DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
WEIL AM RHEIN, GERMANY - FEBRUARY 10:  A woman on a bicycle enters into Switzerland from Germany at the border crossing on February 10, 2014 at Weil am Rhein Ost weilstrasse, Germany. Swiss citizens voted with a narrow majority in favour of measures to curb immigration from European Union countries in a move that will require Swiss officials to renegotiate several treaties with the EU. The referendum was launched by the right-wing Swiss People's Party (SVP). Approximately one quarter of people living in Switzerland are foreigners. (Photo by Michele Tantussi/Getty Images)

Das Dreiländereck rückt vermehrt ins Zentrum der Flüchtlingsroute nach Deutschland.
Bild: Getty Images Europe

Nach der Flucht durch die Schweiz: Flüchtlinge stranden im Polizeiposten in Weil am Rhein



Die Balkanroute ist kaum mehr passierbar. Deshalb wählen immer mehr Flüchtlinge den Weg durch die Schweiz nach Deutschland: Vom Tessin ins Mittelland nach Basel und dort über die Grenze, nach Weil am Rhein. Das Polizeirevier in der Deutschen Stadt, die gerade mal 30'000 Einwohner zählt, ist überlaufen, schreibt «Die Welt».

Besonders günstig ist dieser Übergang, weil die Grenze in Basel über den Rhein reicht. Somit kann sie dort zu Fuss überquert werden. Kontrollen gibt es eigentlich nur an den grossen Übergängen. Der Weg der meisten Flüchtlinge endet dann vorerst auf dem kleinen Polizeirevier der deutschen Grenzstadt.

«Zwei Stunden pro Asylbewerber dauert das in der Regel schon, auch wegen der Verständigungsschwierigkeiten», erzählt Revierleiterin Kathrin Mutter der Zeitung. Seit Mai seien 340 Asylbewerber im Revier gelandet. Dolmetscher habe man keine.

Wenn grössere Gruppen auf einmal vor dem Revier auftauchen, haben die Polizisten gar keine Zeit mehr für andere Aufgaben. «Zu Ruhestörungen fahren wir schon gar nicht mehr», so Mutter. 

Anhaenger der ''Pegida Dreilaendereck'' aus Deutschland und der Schweiz demonstrieren friedlich am Sonntag, 22. November 2015 auf dem Rathausplatz in Weil am Rhein, Deutschland. Polizisten trennten dabei die Anhaenger der Pegida von den angereisten Gegendemonstranten. (KEYSTONE/Patrick Straub)

Eine Pegida-Demonstration in Weil am Rhein. Bild: KEYSTONE

Die Schweizer Grenzerwacht habe zwar Anweisung erhalten, keine Asylbewerber nach Deutschland durchzulassen, jedoch schaffen immer wieder Gruppen den unbemerkten Grenzübertritt. Die deutsche Bundespolizei hat bereits Verstärkung in die Region geschickt.

Mutter sei kein Gegnerin der offenen Grenzen. «Aber wenn die Politik sich entscheidet, die Grenzen offen zu halten, muss sie auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass wir mit den Konsequenzen klarkommen.» Momentan sei die Lage auf dem Polizeirevier prekär. (leo)

Das könnte dich auch interessieren:

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Gratistests für die ganze Schweiz

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Kinder auf der Flucht

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Schweizer Polizei soll rascher an wichtige Täterdaten aus dem Ausland kommen

Die Schweizer Polizeibehörden sollen rascher mit EU-Ländern und den USA DNA-Profile und Fingerabdrücke abgleichen können. Der Bundesrat hat am Freitag die Botschaft zu drei internationalen Kooperationsabkommen und den nötigen Gesetzesänderungen verabschiedet.

Ein Abkommen – die Prümer Zusammenarbeit – vernetzt Schweizer Informationssysteme mit denen anderer europäischer Länder: das Fingerabdruck-Informationssystem, das DNA-Profil-Informationssystem und die Fahrzeug- und Fahrzeughalter-Datenbank.

Terroristen, …

Artikel lesen
Link zum Artikel