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Liveticker

Thailand meldet sinkende Neuinfektionen +++ USA-Reisen ab November möglich

Die neuesten Meldungen zum Coronavirus – lokal und global.
25.10.2021, 13:3126.10.2021, 06:16
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Liveticker: Corona National+International 26.10.21

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22:39
US-Expertengremium spricht sich für Biontech-Impfung für Kinder aus
Ein Beratergremium der US-Arzneimittelbehörde FDA hat sich für eine Notfallzulassung des Corona-Impfstoffes von Biontech/Pfizer für Kinder zwischen fünf und elf Jahren ausgesprochen. Das entschieden die Teilnehmer des Gremiums bei einer Sitzung am Dienstag. Die Entscheidung ist nicht bindend, die FDA folgt den Fachleuten aber in der Regel. Eine endgültige Entscheidung der FDA wird noch in dieser Woche erwartet. Im Anschluss muss sich formell auch noch die Gesundheitsbehörde CDC damit befassen.

Eine Impfkampagne für die etwa 28 Millionen betroffenen Kinder in den USA könnte nach Angaben des Weissen Hauses dann bereits im November starten. Die Regierung werde innerhalb weniger Tage nach einer Zulassung 15 Millionen Dosen Impfstoff an Kinderärzte, Kliniken und Apotheken ausliefern, hiess es. Auch in Europa haben das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Zulassung ihres Corona-Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe beantragt. (sda/dpa)
This October 2021 photo provided by Pfizer shows kid-size doses of its COVID-19 vaccine in Puurs, Belgium. The vaccine appear safe and nearly 91% effective at preventing symptomatic infections in 5- to 11-year-olds, according to study details released Friday, Oct. 22, as the U.S. considers opening vaccinations to that age group. (Pfizer via AP)
Bild: keystone
20:56
Freizeiteinrichtungen fordern verlängerte Hilfen wegen Pandemie
Seit der Einführung des Covid-Zertifikats und der kostenpflichtigen Tests haben Freizeiteinrichtungen weniger Besucher und Besucherinnen. Der Schweizerische Verband der Freizeitanlagen (SVF) fordert daher von Bund und Kantonen, die finanziellen Hilfen zu verlängern.

Vor allem junge Kundinnen und Kunden blieben aus, wie der neu gegründete Dachverband am Dienstag schrieb. Im Mittel verzeichneten die Freizeiteinrichtungen einen Besucher-Rückgang von 20 Prozent, trotz der Herbstferien.

Der Verband fordert ein sektorielles Konjunkturprogramm für die Jahre 2021 bis 2025. Er verlangt Unterstützung für Investitionen sowie Marketing-Aktivitäten und ein politisches Bekenntnis, die gegenwärtige Unterstützung auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene für Kultur- und Freizeitaktivitäten nicht zu reduzieren.

Die SVF wurde im vergangenen September gegründet. Die von ihm vertretenen Freizeitanlagen locken laut seinen Angaben jährlich landesweit mehr als 40 Millionen Besucherinnen und Besucher an und haben ein «wirtschaftliches Gewicht» von einer Milliarde Franken. Sein Sitz ist in Broc FR. (sda)
Die Freizeitanlage Langmatt mit Spielplatz, anlaesslich der Preisuebergabe des "Inspire Award" des UNO-Kinderhilfswerk Unicef an die Freizeitanlage Langmatt in der Stadt Kriens am Donnerstag, 27. August 2020 in Kriens. (KEYSTONE/Urs Flueeler).
Bild: keystone
17:42
Polizei ermittelt nach neun Todesfällen in Altersheim in Giswil OW
Nach neun Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus innert zwei Wochen in einem Altersheim in Giswil hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Im Raum steht der Verdacht, dass Schutzmassnahmen nicht eingehalten wurden.

Über die Häufung der Todesfälle im Heim und die Ermittlungen hatte die zu CH Media gehörende «Obwaldner Zeitung» berichtet. Demnach habe das Personal seit Ausbruch der Pandemie nicht konsequent Schutzmasken getragen.

Aufgrund der Berichterstattung sei nun ein polizeiliches Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, das den Vorwürfen auf den Grund gehe, hält die Obwaldner Staatsanwaltschaft in einem Schreiben fest, das der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt. Die Justiz sei von Amtes wegen aktiv geworden, da es sich um Offizialdelikte handle.

Beim Kanton Obwalden heisst es auf Nachfrage, das Gesundheitsamt stehe in Kontakt mit der Heimleitung. Von den neun verstorbenen Personen seien deren drei gegen das Coronavirus geimpft gewesen. (sda)
15:54
Corona-Lage in Russland: Mehr als 90 Prozent der Klinikbetten belegt
Angesichts der dramatischen Corona-Lage in Russland kommen immer mehr Krankenhäuser an ihre Belastungsgrenze. Rund 90 Prozent der für Corona-Patienten geschaffenen Betten seien belegt, sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko am Dienstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

In einigen Regionen seien die Kapazitäten noch einmal erhöht worden. Landesweit stünden damit 292 000 Klinik-Betten bereit, sechs Prozent mehr als eine Woche zuvor. Jeder zehnte Patient befinde sich in einem ernsten Zustand.

Am Dienstag wies die offizielle Statistik einen neuen Negativstand aus: 1106 Menschen starben demnach innerhalb eines Tages mit dem Virus – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. Binnen 24 Stunden wurden 36 400 Neuinfektionen registriert.

Aktuell seien mehr als 1,3 Millionen Menschen in dem flächenmässig grössten Land der Erde mit rund 146 Millionen Einwohnern erkrankt, sagte Muraschko.

Ministerpräsident Michail Mischustin zufolge sollen zusätzlich umgerechnet 693,9 Millionen Euro in die Bekämpfung der Pandemie gesteckt werden, um etwa weitere Krankenhausbetten in besonders betroffenen Regionen zu schaffen. «Hauptaufgabe ist es, das Leben unserer Bürger so gut wie möglich zu schützen», sagte er.

Die Behörden wollen mit arbeitsfreien Tagen die Lage in den Griff bekommen. In einigen Regionen begannen sie bereits am Montag. In grösseren Städten wie Moskau und St. Petersburg gelten zudem weitreichende Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Der Kreml sieht als Hauptgrund für die Infektionslage die geringe Impfquote. Erst ein Drittel der Bevölkerung ist laut Statistik vollständig geimpft. (sda/dpa)
15:46
Luzerner Kantonsrat sagt ja zu weiterer Covid-Hilfe
Der Kanton Luzern kann mit rund 30 Millionen Franken von der Coronapandemie getroffenen Unternehmen helfen. Der Kantonsrat hat einen Sonderkredit von 13,2 Millionen Franken und einen Zusatzkredit von 16,5 Millionen Franken einstimmig genehmigt.

