Schweiz
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lgbt homosexuell

Bild: shutterstock

Erfassen von Gewalt gegen Schwule – Bund gibt LGBT-Community einen Korb

Straftaten gegen Homosexuelle werden auch künftig nicht separat in der Kriminalstatistik erfasst. Schwulenverbände und Politiker reagieren bestürzt – zumal es Hinweise darauf gibt, dass solche Übergriffe zunehmen.



In Deutschland haben Gewalttaten gegen homo- und transsexuelle Menschen jüngst deutlich zugenommen. Im ersten Halbjahr 2017 haben die Behörden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fast 30 Prozent mehr Straftaten registriert, die einen klaren Bezug zur sexuellen Orientierung des Opfers hatten, wie das Bundesinnenministerium bekannt gab.

Ob Schwule und Lesben auch in der Schweiz häufiger mit Gewalt konfrontiert sind, ist unklar. Denn: Anders als bei unseren Nachbarn im Norden werden solche Straftaten bei uns bisher nicht systematisch erfasst. Dies hätte sich eigentlich ändern sollen: Vor zwei Jahren antwortete der Bundesrat auf eine Interpellation der BDP, er erachte es als sinnvoll, sogenannte «Hate Crimes» gegen LGBT-Menschen (Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transmenschen) zu erfassen und die Daten zu veröffentlichen.

Projekt stillschweigend beerdigt

Doch jetzt zerschlagen sich die Hoffnungen der LGBT-Community: Wie watson-Recherchen zeigen, hat der Bund stillschweigend beschlossen, auf die Einführung einer solchen Statistik zu verzichten. Man habe die Kantone im Frühsommer dazu befragt – und eine Mehrheit habe sich gegen die Erhebung des zusätzlichen Tatmotivs ausgesprochen, heisst es beim zuständigen Bundesamt für Statistik (BFS) auf Anfrage.

«Hauptargumente waren ein ungünstiges Aufwand-Ertrag-Verhältnis und die Schwierigkeit, eine genügende Datenqualität sicherzustellen», so Sprecher Stephan Gysi. Kritisiert wurde etwa, dass das Motiv eines Täters nicht immer offensichtlich sei. Will heissen: Nur weil ein Schwuler angegriffen wird, muss es sich nicht zwingend um eine homophob motivierte Tat handeln. Wie viel die zusätzliche Statistik gekostet hätte, kann Gysi nicht sagen.

«Es kann doch nicht sein, dass man solche Gewalttaten im 21. Jahrhundert einfach unter den Teppich kehrt.»

Rosmarie Quadranti, BDP-Fraktionschefin

BDP-Fraktionschefin Rosmarie Quadranti, die sich im Parlament für die zusätzliche Statistik stark gemacht hatte, versteht die Welt nicht mehr: «Es kann doch nicht sein, dass man solche Gewalttaten im 21. Jahrhundert einfach unter den Teppich kehrt.» Gerade, weil die Fälle von Hate Crime im Nachbarland Deutschland zunehmen, müssten auch die Schweizer Behörden genau hinsehen.

Die Kritik, dass die Abgrenzung der Motive schwierig sei, ist für Quadranti Augenwischerei: «Häusliche Gewalt wird schliesslich auch separat erfasst. Es leuchtet mir nicht ein, warum das in diesem Fall nicht machbar sein sollte.» Die Nationalrätin plant, mit einem weiteren Vorstoss nachzudoppeln – und die Behörden so zu zwingen, doch noch eine Hate-Crime-Statistik zu erstellen. «Verlässliche Zahlen sind das A und O, damit gute Präventionsmassnahmen ergriffen werden können», ist sie überzeugt.

Meldestelle registriert wöchentlich Taten

Mangels einer offiziellen Statistik haben private Organisationen im letzten November eine eigene Meldestelle ins Leben gerufen. Seither würden wöchentlich Straftaten gemeldet, sagt Bastian Baumann, Geschäftsleiter des Schwulen-Dachverbands Pink Cross, der bei der Meldestelle federführend ist. Die genauen Fallzahlen werden demnächst im Rahmen eines Halbjahresberichts veröffentlicht.

