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Glarner SP-Politiker im Visier der Justiz



Jacques Marti, SP Kanton Glarus, Kandidat fuer den Nationalrat, gibt ein Interview nach seiner Wahlniederlage, anlaesslich der Parlamentswahlen am Sonntag, 18. Oktober 2015 in Glarus. Heute finden die eidgenoessischen Wahlen 2015 in der Schweiz statt. Dabei werden die 200 Mandate des Nationalrates sowie 45 der 46 Mitglieder des Staenderates neu gewaehlt.  (KEYSTONE/Sebastian Schneider)

Jacques Marti Bild: KEYSTONE

Der Glarner SP-Politiker Jacques Marti, Sohn des langjährigen Nationalrates und ehemaligen Preisüberwachers Werner Marti, ist in seinem Heimatkanton ins Visier der Justiz geraten. Die mutmasslichen Straftatbestände lauten auf Begünstigung, Amtsmissbrauch und Berufsgeheimnisverletzung.

Zur Durchführung eines Strafverfahrens wurde ausserkantonale Hilfe geholt. Der Jurist Maurus Eckert von der Staatsanwaltschaft Graubünden fungiert im Glarnerland im Fall Marti als ausserordentlicher Staatsanwalt. Eckert wird geholt, weil alle Glarner Staatsanwälte in den Ausstand traten.

Eckert bestätigte am Donnerstag Meldungen mehrerer Zeitungen, wonach es sich beim Beschuldigten um den Glarner Politiker Jacques Marti handelt. Es geht im Strafverfahren um das Verhalten Martis als amtlicher Verteidiger.

Ein bekannter Glarner

Jacques Marti ist einer der bekannteren Glarner. Er arbeitet als Jurist und Bauunternehmer, ist Landrat und präsidiert im Kantonsparlament die Geschäftsprüfungskommission. Anfang Oktober dürfte er zudem zum Präsidenten des FC Schwanden gewählt werden.

Ein höheres politisches Amt strebte der 34-Jährige aus Sool vor zwei Jahren bei den nationalen Wahlen an. Es gelang ihm allerdings nicht, mit seiner Kandidatur den amtierenden Glarner Nationalrat Martin Landolt aus dem Amt zu hebeln. (sda)

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