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Wie eine einzige Dosis Magic Mushrooms das Gehirn verändert

Halluzinogene Pilze.
Halluzinogene Pilze.Bild: Shutterstock

Wie eine einzige Dosis Magic Mushrooms das Gehirn verändert

Ausgerechnet eine Hippie-Droge weckt Hoffnung gegen psychische Erkrankungen: Psilocybin.
11.05.2026, 12:2311.05.2026, 12:23

Hippies experimentierten gerne mit Magic Mushrooms. Heute beschäftigt sich auch die Forschung wieder intensiv mit Psilocybin.

Klar ist: Psychedelika greifen tief in die Hirnfunktion ein. Messbar ist ein deutlicher Anstieg der Entropie der Gehirnsignale. Die neuronale Aktivität wird dadurch vielfältiger, unvorhersehbarer und komplexer und ist weniger streng geordnet als im Wachzustand. Forschende gehen davon aus, dass die Medikamente dabei helfen, flexibles Denken zu fördern und destruktive Denkmuster zu durchbrechen. Ob diese Effekte über den Rausch hinaus eine langfristige Veränderung im Gehirn hinterlassen, ist bislang nicht ausreichend erforscht.

Eine neue Studie liefert neue Erkenntnisse darüber, was eine einzelne hohe Dosis Psilocybin im Gehirn verändert. Forschende aus den USA und dem Vereinigten Königreich untersuchten 28 gesunde Erwachsene ohne vorherige Erfahrung mit Psychedelika.

FILE - A grower cuts psilocybin mushrooms to prepare for distribution in Springfield, Ore., Monday, Aug. 14, 2023. (AP Photo/Craig Mitchelldyer, File)
Psychedelics-FDA
Psilocybin-Pilze.Bild: keystone

Zuerst erhielten die Probandinnen und Probanden eine geringe Dosis Psilocybin. In den folgenden Wochen absolvierten sie eine Reihe von Tests, in denen Wohlbefinden, psychologische Fähigkeiten und Denkflexibilität gemessen wurden. Gleichzeitig wurde ihre Gehirnaktivität untersucht. Einen Monat später erhielten die Teilnehmer eine Dosis von 25 mg Psilocybin, die eine starke psychedelische Erfahrung auslöste. Während des Trips und in den darauffolgenden Wochen wiederholten die Forschenden die gleichen Tests und Messungen, um die Auswirkungen zu untersuchen.

Gesteigertes Wohlbefinden

Einen Monat später berichteten die Teilnehmenden von mehr Selbsterkenntnis und einem besseren Wohlbefinden. Die Ergebnisse, die im Wissenschaftsmagazin Nature publiziert wurden, legen nahe, dass die Nervenbahnen nach der Einnahme dichter und robuster waren. Dies könnte den Forschern zufolge daran liegen, dass einige Nervenfasern dünner geworden sind oder dass neue Nervenfasern wachsen. Um das zu bestätigen, sind weitere Untersuchungen nötig.

«Es ist bemerkenswert, mögliche anatomische Veränderungen im Gehirn noch einen Monat nach der Einnahme einer einzigen Dosis eines Medikaments zu beobachten», sagte Prof. Robin Carhart-Harris, Neurowissenschaftlerin an der University of California, San Francisco, und Hauptautorin der Studie, gegenüber dem Guardian. «Wir wissen noch nicht, was diese Veränderungen bedeuten, aber wir sehen, dass die Studienteilnehmer insgesamt positive psychologische Veränderungen zeigten, darunter ein gesteigertes Wohlbefinden und eine erhöhte mentale Flexibilität.»

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