Die 13,2 Millionen Franken sollen von der Coronakrise gebeutelten Unternehmen zu Gute kommen, die durch das bisherige Netz der Härtefallhilfe gefallen sind. Dies können etwa neu gegründete Unternehmen sein. Die Hilfe soll nicht gedeckte Fixkosten vergüten und wird vom Bund bezahlt, der Kanton muss sie aber vorschiessen.

Der Kredit von 16,5 Millionen Franken ist für Unternehmen bestimmt, die in der Coronapandemie zwar nicht behördlich geschlossen wurden, aber wegen den Coronamassnahmen Einbussen erleiden. Davon profitieren können nur Unternehmen mit einem Jahresumsatz von weniger als 5 Millionen Franken.

Die Kredite waren im Kantonsrat unbestritten. Finanzdirektor Reto Wyss (Mitte) zog eine positive Bilanz zur bisherigen Covid-Hilfe. Das Ziel sei erreicht worden, die Betriebe hätten wieder Tritt gefasst, sagte er. (sda)
15:43
Kantone sind nach eigenen Angaben für Auffrischungsimpfungen bereit
Gemäss der Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) sind die Kantone grundsätzlich bereit, die Auffrischungsimpfungen ab Mitte November zu verabreichen. Nicht gelöst sei aber die angespannte Personalsituation.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hatte die Kantone bereits im September in einem Schreiben gebeten, sich darauf vorzubereiten, dass allfällige Auffrischungsimpfungen möglichst zeitnah nach der entsprechenden Zulassung und Impfempfehlung umgesetzt werden können. Nun soll es Mitte November so weit sein.

Die Kantone seien bereit, die Auffrischungsimpfungen gemäss der Zulassung und der Impfempfehlung zu verabreichen, teilte die GDK am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Als Impforte kämen grundsätzlich alle bekannten Angebote wie Impfzentren, Impfbusse oder Arztpraxen infrage.

Gleichzeitig seien zusätzliche Impfangebote im Rahmen der Impfoffensive geplant, hiess es. Das stelle für die Kantone eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Personalsituation bleibe angespannt. Die vom Bund bereitgestellten finanziellen Mittel in Höhe von maximal knapp 100 Millionen Franken änderten nichts daran. (sda)
15:37
Afrika bekommt bis zu 110 Millionen Moderna-Dosen geliefert
Die Afrikanische Union erhält bis zu 110 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs vom US-Konzern Moderna. Bis Jahresende sollen die ersten 15 Millionen davon ausgeliefert sein.

Der Corona-Beauftragte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, begrüsste die Ankündigung am Dienstag als grossen Schritt vorwärts.

Bisher seien insgesamt 17 Millionen Dosen von Corona-Impfstoffen ausgeliefert worden, in den kommenden drei Wochen werde man auf 35,2 Millionen Dosen kommen, sagte er auf einer Pressekonferenz der panafrikanischen Gesundheitsorganisation Africa CDC. Die AU kauft die Impfstoffe zentral für die Länder der Union, die Bestellungen aufgeben müssen.

Die Mastercard-Stiftung werde zudem die Kosten für die Lieferung von knapp 17 Millionen Dosen übernehmen, die im November ausgeliefert werden sollen. In Afrika mit seiner Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen sind bisher erst rund fünf Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

Um rund 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen, werden Schätzungen zufolge etwa 1,6 Milliarden Dosen benötigt. Insgesamt wurden bisher in Afrika laut CDC knapp 8,6 Millionen Covid-Infektionen dokumentiert, von denen knapp 217 000 tödlich waren. Die Dunkelziffer dürfte nach Expertenansicht auf dem Kontinent mit seinen 1,3 Milliarden Bewohnern aber höher liegen. (sda/dpa)
15:13
Wann wird die Merck-Pille zugelassen?
Claus Bolte: Die Studie wurde unterbrochen. Daten würden im Laufe des nächsten Monats erwartet.

Der Point de Press ist beendet
15:08
Konkret: Wo muss ich mich melden für den Booster?
Elise de Aquino: «Ab dem 4. November sind die Informatik-Tools bereit. die Kantone entscheiden aber, ab wann sich die Personen anmelden können.»

Nachfrage: Warum dauert das so lange?
Elise de Aquino: Die IT-Tools müssten auf die Impfempfehlung abgestimmt werden.
Es sei so geregelt, dass die Umsetzung den Kantonen obliege. Es werde davon ausgegangen, dass ab Mitte November mit dem Booster geimpft werde.
15:07
Wenn Swissmedic sagt, «es nützt». Warum empfiehlt das BAG das nicht?
Christoph Berger: Die EKIF habe interessiert, wo man eine Abnahme des Impfschutzes sehe. Für diejenigen Personen sei eine einfache und umsetzbare Empfehlung ausgesprochen worden.

Nachfrage: Man kann also einen Booster verlangen?
Christoph Berger: Das ist eine Entscheidung zwischen Arzt und Patient. Das EKIF könne das nicht vorschreiben.

Claus Bolte: Man könne global erhobene Studiendaten nicht generell auf unsere Verhältnisse übertragen. Die Swissmedic habe nun die Grundlage geschaffen, dass man möglichst flexibel und rollend reagieren könne.
15:01
Gibt es einen Widerspruch zwischen der Zulassung und der Empfehlung des BAG?
Claus Bolte: «Die EKIF und die Swissmedic sprechen miteinander.» Es gebe keinen Widerspruch zwischen der Zulassung von Swissmedic und der Empfehlung des BAG.

Christoph Berger: Die Swissmedic und die EKIF hätten andere Rollen. Die Swissmedic analysiere Daten und die EKIF versuche für die Bevölkerung eine Empfehlung auszusprechen.
14:59
Österreichs Präsident empfängt Impfwillige persönlich
Bild: keystone
Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat am Dienstag persönlich die Tür an seinem Amtssitz in Wien für Impfwillige geöffnet.

Am Dienstag war Nationalfeiertag in Österreich, und van der Bellen hatte dazu 300 Menschen zum Impfen in die Hofburg eingeladen. Das Hilfswerk Johanniter stand mit Impfdosen in den Räumen des Amtssitzes bereit.

