Schweiz
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A cabin crew member of Swiss International Air Lines wearing a face mask to protect against the spread of coronavirus COVID-19 prepares the aircraft prior to departure to London during the resumption partially flights of Swiss International Air Lines following the lockdown to due lockdown measures against spread of coronavirus COVID-19, at the Geneve Aeroport, in Geneva, Switzerland, Monday, June 15, 2020. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

«Die verbalen Beschimpfungen des Kabinen- oder Bodenpersonals und anderer Passagiere hat zugenommen», sagt eine Sprecherin von Swiss. (Symbolbild) Bild: keystone

Fluggäste flippen immer häufiger aus: 50 Prozent mehr Unruhestifter, kaum Strafen

Randalierende Passagiere haben sich in der Schweiz im Vergleich zu 2016 fast verdoppelt. Eine neue Regelung soll Abhilfe schaffen, für die Gemüter der Mitreisenden und das Portemonnaie der Fluggesellschaften.



Fluggäste, die andere Passagiere belästigen, die Besatzung attackieren oder gar das Flugzeug beschädigen, gehören längst zum Alltag vieler Fluggesellschaften. Auslöser der Konflikte an Bord sind meist von banaler Natur: eine geschlossene Fensterblende, die Rückenlehne des Vordermanns, eine Anweisung des Kabinenpersonals.

Im Jahr 2019 wurden 1357 Straftaten beim Schweizer Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) gemeldet. Das entspricht 508 Delikten mehr als im Vorjahr, verglichen mit 795 im Jahr 2017 und 695 im Jahr 2016. Die Anzahl der gemeldeten Querulanten in Flugzeugen hat sich in der Schweiz gegenüber 2016 also fast verdoppelt.

Die Swiss kommuniziert keine genauen Zahlen, bestätigt aber eine Zunahme der Vorfälle mit randalierenden Passagieren. «Hauptgründe für die tendenziell leichte Erhöhung können die Zunahme der Passagierzahlen durch die Inbetriebnahme neuer Flugzeuge mit mehr Kapazität sowie die verstärkte Sensibilisierung unseres Boden- und Kabinenpersonals sein», sagt die Sprecherin der Swiss.

Über 70 Prozent physische Aggressionen

Derselbe Trend zeichnet sich nicht nur bei den heimischen, sondern auch bei internationalen Fluggesellschaften ab: 2019 wurden der International Air Transport Association (IATA) von verschiedenen Fluggesellschaften 10'854 Passagiervorfälle gemeldet – Tendenz stark steigend.

Der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zufolge wird alle drei Stunden die Sicherheit eines Fluges von einem sogenannten «unruly passenger» bedroht. Über 70 Prozent dieser Fälle enthalten nach der EASA physische Aggressionen. Gemäss derselben Organisation muss einmal im Monat ein Flugzeug wegen eines problematischen Vorfalls in Europa notlanden.

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Ein Zusammenschnitt einzelner Szenen von Fluggästen, die völlig ausflippen. Video: YouTube/The Sun

Diese Zahlen sind für die Fluggesellschaften ein Problem. Nicht nur werden Sicherheit und Komfort an Bord gefährdet, eine Unruhe stiftende Person kann auch hohe Kosten verursachen. Wenn eine Maschine notlanden oder den Flugkurs ändern muss, kann dies das Unternehmen schnell über 100'000 Dollar kosten, zitiert die «Süddeutsche Zeitung» den IATA-Vizepräsidenten Paul Steele.

Alkohol, Tabak und Regelverstösse

Die drei häufigsten Ursachen von Krawallen in hoher Höhe sind gemäss IATA Rauchen, Trunkenheit und Verstösse gegen die Anweisungen des Kabinenpersonals. «In den vergangenen Jahren waren Alkohol- und Drogenkonsum die häufigste Ursache für renitentes Verhalten», sagt eine Swiss-Sprecherin zu watson.

«Verbale Beschimpfungen des Kabinen- oder Bodenpersonals und anderer Passagiere haben zugenommen.»

