Schweiz
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Wie lange dauert es, bis ein Lockdown Wirkung zeigt? Zahlen aus China zeigen es



Einige Länder in Europa haben diese oder bereits letzte Woche angesichts der Coronavirus-Pandemie eine Ausgangssperre für die Bevölkerung verfügt. Auch in der Schweiz fordern einige Kantone eine Ausgangssperre. In China haben die Lockdowns gezeigt, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt und sogar gestoppt werden kann.

Doch wie lange dauert es, bis die Wirkung dieses drastischen Einschnittes in das öffentliche Leben sichtbar wird? Wann gehen die Fallzahlen zurück? Die Zahlen aus China und Südkorea geben einen Einblick:

Wann entspannte sich die Lage in China?

Die jetzige Pandemie nahm in China ihren Ursprung. Wissenschaftler vermuten, dass die ersten Viren auf einem Fischmarkt in Wuhan im Bezirk Hubei auf den Menschen übertragen wurden. Dies war im Dezember 2019. Am 23. Januar wurde der Notstand ausgerufen und am 29. Januar stellte die chinesische Regierung alle betroffenen Städte unter Quarantäne.

Die Kurve der Infizierten flacht laut den Zahlen von Worldometer am 13. Februar ab. Das sind 21 Tage nach Ausrufung des Notstandes und etwa zwei Wochen nach Durchsetzung der Ausgangssperre in den betroffenen Gebieten.

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Daten: Worldometer. Bild: watson

Wann entspannte sich die Lage in Südkorea?

Ähnliches lässt sich in Südkorea beobachten. Der erste Patient wurde am 20. Januar positiv auf das Coronavirus getestet. Die Regierung reagierte umgehend und fing an, Verdachtsfälle zu testen. Am 18. Februar infizierten sich an einer religiösen Veranstaltung 70 weitere Personen in der Stadt Daegu.

Die Behörden erklärten sofort den Notstand für die Stadt. Die Universitäten und Schulen verlängerten die Ferien, die Menschen blieben zu Hause. Ab dem 2. März – ebenfalls etwa zwei Wochen nach Verhängung des Notstandes – beginnt die Kurve der Anzahl Fälle abzuflachen.

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Daten: Worldometer Bild: watson

Das Beispiel Südkorea zeigt, wie wirksam das konsequente Befolgen der Massnahmen der Regierung sein kann. Obwohl die Ausgangssperren erst am 20. Februar verhängt wurden, waren die Strassen bereits zwei Tage vorher wie leergefegt.

Was würde das für Italien bedeuten?

Italien hat am 9. März in den betroffenen Gebieten eine Ausgangssperre verhängt. Geht man davon aus, dass sich die Anzahl Fälle nach Einsetzen der Ausgangssperre in Italien ähnlich entwickeln wie in China, sollte die Kurve am 23. März abflachen, also 14 Tage danach.

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Daten bis 18. März: Worldometer. Ab 18. März wurde eine ungefähre Voraussage berechnet. Bild: watson

Wie würde es in der Schweiz aussehen?

Die Schweiz hat am 16. März schärfere Massnahmen erlassen. Restaurants und Bars müssen schliessen, der ÖV wurde eingeschränkt. Sollten diese Massnahmen reichen, sollte die Kurve nach dem Modell China und Südkorea etwa am 30. März abflachen.

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Daten bis 18. März: Worldometer. Ab 18. März wurden eine ungefähre Voraussage berechnet. Bild: watson

Es gibt allerdings Befürchtungen, dass die Massnahmen nicht reichen und Bilder von flanierenden Menschenmassen zeigen, dass die Bevölkerung sich nur teilweise an die Empfehlungen des Bundes hält. Sollten die Kritiker recht behalten, dürfte die Kurve erst zwei Wochen nach Verhängung einer strikten Ausgangssperre wieder flacher werden. Was jedoch nicht heisst, dass dann die Ausgangssperre bereits wieder aufgehoben wird. (leo)

Diese Annahmen wurden getroffen:

Die Zahlen in den Grafiken sind auf dem Stand vom 18. März und stammen alle von Worldometer. Für die Entwicklung der Kurve in Italien und in der Schweiz haben wir angenommen, dass sich die Fälle bis zum Eintreten der Wirkung der Ausgangssperre alle vier Tage verdoppeln und anschliessend abflachen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alex Fuchs (1) 20.03.2020 08:00
    Highlight Highlight danke an den *Autor* von Watson für diesen Super-artikel! Besser als alles vom BAG. ;-)
  • Der Rückbauer 20.03.2020 07:29
    Highlight Highlight Sehr interessanter Beitrag, der leider im Bundeshaus noch nicht angekommen ist. Bei den Bayern oder den Oesterreichern zum Beispiel schon vor einigen Tagen.
  • i schwörs 20.03.2020 07:02
    Highlight Highlight Interessamt wäre es zu sehen, ob es nach der Aufhebung der Massnahmen zu einem erneuten Anstieg kommt. Dazu muss man dann wohl nochmals mindestens 2 Wochen warten.
  • Canuck79 20.03.2020 01:46
    Highlight Highlight Man solte vielleicht auch nicht vergessen, dass Menschen in China danach nur noch mit Maske aus dem Haus durften. Und bei den vielen ungetesteten in der Schweiz, dürfte ein Rückgang ohne Masken bestimmt massiv länger dauern.
  • Ganjaflash 20.03.2020 00:52
    Highlight Highlight Mein Cannabis Dealer liefert jetzt auch nach Hause. Finde ich eine tolle Geste das er auch besorgt um seine Kunden ist.
  • Kubod 20.03.2020 00:29
    Highlight Highlight Die Abflachung der Kurve in China wurde vor allem durch zwei Massnahmen erreicht.
    A) Grossflächige Tests auf Coraonavirus und B) sobald jemand als Virusträger erkannt wurde, wurde der Patient in spezialisierte Krankenhäuser gebracht.
    Kein Kontakt mehr zu anderen Menschen. Auch nich zur Familie.
    Sind wir bereit dazu?
  • TWilli 19.03.2020 23:36
    Highlight Highlight Ich arbeite am Bahnhof in einem noch geöffneten Laden. Es sind noch viel zu viele Leute "unnötig" in Gruppen unterwegs. Vor allem Junge, die schulfrei geniessen, aber auch ältere Personen. Eine Ausgangssperre muss fast kommen. Der Bundesrat wird sich ja morgen wieder treffen, dann sehen wir weiter
  • Nibu 19.03.2020 22:43
    Highlight Highlight Ausgangssperre für alle seit es erste Corona Fälle in der Lombardei gab.
    15 Tage und jetzt wär der Spuck schon vorbei bzw.hätte gar nicht angefangen.
  • Clank 19.03.2020 20:54
    Highlight Highlight Seid ihr euch denn sicher, dass die Kurve in China abgeflacht infolge des Massnahmen oder liegt nicht einfach daran, dass der Peak lokal erreicht wurde, sprich alle bereits erkrankt oder immun geworden sind.
    Denn andersrum heisst es ja nur, dass jeder Staat von Anfang an, mit einem Lockdown hätte handeln müssen. Egal wo man schaut, ein bisschen Händewaschen und Abstand halten nützt ja nichts.
    • Maragia 19.03.2020 23:11
      Highlight Highlight In städten, die eine Bevölkerung von über 8 Mio haben? Das hat sehrwohl mit den Massnahmen zu tun!
  • Froggr 19.03.2020 19:58
    Highlight Highlight Ich denke am meisten Sinn würde eine Ausgangssperre für über 65 Jährige machen. Diese Arbeiten nicht mehr und können somit sowieso zu Hause bleiben. Das Risiko für sie würde so gegen null gehen. Und möglicherweise können so die übrigen Unter 65 Jährigen tatsächlich wie es Holland probiert immun werden. Win win.