230 Menschen meldeten sich zu dem Besuch an, die anderen reihten sich spontan ein, wie das Präsidentenbüro berichtete. Vor der Hofburg demonstrierten einige Impfgegner gegen alle Coronamassnahmen.

Mit der Aktion wollte van der Bellen dazu beitragen, die Impfrate zu erhöhen. 63,7 Prozent der Österreicher sind bislang vollständig gegen das Corona-Virus geimpft.

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen haben die österreichischen Behörden angekündigt, dass die Bewegungsfreiheit von Ungeimpften ab einer bestimmten Belegung der Intensivstationen mit Covid-Patienten eingeschränkt wird. Je nach Bettenbelegung dürfen sie dann entweder nicht mehr in Lokale oder zu Kultur- und Sportveranstaltungen, oder sie dürfen ihr Haus ohne triftigen Grund gar nicht mehr verlassen. (sda/dpa)
14:58
Bei wie vielen Geimpften ist das BAG zufrieden?
Patrick Mathys: Jede vollständige Impfung ist ein Schritt hin zu weniger Massnahmen.
14:53
Was könnte die dritte Impfung ändern?
Christoph Berger: Der Booster verbesserte den Schutz bei denjenigen, bei denen der Schutz abgenommen hat.

Patrick Mathys: «Der Game-Changer ist die Grundimmunisierung.» Der Booster sei nur eine Optimierung des persönlichen Schutzes.

Claus Bolte: «Es ist der gleiche Impfstoff». Die dritte Impfung werde erheblich überschätzt. «Bitte tragen sie dazu bei die Diskussion zu versachlichen!»

Tanja Stadler: In der ältesten Gruppe seien rund 90% geimpft. Wenn hier der Schutz von 90% auf 80% falle, seien das bis zu 20'000 potentielle Hospitalisierungen.
14:51
Impfwoche: gibt es dann schon Boosterimpfungen?
Elise de Aquino: Die Booster-Impfungen sind ab Mitte November zugelassen. Aber: Zuerst die Impfwoche, dann die Booster. Denn die Kantone bräuchten Vorbereitungszeit.
14:49
Hätte es weniger Hospitalisierungen gegeben, wenn die Swissmedic schneller gewesen wäre?
Claus Bolte: Man könne dies nicht mit Zahlen belegen. Aber: Auch in den Ländern, wo die Zulassung für den Booster bereits durch sei, gebe es einen Anstieg der Spitaleinweisungen (z.B. GB). Die Aufgabe der Swissmedic sei, das Nutzen-Risiko-Verhältnis abzuwägen. Die Frage liesse sich erst retroperspektiv beantworten.
14:47
Was bedeutet der Booster für das Zertifikat?
Patrick Mathys: Es gebe keine Verlängerung des Zertifikats durch die Booster-Impfung.

Nachfrage: Dann laufen ab Januar die ersten Zertifikate einfach aus?
Patrick Mathys: Wir befänden uns nicht in einem statischen Zustand. Die Daten zur Dauer des Schutzes würden erst jetzt generiert.
14:44
Warum hat Swissmedic so lange gebraucht?
Claus Bolte:
- Es wurden nicht immer allen Behörden gleichzeitig die gleichen Daten zur Verfügung gestellt.
- Die Swissmedic ist eigenständig und habe keinen politischen Druck (bzw. keine politische Intervention).
- Die Epidemie entwickle sich in Ländern verschieden.
- Es gebe einen kulturellen Unterschied, wie mit Krisen umgegangen werde.
14:41
Wie wird verhindert, dass niemand einen Booster erschleicht?
Christoph Berger: Das BAG und die EKIF machten eine Empfehlung. Man wolle niemandem die Impfung vorenthalten, sondern eine Empfehlung machen für diejenigen, die am meisten gefährdet seien.
14:38
Die Daten sind widersprüchlich, warum wird der Impfstoff trotzdem zugelassen
Claus Bolte: Die Daten der Hersteller und zusätzliche Dokumente wurden von Swissmedic geprüft. Es wurde entschieden, nachdem Nutzen und Risiken sorgfältig abgewogen wurden.

Nachfrage: Warum sind die Booster ab 12 Jahren zugelassen, aber das BAG empfiehlt den Booster erst ab 65 Jahren?
Christoph Berger: Es gebe keine Evidenz, dass der Impfschutz auch bei den Jüngeren abgenommen habe.

Claus Bolte: Das sei kein Widerspruch.
14:33
Booster-Empfehlung des BAG
Christoph Berger spricht:
Gemäss aktueller Daten gebe es keine Evidenz für eine Abnahme des Impfschutzes in der Allgemeinbevölkerung. Aber einzelne Studien würden darauf hinweisen, dass bei der älteren Bevölkerung der Impfschutz 10–20% abnähme (bei Pfizer/Biontec). Diesen Personen wolle man eine Optimierung des Impfschutzes ermöglichen.

Die Impfempfehlungen des BAG zu den Booster-Impfungen:
Booster für über 75-Jährige, Bewohnende von Alters- und Pflegeheimen sowie über 65-Jährige mit Vorerkrankungen.

Das Gesundheitspersonal gehöre nicht zu den besonders gefährdenden Personen. Es werde zurzeit daran gearbeitet eine Empfehlung für das Gesundheitspersonal zu erarbeiten. Im Einzelfall könne man mit dem Personalärztlichen Dienst bezüglich einer Off-Label-Booster-Impfung sprechen.

Es werde ein homologes Impfschema empfohlen: Also mit demjenigen Impfstoff den Booster zu bekommen, mit dem die Grundimmunisierung gemacht wurde.

Die Fragerunde beginnt
14:24
Zur Booster-Impfung
Claus Bolte spricht: Es geht um die Zulassung der Booster-Impfung

- Immunsupprimierte sollen eine dritte Dosis erhalten
- In der Allgemeinbevölkerung können besonders Gefährdete einen Booster erhalten

Mit nur zwei Dosen bauten die Immunsupprimierten gar keine ausreichende Immunantwort auf: Sie verfügten darum nach zwei Dosen nicht über einen notwendigen Impfschutz. Für diese Personen sei die dritte Impfung notwendig (und nicht als Booster zu betrachten).

Als «besonders Gefährdete» gelten Menschen mit z.B. Lungenerkrankungen, Diabetes, Krebs etc. (hier gilt die dritte Impfung als Booster).

