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Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige von Karin Keller-Sutter

Bundesraetin Karin Keller-Sutter erscheint im Staenderat an der Fruehjahrssession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 9. Maerz 2026, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)
Bundesrätin Karin Keller-Sutter.Bild: keystone

Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige von Karin Keller-Sutter – die Sonntagsnews

12.04.2026, 07:1712.04.2026, 07:39

Frühere Verdachtsmeldungen gegen Kita-Betreuer, ein mutmasslicher Missbrauchsfall im Bistum Basel und die Staatsanwaltschaft ermittelt nach der Anzeige von Bundesrätin Karin Keller-Sutter: Das und mehr findet sich in den Sonntagszeitungen.

Die Schlagzeilen in nicht verifizierten Meldungen:

Staatsanwaltschaft nimmt im Fall Keller-Sutter Ermittlungen auf

Nach der Anzeige von Bundesrätin Karin Keller-Sutter wegen sexistischer Beleidigung hat die Staatsanwaltschaft laut «SonntagsBlick» die Ermittlungen aufgenommen. Das Strafverfahren wegen Beschimpfung und Verleumdung richtet sich vorerst gegen Unbekannt, wie die Zeitung schrieb. Ein X-Nutzer soll den KI-Chatbot Grok aufgefordert haben, Keller-Sutter zu beschimpfen. Das Verfahren könnte laut der Zeitung ein Präzedenzfall werden. Keller-Sutter verlange von der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland auch, zu prüfen, ob die Verantwortlichen bei X den Chatbot Grok im Wissen oder gar in der Absicht zur Verfügung stellen, um Straftaten zu ermöglichen.

Bereits früher Verdachtsmeldungen gegen Kita-Betreuer

Fast zwei Jahre vor der ersten Strafanzeige hat es gemäss der «NZZ am Sonntag» Verdachtsmeldungen gegen den Kita-Betreuer gegeben, der beschuldigt wird, in Winterthur und Bern 15 Kleinkinder sexuell missbraucht zu haben. Ein Kleinkind hatte im Herbst 2020 zuhause erzählt, der Betreuer ziehe Handschuhe an und «streichle» Kinder im Schlafsaal, wie die Zeitung schrieb. Die Mutter habe sich an die Winterthurer Kita gewandt. Der «NZZ am Sonntag» lag eine Notiz der Mutter von damals vor. Auch ein Lehrling habe grenzüberschreitendes Verhalten gemeldet. Die Dachorganisation der Kita schrieb nach Angaben der Zeitung, es handle sich um «völlig neue Sachverhalte, die den heutigen Verantwortlichen komplett neu» seien. Man nehme sie sehr ernst und wolle ihnen nachgehen.

Mutmasslicher Missbrauchsfall beschäftigt Bistum Basel

Das Bistum Basel beschäftigt nach Angaben der «SonntagsZeitung» ein weiterer Missbrauchsfall. Zwei Priester wurden im März in Biel BE vom Dienst suspendiert, wie die Zeitung schrieb. Ihnen werden demnach Straftaten gegen die sexuelle Integrität einer erwachsenen Person vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Biel-Seeland habe eine Untersuchung eingeleitet. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Anzeigen seien bereits im November 2025 durch den Basler Bischof Felix Gmür eingereicht worden. Dass die Priester vorerst im Amt blieben, hänge mit dem Ablauf des Rechtsverfahrens zusammen. Erst wenn die Erstbefragung durch die Staatsanwaltschaft abgeschlossen sei, dürfe die anzeigende Partei aktiv werden.

Rechenzentren profitieren von umstrittenem Rabatt

Stromintensive Rechenzentren profitieren nach Worten der «NZZ am Sonntag» von einem umstrittenen Rabatt und erhalten einen Teil ihrer Stromkosten zurückerstattet. Der Bund überwies der Branche für das Jahr 2023 rund 1.7 Millionen Franken, wie die Zeitung schrieb. Künftig dürfte es demnach noch mehr werden. «Bei einer Zunahme der Rechenzentren ist davon auszugehen, dass mehr die Rückerstattung erhalten werden», zitierte die Zeitung das Bundesamt für Energie. Denn Firmen, die sehr viel Strom benötigen, können sich von einer Abgabe befreien lassen. Der Branchenverband Swiss Data Center Association habe auf die Pflicht von Zielvereinbarungen mit dem Bund und auf Effizienzmassnahmen hingewiesen. Die Schweiz habe bereits heute eine der weltweit höchsten Dichten an Rechenzentren, schrieb die «NZZ am Sonntag».

Neue Kommunikationsstrategie bei der SRG

SRG-Generaldirektorin Susanne Wille hat nach Angaben von «SonntagsBlick» eine eingekaufte Kommunikationsstrategie verworfen. Am Strategiepapier arbeiteten vier Berater einer externen Agentur, wie die Zeitung schrieb. Branchenkenner würden die Kosten auf einen mittleren sechsstelligen Betrag schätzen. Im Zuge der neuen Strategie sei Markus Berger als Kommunikationschef hinzugezogen worden. Mittlerweile habe er das Unternehmen verlassen, wie die Branchenplattform «persoenlich.com» letzten Monat schrieb. Statt einer zentralen Kommunikationsführung setze Wille künftig auf eine Newsroom-Struktur, schrieb «SonntagsBlick». Die Kommunikation werde dadurch einfacher, effizienter und integrierter, habe die SRG mitgeteilt.