    • Pummeleinhorn 19.03.2020 21:10
      Highlight Highlight @Froggr
      Es geht nicht nur um die älteren Menschen, sondern auch um die Menschen mit einer chronischen Krankheit u.s.w eine Ausgangssperre für über 65-Jährige hätte vielleicht Sinn gemacht, wenn man das von Anfang gemacht hätte, aber so einfach ist das nicht da auch jüngere an einer chronischen Krankheit leiden können und wie ich heute im Artikel gelesen habe liegen auch jüngere auf der Intensivstation ohne mit einer Vorerkrankungen wir müssen miteinander da durch egal wie alt jemand ist, es kann jeden von uns treffen.
    • Fairness 20.03.2020 06:24
      Highlight Highlight @Froggr
      Man weiss noch nicht, ob es immunisiert. Einzelne Patienten erkrankten ein zweites Mal.
    • ands 20.03.2020 07:39
      Highlight Highlight Als "Vorerkrankung" gelten auch Diabetes und Bluthochdruck. Also die verbreitetsten Volkskrankheiten. Ausserdem: Was passiert mit dem Personal des Gesundheitswesens? Diese haben täglich Kontakt mit Risikopatienten. Dürften sie dann noch in die Öffentlichkeit, mit ihren Kindern spielen oder im Ehebett schlafen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • beaetel 19.03.2020 19:52
    Highlight Highlight Egal was man unternimmt, angesteckt wird schlussendlich jeder! Die Frage ist einfach wie schnell! Mit den Massnahmen vom Bund, sind die Weichen gestellt. Jetzt liegt es an jedem Einzelnen von uns und ... da hapert es halt praktisch bei allen Menschen, die ich kenne. Macht der Gewohnheit, nicht Ernstnehmen, Kinderstubendefizite. Dennoch sollten wir uns eine Chance geben, Lernfähigkeit zu beweisen, wie es sich für eine Demokratie geziemt. Im Moment lechzen die Medienleute fast danach, dass wir diktatorisch regiert werden sollten. Typisch Medien halt - Verantwortungsbewusstsein? Mangelhaft!
  • Glenn Quagmire 19.03.2020 19:38
    Highlight Highlight Es ist ja nett, dass viele Alte freiwillig mithelfen, die AHV zu sanieren. Aber wiesoooooo??? müssen all diese Kevins, Justins und Liams munter auf dem Spielplatz mit 20 anderen (lernschwachen?) Kindern spielen?
  • IfyouNeverNevergoyouwillNeverNeverknow 19.03.2020 19:35
    Highlight Highlight Geklaut aber gut:
    „Nachdem ich gerade wieder hörte, es wäre doch alles nur Panikmache, unnötig und die Maßnahmen komplett überzogen, da der Coronavirus eh "nur" bei drei Prozent tödlich verläuft, gibts hier eine kleine Rechenaufgabe für unsere Intelligenzbestien.
    Wenn ich dir 100 Smarties gebe, dir aber sage, dass drei davon vergiftet sind, würdest du dann auf gut Glück trotzdem 97 davon essen? Nein? Gratuliere, du hast soeben erkannt, wofür die Maßnahmen, die dich so ärgern und die du so unnötig findest da sind... Freut mich dass ich helfen konnte...“
    • predox 19.03.2020 21:12
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt ein wenig: Wenn die Mortalitätsrate 3% beträgt, dann muss man im Vergleich nur ein Smarties essen, schliesslich bekommst du Corona ja nicht 97 mal. Ausserdem würde sich nach jedem gegessenen Smarties die Wahrscheinlichkeit ein Vergiftetes zu essen ändern. Aber, die Message bleibt die selbe: Nein, ich würde auch kein Smarties nehmen, wenn ich nur eins nehmen müsste und ja deshalb sind die Massnahmen wichtig und sinnvoll.
  • -thomi- 19.03.2020 18:53
    Highlight Highlight Lest mal das da:

    https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/corona-gesellschaft-wider-die-vernunftpanik-kolumne-a-772e1651-f393-4bc6-8f79-79dc7a5ed025

    und fragt Euch, Watsons, ob Ihr nicht auch daran erkrankt seid.
    • Majoras Maske 19.03.2020 19:15
      Highlight Highlight Danke für den Link. Das spricht mir aus der Seele. Musste vor kurzem unfreiwillig ins Büro gehen und wir waren nur ZWEI Personen im ganzen Wagon. Ich bin sicher die Kurve wird aufgrund des bereits getroffenen massiven Einschränkungen zurückgehen und die wenigen Leuten im Park ändern daran herzlich wenig wenn der Rest des Landes still steht. Statt zu sehen was noch ist, sollte man sich daran erinnern wie es bis vor kurzem noch war.
    • Eagle 19.03.2020 19:35
      Highlight Highlight Wow! Ein fetter Artikel, in jeder Hinsicht.
      Top, merci 👍🏻
    • Antinatalist 19.03.2020 19:44
      Highlight Highlight Der deutsche Thiel. Der Typ, dessen Kolumnen man gar nicht wahrnehmen würde, hätte er keinen Irokesenschnitt.

      Naja. Er hat vergessen, dass vorallem Eltern von Kindern in den letzten Wochen panisch geworden sind. Und diese hängen nun draussen rum und geniessen den Gratisurlaub, der eigentlich keiner ist. Da kann man sich schon drüber aufregen, insbesondere, wenn man als kinderlose Person doppelt und dreifach dafür aufkommen muss.
  • Thomas G. 19.03.2020 18:36
    Highlight Highlight China hat nach 670 Fällen die Notbremse gezogen. Die können offenbar besser rechnen. Wir haben jetzt schon fast 10x mehr Fälle und noch immer hofft der Bundesrat auf die Vernunft. Das Risiko ist gross dass wir mehr Tote haben werden als China. Leider. Ich hoffe ich liege falsch.
    • Realist20 19.03.2020 19:59
      Highlight Highlight Der Staat glaubt an das Volk. Aus meiner Sicht und gestützt auf Erfahrung der wohl grösste Fehler in der jüngeren Geschichte der Schweiz. Ausgangssperre durchziehn und einbuchten oder abk... wer sich nicht dran hält dann ist die Schweiz in 14 Tagen Virusfrei!
    • KarlWeber 20.03.2020 10:26
      Highlight Highlight Die Schweiz hat beim Beschluss ihres Lockdown light bestimmt wesentlich weniger Fälle als China. 670 Fälle, dass kann nie und nimmer stimmen. Mitte November sind die ersten Patienten mit COVID-19 in China entdeckt worden. Es vergingen also 2.5 Monate bis zum Lockdown.

      2.5 Monate in denen das Virus unkontrolliert zirkulieren konnte.
  • Jason84 19.03.2020 18:20
    Highlight Highlight Ich halte mich zuhause auf. Ausser tagsüber. Da bin ich 9 Stunden lang mit ca 150 Menschen auf einer Baustelle. Dies bei 5 ToiToi und einer! Gelegenheit zum Hände waschen.
    Läuft in der Schweiz.
    • Thomas G. 19.03.2020 18:37
      Highlight Highlight Super. 150 Fälle mehr plus Familienangehörige x 3. Also locker 1000 Fälle mehr von einer einzifen Baustelle.
    • Majoras Maske 19.03.2020 19:21
      Highlight Highlight Im Freien ist das Ansteckungsrisiko wesentlich geringer weil der Wind das Virus verdünnt.
    • Antinatalist 19.03.2020 19:46
      Highlight Highlight @Jason84: Aber Bauarbeiter tragen doch immer Handschuhe... 🙄

      @Thomas G.: Und ja, jetzt sieht man, wo die Reproduktion und die Folge dessen, die Verdichtung, hinführt. Gerade Eltern sind die Uneinsichtigen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Matthiah Süppi 19.03.2020 18:14
    Highlight Highlight Wir brauchen die Ausgangssperre jetzt!
  • walsi 19.03.2020 18:14
    Highlight Highlight Ich kann ab morgen endlich Homeoffice machen, obwohl sich unsere obersten Bosse dagegen gewehrt haben. Ärztliche Empfehlung.

    Ich muss die nächsten 4 Wo. nicht aus dem Haus. Kluger Rat Notvorrat.
  • Resche G 19.03.2020 18:08
    Highlight Highlight Koch: "Im Tesin ist die Situation dramatisch"

    In den nächsten 12 Tagen wird sich die Anzahl pflegebedürftiger im minimum alle drei Tage verdoppeln.