In anderen Ländern sei sowohl die Gesundheitsversorgung aber auch der politische Kontext anders. Darum würden sich Zulassungsentscheide von Land zu Land unterscheiden. «Wir können stolz sein, dass wir in der Schweiz unabhängig bzw. auf die Wissenschaft gestützt entscheiden können.»

Es sei wichtig zu sagen, dass auch bei einer Booster-Impfung der Impfschutz nicht 100% sei. Ev. brauche es später eine Anpassung des Impfstoffes, um auch Mutationen abzudecken. Aber zurzeit sei der Impfstoff nicht verändert.

Bolte verlangt abschliessend eine Versachlichung der Diskussion durch die Medienschaffenden.
14:17
Es sei aber zu beobachten, dass der Impf-Schutz bei den älteren Personen abnähme. Hier würden nur noch 8 von 10 Hospitalisationen verhindert. Darum sei eine dritte Impfung sinnvoll.

Noch immer seien 1,6 Millionen Menschen im Land komplett ohne Schutz gegen das Coronavirus, sagte Stadler. Die Taskforce rechnet deshalb langfristig mit zusätzlichen 15'000 bis 30'000 Hospitalisierungen, also nochmals so vielen wie seit Beginn der Pandemie.
«Wer keine Massnahmen und keine Einschränkungen im Gesundheitswesen will, muss sich dafür einsetzen, dass die Impfquote steigt.»
14:15
Tanja Stadler spricht: Momentan gäbe es eine Verdoppelung der Fallzahlen alle 14 Tagen – gleichzeitig stagnierten die Impfzahlen.

Aus wissenschaftlicher Sicht würden folgende drei Elemente zusammenspielen:
- Qualität der Gesundheitsversorgung (Einbussen der Qualität bekämen alle zu spüren, nicht nur Covid-Patienten)
- Massnahmen
- Impfungen (diese seien aus wissenschaftlicher Sicht das beste Mittel, um eine hohe Welle zu umgehen. Denn mindestens 9 von 10 Hospitalisierungen könnten verhindert werden.)
14:09
So geht es weiter
Aufgrund der Statistik müsse davon ausgegangen werden, dass die Übertragungen von Covid steigen werden.

Der R-Wert liegt bei 1,24. Nur in zwei Kantonen ist der R-Wert noch unter 1.

75% der impfbaren Bevölkerung ist geimpft.

«Begünstigt durch die fallenden Temperaturen dürfte das Infektions-Geschehen weiter Fahrt aufnehmen.»
Aber: Jede Impfung bringe uns weiter an einen Punkt, an dem Massnahmen aufgehoben werden könnten.

«Die epidemische Situation muss weiter als ungünstig angesehen werden.»
14:06
Zur allgemeinen Lage
Patrick Mathys spricht: «Das epidemische Geschehen hat wieder Fahrt aufgenommen.»

Seit rund zwei Wochen müssten wieder steigende Fallzahlen beobachtet werden. Über die Kantone gesehen würde die 14-Tage-Inzidenz stark schwanken, besonders in der Zentral- und Ostschweiz seien die Inzidenzen stark.

Am stärksten wäre das Virus bei den 10–19-Jähringen vertreten.

Bei den Hospitalisationen sei eine Plafonierung beobachtbar: Die Gesamtbelastung der IPS würde sich kaum verändern, noch benötigten die Covid-Patienten knapp 10% der IPS-Betten, der Altersmedian der IPS-Patienten ist 57 Jahre.

Das Testvolumen stagniere – nach einer deutlichen Abnahme anfangs Oktober.
14:00
Der Point de Presse auf Fachebene beginnt
13:50
Point de Presse auf Fachebene um 14:00 Uhr
Folgende Fachleute nehmen teil:
- Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit, Bundesamt für Gesundheit BAG
- Claus Bolte, Leiter Bereich Zulassung, Swissmedic
- Christoph Berger, Präsident, Eidgenössische Kommission für Impffragen EKIF
- Tanja Stadler, Präsidentin, National COVID-19 Science Task Force
13:31
BAG meldet: 1491 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 1491 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 9 neue Todesfälle und 26 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 63 Prozent.

Gemeldet wurden 22'145 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 6,7 Prozent.
13:02
12:52
Corona-Hilfen: Initiative will Steuerzuschlag für hohe Vermögen
Mit 8648 Unterschriften ist am Dienstag die kantonale Volksinitiative «Faire Finanzierung der Corona-Hilfen» eingereicht worden. Sie verlangt einen auf drei Jahre befristeten Steuerzuschlag von 20 Prozent für die höchste Progressionsstufe bei Vermögen über 3 Millionen Franken.

Mit dem Steuerzuschlag kämen jährlich rund 100 Millionen Franken der Zürcher Staatskasse und ebenso viel den Gemeinden zugute, teilten die Initianten mit.

Die Corona-Hilfen, von denen vor allem das Gewerbe profitiere, kosteten den Kanton über eine Milliarde Franken. Dies belaste den Staatshaushalt enorm und führe zu einem Spardruck bei Bildung, Gesundheit und öffentlichem Verkehr, heisst es in der Mitteilung. Deshalb sei es gerechtfertigt, dass hohe Vermögen einen befristeten Sonderbeitrag zu Gunsten der Allgemeinheit leisten.

Hinter der Initiative steht ein Bündnis aus AL, SP, Grünen, Jungen Grünen, Juso, Gewerkschaftsbund (GBKZ) und Travail Suisse. (sda)
11:02
EU-Behörde empfiehlt Booster-Impfung mit Moderna-Präparat
Betreuerinnen des Covid-19-Impfbusses bereiten eine Spritze mit dem Moderna-Impfstoff fuer die Schuelerinnen und Schueler des Gymnasiums Wiedikon vor, am Dienstag, 7. September 2021, in Zuerich. Seit August ist der Impfstoff Spikevax von Moderna fuer Jugendliche ab 12 Jahren durch Swissmedic zugelassen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Bild: keystone
Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Corona-Auffrischungsimpfung mit dem Corona-Impfstoff des Herstellers Moderna ermöglicht.

Eine Booster-Impfung mit Spikevax könnte Menschen über 18 Jahren sechs bis acht Monate nach der zweiten Dosis gegeben werden, teilte die Behörde am Montagabend in Amsterdam mit. Bei Erwachsenen, bei denen der Schutz abgenommen hatte, waren die Werte der Antikörper den Experten zufolge durch den Booster gestiegen.

Die Experten der EMA hatten Daten aus Studien des Herstellers geprüft. «Eine Auffrischungsimpfung oder ein Booster enthält nach Empfehlung der EMA nur die Hälfte einer gewöhnlichen Impfdosis. » Das Risiko möglicher Nebenwirkungen entspreche dem bei der zweiten Dosis des Moderna-Präparates.