Swiss

Ausserdem ist es nicht die Bord-Bar, die dem Frieden meist zum Verhängnis wird, sondern der vorher oder heimlich während dem Flug konsumierte Alkohol, wie die IATA mitteilt. Das bestätigt auch die Swiss: Selbst mitgebrachter und heimlich konsumierter Alkohol sei auch ein der Swiss bekanntes Problem.

FILE- In this file photo provided by Donna Basden, a man is escorted off an American Airlines flight after it landed in Honolulu, Friday, May 19, 2017. Court records say the man who caused a disturbance on a flight from Los Angeles to Honolulu had no luggage other than a laptop and needed a wheelchair to board the plane because he appeared to be under the influence of drugs or alcohol.(Donna Basden via AP, File)

Ein Mann wird aus einer American-Airlines-Maschine abgeführt, nachdem er unter schwerem Alkohol- und Drogeneinfluss gegen die Sicherheitsvorschriften verstiess (19. Mai 2017). Bild: AP/AP

Am meisten gemeldet worden sei 2019 aber die Missachtung von Sicherheitsregeln, teilt Swiss mit. Manche Passagiere schnallen sich trotz ausdrücklicher Anweisung nicht an. Andere wiederum wollen ihre elektronischen Geräte nicht abschalten, obwohl sie mehrfach auf das Verbot hingewiesen wurden.

«Die Swiss trainiert und sensibilisiert sowohl das Kabinen- als auch das Bodenpersonal darauf, auffällige Passagiere bereits am Boden zu identifizieren.»

Swiss

Nicht selten kommt es dabei zu verbalen oder gar physischen Auseinandersetzungen mit dem Flugpersonal. «Ebenfalls zugenommen haben die verbalen Beschimpfungen des Kabinen- oder Bodenpersonals und anderer Passagiere», sagt die Swiss-Sprecherin.

Bei rund 10 Prozent der Fälle kommt es zur Androhung von Übergriffen oder sexueller Belästigung. In 4 Prozent der Vorfälle kann das Verhalten des Passagiers das Leben anderer Menschen gefährden, manche versuchen gar ins Cockpit zu gelangen, zeigt eine Umfrage der IATA.

«Die Swiss trainiert und sensibilisiert sowohl das Kabinen- als auch das Bodenpersonal darauf, auffällige Passagiere bereits am Boden zu identifizieren», sagt die Swiss-Sprecherin. Dabei stehe die Deeskalation der Situationen an erster Stelle.

Kaum Konsequenzen für Täter

«Im Durchschnitt werden zwischen 5 und 10 Prozent der gemeldeten Fälle mit einer Geldstrafe belegt», sagt Christian Schubert vom BAZL. International werden knapp 40 Prozent aller Vorfälle juristisch verfolgt: Nur rund jeder dritte Unruhestifter muss demnach mit Konsequenzen rechnen, wie die IATA mitteilt.

Das liegt hauptsächlich an der unklaren internationalen Regelung. So fühlt sich beispielsweise die Polizei in Abu Dhabi nicht für den Unruhestifter verantwortlich, nur weil sich die Lufthansa-Maschine dort zur Landung gezwungen sah. Die Unsicherheit darüber, wer auf wessen Boden für welches Vergehen im Luftraum juristisch verantwortlich ist, führt zu einem Mangel an gerichtlicher Zuständigkeit.

Erschwerend kommt hinzu, dass der Polizei der Zugang zu Aussagen oder Informationen teils verwehrt bleibt, weil die Betroffenen ihre Reise bereits fortgesetzt haben.

Neue Regeln für härtere Strafen

Abhilfe soll das Montreal-Protokoll 2014 schaffen – sowohl für die mangelnde Gerichtsbarkeit als auch für die steigende Anzahl Vorfälle an Bord. Das Protokoll gibt Regierungen ein juristisches Werkzeug in die Hand, um das Fehlverhalten in Flugzeugen hart zu bestrafen. Konnten in der Vergangenheit viele randalierende Fluggäste gerichtlich nicht belangt werden, so soll sich das nun ändern.

Auch die Swiss begrüsst sämtliche Massnahmen, die dazu führen, dass die Flugsicherheit weiter erhöht und die Zahl der Unruhestifter an Bord reduziert werde, sagt eine Sprecherin von Swiss.