    Da die kranken auch lange gepflegt werden müssen (~14 Tage) würden sicher noch 10x mehr Better benötigt. =>

    10x mehr !!!
  • Michael Scott 19.03.2020 17:52
    Highlight Highlight Die Kurve wird in der Schweiz eben nicht so abflachen. China hat ganze Städte unter Quarantäne gesetzt, alles geschlossen und ganze Quartiere desinfiziert. Wenn bei uns keine verschärften Massnahmen kommen, dann wird es schlimmer als in Italien.
    • Antinatalist 19.03.2020 19:38
      Highlight Highlight Mal so auf diese Art und Weise eine in die Fresse zu bekommen tut den Schweizern ganz gut.
    • HugoBalls 19.03.2020 19:54
      Highlight Highlight In China funktionieren einzelne Städte aber auch wie eigene Ökosysteme, also etwas einfacher abzuriegeln.
    • Sir Lanzelot 19.03.2020 19:55
      Highlight Highlight Spätesten bei 9 Mio flacht sie ab...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Erklärbart. 19.03.2020 17:50
    Highlight Highlight Ich schreibe es wirklich nicht gerne - zumal in meiner Nachbarschaft viele Familien mit Kindern wohnen. Kinder 24h drin zu haben ist eine grosse Herausforderung - trotzdem halten sich seit vorgestern die meisten daran - man sieht kaum Kinder draussen. Aber jetzt schaue ich gerade aus dem Fenster - was sehe ich? Im Block vis-a-vis sitzen zwei pensionierte Pärchen bei Wein zusammen. Sie wohnen im selben Block - jetzt sitzen sie bei den anderen auf dem Balkon.

    Ich liebe warmes Wetter, etc. Trotzdem bleiben meine Familie und ich drin.

    Eigenverantwortung klappt nicht lieber Bund. JETZT handeln!!
    • Majoras Maske 19.03.2020 19:46
      Highlight Highlight Hast du denn diese zwei Pärchen den lieben langen Tag ganz genau kontrolliert? Woher willst du denn wissen, dass sie für mehr als für diesen Balkonbesuch draussen waren? Es ist sehr unwahrscheinlich sich beim Weg zum Nachbar anzustecken.