«Dass man den Aufwand nicht auf sich nehmen mag, auf dem Polizeiposten ein zusätzliches Kreuzchen im Protokoll zu machen, zeugt von einem fatalen behördlichen Desinteresse.»

Bastian Baumann, Pink Cross

«Dass sich der Bund nun davor drückt, selber eine Statistik einzuführen, zeigt, wie die Schweizer Behörden mit dem Problem umgehen: nämlich gar nicht», so Baumann. Gewalt gegen LGBT-Menschen werde negiert, obwohl bekannt sei, dass sich junge Schwule häufiger das Leben nehmen als gleichaltrige Heterosexuelle. «Dass man den Aufwand nicht auf sich nehmen mag, auf dem Polizeiposten ein zusätzliches Kreuzchen im Protokoll zu machen, zeugt von einem fatalen behördlichen Desinteresse.» Andere Länder zeigten, dass die Erfassung von Hate Crime keine Hexerei sei.

SVP-Nationalrat Pirmin Schwander steht neuen Statistiken grundsätzlich skeptisch gegenüber. Er steht hinter einer Forderung seiner Partei, wonach das Budget des Bundesamts für Statistik halbiert werden soll. Trotzdem würde er einen Ausbau der Kriminalstatistik unter gewissen Umständen begrüssen. «Damit unsere Gesellschaft sicherer wird, brauchen wir robuste und vor allem transparente Zahlen zum Thema Gewalt.»

Zusätzliche Statistiken dürften sich aber nicht auf Straftaten gegen Schwule und Lesben beschränken, so Schwander. «Auch in anderen Bereichen brauchen wir detailliertere und transparentere Zahlen – etwa, was die Nationalität der Täter bei bestimmten Delikten betrifft, insbesondere bei Eingebürgerten.» Im Gegenzug könnten viele andere Erhebungen gestrichen werden, findet Schwander. «Oder müssen wir wirklich wissen, wie viele Kilo Orangen jährlich pro Haushalt konsumiert werden?»

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94Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • derEchteElch 14.08.2017 23:06
    Highlight Highlight Ich finde die Entscheidung der Kantone und des Bundes richtig. Die LGBT-ler wollen doch immer gleichbehandelt werden, oder nicht? Deswegen sollen sie auch nicht speziell in der Statistik erfasst werden.

    Alle sind gleich, unabhängig seiner oder ihrer sexuellen Orientierung. So müssen andere auch nicht gleicher als gleich behandelt werden. Ist selbstverständlich.
    • Carl Gustav 15.08.2017 08:40
      Highlight Highlight Wenns so einfach wäre mit der Gleichberechtigung, gäbe es keine Hassverbrechen...
      Oder hast du schon mal gehört, dass jemand verprügelt, oder nur schon beleidigt wurde, weil er/sie hetero ist?
    • solani 15.08.2017 11:23
      Highlight Highlight Es geht darum wie man etwas erfasst. Nicht wie man jemanden behandelt.
    • You will not be able to use your remote control. 15.08.2017 11:59
      Highlight Highlight Ich frage mich, was du sagen tätest, wenn du mal 'gleich' behandelt würdest?

      Wie soll deiner Meinung nach bewiesen werden, dass eine Gruppe nicht gleich behandelt wird?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nevermind 14.08.2017 18:28
    Highlight Highlight Das wird lustig, wenn der Polizist dann jedesmal nach einer Schlägerei alle Beteiligten nach ihrer sexuellen Orientierung fragt. Oder werden dann nur diejenigen erfasst die ihr Comming out freiwillig auf dem Polizeiposten machen oder die vom Polizisten einfach als "offensichtlich Schwul" kategorisiert werden.
    Vielleicht brauchts auch einfach ein nationales Schwulenregister, obwohl sowas gabs irgendwie schonmal und gut war das nicht.
    • Nevermind 15.08.2017 13:30
      Highlight Highlight Was dann die Statistik überhaupt nicht verzerrt und nutzlos macht?
      Oder rechnet man einfach Handgelenk mal Pi eine Dunkelziffer dazu?
  • Turi 14.08.2017 18:25
    Highlight Highlight "Nur weil ein Schwuler angegriffen wird, muss es sich nicht zwingend um eine homophob motivierte Tat handeln."

