Schweiz
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Junge Männer verbrennen in Accra, der Hauptstadt von Ghana, Elektrogeräte, um an verwertbares Metall zu kommen. bild: srf/ silvio gerber

Freust du dich auf den Black Friday? Nach diesem SRF-Dok willst du nichts mehr kaufen

Zehn Millionen Retour-Sendungen, 9000 Tonnen CO2, brennende Flächen in Ghana – die «SRF»-Reportage «Im Kaufrausch; Kauf mich!» zeigt das Ausmass unseres Konsums. Die fünf eindrücklichsten Szenen.



«Unglaubliche Rabatte», «mehr als 10'000 verrückte Angebote», «mindestens 20% auf ALLES» – am Black Friday versetzen die Verkäufer die Konsumenten in Kaufrausch. Egal, ob man etwas braucht oder nicht, hier muss zugeschlagen werden. Immerhin ist es so günstig wie nie.

Anlässlich des bevorstehenden Konsumwahnsinns, strahlte das Schweizer Fernsehen am Dienstagabend die Reportage «Im Kaufrausch; Kauf mich!» aus. Diese 5 Szenen musst du gesehen haben:

Der Reseller: Cornflakes für 150 Dollar

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8000 Franken für einen Turnschuh: Aron Cash handelt mit Sneakers. bild: SRF/Silvio Gerber

Turnschuhe sind nicht gleich Turnschuhe. Das lernt man zu Beginn der Reportage. Der erste Protagonist, Aron Cash, hat sich auf den Verkauf von Sneakers spezialisiert. Er nennt sich Reseller – er kauft also Dinge ein und verkauft sie teurer weiter. In Foren und auf Social Media verfolgt der Student Turnschuhe und sobald er erkennt, dass einer gefragt werden könnte, kauft er ihn. Sind sie einmal überall ausverkauft, kann er ihn für mehr Geld weiterverkaufen.

Sneaker für 8000 Franken: «Der Reiz liegt darin, einen limitierten Turnschuh zu tragen. Alle wissen, dass er ziemlich teuer war. So profilieren sich die Jungen.»

Aron Cash, Reseller

Aron Cash auf dem Sofa und schreibt übers Smartphone mit einem potentiellen Käufer. Letzterer interessiert sich für einen Sneaker. Kostenpunkt: 2500 Franken. Klingt nach unglaublich viel? Dann festhalten, wenn der Protagonist seine Turnschuhsammlung zeigt. Denn er selbst trägt bis zu 8000 Franken an seinen Füssen. Spätestens hier fragt man sich berechtigterweise: Warum? «Der Reiz liegt darin, einen limitierten Turnschuh zu tragen, der niemand anderes hat. Weil er limitiert war, wissen alle, dass er ziemlich teuer war. Jeder versucht, etwas Besseres zu haben als der andere. So profilieren sich die Jungen heutzutage», erklärt Cash.

Das Konzept funktioniert nicht nur bei Sneakers. Auch mit Cornflakes und Wasser verdient der IT-Student gutes Geld. Der Stardesigner Virgil Abloh hat für Evian eine Wasserflasche entworfen. Aron Cash wusste: Die könnte durch die Decke gehen. Also kaufte er sie für 2.90 im Laden und konnte sie zum richtigen Zeitpunkt für 40 Franken weiterverkaufen.

Auch Lebensmittel macht Cash zu Geld. Der US-amerikanische Rapper Travis Scott hat in Zusammenarbeit mit dem Müsli-Hersteller Reese's Puffs eine eigene limitierte Cornflakes-Sorte kreiert. Wer sich eine Packung kaufen wollte, bezahlte 40 Dollar. Der Verkaufsprofi Cash schätzt den Weiterverkaufspreis aktuell auf 100 bis 150 Dollar.

Obwohl er den Konsum selbst ankurbelt, resümiert der erste Protagonist: «Der Konsum in unserer Gesellschaft ist abnormal hoch. Wir geben viel zu viel Geld für Dinge aus, die wir nicht wirklich brauchen. All diese Dinge müssen wir hinterfragen. Ich möchte mich einfach in der Gesellschaft eingliedern und einen Beitrag dazu leisten, dass sich unsere Welt verbessert. Aber ich habe keine Idee, wie man das verändern könnte.»

Der Schnäppchenjäger: 23 Gutschein-Codes kombinieren

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Schnäppchenjäger Raphael sucht täglich bis zu zwei Stunden nach dem besten Deal. bild: srf/ silvio gerber

Du dachtest, du seist ein Schnäppchenjäger? Dann wart's ab, bis du diesen jungen Herrn kennengelernt hast: Raphael ist 23 Jahre alt und «leidenschaftlicher Schnäppchenjäger». Er verbringt pro Tag zwei Stunden damit, die besten Deals zu suchen. Jede Stunde überprüft er einmal die beiden Plattformen «Preispirat.ch» und «Toppreise.ch». Sein Motto:

«Lieber kaufe ich Dinge, die ich im Moment vielleicht nicht brauche, zu einem guten Preis, anstatt dass ich sie später einmal brauche und dann mehr bezahlen muss.»

Raphael, Schnäppchenjäger

Denn die guten Angebote seien zeitlich befristet. Merke er nach dem impulsiven Zuschlagen, dass er das Produkt doch nicht brauche, könne er es trotzdem noch zu einem besseren Preis weiterverkaufen, sagt Raphael.

Neben dem Beobachten von preiswerten Angeboten hat er noch eine andere Spezialität: Gutschein-Codes kombinieren. Es gebe nämlich welche, die durchnummeriert seien. Das heisst, man könne die letzten fünf Zahlen ändern und habe somit einen zusätzlichen Gutschein-Code. Beim Kauf eines E-Bikes konnte er mit dieser Technik 23 verschiedene Gutschein-Codes eingeben. Der 23-Jährige sparte so 90 Prozent des Preises und bezahlte für ein 2400.– teures Fahrrad nur noch 240 Franken. Gibt's Familienrabatt, erfindet Raphael gar ein Kind. So bezahlte er einst für den Fernseher 980 statt 1884 Franken. Auch stolz ist er auf das Katzenfutter, das er für 180 statt 360 Franken gekauft hatte.

Ob es sich bei seiner Vorgehensweise um Beschiss handle? «Nein», meint der Schnäppli-Jäger Raphael. Die Händler seien selber schuld, wenn sie so einfach einen Gutschein-Code generieren würden. «Ich wünsche mir, dass es keine Gutschein-Codes mehr gibt, sondern die Produkte von Anfang an zu einem günstigeren Preis verkauft werden.»