      Warum soll die Eigenverantwortung nicht funktionieren, wenn laut deiner Aussage kaum Kinder mehr draussen sind? Schwarze Schafe würde es auch geben wenn die Polizei eine Ausgangssperre durchsetzen müsste und wenn Rentner ihr Leben riskieren, dann ist es in erster Linie ihr persönliches Pech und kein Grund Millionen einzusperren.
    • Erklärbart. 19.03.2020 20:47
      Highlight Highlight "dann ist es in erster Linie ihr persönliches Pech und kein Grund Millionen einzusperren." Das ist doch genau das Problem der Eigenverantwortung. Wenn jeder so argumentieren würde, quasi: joa, mein Problem wenn ich angesteckt werde, dann können wir die Übung gleich abbrechen und in den normalen Zustand zurückkehren.
    • Majoras Maske 19.03.2020 21:43
      Highlight Highlight Ich habe aber nicht gesagt "Joah mein Problem, wenn ich angesteckt werde" sondern wenn Rentner mit höherem Risiko trotz aller Warnungen raus gehen, dann ist es nun mal de facto ihr Pech. Die würden das auch mit einer Ausgangssperre tun und das lässt sich nicht verhindern. Die Polizei kann nicht alle Leute rund um die Uhr in diesem Land kontrollieren. Natürlich ist es frustrierend, wenn man seit Tagen zu Hause ist und dann Alte rumspazieren, aber es steht nicht im vernünftigen Verhältnis deswegen alle einzusperren, welche sich an die Empfehlungen halten.
  • Score 19.03.2020 17:39
    Highlight Highlight Auch wenn da doch einige rumflanieren, es kann doch nicht sein dass dies am Ende gar nichts gebracht hat. In meiner Firma machen ALLE Homeoffice. Ich treff mich nicht mehr mit meinen Freunden, halte Social Distancing, wasche meine Hände und desinfiziere sie und ich kenne ganz viele die das genau so strikt machen. ABER es kann durchaus sein dass das zu wenig ist. Das heisst die Kurve geht zwar weniger steil nach oben als ohne diese Massnahmen aber halt immer noch steil nach oben... Wir werden nicht um den Lockdown rumkommen. Da bin ich sicher...
    • Realist20 19.03.2020 20:04
      Highlight Highlight Das Problem ist, dass zwar viele das wie du und ich machen, aber mindestens genauso viele haben das Gefühl sie stünden über den Empfehlungen und geben nen Dreck auf andere. Aber keine Sorge, die die sich nicht dran halten räumts;) wer sich dran hält kann sich ja nicht anstecken:)
    • Charlie84 19.03.2020 21:03
      Highlight Highlight @Score: nach einer neuen Massnahme muss man immer ca. 14 Tage warten um zu beurteilen, ob und wieviel es gebracht hat (...da die Inkubinationszeit 2..14 Tagen entspricht)
  • WladimirPutin 19.03.2020 17:34
    Highlight Highlight Wieso sind es genau 2 Wochen?
    • Posersalami 19.03.2020 18:16
      Highlight Highlight Dein Stichwort zum Googeln heisst „Inkubationszeit“.
    • gintonicohneeis 19.03.2020 18:46
      Highlight Highlight Weil, wenn man angesteckt ist, erst nach einigen Tagen erkrankt.
      Wenn Du also bei Tag 0 schon angesteckt wurdest und dann z.B. an Tag 5 krank wirst und aber 2 Wochen zuhause bleiben musst, kannst du fast niemanden anstecken.
      Ausser die Familie od. du gehst eben die Waschküche vollhusten, den Aldi, ...
      Darum sind es weniger aber nicht 0.
    • RASL 19.03.2020 18:55
      Highlight Highlight Frag mal Trump, der weiss alles.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MartinZH 19.03.2020 17:28
    Highlight Highlight Lieber Bundesrat, liebes BAG. Bitte jetzt aufwachen und die Verantwortung für das Land übernehmen! Das Konzept "Eigenverantwortung" funktioniert nicht, das haben wir jetzt alle gesehen... 😔 Aufwachen, jetzt! Nicht erst in ein paar Tagen. Die Uhr tickt!
    • Kruk 19.03.2020 17:54
      Highlight Highlight Irgendwie habe ich den Eindruck dass Länder die zu lange zuwarten, auch wirtschaftlich den grösseren Schaden davon tragen.
      Man hat dann sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich das nachsehen und das obwohl der Wirtschaft zu liebe gewartet wurde.

      Ist wohl zu früh um dies so zu sagen, mein Gefühl.
    • Pointer 19.03.2020 19:05
      Highlight Highlight Und was soll man machen? Alle wegsperren, die sich nicht daran halten?
    • Antinatalist 19.03.2020 19:37
      Highlight Highlight Dass das Konzept "Eigenverantwortung" in der Schweiz nicht funktioniert, ist längst bekannt. Das sieht man schon am Verhalten bezüglich Klimaerwärmung. Selten dummes Volk, diese Eidgenossen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • postprandiales Vigilanzsuppressionssyndrom 19.03.2020 17:08
    Highlight Highlight was mir nicht ganz klar ist, die Kurven flachen ab, weil weniger Kontakt zwischen Menschen stattfindet. so weit so logisch.
    wenn dann die Sperren aufgehoben werden, ist dann das Virus ausgerottet oder alle angesteckten nicht mehr ansteckend oder kanns dann wieder von vorne los gehen?
    • gintonicohneeis 19.03.2020 18:54
      Highlight Highlight Ist nicht ausgerottet. Eine grosse Familie kann ja nacheinander erkranken. Grundversorgung bleibt auch.
      Aber wenn mans wie China macht, also rigoros und mit desinfizieren, dann gehts vielleicht. Die kämpfen nun gegen erneutes Einschleppen.

      Geht aber Bei uns nicht ums ausrotten, sondern um die Entlastung des Gesundheitssystems. Obwohl ich sehe leider schwarz.

      Danke den Helden im Gesundheitswesen!
    • Ruego 19.03.2020 19:48
      Highlight Highlight Vermutlich nicht mehr ansteckend.
      Nach einer Zeit nachdem man sich angesteckt hat (Tag 0), wird man selbst ansteckend (Bspw. Tag 2) Diese Zeitdauer wird Latenzzeit genannt (im Beispiel von T0-T2).