Der Bundesrat hat am 27. Mai 2020 das internationale Protokoll unterzeichnet und an das Parlament zur Verabschiedung weitergereicht, wie aus einer Medienmitteilung des BAZL hervorgeht. Damit soll das Montreal-Protokoll das bereits bestehende Tokio-Protokoll in der Schweiz bald ergänzen.

Neu gilt eine «zusätzliche obligatorische Gerichtsbarkeit des Halter- wie auch des Landestaates». In anderen Worten: Der Staat, in dem das Flugzeug gelandet ist, kann nun ebenso juristisch gegen Unruhestifter vorgehen wie das Land, aus dem die Fluggesellschaft stammt.

Als weitere Änderung enthält das Protokoll eine Liste der schwersten Straftaten. Zudem sieht das Protokoll auch Schadenersatzansprüche vor, die gegenüber den Querulanten geltend gemacht werden können.

Allerdings tritt das Montreal-Protokoll erst in Kraft, wenn mindestens 22 Länder das Protokoll ratifiziert haben. Derzeit seien es gerade einmal sechs Staaten, schreibt die IATA.

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    Alle Leser-Kommentare
  • deepsprings 24.06.2020 19:32
    Highlight Highlight "...muss einmal im Monat ein Flugzeug wegen eines problematischen Vorfalls in Europa notlanden."

    Notlanden ist etwas anderes. Die Flugzeuge müssen lediglich einen ausserplanmässigen Zwischenstopp einlegen.
  • Raidoo 24.06.2020 18:17
    Highlight Highlight Die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter tun mir echt leid. Sie sind am Ende einer Ärgerniskette und kriegen den ganzen Frust der Passagiere über Self-Check-In, Endloswarteschlangen am Security-Check, Mafiapreise für "sichere" Getränke am Flughafenkiosk usw., ab.
    Früher war der Flug Bestandteil des Urlaubs. Heute ist man froh, wenn man den Stress hinter sich hat und am Urlaibsziel ankommt. Wundern sich die Airlines wirklich, weshalb immer mehr Leute sich nur noch nerven?
  • Shisha 24.06.2020 15:48
    Highlight Highlight Woran die starke Zunahme wohl liegt? Das ist keine rhetorische Suggestivfrage sondern ernst gemeint. Billig-Flüge sind ja kein neues Phänomen mehr. Werden Vorfälle evt. einfach häufiger gemeldet?
    • 1of8mio 24.06.2020 19:52
      Highlight Highlight Ich glaube das ist häufig einfach der social-media effekt. Tue ich nicht/das falsche/zu wenig, landen schnurstracks Handyvideos online und die Reputation leidet. Dann lieber hart durchgreifen und zeigen, dass man jederzeit Herr der Lage ist.

      Andererseits glaube ich auch, dass das „Klima der Angst“, in dem wir seit rund 10 Jahren leben - mit Terrorismus und allen möglichen subjektiven Bedrohungen halt einfach die Toleranzgrenze senkt, da viele immer mit dem schlimmsten rechnen.