Eine Entscheidung über eine Booster-Impfung treffen die nationalen Behörden, wie die EMA betonte. Die Experten hatten zuvor bereits die Auffrischungsimpfung mit dem Präparat der Hersteller Pfizer und Biontech ermöglicht. (sda/dpa)
10:43
Trotz Verständnis: Baugesetz gilt auch für Terrassenwirte
Capucino, Prosecco und Organgensaft auf dem Tablett einer Kellnerin der Bar Blumenmarkt im wiedereroeffneten Aussenbereich, fotografiert am 19 April 2021 in St. Gallen.(KEYSTONE/Christian Beutler)
Bild: keystone
Im Kanton Luzern dürfen Wirte trotz Corona ihre Terrassen nicht während einer längeren Zeit ohne Baubewilligung mit temporären Dächern aufwerten. Der Kantonsrat hat am Dienstag ein dringliches Postulat von Vroni Thalmann (SVP) mit 54 zu 44 Stimmen abgelehnt.

Weil nur draussen ohne Zertifikat konsumiert werden könne, hätten verschiedene Restaurants damit begonnen, temporäre Dächer zu errichten.

Für solche Fahrnisbauten braucht es keine Baubewilligung, aber nur, wenn sie nicht länger als 30 Tage stehen. Thalmann forderte den Regierungsrat auf, diese «Frist zu verlängern, so dass die Bauten während der ganzen Wintersaison auch ohne Baubewilligung legal betrieben werden könnten.
»

Der Regierungsrat erteilte dem Ansinnen aber eine Absage. Eine Verlängerung der Frist sei aus juristischen Gründen nicht möglich. Insbesondere ausserhalb der Bauzone wäre eine Bewilligungsfreiheit während sechs Monaten oder mehr nicht bundesrechtskonform. Auch die Epidemie- und Covid-Gesetzgebung sehe keine solche Ausnahme vor. Es gebe aber bei zeitlich befristeten Bauten auch die Möglichkeit, ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren durchzuführen.

Thalmann sah das ein. Sie plädierte deswegen am Dienstag im Rat nur noch für eine teilweise Erheblicherklärung. Sie bat darum, dass der Staat den Restaurateuren nicht noch bürokratische Hürden in den Weg lege. Für pragmatische Vereinfachungen machte sich auch Jörg Meyer (SP) stark. Spielräume sollten genutzt werden können. (sda)
10:10
Luzerner Kantonsrat will zurück in den angestammten Saal
View of the Kapellbruecke bridge in Lucerne, Switzerland, pictured on August 2, 2003. The bridge was built as a guard's walkway in the 14th century and is Europe's oldest wooden bridge. Inside the bridge are 111 paintings depicting events of Switzerland's history. Parts of the bridge and of the paintings were destroyed by a fire in 1993, though it was quickly rebuilt. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Blick auf die Kapellbruecke in Luzern, aufgenommen am 2. August 2003. Die Bruecke wurde im 14. Jahrhundert als Wehrgang erbaut und ist die aelteste Holzbruecke Europas. Im Giebel der Bruecke befinden sich 111 dreieckige Gemaelde, die wichtige Szenen der Schweizer Geschichte darstellen. 1993 brannte die Kapellbruecke teilweise ab, wurde aber wieder aufgebaut. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)
Bild: KEYSTONE
Der Kantonsrat Luzern soll trotz Epidemie wieder in seinem angestammten Saal tagen können. Er hat sich am Dienstag für die Einführung einer Zertifikats- und Testpflicht ausgesprochen und eine dringliche Motion von Adrian Nussbaum (Mitte) mit 91 zu 22 Stimmen bei 2 Enthaltungen überwiesen.

Neu soll während einer Pandemie an einer Kantonsratssession nur noch teilnehmen können, wer ein Zertifikat vorweisen kann oder sich testen lässt. Der Regierungsrat muss nun eine Änderung des Kantonsratsgesetzes ausarbeiten. Er werde dies «sehr sehr schnell» tun, sagte Regierungsrat Marcel Schwerzmann (parteilos).

Ohne gesetzliche Grundlage wäre eine Zertifikatspflicht für ein Parlament nicht zulässig, weil die Ausübung politischer Rechte nicht eingeschränkt werden darf.

Wegen der Coronapandemie tagt der 120 Mitglieder zählende Luzerner Kantonsrat seit eineinhalb Jahren nicht mehr im Kantonsratssaal. Die Sessionen fanden zunächst in der Messe Luzern statt, zur Zeit tagt das Parlament in der Stadthalle Sursee. (sda)
9:35
Lockdown halbierte Nutzung des Öffentlichen Verkehrs
epa09091964 Passenger wearing protective mask works on a laptop as he rides a Swiss Federal Railways SBB CFF FFS train during the coronavirus disease (COVID-19) outbreak, in Neuchatel, Switzerland, 23 March 2021. Switzerland as many countries in Europe impose coronavirus restrictions to fight against the spread of coronavirus COVID-19.  EPA/LAURENT GILLIERON
Bild: keystone
Wegen Covid-19 waren Schweizerinnen und Schweizer um knapp ein Drittel weniger unterwegs. Im Öffentlichen Verkehr (ÖV) ging die Nutzung sogar auf die Hälfte zurück. Das zeigte ein Vergleich zwischen Januar/Februar 2021 mit der Zeit vor der Pandemie.

Im Privatverkehr nahm die durchschnittlich zurückgelegte Tagesdistanz nur um 27 Prozent ab, während ÖV-Distanzen um 52 Prozent abnahmen. Zu Fuss und auf dem Velo blieben die absolvierten Wege praktisch konstant. Dies geht aus einer Sonderauswertung der Daten des Mikrozensus (Bevölkerungsbefragung) Mobilität und Verkehr (MZMV) hervor, die das Bundesamt für Statistik (BFS) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) zusammen erstellt haben.

Durchschnittlich legten die Anfang 2021 befragten Personen täglich 21,8 km zurück, wobei nur die Strecken im Inland berücksichtigt wurden. Die mittlere Tagesdistanz pro Person war damit 9,8 km oder 31 Prozent kürzer als in der gleichen Periode des Vorjahres. Besonders stark verkürzt haben sich mit minus 39 Prozent die Tagesdistanzen der 18- bis 24-Jährigen. Grund dafür dürften gemäss BFS die geschlossenen Freizeiteinrichtungen und die Fernunterrichts-Pflicht an den Hochschulen gewesen sein.