    Und nicht jeder homophobe Angriff muss einen Schwulen treffen, es können ebenso Heteros Opfer sein. Wenn jemand verprügelt wird und der Täter dabei homophob schimpft, weil das sein begrenzter Wortschatz ist.
  • pamayer 14.08.2017 17:45
    Highlight Highlight Sonst wird ja jede Joghurt Marke statistisch erfasst. Also ist es ein nicht wollen. Und das spricht für sich. Ein bisschen eingetragene Partnerschaft und schöne Worte beseitigen die Homophobie in den Betonköpfen noch lange nicht.
    Wir leben da zum Teil noch im tiefen Mittelalter.
  • pamayer 14.08.2017 17:35
    Highlight Highlight De Schwander... will einfach Statistiken um zu beweisen, dass Es Krimineller sind als echte Schweizer.
    Aber sonst sind Statistiken Verschwendung von Steuergeldern.

    So ein einfaches Weltbild möchte ich auch Mal haben. Da kommst sicher nicht ins Grübeln...
  • Vachereine 14.08.2017 17:26
    Highlight Highlight Im Sinne einer diskriminierungsfreien Gesellschaft ist es widersinnig, Straftaten ausgewählter Minderheiten statistisch gesondert zu erfassen.
    Denn durch diese Praxis würden zahlreiche andere Minderheiten benachteiligt, weil Straftaten deren sie Opfer wurden unter den Teppich gekehrt würden, im Gegensatz zu jenen deren LGBTs Opfer wurden.
    Jede Form von bevorzugter Behandlung von Menschen mit bestimmten persönlichen Merkmalen ist genauso eine willkürliche Diskriminierung, wie die Benachteiligung derselben.
    • You will not be able to use your remote control. 15.08.2017 12:04
      Highlight Highlight Du willst das traditionelle Familienmodell schützen, indem du alle beleidigst, die nicht darin leben. Das ist ziemlich diskriminierend.
  • dracului 14.08.2017 15:06
    Highlight Highlight Versicherungen und Krankenkassen optimieren sich durch die Analyse von Statistiken. Migros und Coop beklagen sich nicht über den Datenberg, welcher ihnen die Cumulus und Supercard beschert. Bei der SBB wird die Auswertbarkeit der Swisspass-Daten eifrig diskutiert. Kreditkartenunternehmen analysieren ihre Kunden - zu ihrer Sicherheit selbstverständlich. Auch das Bundesamt für Statistik kann gut mit Daten umgehen, und bis zu den Haustieren ist alles auswertbar in der Schweiz. Anstatt Ausreden suchen, könnte man mit denen sprechen, die schon lange Daten auswerten und darin Erfahrung haben?
    • Karl33 14.08.2017 17:17
      Highlight Highlight Oder man kann noch mehr Daten sammeln, um die Verischerungsprämien etc noch mehr zu optimieren...
  • Gender Bender 14.08.2017 13:45
    Highlight Highlight In Schweden muss die Regierung die Zahlen zur Gewalt gegen Frauen und Homosexuelle schönen.
    • Vachereine 14.08.2017 17:27
      Highlight Highlight Zuwenige?
    • Fabio74 15.08.2017 02:35
      Highlight Highlight Zahlrn? Quellen? Fakten? Oder doch nur Lügen?
  • ch2mesro 14.08.2017 12:19
    Highlight Highlight dann aber auch separate statisiken über gewalt gegen andere minderheiten wie; andersfarbige, ausländer, behinderte, atheisten, muslime etc. etc. denn jede minderheit hat ein recht auf schutz vor gewalt.....
    • inmi 14.08.2017 13:11
      Highlight Highlight Jeder Mensch hat ein Recht auf Schutz vor Gewalt. Selbst wenn er nicht zu einer Minderheit gehört.
    • häfi der Spinat 14.08.2017 13:40
      Highlight Highlight Sie haben grundsätzlich recht.
      Bei einigen von ihnen genannten, Statistiken, würde ich mir aber auch die umgekehrte Statistik wünschen.
  • äti 14.08.2017 10:29
    Highlight Highlight Statistiken sind nur sinnvoll, wenn klare, eindeutige Sachen gezählt und ausgewertet werden.
  • ciaociao 14.08.2017 10:24
    Highlight Highlight dann möchte ich aber, dass personen, die sich als apachee kampfhubschrauber fühlen, ebenfalls separat erwähnt werden.
    • BrigitteA 14.08.2017 11:22
      Highlight Highlight Was für ein dümmlicher, sinnfreier Kommentar!
    • ChlyklassSFI 14.08.2017 11:43
      Highlight Highlight Wieso? Dein Kommentar macht doch keinen Sinn.
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:49
      Highlight Highlight Folglich ist für dich Gewalt gegen Homosexuelle abstrus? Gibt es nie bis selten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • m. benedetti 14.08.2017 10:22
    Highlight Highlight LGBT-Community ist auch wieder so ein schwachsinniger Begriff. Die LGBT sind weder politisch noch sozial eine Community, die einen politisieren in der SVP, andere im linken Block, andere sind Hardrockfans und wieder einige finden wir an Schwingfesten, möglicherweise sogar dieselben. Es wäre ebenso schwachsinnig, mich als Member der Hetero Community zu beschreiben.
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:50
      Highlight Highlight Dann mach doch 👌
    • dääd 14.08.2017 16:50
      Highlight Highlight M. Benedetti, vielleicht sind Sie in ihrem Leben irgendwo auch in einer Minderheit? Evtl. in einer, die (subtil) abgewertet wird?