      Die Dauer von Ansteckung (T0) bis man Symptome zeigt (Bspw.T5), der Körper siech gg. die Erkrankung wehrt, nennt man Inkubationszeit. Man ist also mehrere Tage ansteckend, ohne es zu wissen.
      Nach einer gewissen Zeit bekämpft der Körper die Krankheit so effektiv, dass man nicht mehr ansteckend ist (bspw.T8). Bei konsequenter Ausgangssperre wäre im Beispiel nach 8T. Keine neuen Infizi. Zu erwarten.

  • SunshineCoast 19.03.2020 16:56
    Highlight Highlight Wenn doch bloss jeder sich daran halten würde, dann könnten vielleicht ein paar Geschäfte bereits mitte April aufmachen. Es geht um unsere Gesundheit, um die Wirtschaft und so vieles Mehr. Sind da nicht ein paar Wochen zuhause hocken das nicht allemal Wert?
    • tTurbø 19.03.2020 18:22
      Highlight Highlight So isses..
      Benutzer Bild
    • Bayon 19.03.2020 19:01
      Highlight Highlight Nee, es zeigt nur dass wir im Sauberland Schweiz alle auf Pump leben. Es zeigt auch, dass wir nicht besser gestellt sind als andere Länder in Europa die wir imner herablassend belächelt haben. Wir bekommen endlichbund auf brutalste Weise den Spiegel vor die Nase gesetzt.
    • Antinatalist 19.03.2020 19:36
      Highlight Highlight Familien und Alte müssen sich daran halten. Wer alleine Wohnt und weder mit Kindern noch mit Alten zu tun hat, muss sich frei bewegen dürfen. Schliesslich haben uns die Pandemie die Kopulierer eingebrockt, die selbst heute noch uneinsichtig in Gruppen mit mehr als fünf Personen unterwegs waren und die Weisungen schlicht ignorieren. Die sind das Problem. Und das muss man so ungeschönt sagen dürfen, weil es der Wahrheit entspricht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Offi 19.03.2020 16:55
    Highlight Highlight All diese Grafiken können nur miteinander verglichen werden wenn die Staaten auch eine ähnliche Verteilung der Bevölkerung Stadt-Land haben ... die Ansteckungsraten sind in Städten und eng besiedelten Gebieten viel höher.
    • icon3008 19.03.2020 17:41
      Highlight Highlight Die Schweiz ist aber eng besiedelt
    • Garp 19.03.2020 17:50
      Highlight Highlight Asien ist viel dichter besiedelt. Lockdown überall, möglichst schnell, dann können wir die Welle abflachen. Dieses schrittchenweise, ist für die Wirtschaft am Schluss kontraproduktiv.
    • redeye70 19.03.2020 17:55
      Highlight Highlight Die Ansteckungsrate hat viel mehr mit Selbstdisziplin zu tun als anderes. Warum trifft es Bergamo so hart aber nicht Mailand? Asiatische Gesellschaften sind nicht so individualisiert wie westliche. Man gehorcht der Autorität, man nimmt Rücksicht auf die ganze Gesellschaft, Egoismus ist verpönt. Bei uns? Genau das Gegenteil. Bei jung wie bei alt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 19.03.2020 16:53
    Highlight Highlight Wenn die Kurve erst bei 30 000 abflacht haben wir ein riesiges Problem.

    30 000 positive Fälle bedeutet 6000 Menschen auf der Intensivstation und 1500 am Beatmungsgerät, mindestens! Die anderen Kranken da jetzt noch nicht mitgerechnet, überlasten nur schon die Coronapatienten das Gesundheitswesen massiv.

    Da die Massnahmen nicht annähernd an Südkorea oder China heranreichen, werden wir die 30 000 vermutlich problemlos reissen..
    • Nick Name 19.03.2020 21:59
      Highlight Highlight Genau das befürchte ich ebenfalls – und habe mir noch selten so sehr gewünscht, falsch zu liegen ...

      Und ich frage mich, warum der Bundesrat entweder nicht zum gleichen Ergebnis kommt oder nicht das Rückgrat hat, adäquat zu handeln.
    • ninolino 20.03.2020 00:12
      Highlight Highlight @Nick Name:
      It's the economy, stupid!

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