Der Antikapitalist: Vermögen mit anderen teilen

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Philippe Wietlisbach teilt sein Einkommen mit sechs anderen Menschen. bild: srf / silvio Gerber

Nach so viel Konsumdruck geht's nach Bern in die Gross-Wohngemeinschaft Hubelgut zum Antikapitalisten, Sozialarbeiter und Start-up-Unternehmer Philippe Wietlisbach. Hier wohnt er mit sechs anderen Erwachsenen und drei Kindern. Die ganze Gemeinschaft teilt sich das Vermögen. Sie haben ein gemeinsames Konto und alle bezahlen monatlich ihr Einkommen auf dieses ein. Von der Krankenkasse bis zum Generalabonnement – alle Ausgaben werden damit bezahlt. «Gemeinsame Ökonomie» nennt sich das Konzept, nach welchem das Haus in Bern lebt. Jede Person darf pro Monat 400 Franken für individuelle Bedürfnisse ausgeben, ohne es vorher mit den anderen absprechen zu müssen.

«Das Geld ist ein nötiges Übel, das vieles ermöglicht.»

Philippe Wietlisbach, Sozialarbeiter und Start-up-Unternehmer

An der WG-Sitzung machen sie Kassensturz. «Wir haben noch 6500 Franken», lautet die Bilanz. Im Moment braucht die WG mehr Geld als sonst. Sie ist gerade dabei, sich ein zweites Haus zu bauen, um noch mehr Menschen an ihrem Konzept teilhaben zu lassen. Denn der Antikapitalist ist überzeugt: «Konsum ist ein kurzlebiges Glücksgefühl. Ein Teil von einer Gemeinschaft zu sein macht einen langfristig glücklicher.» Trotzdem will er das Geld nicht verübeln und sieht es realistisch: «Geld ist ein nötiges Übel, das vieles ermöglicht. Das kann man nicht wegphilosophieren.»

Die Gewinnerin: 10 Millionen Retour-Sendungen

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Die Kranführerin beim Post-Paketzentrum Tanja Eggimann freut sich, wenn die Leute konsumieren. Dann geht ihr die Arbeit nicht aus. bild: srf/ silvio gerber

Zurück zu einem weiteren Element der Konsumkette. Das Post-Paketzentrum in Härkingen. «Wenn die Leute viel konsumieren, ist das gut. Das heisst, dass ich Arbeit habe», sagt die Kranführerin Tanja Eggimann beim Paketzentrum. Pro Tag werden hier 350'000 Pakete verarbeitet. Jedes Jahr nimmt die jährliche Anzahl bei diesem Paketzentrum um fünf bis acht Prozent zu. Nur schon von Zalando gehen pro Jahr zehn Millionen Retour-Sendungen bei der Post ein. Allein diese verursachen pro Jahr 9000 Tonnen CO2.

«Wenn die Leute viel konsumieren, ist das gut. Das heisst, dass ich Arbeit habe.»

Tanja Eggimann, Kranführerin bei der Post

Was an der Post-Sequenz besonders sehenswert ist, ist der Post-Angestellte Johann Ulrich Anderegg. Er ist für einen Teil dieser Pakete zuständig und erklärt ganz genau, wie er diese Zalando-Pakete am besten stapelt und welche Schwierigkeiten ihm die schlecht zugeklebten Pakete machen. Aber nicht mehr lange, denn: «Am 1. November werde ich pensioniert und am 3. November feiere ich meinen 65. Geburtstag!»

Die Kehrseite: Der Giftmüll in Ghana

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17'000 Tonnen Elektroschrott zerlegen junge Männer in der Hauptstadt von Ghana jährlich. bild: srf/ silvio gerber

Szenenwechsel nach Ghana. In die Hauptstadt Accra und dessen Quartier Agbogbloshie. Hier zerlegen auf einer Fläche von 35 Fussballfeldern junge Männer jährlich 17'000 Tonnen Elektroschrott. Es seien arme Leute am Rande der Gesellschaft, die sich so versuchen ihr Leben zu finanzieren, sagt Matthias Schleup. Er ist Umweltingenieur und Projektleiter des World Resources Forum, einer Zusammenarbeit zwischen der Schweizer und der ghanaischen Regierung. Gemeinsam will man in Accra ein nachhaltiges Recycling-System aufbauen.

«Man sagt, dass Entwicklungsländer unterentwickelt sind. Dann frage ich mich aber, ob wir nicht ein bisschen überentwickelt sind.»

Matthias Schleup, Projektleiter World Rescources Forum

Denn bis jetzt ist es das Gegenteil: Die Leute wollen an die darin enthaltenen Edelmetalle kommen und diese wieder verkaufen. Um das Kupfer aus den Kabeln zu gewinnen, zünden sie diese an. Das Bild ist Besorgnis erregend: Vom grossen brennenden Kabel-Knäuel steigt schwarzer Rauch in die Luft, direkt daneben stehen die jungen Männer. «Durch die Verbrennung von Plastik und Kupfer entstehen Dioxine, das ist ist sehr schädlich», erklärt Schleup. Die Reportage zeigt auch den Fluss, an dem das Elektroschrott-Quartier liegt. Dieser ist kaum erkennbar, denn er ist übersät mit Elektroteilen. Und diese gelangen vom Fluss über die Lagune ins Meer.

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Um ans Kupfer zu kommen, verbrennen die Arbeiter die Kabel. bild: srf/ silvio gerber

Der grösste Teil des Elektroschrotts stammt aus Europa. Obwohl es verboten ist, defekte Geräte nach Afrika zu liefern. Dennoch sind 30 Prozent der Elektro-Geräte, welche in Ghana ankommen, defekt.

Zum Schluss sagt der Umweltingenieur: «Man sagt, dass Entwicklungsländer unterentwickelt sind. Dann frage ich mich aber, ob wir nicht ein bisschen überentwickelt sind.»

Geschäfte, die uns mit ihrem Humor um den Finger wickeln

Der Kampf um das beste «Black Friday»-Schnäppchen

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134Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lucida Sans 28.11.2019 12:22
    Highlight Highlight Es gibt nichts geschenkt! Letztendlich bez. Ahlen alle für ihre Sachen etwas mehr, damit am Black Friday grossartige Rabatte gewährt werden können. Super Idee um weitere Gewinne zu generieren. Denke, ich werde vermehrt in D einkaufen gehen.
  • Der Frieden 28.11.2019 09:44
    Highlight Highlight Bzgl. Nummer 3: ich verstehe nicht ganz wieso die gemeinsame Ökonomie antikapitalistisch ist? Ist ja dasselbe in jeder Familie. Oder verstehe ich da etwas falsch?
  • Antinatalist 28.11.2019 01:30
    Highlight Highlight Diese Form des Konsums ist der Wurmfortsatz des allgemeinen Vermehrungstriebs. Mann/Frau will ja attraktiv sein.

