind übergewichtig. Das entspricht knapp jedem Sechsten. Allerdings sinkt ihr Anteil seit zehn Jahren leicht. Auf der Sekundarstufe I hingegen verharrt der Prozentsatz auf hohem Niveau. Sozial benachteiligte Kinder sind eher übergewichtig. Der Unterschied zwischen Stadt und Land nahm ab.

Der Unterschied zwischen Mädchen und Knaben ist über alle Stufen hinweg nicht bedeutend – mehr ins Gewicht fallen Nationalität und soziale Herkunft.
Der Unterschied zwischen Mädchen und Knaben ist über alle Stufen hinweg nicht bedeutend – mehr ins Gewicht fallen Nationalität und soziale Herkunft.
Bild: shutterstock.com

Den Erkenntnissen liegen Daten von 29'000 Kindern aus neun Kantonen und vier Städten zugrunde. Somit repräsentiert die Stichprobe elf Prozent aller in der Schweiz lebenden Kinder, wie Gesundheitsförderung Schweiz am Donnerstag mitteilte.

Dabei zeigte sich, dass vier Prozent der Schulkinder stark übergewichtig sind. 13.2 Prozent sind übergewichtig. Im Vergleich zur erstem Messung 2010 mit 18.5 Prozent übergewichtigen Schulkindern ist das ein Rückgang um 1.3 Prozentpunkte. Verglichen mit der letzten Erhebung im Jahr 2017 (16.4 Prozent) kam wieder ein Anstieg von 0.8 Punkten zustande.

Ältere Kinder häufiger übergewichtig

In der Primarschule verbesserte sich die Lage in den letzten Jahren. Auf der Sekundarstufe I verharrte der Anteil der Übergewichtigen hingegen auf hohem Niveau.

In der Grundstufe vom Kindergarten bis zur dritten Primarschulklasse waren 12.4 Prozent der Kinder zu dick. An der Mittelstufe vom 3. bis 7. Schuljahr stellten die Übergewichtigen 17.4 Prozent der Schülerschaft. Im 8. bis 11. Schuljahr betrug der Anteil der zu schweren Jugendlichen 21.4 Prozent.

Soziale Herkunft wichtiger Faktor

Der Unterschied zwischen Mädchen und Knaben ist gemäss Gesundheitsförderung über alle Stufen hinweg nicht bedeutend. Mehr ins Gewicht fallen Nationalität und soziale Herkunft. Knapp jedes vierte ausländische Kind hat Übergewicht (24.3 Prozent). Bei den Schweizer Kindern ist es jedes siebente (14.1 Prozent).

Noch bedeutender ist die soziale Herkunft. Fast jedes dritte Kind von Eltern ohne nachobligatorische Ausbildung ist zu schwer (29.9 Prozent). Die Anteile übergewichtiger Kinder von Eltern mit einem Abschluss der Sekundarstufe II sind mit 19.3 und von Eltern mit einem Tertiärabschluss mit 9.2 Prozent deutlich tiefer.

Ähnlich sieht es bei Kindern ausländischer Eltern mit einem Hochschulabschluss aus: Sie sind zwar öfter übergewichtig als jene von Schweizer Akademikern. Gegenüber Sprösslingen von Schweizer Eltern mit Lehrabschluss oder ohne nachobligatorische Ausbildung sind sie jedoch weniger oft zu dick.

Stadt-Land-Graben

Beim Übergewicht der Schulkinder zeigt sich ein Stadt-Land-Graben. 18.6 Prozent der Stadt-Kinder haben Übergewicht, auf dem Land sind es 16.4 Prozent. Der Graben zeigt sich aber erst auf der Mittel- und Oberstufe. Der Unterschied zwischen Stadt und Land verringerte sich in den letzten zehn Jahren indessen.

Erklären lassen sich die Unterschiede mit dem Bevölkerungsstruktur. In den Städten beträgt der Anteil ausländischer Kinder 30 Prozent, in ländlichen Regionen 18. Zudem leben in den Städten 13 Prozent Eltern ohne nachobligatorische Ausbildung, auf dem Land sind es nur sechs Prozent. Ein weiterer Grund für die Unterschiede dürfte in den verschiedenen Bewegungs-, Ernährungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten liegen.

Gesundheitsförderung Schweiz misst das Übergewicht von Kindern seit 2010. Die aktuelle Messung basiert auf Daten zum Body-Mass-Index aus den Schuljahren 2017 bis 2020. Weitere Erhebungen hatte es 2013 und und 2017 gegeben. (sda)

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