      Wer bei einem bestimmten Merkmal zur Mehrheit gehört, braucht kaum eine Community.
  • häfi der Spinat 14.08.2017 10:15
    Highlight Highlight Offenbar haben wir keine anderen Probleme mehr.
    • ChlyklassSFI 14.08.2017 11:44
      Highlight Highlight Doch, haben wir. Aber für dich stellt das hier Beschriebene wohl kein Problem dar. Wieso aber?
    • Sandro Lightwood 14.08.2017 11:50
      Highlight Highlight Doch.
    • Bruno S.1988 14.08.2017 13:02
      Highlight Highlight Der obligatorische "haben wir keine anderen Probleme?"-Kommentar! darf in keiner Diskussion fehlen!
      Es ist nämlich nicht möglich mehrere Probleme durch mehrere Personen gleichzeitig zu lösen!!
    Weitere Antworten anzeigen
  • a-n-n-a 14.08.2017 10:14
    Highlight Highlight Das ist eine Schande, als ob es in der CH keine homophobe Übergriffe gäbe..
    • Calvin Whatison 14.08.2017 12:11
      Highlight Highlight Möchte ja zu gerne wissen, wieso hier geblitzt wird.
    • a-n-n-a 14.08.2017 13:31
      Highlight Highlight Ich auch Calvin.. 😑

      Invasion der "Rechten"?!
    • Driver7 14.08.2017 16:43
      Highlight Highlight Niemand der dein Kommentar blitzt findet Gewalt an anderen OK. Aber nerven sich vielleicht an der ewigen Opferrolle von einigen Individen oder so genannten Communitys, oder an der übermässen Medienpräsenz usw.. es geht ja im Artikel nicht darum, das Übergriffe vermieden werden sollen.. sondern schlicht um statistische Erfassung.. wie schon weiter oben jemand geschrieben hat, dann sollten für alle möglichen Gewalt-Motive eine eigene Statistik geführt werden.. was keinen Sinn ergibt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Müller 14.08.2017 10:08
    Highlight Highlight In klaren Zahlen:

    Es handelt sich um 130 Straftaten zwischen Januar und Ende Juli, die gegen die sexuelle Orientierung motiviert waren, gegenüber 102 solcher Straftaten im selben Zeitraum des Vorjahrs. Fast die Hälfte davon waren Gewaltdelikte.