    Kleider machen angeblich Leute. Scheint so. In zweierlei Hinsicht.
    • Der Frieden 28.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Ich liebe, dass du Antinatalist diesen Kommentar verfasst 😂
  • imposselbee 28.11.2019 00:52
    Highlight Highlight Der Ghana-Teil war sehr spannend und Herr Schleup hat es auch richtig gesagt, unsere Entwicklung hatte auch seinen Preis, oder hat es bestimmt immer noch. Auch immer auf dem neusten Stand zu sein ist mit Risiken verbunden, wenn man an FCKW Treibgase, Asbest, Contergan, Rinderwahn, Antibiotika-Resistenz oder viel früher radioaktive Platten, um die Füsse für die Schuhe auszumessen denkt. Einige Generationen später werden sich die Leute bestimmt auch an den Kopf fassen und uns als ‚Hinterwäldler‘ bezeichnen.
  • Eight5 aka Zäme aka Erklärbart 28.11.2019 00:11
    Highlight Highlight Passende Werbung...
    Benutzer Bild
    • Antinatalist 28.11.2019 10:16
      Highlight Highlight Da musst du dich selbst an der Nase nehmen. Google-Ads trackt dich und wiederspiegelt nur dein eigenes Surfverhalten.
      Ich habe keinerlei solcher Rabattwerbungen.
  • Lilamanta 27.11.2019 18:45
    Highlight Highlight Ich hab mir vorgenommen, am Freitag neue Baumwoll-Unterhosen zu kaufen und die kaputten ausgeleierten wegzuwerfen. Es gibt 25 % Rabatt!
  • Cyberpunk 27.11.2019 18:22
    Highlight Highlight Sehr interessanter SRF Report. Ohne Watson ~ J.Helmi, hätte ich das verpasst.. Thx 👍
  • So en Ueli 27.11.2019 18:01
    Highlight Highlight Ich sage zu Vergünstigungen auch nicht nein, aber was dieser Raphael abzieht, grenzt schon an Lug und Betrug. Aber ja, er muss das mit seinem Gewissen vereinbaren können.
  • Mia_san_mia 27.11.2019 17:56
    Highlight Highlight Ich verstehe echt nicht, wieso jetzt überall so ein Riesendrama gemacht wird. Sehr wahrscheindlich gibt es auch viele Leute, die auf diese Tage warten und dann etwas kaufen, dass sie sowieso brauchen. Die anderen sind dann ja selber schuld 😂
  • Franz v.A. 27.11.2019 17:31
    Highlight Highlight Bei mir werden Sachen so lange gebraucht, bis diese wirklich schrott sind. Habe darum halt nicht immer das neueste, und Black Friday Tage lassen mich kalt.
  • Bosshard Matthias 27.11.2019 16:57
    Highlight Highlight Wir sind für vieles schuld aber sicher nicht für die korrupte Wirtschaft in Ghana mit ihren kriminellen Aktivitäten. Wer solches behauptet hat nicht die geringste Ahnung über Süd-/West- Afrika mit der vertreibung der weissen Farmer mit Plünderungen und dem zusammenbruch des Kornhauses. Wie sagte mir ein Massai in Afrika; Ich bin mir zugut um die Felder zu bewirtschaften dafür hat er 8 Frauen und geniesst das Leben.
  • insert_brain_here 27.11.2019 16:04
    Highlight Highlight Es ist gleichzeitig erschreckend wie faszinierend, dass die Werbeindustrie uns unterdessen so weit gebracht hat, dass wir uns gegenseitig unter Druck setzen zu konsumieren.
    Wer seinen Kleiderschrank nicht viermal im Jahr komplett austauscht und alle zwei Jahre ein neues Auto/TV/Handy kauft muss sich rechtfertigen bzw. wird ausgelacht.
    • Mia_san_mia 27.11.2019 17:19
      Highlight Highlight Nein, das ist bei normalen Leuten nicht so.
    • Hierundjetzt 28.11.2019 01:25
      Highlight Highlight Insert: dann bist Du aber ein Werbeopfer. Werbung präsentiert nur. Dein stimulus ist Dein soziales Umfeld.

      Oder kaufst Du plötzlich Birkenstöcke, Reumadecken und Rolf Knie Bilder im Offsetdruck weil Du „Werbung“ gesehen hast?

      Eben...
    • insert_brain_here 28.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Ich muss wohl an meinen Formulierungen arbeiten. Ich pflege keineswegs dieses Konsumverhalten, ich beobachte es einfach täglich.
      Mein TV ist immernoch derjenige den ich nach dem Auszug aus der Studentenbude gekauft habe, mein Auto hat BJ. 2003 und mein vier Jahre altes Handy hat gerade einen neuen Akku spendiert bekommen.
  • Xapillon 27.11.2019 16:03
    Highlight Highlight Es wird immer gesagt wie viel CO2 ein Paket verursacht. Aber ist es wirklich mehr als wenn alle diese Produkte selber einkaufen gehen? Die Post versucht ja möglichs effizient zu sein. Beispielsweise fährt ein Auto in ein Quartier und verteilt alle Pakete. Ist das nicht besser wie wenn das ganze Quartier einzeln die Produkte kaufen geht?
    • Antinatalist 28.11.2019 01:08
      Highlight Highlight Wenn die Leute dann zuhause verweilen würden, würd's stimmen.
      Vielmehr wird die gewonnene Zeit andersweitig genutzt. Meist mit motorisierter Mobilität.
      Hinzu kommt, dass per Klick mehr bestellt wird und was nicht passt, Zalando als Paradebeispiel, wird zurückgeschickt.