Der Untersuchungszeitraum beschränkte sich aus Gründen der Datenverfügbarkeit auf die acht Pandemiewochen zwischen dem 10. Januar und dem 6. März 2021, also ungefähr auf die Zeit des «zweiten Lockdowns». Verglichen wurden die Daten mit der entsprechenden Vorjahresperiode, als sich die Covid-19-Pandemie hierzulande noch kaum auf die Mobilität ausgewirkt hatte.

Die Freizeitaktivitäten verlagerten sich in den beobachteten Pandemiewochen Richtung nicht-sportliche Aussenaktivitäten, namentlich Spaziergänge: Die dabei zurückgelegten Wege vergrösserten sich um mehr als die Hälfte. Gesamthaft wurden aber für Freizeit-Beschäftigungen 34 Prozent weniger Strecken zurückgelegt. Obwohl der Rückgang stärker war als bei Arbeitswegen (minus 27 Prozent) blieb die Freizeit mit 38 Prozent der wichtigste Grund für die Fortbewegung.

Auffallend ist, dass trotz Teil-Ladenschliessungen und vermehrtem Online-Shopping die zurückgelegten Einkaufsdistanzen sich in der Pandemie kaum verringert haben.


Die Hälfte der Befragten haben Anfang 2021 - während der partiellen Home-Office-Pflicht - zumindest einen Teil ihrer Arbeit von zu Hause aus erledigt. Ein Jahr davor - also vor der Pandemie - waren es gemäss BFS aber auch schon 38 Prozent gewesen.
9:24
9:00
Coronavirus lässt Berufs- und Freizeitunfälle sinken
Die Covid-19-Pandemie hat in der Schweiz 2020 zu weniger Berufs- und Freizeitunfällen geführt. Wie die Unfallversicherung Suva mitteilte, beträgt der Rückgang 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Noch etwas über 800'000 Unfälle wurden den Unfallversicherern gemeldet.

Die Suva führt die Statistik für alle Unfallversicherer von Berufstätigen und Stellensuchenden. Auffallend war im vergangenen Jahr, dass die Unfälle von Stellensuchenden um 5,3 Prozent zunahmen, weil die Arbeitslosenzahlen in der Corona-Krise stiegen.

Wie die Suva am Dienstag schreibt, sank die Zahl der Freizeitunfälle um 9,1 Prozent deutlicher als jene der Berufsunfälle mit einer Abnahme um 5,2 Prozent. Auch diese Entwicklung lässt sich auf die Pandemie zurückführen: Viele sportliche Aktivitäten liessen sich nicht ausüben, so dass die Sportunfälle deutlich abnahmen.

Insgesamt gab es gut 264'000 Berufsunfälle oder Fälle von Berufskrankheiten. Hinzu kamen 522'000 Freizeitunfälle. Gut 16'000 Mal verunglückten Stellensuchende. (sda)
6:07
Thailand meldet kurz vor der Öffnung sinkende Neuinfektionen
Wenige Tage vor der Öffnung für den internationalen Tourismus hat Thailand erstmals seit Monaten weniger als 8000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Die Behörden meldeten am Dienstag 7706 neue Fälle – das ist der niedrigste Wert seit dem 8. Juli. 66 Menschen starben in Zusammenhang mit Covid-19.
epa09544964 A hotel official wearing a protective suit escorts an international arriving passenger to a 14-day quarantine upon his arrival at the Suvarnabhumi Airport in Samut Prakan province, near Bangkok, Thailand, 25 October 2021. Thailand is set to reopen the country on 01 November 2021 to allow fully vaccinated foreign tourists from low-risk of coronavirus pandemic countries to visit the kingdom without undergoing quarantine requirements, which is aimed to boost the tourism industry and its economy.  EPA/RUNGROJ YONGRIT
Bild: keystone
Der Verlauf des jüngsten Ausbruchs in dem südostasiatischen Urlaubsland mit 70 Millionen Einwohnern war lange ungewöhnlich: Zwar waren die Zahlen seit August – als ein Höchstwert von mehr als 23'000 Neuinfektionen verbucht worden war – gesunken, jedoch stagnierten sie wochenlang zwischen 9000 und 12'000 neuen Fällen am Tag.

Die Regierung hatte vor zwei Wochen angekündigt, seine Grenzen am 1. November für vollständig Geimpfte aus zehn Ländern zu öffnen, darunter auch aus Deutschland. Vor wenigen Tagen wurde die Liste auf 46 Länder ausgeweitet. Nun dürfen etwa auch Touristen aus Österreich und der Schweiz wieder in das für seine Strände, Tempel und tropischen Dschungel bekannte Urlaubsparadies einreisen.

Voraussetzung sind ein PCR-Test vor der Abreise, ein PCR-Test nach der Ankunft, die Buchung eines spezialisierten Hotels für die erste Nacht und eine Krankenversicherung, die Reisende im Covid-Fall abdeckt. Zudem müssen sich Urlauber vor der Abreise mindestens 21 aufeinanderfolgende Tage in einem der berechtigten Staaten aufgehalten haben und für den neuen «Thailand Pass» registrieren, der das komplizierte bisherige Verfahren des «Certificate of Entry» ersetzen wird. Ungeimpfte müssen weiterhin zehn Tage in Hotelquarantäne. (sda/dpa)
1:11
USA-Reisen ab November möglich nach Impfung mit anerkannten Stoffen
Ab dem 8. November können Ausländer wieder in die USA einreisen, wenn sie mit international anerkannten Präparaten vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Akzeptiert würden dabei Impfstoffe, die eine Zulassung oder Notfallzulassung der US-Arzneimittelbehörde FDA oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekommen hätten, teilte das Weisse am Montag in Washington mit.

Dies gilt derzeit für die Präparate von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna, Johnson&Johnson, Sinopharm und Sinovac. Reisende müssten ihren Impfstatus der jeweiligen Airline nachweisen, bevor sie ein Flugzeug in die USA besteigen, hiess es weiter. Voraussetzung sei eine komplette Impfung gegen das Coronavirus.
epa09500157 A person looks out while standing in the ?Levitation? space, which features a glass floor and is one of the rooms in the new Summit One Vanderbilt observation deck, being called ?Air by Kenzo Digital?, in New York, New York, USA, 01 October 2021. The observation floors, which have 360 views of New York City from the top of the One Vanderbilt building, are designed as immersive art experiences designed by artist Kenzo Digital, and will open to the public on 21 October 2021.  EPA/JUSTIN LANE
Bild: keystone
Als vollständig geimpft gelten Menschen demnach mindestens zwei Wochen nach Erhalt ihrer letzten erforderlichen Spritze. Das Weisse Haus betonte, auch eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen werde hier akzeptiert – sofern die Präparate von der FDA oder der WHO zugelassen seien.