    Demgegenüber stehen eine Jahresgesamtzahl von 193'500 erfassten Gewalttaten und 6,33 Mio Straftaten insgesamt im Jahr 2016.

    http://www.n-tv.de/politik/Starker-Anstieg-bei-Mord-und-Totschlag-article19807048.html

    http://derstandard.at/2000056292332/Zahl-der-Gewaltdelikte-in-Deutschland-2016-deutlich-gestiegen

  • Bijouxly 14.08.2017 09:46
    Highlight Highlight Was soll denn diese Statistik für den Schutz von LGBT+ beitragen? Gibt es danach weniger Opfer, weil es eine Statistik gibt? Gibt es weniger Opfer häuslicher Gewalt, seit man dazu eine separate Statistik führt? Ich denke nicht. Und wenn wir ehrlich sind, interessiert es uns ja auch nur mässig, was spezifsche Statistiken sagen: Gewalt ist immer unangebracht, ob homophob oder nicht.
    • dääd 14.08.2017 16:52
      Highlight Highlight Naja, was benannt wird, kommt zur Sprache. Das müssen Täter wissen.
    • Bijouxly 15.08.2017 15:27
      Highlight Highlight Nur weil es keine separate Statistik gibt, heisst das nicht, dass die Daten der Täter nicht erfasst werden^^ Es geht hier allein um die Statistik, um nichts mehr.
  • pun 14.08.2017 09:46
    Highlight Highlight «Auch in anderen Bereichen brauchen wir detailliertere und transparentere Zahlen – etwa, was die Nationalität der Täter bei bestimmten Delikten betrifft, insbesondere bei Eingebürgerten.»

    Die Nationalität von Eingebürgerten dürfte relativ leicht festzustellen sein: sofern sie in der Schweiz eingebürgert wurden, dürfte diese Gruppe Täter/innen durchgehend Schweizer Bürger sein. 😏
  • Fulehung1950 14.08.2017 09:44
    Highlight Highlight Nicht zu fassen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 14.08.2017 09:39
    Highlight Highlight Kann Pirmin Schwander ehrlichgesagt nicht verstehen. Seit Jahren warnt man in apokalytischen Tönen vor den gewalttätigen, homophoben Männern aus Nordafrika, nun möchte man diese Behauptung trotzdem nicht mit Zahlen unterlegen?
    Könnte es sein, dass es der SVP gar nie um den Schutz der Homosexuellen gegangen ist?
    *üngläubiges Staunen*
    • Asmodeus 14.08.2017 10:50
      Highlight Highlight Es geht der SVP nur um den Schutz der Homosexuellen und der Frauen, wenn man sie vor bösen Ausländern schützen kann.