      Es fällt auf, dass Probleme immer isoliert betrachtet werden. Das tut auch der Schweizer in Ghana. Denn wenn Ghana erst einmal diese *privaten* Recyclingunternehmen hat, wandert der Elektroschrott in ein anderes Land, weil Recycling eben nicht billig ist. So werden Probleme ständig nur verlagert. Effizient ist Konsumverzicht.
  • Sarkasmusdetektor 27.11.2019 15:48
    Highlight Highlight Na also, das System funktioniert doch super, ich geh dann mal weiter shoppen. Und wenn man am Ende die Sachen nicht wegschmeisst, sondern einfach in irgendeine Schublade ganz weit unten packt, dann landen sie auch nicht in Ghana. Problem gelöst.
  • 7immi 27.11.2019 15:31
    Highlight Highlight Am Sonntag Morgen kam dieser Newsletter:
    [...]
    Allerdings findet dieser Tag [Black Friday] bei Farmy nicht statt. Im vergangenen Jahr haben wir es mit dem Blackfriday bereits so gehalten - und sind dabei auf grosses Verständnis gestossen. Dafür möchten wir uns bei Ihnen bedanken. Wir hoffen, dass Sie auch dieses Jahr verstehen, dass Farmy bewusst NICHT am Blackfriday teilnimmt. Denn Qualität braucht keinen Ausverkauf.

    Von Herzen
    Ihr Farmy-Team

    Find ich gut. Sollten alle so machen. Schliesslich wird so auch der Stammkunde verarscht...
  • Geneviève 27.11.2019 14:30
    Highlight Highlight Lustig, man denkt immer an einem Black Friday spart man, weil Rabatt. Doch: Egal wie viel Vergünstigung ein Produkt hat, am Ende gibt man Geld AUS. Immer. Kapitalismus und Marketing-Forschung lassen grüssen.
    Übrigens, auch Weihnachten und alle anderen Feiertage ein Produkt aus dem Kapitalismus.
    • PrivatePyle 27.11.2019 17:36
      Highlight Highlight Dann kauf halt nichts und gib kein Geld aus. 🤷‍♂️
    • Posersalami 27.11.2019 17:46
      Highlight Highlight Also ich bin froh um den Black Friday dieses Jahr. Mein TV zickt seit ein paar Wochen und wird jetzt am Freitag ersetzt. Nach 10 Jahren hat er es sich auch verdient.

      Ich kaufe eh selten „normal“ ein sondern fast nur wenn irgendein Ausverkauf ist. Spare dadurch enorm viel Geld. Viel hab ich nicht, meine Kleider zB passen locker in einen 3-türigen Schrank.
    • Geneviève 29.11.2019 00:13
      Highlight Highlight @PrivatePyle Dein Kommentar lässt mich darauf schliessen, dass Du meine Aussage nicht ganz verstanden hast. Vielleicht nochmals durchlesen:-)
      Und @Posersalami ein gratis Tipp für Dich: Vielleicht tut es mal gut gewisse, von der westlichen Gesellschaft geschaffene kapitalistische Phänomene, zu hinterfragen.
  • Mitläufer 27.11.2019 14:14
    Highlight Highlight Diese Dok ist genau so sinnvoll, wie Demos gegen Gewalt: die, die es betrifft, interessiert es nicht (die werden es weder schauen, noch sich langfristig verändern) und die, die eh schon vernünftig sind, macht es traurig, wütend, etc.. verändern wird sich dadurch aber nichts. Konsumzombies bleiben so und Vergewaltiger/Gewalttäter werden nicht von ihren Taten absehen, weil es auf einem Plakat steht oder ein paar Leute demonstrieren. Abschliessend bleibt zu sagen: wir ALLE kennen die Folgen unseres Konsums, wir sind aber faule Heuchler (also 90%+, gibt immer Ausnahmen)
  • Todesstern 27.11.2019 13:49
    Highlight Highlight
    Play Icon


    🤫
  • Mutbürgerin 27.11.2019 13:40
    Highlight Highlight Wir zahlen vorgezogene Recyclinggebühren und können deshalb mit gutem Gewissen unsere Geräte geniessen. Was da im SRF gezeigt wurde sind alles kriminelle Aktivitäten. Es sind ja die eigenen Landsleute aus Ghana, die das Zeugs importieren und illegal verbrennen und die Regierung dort schaut weg oder kassiert. Solange Afrika korrupt ist wird sich nie was. ändern.
    • frl_tschuessikowski 27.11.2019 14:14
      Highlight Highlight Nur weil es an anderen Orten schlechter läuft, heisst das noch lange nicht, dass sich bei uns nichts ändern kann. Wir haben genügend Probleme an denen wir arbeiten können.
    • Kruk 27.11.2019 18:50
      Highlight Highlight Recycling gebühren einsacken und nach Afrika schicken ist wirklich frech.
  • rudolf_k 27.11.2019 13:38
    Highlight Highlight Bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich mir am Black Friday ein iPad mini oder Pro kaufe.
    • kebabverkaufer 27.11.2019 17:47
      Highlight Highlight beides natürlich!
    • Mia_san_mia 27.11.2019 17:57
      Highlight Highlight Nimm das Pro, ist ja Rabatt 😉
    • Error 404 27.11.2019 19:52
      Highlight Highlight Nimm das Pro.
  • Hirngespinst 27.11.2019 13:35
    Highlight Highlight Mein Mann teilt seinen Lohn auch mit 3 anderen Menschen. ;)

    (Ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen)
  • DeDanu 27.11.2019 13:34
    Highlight Highlight Anstatt bloss zu lamentieren ....

    Wie wärs wenn die Industrie ihre kaputten oder alten Geräte wieder zurücknehmen und ordnungsgemäss recyclen müsste ?
    Da würde Nachhaltigkeit endlich eine Rolle spielen.
    • drüber Nachgedacht 27.11.2019 14:23
      Highlight Highlight In der Schweiz ist das ja seit 1994 der Fall.

      Swico sorgt dafür, dass Elektroschrott in der Schweiz sauber entsorgt wird.

      Leider klappt es noch nicht, dass für Elektrogeräte, welche durch Direktimport in die Schweiz gelangen auch Gebühren erhoben werden können. Somit zahlen diejenigen, die ein Elektrogerät in der Schweiz kaufen für die Entsorgung derjenigen, die direkt bei Alibaba bestellen...

      Wer mehr dazu wissen will www.swico.ch
    • insert_brain_here 27.11.2019 15:57
      Highlight Highlight Das ist in der Schweiz auch genau so geregelt. Beim Kauf eines jeden Elektorgerätes in der Schweiz wird die SWICO-Gebühr fällig, deswegen können diese Geräte auch bei jedem Händler - nicht nur beim ursprünglichen Verkäufer - kostenlos abgegeben werden.
      https://www.swico.ch/de/recycling/entsorgen-und-rezyklieren/privatpersonen
    • Vecchia 27.11.2019 17:17
      Highlight Highlight Wie wärs wenn die Industrie wieder Geräte herstellen würde, die mind. 10 Jahre halten und reparierbar sind......