Kuba verdient Millionen mit Zigarrenexport in die Schweiz

Das kubanische Regime verdient laut der «NZZ am Sonntag» Dutzende Millionen am Export von Zigarren in die Schweiz. Im Zentrum stehe die Intertabak AG, ein Joint Venture von Schweizer Tabakfirmen und dem kubanischen Staat, wie die Zeitung schrieb. 2024 habe die Firma über 20 Millionen Franken Gewinn nach Steuern gemacht – bei 21 Mitarbeitenden. Ein erheblicher Teil des Geldes sei direkt ans kubanische Regime geflossen. Im Jahr 2020 habe das Unternehmen zudem rund 30'000 Franken an staatlichen Corona-Entschädigungen für Kurzarbeit erhalten. Das entnahm die Zeitung dem entsprechenden Geschäftsbericht. Die Intertabak AG teilte auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» mit, man habe «keinen Einblick», wie die Erträge auf kubanischer Seite weitergeleitet würden. Die Geschäftstätigkeit sei rein operativer Natur und halte alle gesetzlichen Vorgaben ein.

Neue Wohnraum-Studie

Teure Neubauten können laut einer in der «SonntagsZeitung» vorgestellten Studie für günstigen Wohnraum sorgen. Das liegt an einer Umzugskette, wie die Zeitung mit Verweis auf die Studie der Universität Bern schrieb. Die Autoren Lukas Hauck und Frédéric Kluser hätten die Umzugskette erstmals für die Schweiz untersucht. Das Resultat bestätige Erkenntnisse aus internationalen Studien, schrieb die Zeitung. Ziehe ein gut verdienender Haushalt in einen Neubau, stehe die alte Wohnung neuen Mieterinnen und Mietern zur Verfügung. In der dritten Reihe dieser Umzugskette liege das Einkommen des nachrückenden Haushalts laut Studie unter dem Schweizer Median. Damit gehöre er zur einkommensschwachen Hälfte der Schweizer Bevölkerung.

Bund rechnet mit Zunahme von Migranten aus Eritrea

Der Bund rechnet nach Angaben von «SonntagsBlick» mit einer Zunahme von Migrantinnen und Migranten aus Eritrea. Wie stark die Migration zunehmen wird, ist unklar, wie die Zeitung schrieb. «Während der Migrationsdruck aufgrund des Konfliktrisikos mit Äthiopien und der schwierigen Wirtschaftssituation eher noch zugenommen hat, sind die Fluchtrouten aus Eritrea schwieriger und gefährlicher geworden», zitierte «SonntagsBlick» aus einem Bericht des Staatssekretariats für Migration (SEM). Der drohende Militärdienst sei ein weiteres Problem. Nach drei Jahren zurück im Land gelte der Diasporastatus, der vom Nationaldienst befreit, nicht mehr. Diese Frist soll auf ein Jahr verkürzt werden, wie «SonntagsBlick» schrieb.

Telefonische Kaltakquise im Versicherungsbereich besteht weiterhin

Trotz ihres Verbots in der Schweiz seit September 2024 besteht die telefonische Kaltakquise im Versicherungsbereich laut «Le Matin Dimanche» weiterhin. Das Bundesamt für Gesundheit eröffnete von 145 Meldungen bisher nur vier Verfahren und verhängte keine Busse, wie die Zeitung schrieb. Kürzlich von der Zeitung gesammelte Zeugenaussagen zeigten aggressive und undurchsichtige Anrufe, die oft nicht zurückverfolgt werden könnten. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma) erhalte weiterhin Meldungen, stosse aber auf komplexe Vermittlernetzwerke, die teilweise im Ausland ansässig oder nicht registriert seien. Zudem bestehe eine Gesetzeslücke: Das Verbot falle weg, sobald die kontaktierte Person einem Termin zustimme.

Dachverband gegen Tragen von Kopftüchern von Lehrerinnen

Der Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) hat sich laut «NZZ am Sonntag» gegen das Tragen eines Kopftuchs von Lehrerinnen ausgesprochen. Für Lehrpersonen gelte «die konfessionelle Neutralitätspflicht» an öffentlichen Schulen, zitierte die Zeitung aus dem Entwurf eines Positionspapiers des LCH. Lehrpersonen müssen demnach auf religiöse Symbole verzichten, «um keinen Eindruck einer staatlichen Parteinahme für eine Religion zu erwecken». Schülerinnen hätten das Recht, ein Kopftuch zu tragen, schrieb der LCH gemäss der Zeitung im Positionspapier. Dieses dürfte der Verband voraussichtlich im April veröffentlichen. Die Meinungen im LCH würden jedoch auseinandergehen, sagte Präsidentin Dagmar Rösler der Zeitung.

Ford bezieht Aluminium aus dem Wallis

Der US-Autohersteller Ford bezieht gemäss der «SonntagsZeitung» nach Bränden in einer New Yorker Fabrik Aluminium aus dem Wallis. Wegen des Zolls von 50 Prozent auf Aluminium kostet dies den Importeur Millionen, wie die Zeitung schrieb. Allein für das Aluminium aus dem Novelis-Werk in Siders dürfte Ford demnach seit September fast 85 Millionen Franken bezahlt haben. Ford schlage dies auf den Preis des F-150, des Lieblingsautos der USA. Der Bedarf aus den USA sei so gross, dass sich das in den offiziellen Exportzahlen des Bundes zeige, schrieb die Zeitung. Für die hiesige Alu-Branche spielen die Zölle nur indirekt eine Rolle, wie Marcel Menet, Geschäftsführer des Aluminium-Verbands Schweiz der Zeitung sagte. (sda)

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Die beliebtesten Kommentare
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_Momo_
12.04.2026 07:52registriert August 2025
‚Rechenzentren profitieren von umstrittenen Rabatt‘

Ja danke und der dumme kleine Bürger muss die steigenden Stromkosten einfach so hinnehmen. Hier scheint die Begründung, die Strombörse ist halt nicht ‚kontrollierbar‘, nicht zu gelten bzw. darf dann wieder der Bürger für diese Rückvergütungen aufkommen, unglaublich.
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