      Ansonsten sollen sie gefälligst nachwievor die Klappe halten und dem heterosexuellen Mann dienen.
    • poga 14.08.2017 12:32
      Highlight Highlight Ich zweifle daran, dass die Täter da separat gelistet würden. Ich persönlich hätte die Statistik begrüsst. Um zu sehen, ob da wirklich ein signifikantes Problem vorherscht. So können alle Seiten weiter Ihre Wahrheiten verbreiten und wir haben keinen Plan wo wir stehen....
  • Uf em Berg 14.08.2017 09:37
    Highlight Highlight Was bringen all diese Statistiken? Dadurch wird kein Verbrechen verhindert.
    • Asmodeus 14.08.2017 10:50
      Highlight Highlight Erster Schritt. Eruieren ob ein Problem besteht.
      Zweiter Schritt: Eruieren wie gross das Problem ist.
      Dritter Schritt: Eruieren was die Ursachen sind
      Vierter Schritt: Ursachen bekämpfen.
    • Patrick Felder 14.08.2017 10:53
      Highlight Highlight Die Statistik wäre der erste Schritt, um geeignete Massnahmen zu erarbeiten, da man für eine solide politische Arbeit eine Faktengrundlage braucht. Aber wer kopflose Brüllaffenpolitik bevorzugt, für den ist natürlich in gesicherte Informationen investiertes Geld Verschwendung.
    • Uf em Berg 14.08.2017 11:16
      Highlight Highlight @ Patrick Felder: Dass es Gewalt gegen diese Minderheiten gibt ist unbestritten, dass diese Gewalt wie jegliche Gewalt auf ein Minimum zu reduzieren ist, ist auch klar. Wie dies zu tun ist, hängt nicht von der Statistik ab. Es muss verhindert werden, egal wieviele Fälle es gibt. Das Geld soll hierfür verwendet werden und nicht um Zahlen zu analysieren.
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  • _helmet 14.08.2017 09:27
    Highlight Highlight Endlich mit der Sparwut im öffentlichen Sektor aufhören, dann wäre das kein Problem.Es braucht schlicht und einfach Ressourcen, wo eine Aufgabe ist, so einfach ist das. Die Kantone sind mehr und mehr unter Druck, das kann es nicht sein.Öffentliche Leistungen wie Bildung, Gesundheit, Soziales, Polizei, Justiz, Umweltschutz und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Wohlstands und Statistiken Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen.Das alles wird mit der Steuerprogression überproportional von reichen Personen und Unternehmen finanziert. Ist daher dazu wichtige Umverteilung. Verteidigen!
  • Scott 14.08.2017 09:13
    Highlight Highlight Zum Glück wurde der "Diktatur einer Minderheit" nicht stattgegeben.
    • Sapere Aude 14.08.2017 10:31
      Highlight Highlight Der Schutz von Minderheiten hat nichts mit einer Diktatur zu tun.
  • Caturix 14.08.2017 09:11
    Highlight Highlight Ja das ist ein rieser Aufwand heutzutage mit dem PC. Ich würde auch Gewalttaten gegen Frauen nicht mehr separat aufführen.
  • moimoimoi 14.08.2017 08:57
    Highlight Highlight Aufwand und Ertrag stehen in einem schlechten Verhältnis? Da könnten wir ja auch gleich die Strafbarkeit von Tötungsdelikten aufheben, schliesslich gibt es ja nur eine Handvoll jedes Jahr in der Schweiz. Da lohnt sich eine Strafverfolgung nicht. Das beschäftigt Strafverfolgungsbehörden, Gerichte und den Justizvollzug jahrelang und das kostet ja nur.
  • Cyman 14.08.2017 08:52
    Highlight Highlight Mich überzeugt das Konterargument von Quadranti nicht: Häusliche Gewalt lässt sich einfacher abgrenzen und seperat erfassen, weil sie eben ortsgebunden ist. Hingegen wäre es tatsächlich schwierig abzugrenzen, ob es nun ein Hatecrime ist oder nicht. Daher nachvollziehbarer Entscheid
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 14.08.2017 08:50
    Highlight Highlight Vorab zu Pirmin Schwander, der das Budget des BfS halbieren will: Diese Statistiken haben einen hohen wirtschaftlichen Wert. Anwälte und Versicherungen berechnen damit häufig abstrakte Schadenspositionen. Marktanbieter nutzen diese Statistiken für Ersteinschätzungen, da kann sogar der Orangenkonsum interessant sein.

    Zur Erfassung der LGBT-Delikte: Fände ich gut, aber die Frage wie man diese erkennt und abgrenzt ist doch nicht so einfach. Anders als bei häuslicher Gewalt geht es um die Feststellung des Motivs und nicht um äusserliche Umstände der Tat.
    • giandalf the grey 14.08.2017 11:48
      Highlight Highlight Seh ich genaus so! Olma dich würi! Mit Senf :P
    • Patrick Felder 14.08.2017 12:50
      Highlight Highlight In Anbetracht der Tatsache, dass die BFS-Daten im Schnitt 98% der Behauptungen eines gewissen "Extrablattes" widerlegen, würde ich als Herausgeber jenes Altpapieres ebenfalls an der Demontage desBFS arbeiten.
  • stabiler 14.08.2017 08:47
    Highlight Highlight Finde ich nicht nachvollziehbar. Der Aufwand scheint mir gering und auf jeden Fall lohnenswert zu sein, wenn es darum geht, mühsam erkämpfte Minderheitsrechte zu verteidigen - zu grossen Teilen wohl auch gegen antiquierte Wertvorstellungen von sog. Flüchtlingen.

    Ein Blick in unser Nachbarland verrät diesbezüglich auf jeden Fall nichts Gutes:

    http://www.berliner-kurier.de/berlin/kiez---stadt/beschimpft--verfolgt--geschlagen-schwulen-hatz-am-kottbusser-tor-23494082

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article166696406/Weil-er-ein-Kreuz-trug-griffen-die-Jugendlichen-an.html
  • Asmodeus 14.08.2017 08:46
    Highlight Highlight Alternativvorschlag.