      Gerade in der Elektronik muss man bald für jedes kleinste Systemupdate ein neues Gerät kaufen. Das ist absolut hirnverbrannt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • murrayB 27.11.2019 13:15
    Highlight Highlight Ich freue mich trotzdem auf den Black-Friday und kaufe dann das was ich brauche!
    • drüber Nachgedacht 27.11.2019 14:23
      Highlight Highlight Wenn dir jemand an einem Tag Rabatt geben kann, dann betrügt er dich an jedem anderen Tag...
    • Mia_san_mia 27.11.2019 17:45
      Highlight Highlight @drüber Nachgedacht: Dann ist es ja gut, wenn man dort nur an diesem einem Tag einkauft. Denk mal drüber nach 😉
  • Andre Buchheim 27.11.2019 12:57
    Highlight Highlight Stellt Euch vor, es ist Black Friday, und keiner geht hin.
    Heißt das eigentlich Black Friday, weil es letztlich die Afrikaner sind, die am Ende am meisten unter unserer Gier zu leiden haben?
    • Error 404 27.11.2019 19:54
      Highlight Highlight Jeder, der den mittlerweile total ausgelutschten 'Stellt euch vor...'-Spruch bringt, kriegt automatisch einen Blitz 😲
    • Andre Buchheim 27.11.2019 20:43
      Highlight Highlight Nein, Blitze verteilen an solcher Stelle die, die kein Mitgefühl kennen, nicht mit der Erde, nicht mit den Menschen. Egoisten nennt man die, denen der eigene finanzielle Vorteil wichtiger ist als das Wohl der Welt.
  • Andre Buchheim 27.11.2019 12:55
    Highlight Highlight Leute, wacht endlich auf, entzieht Euch dem Konsum. Ich möchte gern jeden Konsumisten mal in einen Slum stecken, damit er am eigenen Leib erfährt, was sein Verhalten anrichtet. Wir brauchen dringend mehr Welt-Bewusstsein und wesentlich weniger Ego. Eine friedliche, nachhaltige und gerechte Welt wäre möglich, wenn wir sie gemeinsam wollen und erschaffen. Und lasst Euch nicht immer von den Arbeitsplatz-Argumenten verleiten. Arbeit gibt es wahrlich genug, man braucht sie nur gerecht verteilen. Und der Turbokapitalismus vernichtet Arbeitsplätze, um Gewinn zu maximieren, nicht umgekehrt.
  • Hierundjetzt 27.11.2019 12:55
    Highlight Highlight Elektroschrott ist das Problem? Ach Bitte... sämtliche Autos, Kühlschränke, Maschinen usw. die bei uns nicht mehr gebraucht werden dürfen (Klima!, Umwelt!, giftig!) landen in Afrika.

    Nein, nicht auf der Schrottpresse.

    In Afrika.

    Schiffe und Elektroschrott dürfen in Europa wegem Umweltschutz und den daraus resultierenden Kosten gar nicht mehr rezeykliert werden

    Darum: ab nach Afrika. Alles.
    Schüttgut und Giftfrachter: ab nach Indien
    Nickelverhüttung, Nickelmahlen (hochgiftig)? Ab nach Sibirien
    usw usw

    Manchmal bin ich immer noch ein wenig erstaunt, dass dies einfach so hingenommen wird
    • Liselote Meier 27.11.2019 13:09
      Highlight Highlight Das ist so, haben gerade einen Auftrag für einen Schiessplatz zu Sanieren. Die Altlasten kann man in der Schweiz nicht Recylieren. Das geht ab noch Holland, ein Teil wird dort Recyliert der Rest geht in die 3. Welt.

    • drüber Nachgedacht 27.11.2019 14:44
      Highlight Highlight @Liselote

      Leider weiss ich nicht, wie du zu diesen Annahmen kommst.

      Die Abfallbeseitigung ist in der Schweiz nach dem Basler Übereinkommen geregelt.

      Dank VEVA wird jeder Transport von Abfällen, und verseuchter Erde genau überwacht. Da kann man nicht einfach ohne Bewilligung bleihaltige Erde nach Holland senden.
      Besonders, wenn in der Schweiz Bodenreinigungsanlagen existieren, wo solche Erde seit Jahren erfolgreich gereinigt wird.

      Erde, die nicht gereinigt werden kann, wird auf Deponien in der Schweiz deponiert. Da geht nichts nach Afrika....
  • Hardy18 27.11.2019 12:42
    Highlight Highlight Der Black Friday, für mich eine Bezeichnung die alles andere bedeutet als ihr Ursprung. Ein schwarzer Tag für die gesamte Welt und deren Bewohner. Ausser vielleicht die 5 Hansel die ein Schnäppchen gemacht haben und dieses wirklich gebraucht haben.
  • WID 27.11.2019 12:37
    Highlight Highlight Konzernverantwortungsinitiative!
  • luegeLose 27.11.2019 12:29
    Highlight Highlight Diesen Titel könnte man auf fast alles projizieren.Bsp Fleischware. Werde trotzdem das eine oder andere besorgen.
  • wolge 27.11.2019 12:20
    Highlight Highlight Wie naiv und oberflächlich wir doch sind...
  • Thomas Melone (1) 27.11.2019 12:20
    Highlight Highlight BLACK FRIDAY - Spare 100% indem du nichts kaufst!
  • Kaishakunin 27.11.2019 11:37
    Highlight Highlight Das wirklich tragische am Ganzen finde ich, neben den gezeigten Umwelteinflüssen, die unser Konsumverhalten ohnehin erzeugen, dass diese Konsumtage immer wieder aufzeigen, wie kopflos die Menschheit durchs Leben geht. Schnäppchen? Rennen, drängeln, Anstand vergessen, shop till you drop. Sind wir wirklich so einfach zu steuern? Und würde tägliche Achtsamkeit über sein eigenes Verhalten dies nicht etwas bremsen können? Warum bloss machen wir unser 'Glück' immer vom Konsum abhängig? Und wären Weihnachten mit einem halben Meter tieferen Geschenkberg unter dem Baum nicht auch schön? Let's focus :)
    • Lioness 27.11.2019 12:25
      Highlight Highlight In meiner Familie wird Gewichtelt. Jeder beschenkt eine einzige Person und kriegt von einer einzigen ein Geschenk. Der Berg ist seither viel kleiner, die Geschenke viel durchdachter und liebevoll mit viel Zeit verpackt. Der Einkaufsstresss nahm auch arg ab. Unser Fest ist seither gemütlicher, aber trotzdem nicht komplett ohne Geschenke. Bei der Familie meines Mannes wird der Berg und der Wahnsinn jedes Jahr grösser, auch der Besorgungsstress. Aber da darf ich nichts sagen, das ist Tradition....🙄
    • Kaishakunin 27.11.2019 14:15
      Highlight Highlight Hehe.. Besorgungsstress als Tradition? Nun gut ;-) aber weniger ist in dem Falle definitiv mehr.
    • DanielaK 27.11.2019 14:53
      Highlight Highlight Kommentar Schwiegerfamilie: ach die Kinder packen so gern Geschenke aus. Logisch, wer nicht? Das heisst noch lange nicht dass man ihnen x Dinge kaufen muss, die nachher eh nur rumliegen. Lieber nur eins, dafür das richtige, über das sie sich ehrlich freuen können, auch den Rest vom Jahr.
  • COLD AS ICE 27.11.2019 11:22
    Highlight Highlight das ist der ganz normale wahnsinn. trotz allem werden am freitag die webshops mit bestellungen überflutet.....auch von den klimakids!!!!
    • Waldorf 27.11.2019 11:37
      Highlight Highlight Ah, ok.
    • äti 27.11.2019 12:46
      Highlight Highlight .. warum sollten Klimakids keine Turnschuhe tragen? Oder keine Waschtücher haben? Wäre doch eine Gelegenheit wieder einmal eine Seife zu besitzen, auch Colds dürfen.
  • so war es doch nicht gemeint 27.11.2019 10:58
    Highlight Highlight Aron Cash erinnerst du dich noch daran?