Es gelten nur wenige Ausnahmen von der Impfpflicht für internationale Reisende, zum Beispiel für Kinder oder Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können. US-Bürger sind ohnehin von den Impf-Vorgaben für eine Einreise ausgenommen. (sda/dpa)
18:37
Prüfen und Ausstellen von Zertifikaten kurzzeitig nicht möglich
Bei den Covid-Zertifikaten sind am Montagnachmittag kurzzeitig Probleme aufgetreten. Betroffen waren die Prüfung und die Ausstellung von Covid-Zertifikaten.

Die Störung dauerte von 15.03 Uhr bis 15.14 Uhr, wie das Bundesamt für Informatik (BIT) mitteilte. Demnach war der Zugriff auf das Internet Ursache des Problems.

Bereits am Freitag vor einer Woche gab es technische Probleme mit den Zertifikaten. «Zertifikat mit ungültiger Signatur» lasen Nutzer gegen 19.30 Uhr auf ihrem Smartphone. Der Grund war eine Panne bei den Bundesämtern für Gesundheit (BAG) und Informatik (BIT). Gemäss Angaben des BIT vom darauffolgenden Samstag hatte das Schweizer System am Freitag falsch auf Wartungsarbeiten in der EU reagiert. (sda)
17:18
Moderna: Corona-Impfung bei Kindern mit "robuster Wirkung"
FILE - In this Dec. 29, 2020, file photo a Chester County, Pa., Health Department worker fills a syringe with Moderna COVID-19 vaccine before administering it at the Chester County Government Services Center in West Chester, Pa. Moderna said Monday, Oct. 25, 2021 that a low dose of its COVID-19 vaccine is safe and appears to work in 6- to 11-year-olds. It is the second U.S. vaccine aimed at eventually being offered to children. (AP Photo/Matt Slocum, File)
Bild: keystone
Der US-Impfstoffhersteller Moderna hat sein Vakzin gegen Covid-19 eigenen Angaben zufolge erfolgreich bei Kindern getestet.

Die Ergebnisse einer Phase 2/3-Studie mit 4753 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen sechs und elf Jahren zeigten eine «robuste» Anzahl an Antikörpern, wie Moderna am Montag mitteilte. Komplette Datensätze wurden nicht veröffentlicht, ausserdem wurde die Studie noch in keinem Fachmagazin vorgestellt.

Modernas Corona-Impfstoff ist in den USA und der Europäischen Union für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Ältere Kinder und Jugendliche können dort bisher nur mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer immunisiert werden. Am Dienstag wird zudem ein Expertengremium der US-Arzneimittelbehörde über eine Zulassung von abgeschwächten Dosen von Biontech/Pfizer für Fünf bis Elfjährige beraten. (sda/dpa)
15:46
Bundesamt für Informatik meldet Störung bei Covid-Zertifikaten
Bei den Covid-Zertifikaten sind am Montagnachmittag sporadisch Probleme aufgetreten. Betroffen waren die Covid-Zertifikats-App und die App zum Kontrollieren der Zertifikate.

Das Bundesamt für Informatik (BIT) arbeite «mit Hochdruck an der Behebung der Störung», wie es mitteilte.

Bereits am Freitag vor einer Woche gab es technische Probleme mit den Zertifikaten. «Zertifikat mit ungültiger Signatur» lasen Nutzer gegen 19.30 Uhr auf ihrem Smartphone. Der Grund war eine Panne bei den Bundesämtern für Gesundheit (BAG) und Informatik (BIT). Gemäss Angaben des BIT vom darauffolgenden Samstag hatte das Schweizer System am Freitag falsch auf Wartungsarbeiten in der EU reagiert. (sda)
13:31
BAG meldet: 3297 neue Corona-Fälle
In der Schweiz und in Liechtenstein sind dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) 3297 neue Coronavirus-Ansteckungen gemeldet worden. Gleichzeitig registrierte das BAG 15 neue Todesfälle und 49 Spitaleinweisungen. Der Anteil der vollständig Geimpften liegt bei 62,9 Prozent.

Gemeldet wurden 64'922 Tests. Deren Positivitätsrate lag bei 5,1 Prozent.
13:10
Putin ordnet schärfere Massnahmen an
epa09534605 Russian President Vladimir Putin chairs a meeting with members of the government via teleconference call at Novo-Ogaryovo state residence outside Moscow, Russia 20 October 2021.  EPA/ALEXEI DRUZHININ / SPUTNIK / KREMLIN POOL MANDATORY CREDIT
Bild: keystone
Angesichts immer neuer Corona-Höchststände hat Russlands Präsident Wladimir Putin weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens angeordnet. So müssen künftig Restaurants, Bars und Clubs nachts zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr schliessen, wie aus einem Dokument auf der Kreml-Homepage hervorgeht.

Vor dem Hintergrund einer weiterhin recht niedrigen Impfquote ordnete Putin zudem zwei freie Tage für Arbeitnehmer an, die sich eine Injektion verabreichen lassen.

In sechs Regionen – darunter in Perm und in Woronesch – begannen unterdessen am Montag arbeitsfreie Tage, die zunächst bis zum 7. November angesetzt sind. Russlandweit soll am Samstag eine arbeitsfreie Woche beginnen. Mit dieser Massnahme soll der zuletzt dramatischen Entwicklung bei Corona-Neuinfektionen und Todesfällen entgegengewirkt werden. Viele Arbeitnehmer befürchten jedoch, dass sie in dieser Zeit – anders als von Putin in Aussicht gestellt – ihren Lohn nicht weitergezahlt bekommen.

Laut offizieller Statistik zählten die russischen Behörden am Montag mehr als 37'900 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie. Im selben Zeitraum starben demnach 1069 Menschen. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen. Vollständig geimpft sind im grössten Land der Erde erst knapp 34 Prozent der 146 Millionen Menschen. (sda/dpa)
10:59
Stadt Zug zahlt Pflegekräften einen Corona-Bonus aus
Im Kampf gegen das Coronavirus benötigt das medizinische Personal dringend Schutzausrüstung. Der Bundesrat hat nun die Exporte aus der Schweiz beschränkt. (Archivbild)
Bild: KEYSTONE
Die Stadt Zug zahlt den Pflegekräften mit dem Überschuss der Jahresrechnung 2020 einen einmaligen Corona-Bonus von insgesamt 150'000 Franken aus - als Anerkennung für die Arbeit, welche die Pflegenden während der Corona-Pandemie leisten.