    Die Erfassungen notieren nicht nur ob die Opfer Teil der LGBT-Community waren, sondern auch welche Religion/Herkunft die Täter hatten.

    Dann können CVP und SVP darauf hoffen, dass die Mehrheit böse muslimische Ausländer sind und dann lohnt es sich plötzlich wieder für sie das ganze statistisch zu erfassen.
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 14.08.2017 09:16
      Highlight Highlight Nicht hoffen, sondern den Tatsachen ins Auge sehen.
      Eine genaue Erfassung der Verbrechen, wird höchstwarscheinlich zeigen das eine Merheit der Übergriffe auf die LGBT-Community von Muslimen erfolgt.

      Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    • Queen C 14.08.2017 09:48
      Highlight Highlight Naja, wahrscheinlich würde es tatsächlich darauf hinauslaufen, dass die Religion der meisten Täter der Islam ist.
    • Asmodeus 14.08.2017 10:48
      Highlight Highlight Ich denke die eigentliche "Religion" der meisten Leute wäre Atheist.

      Die wenigsten Christen/Muslime in der Schweiz sind sonderlich religiös.

      Ich streite nicht einmal ab, dass viele der Täter vermutlich Türken, Ex-Jugoslawen und Leute aus anderen Machismo-Kulturen wären die homophob sind.

      Aber der Schwulenhass legt auch bei Anhängern der CVP und der SVP massiv zu.

      Konservative wollen Dinge gerne so wie sie "früher" waren.
      Frau in der Küche. Der Mann Heterosexuell. Und die Ausländer auf dem Bau oder beim Klo putzen.
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  • Kronrod 14.08.2017 08:45
    Highlight Highlight Bürokratie wächst genau so: 1000 Leute machen für sich genommen gute Vorschläge, aber am Ende hat der zuständige Polizist ein Formular vor sich, bei dem er 1000 Häkchen setzen muss. Ich fordere, dass jeder, der eine neue Statistik einführen möchte, auch gleichzeitig sagen soll, auf welche alte Statistik man verzichten kann.
  • atomschlaf 14.08.2017 08:44
    Highlight Highlight Es braucht nicht nur diese Statistik.
    Falls ein Anstieg wie in Deutschland auffällt, ist auch den Ursachen auf den Grund zu gehen.
  • Weinglas 14.08.2017 08:43
    Highlight Highlight Wie bitte? Weil das Aufwand-Ertrag-Verhältnis nicht stimmt? Seit wann braucht es Ertrag beim Schutz von Bevölkerung und vor allem Minderheiten? Und dann noch den Täter in Schutz nehmen? Dann findet die Polizei dann wieder "ach der hat das gar nicht so gemeint"? Hier geht es um die Registrierung von Hassverbrechen um ein Problem sichtbar zu machen, nicht um die Bestrafung des Täters, das ist ne andere Abteilung. Und wenn sich die Dorfpoliizisten nicht im Stande fühlen, soll man sie schulen! Minderheiten kommen zunehmend schlechter weg in dieser direkten Demokratie!
    • fandustic 14.08.2017 09:24
      Highlight Highlight Und was hat das nun genau mit der Polizei zu tun? Die haben sich nicht mal geäussert, aber trotzdem einfach mal "feste drauf".
    • Weinglas 14.08.2017 11:54
      Highlight Highlight Weil die Polizei bei der Aufnahme eines Gewaltverbrechens die Stelle ist, wo die Art und Motivation eines Verbrechens überhaupt definiert wird. Und das braucht Kompetenzen.
      http://www.watson.ch/Schweiz/UserInput/874598941-«Es-geht-ja-nur-darum--wen-ich-liebe»-–-LGBT-watson-User-erzählen-von-ihren-Erfahrungen-