    20Min.ch (28.03.2018):
    " «Ich weiss nicht, wo das noch hinführt.» Auch darum sammle er die Schuhe nur noch für sich selbst und verkaufe sie nicht mehr weiter."


  • SpikeCH 27.11.2019 10:56
    Highlight Highlight Mein Tipp wenn ihr das nächste mal etwas "wirklich kaufen wollt, weil ihr es unbedingt braucht"....

    bei >200.- wartet eine Woche
    bei >1000.- wartet einen Monat
    bei >"monatslohn" wartet ein halbes Jahr

    Was passiert, ist dass der von der Werbung und Konsumgesellschaft in unsere grauen Zellen verpflanzte Gedanken rund um "ich muss das *jetzt* haben" (Impuls) abnimmt und schliesslich verschwindet.

    Wer dann einige Zeit später an den Wunsch von vorher denkt, darf sich über das Geld auf dem Konto freuen. Oder kann- wenn das Ding echt so nötig ist- es immer noch kaufen.
    • Klirrfactor 27.11.2019 13:13
      Highlight Highlight Oder wenn ich dieses Ding kaufe, was nützt es mir in 5 Tagen, 5 Wochen, 5 Jahre.

      Dabei geht es drum sich ernsthaft zu hinterfragen, ob es eine lohnende und langfristige Investition ist.
    • Eisvogel 27.11.2019 13:20
      Highlight Highlight @SpikeCH
      Das mache ich auch, noch restriktiver: was über 100.-- kostet, wird überschlafen.
    • Weasel 27.11.2019 15:46
      Highlight Highlight Hmmm....an der Migros Kasse so: 102Franken Fünfzig bitte. Moment, ich komme morgen nochmals! Muss das noch einmal überschlafen...
  • Holch 27.11.2019 10:56
    Highlight Highlight Ganz nach dem Motto; Haben ist besser als brauchen.
    • mystiker 27.11.2019 14:42
      Highlight Highlight bis man von einem 1 Familienhaus in eine 1 Zimmerwohnung ziehen muss(warum auch immer)

      Dann füllen sich ein paar container.
  • DerHans 27.11.2019 10:44
    Highlight Highlight Ja da müssen wir uns wieder ein schlechtes Gewissen einreden. Bezahlen wir doch immer brav eine vorgezogene Recyclinggebühr und trotzdem landet unser wiederverwertbares Material über mafiöse Umwege in Afrika.
    Da verdient Jemand doppelt, aber der Konsument, der seine Sachen ordnungsgemäss entsorgt soll sich schlecht fühlen. Ich verstehe auch nicht warum man jedes Jahr das neuste Smartphone braucht oder jede Woche Zalandopäckli bestellt (mir wäre nur schon der Gang zur Post zu blöd) aber wir sind nicht immer an allem Schlechten schuld.
    • Thomas Melone (1) 27.11.2019 12:27
      Highlight Highlight Lieber Hans. Im kapitalitischen Wirtschaftssystem ist es so, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt. Für alles was wir tun oder konsumieren tragen wir die alleinige Verantwortung.
    • Andre Buchheim 27.11.2019 12:41
      Highlight Highlight Stimmt, sind wir ja auch, denn würden wir so nicht handeln, sondern a bisserl mehr Vernunft walten lassen, würden wir denen, die daran verdienen die Grundlage entziehen.
  • Chumitze 27.11.2019 10:28
    Highlight Highlight Nun gibt es auch schon das Black Friday Weekend, wie ich soeben in einer Radiowerbung gehört habe. Chume definitiv nüm drus - gehe ich jetzt am Freitag einkaufen oder am Wochenende? 😳
    • Onkel Jenny 27.11.2019 13:24
      Highlight Highlight Am Cyber Monday alles online bestellen, was denn sonst...
    • Mario Dietrich (1) 27.11.2019 16:55
      Highlight Highlight Hab schon einen Pre Black Friday Sale gesehen... Es wird wohl jedes Jahr früher anfangen...
  • MeinAluhutBrennt 27.11.2019 10:19
    Highlight Highlight Greta Thunberg for Africa!
  • Füürtüfäli 27.11.2019 10:12
    Highlight Highlight Gut, dass ich diesen Artikel gelesen habe!
    Ich hätte sonst nichts davon mitbekommen. Mache es trotzdem wie im Vorjahr: Spare 100% weil ich nichts kaufe.
    • Alterssturheit 27.11.2019 10:20
      Highlight Highlight Macht mit mir schon 200%....
    • Triumvir 27.11.2019 11:34
      Highlight Highlight @Alterssturheit: Mathe scheint nicht deine Stärke zu sein...
  • Cirrum 27.11.2019 10:03
    Highlight Highlight Hey Leute, überlegt euch doch bitte zweimal ob ihr die Sachen wirklich braucht. Es macht euch nicht nachhaltig glücklicher.. Es macht keinen Sinn, über das Klima zu jammern und dann auf Schnäpplijagt zu gehen.. Am besten wäre es, wenn niemand irgendwas kauft bei solchen Aktionswochen wie BlackFriday.. dann würde es diesen Scheiss auch nicht geben. Wir haben alles und brauchen nicht immer das Neuste! Unsere Umwelt wird zerstört durch solche bedenkenlose Naivität...
    • Triumvir 27.11.2019 11:38
      Highlight Highlight Nicht in jedem Fall: denn meine neuen Airpods Pro machen mich als Pendler definitiv glücklicher und zufriedener...absolut einer der besten - unnötigen - Käufe in diesem Jahr...
  • MBär 27.11.2019 10:02
    Highlight Highlight Black Friday ist das dämlichste, was in den letzten Jahren über den grossen Teich zu uns geschwappt ist. Zumal viele Rabatte nicht mal echt sind.
    Ein Beispiel:
    Zuerst kostet etwas 90 Franken. Am BFd dann steht, dass es ursprünglich 120 gekostet habe und nun für 25% Rabatt nur noch 90 Franken kostet. Der Konsumen freut sich über 25% Rabatt, welch eigentlich nicht existieren. Sehr plakativ, ist aber schon vorgekommen.
    • Marathon-man 27.11.2019 10:25
      Highlight Highlight Stimmt genau..
      Habe 3 Artikel so überprüft und bin auch zu diesem Ergebnis gekommen.
    • Carl Gustav 27.11.2019 10:57
      Highlight Highlight Ist doch geil, wenn man sich ab einen Rabatt freuen kann, der gar nicht existiert.
      Eine Woche später freuen sich dann die Kinder auf einen bärtigen, alten Mann, der nicht existiert😂
    • Rissle 27.11.2019 12:17
      Highlight Highlight Na wenn sich einer vorher nicht erkundigt, was der normale Ladenpreis ist, selber schuld 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schlingel 27.11.2019 09:58
    Highlight Highlight Dieser Raphael ist mir ganz und gar nicht sympathisch. Kaufen was man nicht braucht, Hauptsache es ist billig. Und wenn man für einen billigeren Preis lügen oder den Händler abziehen muss, dann wird auch das gemacht.
  • PC Principal 27.11.2019 09:53
    Highlight Highlight Ich hab bisher noch nie was am Black Friday gekauft. Werde mir aber dieses Jahr mal das Angebot ansehen.
  • Xonic 27.11.2019 09:44
    Highlight Highlight Ob der stationäre Handel im Vergleich zum Onlinehandel besser abschneidet bezweifle ich stark. Beim Onlinehandel kann besser und schneller beobachtet werden wie sich der Absatz verhält.
    Bei Zalando gibt es auch Zalando Outlets wo Ware vergünstigt verkauft wird wenn Sie nicht mehr in den regulären Onlineverkauf zurückgelangt.