Die Gelder würden über die Arbeitgeber ausbezahlt, teilte der Zuger Stadtrat am Montag mit. Die Institutionen seien verpflichtet, in einem kurzen Bericht offenzulegen, wie das Geld zu Gunsten des Pflegepersonals verwendet werde.

Alters- und Pflegeheime erhalten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 50'200 Franken, Spitäler und Kliniken 61'200 Franken, die Spitex 38'000 Franken und freiberufliche Spitex-Mitarbeitende 600 Franken. (sda)
9:38
ZH-Regierungsrat muss zu Gratistests für Junge Stellung beziehen
Der Zürcher Regierungsrat muss innerhalb von fünf Wochen Stellung dazu beziehen, ob er kostenlose Corona-Tests für unter 25-Jährige sinnvoll fände oder nicht. Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes SVP-Postulat für dringlich erklärt.

Für die Dringlichkeit stimmten 78 Ratsmitglieder. 60 waren für die Dringlicherklärung nötig. Inhaltlich wurde damit nichts beschlossen. Es wurde lediglich eine schnellere Antwort vom Regierungsrat verlangt, ob er das Postulat annehmen oder ablehnen will.

Eingereicht wurde der Vorstoss von der SVP-Fraktion, welche am Montag einmal mehr die indirekte Impfpflicht kritisierte. Es sei unredlich, wenn der Bundesrat sage, es gebe keine Impfpflicht aber gleichzeitig die Schraube immer mehr anziehe.

Der Kanton solle nun einspringen und die Tests zahlen, schliesslich sei es «in unser aller Interesse», wenn sich möglichst viele Leute testen liessen. Mit dieser Ansicht stand die SVP zwar ziemlich alleine da. Dieser Vorstoss sei nicht hilfreich, um aus der Pandemie zu kommen, fand etwa die SP. Schliesslich seien es gerade die Jungen, die nun auf der Intensivstation landen würden.

Die SP stimmte trotzdem mehrheitlich für die Dringlicherklärung - allerdings nur, weil die SP die Antwort des Regierungsrats möglichst rasch erhalten will.
8:46
Covid-19 lässt in der Schweiz die Lebenserwartung sinken
Die Covid-19-Pandemie hat die Lebenserwartung in der Schweiz sinken lassen. Für Männer, die 2020 geboren wurden, ging sie um 0,9 Jahre auf 81,0 Jahre zurück, für Frauen um 0,5 Jahre auf 85,1 Jahre. Das teilte das Bundesamt für Statistik am Montag mit.

Mehr dazu hier:
8:16
Zehntausende dürfen in China nicht aus dem Haus
China stemmt sich mit strengen Massnahmen gegen eine neue Welle von Corona-Infektionen. Behörden ordneten am Montag den Lockdown des nordchinesischen Landkreises Ejin an, der sich im Grenzgebiet zur Mongolei befindet. Zehntausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht mehr zu verlassen. Aus Ejin stammen rund ein Drittel der etwa 150 Infektionen, die seit der vergangenen Woche in China registriert wurden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine strikte «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus bisher weitgehend im Griff. Jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Ausbrüchen, die dann mit grossem Aufwand unter Kontrolle gebracht werden.

Wie Staatsmedien berichteten, wurde die aktuelle Welle durch eine Einschleppung des Virus aus dem Ausland ausgelöst. Eine chinesische Reisegruppe, die in mehreren Provinzen unterwegs war, verbreitete das Virus dann im Land. Mittlerweile sind mindestens elf Provinzen von dem Ausbruch betroffen. Auch Peking verzeichnete einige Infektionen. Ein für kommenden Sonntag in der Hauptstadt geplanter Marathon wurde abgesagt.

Der aktuelle Ausbruch befinde sich «in einer rasanten Entwicklungsphase», wurde ein stellvertretender Direktor des Seuchenkontrollbüros der Gesundheitskommission zitiert. Man erwarte, dass die Zahl der entdeckten Fälle in den nächsten Tagen weiter steigen wird. (sda/dpa)
7:33
Corona-Beschränkungen: Südkorea kündigt Rückkehr zur Normalität an
epa09544758 South Korean President Moon Jae-in speaks at the National Assembly in Seoul, South Korea, 25 October 2021. President Moon spoke for parliamentary cooperation in passing an expansionary government budget for next year designed to help tide South Korea over the deepening difficulties facing its economy.  EPA/Chung Sung-Jun / POOL
Bild: keystone
Südkoreas Präsident Moon Jae In kündigte für November eine «allmähliche Rückkehr zum normalen Leben» nach der Pandemie an. Während einer Haushaltsrede im Parlament am Montag sagte Moon, dass der Schulunterricht in Klassenzimmern wieder vollständig aufgenommen werde und auch Gemeinschaftszentren für Senioren auf Normalbetrieb umstellen würden. Gleichzeitig betonte er, dass einige epidemiologische Massnahmen auf absehbare Zeit weiterhin in Kraft bleiben werden, darunter die Maskenpflicht.

Am Samstag hatten Südkoreas Gesundheitsbehörden verkündet, über 70 Prozent der Bevölkerung von rund 52 Millionen vollständig geimpft zu haben. Die im Februar begonnene Impfkampagne lief zunächst schleppend an, nahm jedoch aufgrund gestiegener Impfstofflieferungen in den letzten Monaten deutlich Fahrt auf.

Südkorea ist bislang im internationalen Vergleich gut durch die Pandemie gekommen. Die täglichen Infektionszahlen blieben dank vieler Tests und schneller Kontaktverfolgung der Behörden durchgehend niedrig, ohne dass jemals flächendeckende Lockdowns verhängt wurden. Seit diesem Sommer jedoch kämpft das Land mit einer vierten Corona-Welle, im Zuge derer sich die täglichen Infektionszahlen wieder deutlich erhöht haben. Am Montag meldeten die Behörden 1423 Ansteckungen und 21 Todesfälle. (sda/dpa)
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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie

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Das Coronavirus in der Schweiz – eine Chronologie
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Was junge TikTok-Stars zur Pandemie zu sagen haben

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