  • Starfox 14.08.2017 08:39
    Highlight Highlight Ein vernünftiger Entscheid, wie ich finde, eine solche Statistik braucht es definitiv nicht, es gibt keinen Grund, solche Straftaten separat in der Kriminalstatistik zu erfassen. Das würde nur den Verwaltungsapparat unnötig aufblähen.
  • Triumvir 14.08.2017 08:35
    Highlight Highlight Hassverbrechen sind per seh verwerflich. M.E. ist es jedoch nicht gerechtfertigt eine Bevölkerungsgruppe gesondert als Opfer solcher Verbrechen zu erfassen, zumal eine derartige gesonderte Erfassung nichts an der grundsätzlichen Verwerflichkeit ändern würde. Oder ist es etwa weniger schlimm, wenn heterosexuelle Menschen Opfer eines Hassverbrechens werden!?
    • Ylene 14.08.2017 09:04
      Highlight Highlight Es behauptet doch keiner, dass Gewalt gegen Heteros irgendwie weniger schlimm sei! Gesonderte Auswertungen gibt es bei Rassismus, s. hier https://www.edi.admin.ch/edi/de/home/fachstellen/frb/FAQ/wo-finde-ich-statistische-angaben-zu-rassismus-in-der-schweiz-un.html Die Polizei erfasst Angaben zu rassistisch begründeten Vorfällen, warum geht das jetzt plötzlich nicht bei LGBT? Man kann das ja allgemein auf sexuelle Ausrichtung machen - dann sind auch die Heteros und Asexuellen drin. Zudem finde ich Asmodeus' Vorschlag von 8.46 gut - dann wäre die Frage endlich auch mal geklärt.
    • Nukular! Das Wort heisst Nukular. 14.08.2017 09:24
      Highlight Highlight Nein, aber als Heterosexuelle Person werden Sie weniger aufgrund Ihrer sexuellen Orientierung zum Opfer eines Hassverbrechens. LGBT-Leute werden aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Opfer von Hassverbrechen. Dies ist ein wichtiger Unterschied. Zudem sollte auch der Bund interesse haben, aus welchen Bevölkerungsgruppen die Übergriffe auf die LGBT-Community stattfinden. Um entsprechende Gegenmassnahmen zu treffen.

      Freundliche Grüsse aus Sektor 7G.
    • Kriss 14.08.2017 09:38
      Highlight Highlight Nein, denn wenn ein Hetero z. B. wegen seiner Hautfarbe angegriffen wird ist das genau so ein Hassverbrechen. Und dieses ist genau so schlimm und sollte als solches erfasst werden.
      Nur zeig mir mal den Hetero, der wegen seiner Sexualität angwgriffen wurde.
      Bei den LGBTQI* hingegen sind solche Angriffe leider sehr verbreitet. Und diese nicht gesondert zu erfassen ist nichts als totschweigen.
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  • ruetolo 14.08.2017 08:25
    Highlight Highlight Schaut euch bitte mal an, was das BFS jährlich für Kosten produziert und was da ausgewertet wird? Nicht nur die Steuergelder gehen drauf, auch die Datenlieferer haben Kosten. Viele der statistischen Daten werden nur für die Politik generiert um Entscheide oder Fehlentscheide zu untermauern. Hier geht es um Menschenleben. Aus meinem Bekanntenkreis ist ein Homosexueller so krass zugerichtet worde ausserhalb vom Gayclub auf dem Heimweg, dass er heute noch ein Gesicht voller Narben mit sich trägt. Und die Polizei hat die Täter bis heute nicht gefasst.
    • fandustic 14.08.2017 09:23
      Highlight Highlight Und wo ist da nun der Zusammenhang? Wurde er so zugerichtet weil er homosexuell ist, oder hätte es jedem anderen genauso passieren können? Passiert leider immer wieder an den Wochenenden...unabhängig von der sexuellen Orientierung.
  • lilie 14.08.2017 08:15
    Highlight Highlight Klar ist es ein zusätzlicher Aufwand - der allerdings gerechtfertigt ist.

    Und dass die Motive nicht immer abgrenzbar sind, ist auch ein Scheinargument: Wenn LGBT-Menschen häufiger angegriffen werden als Heteros, dann ist das auf Homophobie zurückzuführen.

    Genau deswegen braucht es doch die Statistik. 🙄
    • Atlantar 14.08.2017 09:51
      Highlight Highlight Bitte sag mir, dass du diese Konklusion nicht im Ernst meinst. xD
    • lilie 14.08.2017 11:40
      Highlight Highlight @Atlantar: Wie meinst du jetzt das?

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