    Auch beim stationären Handel gibt es innovative Firmen wie Zara, die nur kleinere Lots produzieren und oft auch in Europa um schneller auf Trends zu reagieren.

    Es geht, aber viele Firmen wollen einfach nicht.
    • Xonic 27.11.2019 10:07
      Highlight Highlight https://blog.carpathia.ch/2019/05/08/onlineshopping-stationaer-co2-klima/

      Hier noch weitere Infos zur Frage stationär vs. Online.
    • peeti 27.11.2019 10:11
      Highlight Highlight Wow, dein Zara-Beispiel steht im Zusammenhang mit diesem Dok ziemlich quer in der Landschaft. Zara produziert ja nicht kleinere Lots, um weniger Abfall/Umweltauswirkungen zu generieren. Sondern wie du selbst sagst um schneller auf Marktbedürfnisse zu reagieren. Das ist trotzdem immer noch billigste Fastfashion, die zu Dreckslöhnen hergestellt wird und gleich viel Abfall produziert.

      Nachdem Zara an der Bahnhofstr mit massivem Lohndumping ihre Filialen renovierte, ist die Firma und andere inditex-Marken für mich gestorben.
  • Biotop 27.11.2019 09:40
    Highlight Highlight 6. Ein Jahr zuvor.....
    Benutzer Bild
  • sveed 27.11.2019 09:37
    Highlight Highlight Willkommen in der globalisierten Welt.
    • Andre Buchheim 27.11.2019 12:43
      Highlight Highlight Das hat mit Globalisierung nichts zu tun, das ist die kollektive Gier.
  • fidget 27.11.2019 09:28
    Highlight Highlight Der Reseller ist ein ziemlich findiger Geschäftsmann. Wer kann es ihm verdenken, dass er mit dem Begehren anderer einen riesigen Profit macht? Ich kann nur nicht verstehen, wie man bereit sein kann für Schuhe 8000.- zu bezahlen? Und nein, im Normalfall wissen die wenigsten, dass sie limitiert waren, geschweige denn was sie kosteten sofern man es nicht jedem auf die Nase bindet.
    • Fruchtzwerg 27.11.2019 10:23
      Highlight Highlight Bin ich ein schlechter Mensch wenn ich heimlich hoffe, dass der Typ mit dem 8000-Stutz-Sneaker am ersten Tag in einen frischen Hundehaufen tritt?
    • fidget 27.11.2019 11:29
      Highlight Highlight @Fruchtzwerg: Nein, das würde ich nicht sagen. Schliesslich ist man mit 8000-Stutz-Sneakers genau so wenig davor gefeit, wie mit 50-Stutz-Tretern. Mir wäre das Geld zu schade, denn auch die gehen kaputt nach längerem tragen.
  • THEOne 27.11.2019 09:08
    Highlight Highlight und all die, die am lautesten schreien und demonstrieren gegen co2, sind genau die, die an vorderster front stehen bei den BF läden...
    • Hamudi Dudi 27.11.2019 10:52
      Highlight Highlight Ah, der Klassiker durfte nicht fehlen.
    • aglio e olio 27.11.2019 12:15
      Highlight Highlight Ich nehme an das Ganze basiert auf "eigener Recherche", oder?
    • Andre Buchheim 27.11.2019 12:45
      Highlight Highlight "und all die, die am lautesten schreien und demonstrieren gegen co2, sind genau die, die an vorderster front stehen bei den BF läden..."

      Ja, und zwar mit Transparenten in der Hand und dagegen protestierend, oder?
  • Scaros_2 27.11.2019 09:04
    Highlight Highlight Ihr habt zum Thema ja eine Bildstrecke: «Welcome to Sodom» – illegale Handy-Entsorgung in Afrika

    Warum die hier nicht drin ist - kA.

    Aber zurück zum Thema.

    JA - ICH. FREUE. MICH! Warum? Ganz einfach. Ich habe 2 Computer zuhause die sind nun 5-6 Jahre alt und müssen ersetzt werden. Dazu freue ich mich auf einen Tag wie eben jenen, wo ich hoffe, dass ich einzelne Komponenten günstiger bekomme und ein paar % sparen kann.

    Daher ja, ich freue mich.

    Aber nur weil jetzt diese Missstännde sind verzichte ich nicht auf geplante Käufe.
    • Alphabetagammaomega 27.11.2019 09:15
      Highlight Highlight Dann freu dich, dass du wegen Black Friday ganzjährig überteuerte Preise zahlen musst, nur damit die Händler ihre Black Friday Rabatte generieren können um so mehr Absatz zu erzielen. Du fällst genau so drauf rein wie die meisten. Die einzigen Rabatte, die wirklich was taugen, sind die im Januar, im Januarloch.
    • fidget 27.11.2019 09:36
      Highlight Highlight Es ist ja eigentlich nichts dagegen einzuwenden, wenn man von Black-Friday-Rabatten profitiert, weil etwas ersetzt oder benötigt wird. Bedenklich sind lediglich unnötige Käufe. Also jene, die nur des Rabattes Willen kaufen und nicht weil sie es brauchen. Deinen Computer kannst du guten Gewissens kaufen.
    • Randalf 27.11.2019 09:48
      Highlight Highlight @Scaros_2

      Es gibt auch einen Film zu Sodom.
      In bestimmten Stadtteilen von Accra ist, je nach Windrichtung, der Rauch zu sehen und zu riechen. Es werden aber auch Autopneus im ganzen Land verbrannt.
      Aber....
      Zigarettenrauchen ist in der Öffentlichkeit verboten, weil ungesund.
    Weitere Antworten anzeigen
  • schlorziflade 27.11.2019 09:00
    Highlight Highlight Nennt sich "Cash" und sagt Dinge wie: "Ich möchte mich einfach in der Gesellschaft eingliedern und einen Beitrag dazu leisten, dass sich unsere Welt verbessert. Aber ich habe keine Idee, wie man das verändern könnte."

    🙈

  • Hofer Ernst 27.11.2019 08:57
    Highlight Highlight Für mich ist black Friday ein Tag wie jeder andere. Mein Konsumverhalten ändert sich an diesem Tag nix, denn ich kaufe etwas wenn ich es benötige.
  • rburri38 27.11.2019 08:56
    Highlight Highlight Und trotzdem kaufen alle wieder das neuste iPhone 11 Super Max Pro Ultra mit 5% Rabatt. Oder den neusten Sneaker. Man muss ja trendy sein.
    • Tooto 27.11.2019 09:21
      Highlight Highlight Ich glaube alle paar Wochen/Monate ein paar Sneakers oder alle zwei Jahre ein neues Smartphone (nicht nur iPhones) bringen das Fass nicht so ultra zum überlaufen. Man sucht einfach etwas das man selbst nicht macht um sein Gewissen zu beruhigen.
      Es ist die Summe von allem. Ich kenne persönlich niemand der wirklich am minimum seines Konsumes lebt. Sei es Ernährung, Autos, Häuser, Ferien etc.

    • ChlyklassSFI 27.11.2019 11:17
      Highlight Highlight Alle paar Wochen neue Schuhe?
    • Tooto 27.11.2019 11:25
      Highlight Highlight Chlyklass, gibt halt viele Sneakerfans.
      Was ich damit meine ist, dass man zuerst auch vor der eigenen Tür wischen soll :) Und nicht dass es geil ist alle paar Wochen Schuhe und ständig ein neues Smartphone zu kaufen.
      Das Ausmass ist grösser, nicht nur in der kleinen Blase in der wir mit dem Finger auf andere zeigen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Fanta20 27.11.2019 08:55
    Highlight Highlight Ja, das stimmt sehr nachdenklich und zeigt eindrücklich, dass verantwortungsvoller Konsum extrem schwierig (wenn nicht nahezu unmöglich) ist. Privaten Konsum aus ökologischen Motiven einfach zu verteufeln greift für mich auch zu kurz, da hängen ja schliesslich immer auch die Auskommen von anderen Menschen dran (siehe das Beispiel mit der Mitarbeiterin im Paketzentrum). Es ist verzwickt.
    • Gwdion 27.11.2019 09:16
      Highlight Highlight Liesse man diese Argumentation als valid gelten, liesse sich alles mögliche rechtfertigen, etwa von Waffenexporten in Bürgerkriegsländer über die Förderung fossiler Energien bis hin zu Menschenhandel - sind ja schliesslich alles Arbeitsplätze.
    • Weisser Mann 27.11.2019 09:20
      Highlight Highlight Es ist schon gut, wenn man sich vor dem Absenden einer Bestellung fragt: brauch ich das wirklich?
      wirklich?
      wirklich wirklich?

      Damit konnte ich schon auf viel Schrott verzichten. Habe aber dennoch noch zu viel Schrott Zuhause.
    • RicoH 27.11.2019 09:31
      Highlight Highlight Ich sehe das ein wenig anders. Warum soll verantwortungsvoller Konsum extrem schwierig sein?

      In einen Laden/Geschäft gehen, sich dort informieren und kaufen wäre schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

      Somit sicherst auch du vermutlich mehr Arbeitsplätze, als nur diejenigen, die durch den übermässigen Onlinehandel erst entstanden sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eldroid 27.11.2019 08:42
    Highlight Highlight Ich kaufe wenn immer möglich gebrauchte Geräte (z.b. auf tutti).

    Oder repariere meine selbst.
  • RichiZueri 27.11.2019 08:40
    Highlight Highlight Und da das alles nichts neues ist, könnt ihr euren Titel "...Nach diesem SRF-Dok willst du nichts mehr kaufen" leider auch gleich wieder vergessen.
  • Alphonse Graf Zwickmühle 27.11.2019 08:33
    Highlight Highlight Schaulaufen der kaufsüchtigen Primaten...
    • Mia_san_mia 27.11.2019 18:03
      Highlight Highlight @Alphonse Graf Zwickmühle: Dieser Kommentar ist ja so etwas von arrogant und herablassend 👎🏻
    • Alphonse Graf Zwickmühle 27.11.2019 21:14
      Highlight Highlight @Mia_san_mia machen sie sich nicht mal gleich in die Lederhosen.

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