      Und dann haben immer mehr Leute per se das Gefühl, dass sich die Welt immer nur um sie drehen muss...
  • Dr no 24.06.2020 15:16
    Highlight Highlight tja wenn man halt schon für 39.50 irgendwohin fliegen kann und sich jeder Prolet den Flug leisten kann, dann gibt's halt Probleme. Erstaunt mich überhaupt nicht. Verstehe allerdings nicht, warum man hier nicht durchgreift. Beim Sicherheitscheck wird man rum schickaniert und wenn einer an Board ausflippt und den Flug evtl, sogar vom Kurs abbringt dann passiert nichts ?
  • Hans der Dampfer 24.06.2020 14:52
    Highlight Highlight Irgendwie sind mehr Frauen als Männer betroffen (gemäss Videos oben) Und: Der Arzt der aus dem Flugzeug gezerrt wurde, war irgendwie lustig.
    • Duscholux 24.06.2020 16:03
      Highlight Highlight Männer bekommen im Leben sehr häufig auf die Fresse wenn sie sich so verhalten. Frauen nicht. Lerneffekt.
  • Inflatio 24.06.2020 14:25
    Highlight Highlight Business Class fliegen und man ist dieses Pack los.
  • Stinkstifeli 24.06.2020 13:40
    Highlight Highlight Hässliches verhalten sag ich da nur. Diese Leute sollt man tasern, fesseln, in den Laderaum stecken, mit 3000.- büssen und mit fünf Jahre Flugverbot bestrafen. Hört sich hart an aber ich hasse solche Menschen abartig tief. Da werde ich gleich selber zum Tier wenn ich das sehe... bitte nicht tasern😅
    • Blitzmagnet 24.06.2020 16:36
      Highlight Highlight Fünf Jahre? Lebenslang. Wer den Flugbetrieb behindert soll Auto- oder Schiff fahren.
  • mrmikech 24.06.2020 13:27
    Highlight Highlight Immer mehr menschen haben ein aufgepumptes Ego, mit vermehrtes Alkoholmissbrauch eine schlechte Kombi. Sofort auf No-Fly-List + Busse, nur so lernt man heutzutage.
  • Nelson Muntz 24.06.2020 12:46
    Highlight Highlight Und danach empört sich der renitente Gast aud Social Media über die Airline
  • fabsli 24.06.2020 12:44
    Highlight Highlight Vielleicht mal aufhören Alkohol auszuschenken? So als Idee.
    • RichiZueri 24.06.2020 13:28
      Highlight Highlight Du meinst so wie bei gewissen Fussballspielen, wo dann einfach alle, die zuviel trinken würden, bereits randvoll kommen? Ich denke nicht, dass eine Fluggesellschaft die Passagiere erziehen muss/sollte.
    • Blitzmagnet 24.06.2020 16:37
      Highlight Highlight Vielleicht mal anfangen zu lesen? So als Idee. Steht schon im Text, dass der Alk an Bord das kleinste Problem ist.
    • PaLve! 24.06.2020 17:24
      Highlight Highlight Wieso soll man die 95% Prozent der Passagiere bestrafen, die wie ich, gerne ein Glas Wein über den Wolken geniessen?
  • pnao 24.06.2020 12:41
    Highlight Highlight Ich arbeite am Flughafen.
    Oft genug erlebt, vorallem die, die ihr Handgepäck nicht abgeben wollen, oder nicht verstehen, dass ein normaler Kinderwagen nun mal einfach keinen Platz hat im Flugzeug.
    • Blitzmagnet 24.06.2020 16:37
      Highlight Highlight Eltern mit Kinder sind das übelste. Ums Verrecken ihren Lifestyle nicht ändern und mit Kleinkindern durch die halbe Welt jetten müssen. Ich könnte kotzen.
    • PaLve! 24.06.2020 17:37
      Highlight Highlight Lifestyle?
      Was ist denn wenn man in Familie im Ausland hat und die besucht, ist das dann auch Lifestyle?
  • Vapora 24.06.2020 12:34
    Highlight Highlight Was die Rückenlehne, insbesondere auf Langstreckenflügen angeht habe ich gewisses Verständnis. Ich bin auch fast 1.90 und bei der anherrschenden Gewinnoptimierung der FG geht durch die enge Bestuhlung viel Komfort verloren. Ich hatte mal einen 9 Stundenflug wo bereits bei aufgestellter Lehne meine Knie permanent angestanden haben. Dieser mühsame Miztfünziger aus Deutschland liess jedoch nicht mit sich reden, eeshalb entsprechende Massnahmen meinerseits ergriffen wurden.
    • Duscholux 24.06.2020 16:08
      Highlight Highlight Ich bin mal mit Aeroflot von Moskau nach Tokyo geflogen. Bin selber 1.85m und hatte dank der Lehne des Vordermanns +/- den ganzen Flug meine Knie voll eingespannt. Ich konnte die ersten 2 Tage in Tokyo nur humpeln.

      Nach vielen Stunden mit brennenden Knien war ich auch kurz davor den Russen vor mir anzuschreien. Habe ich aber gelassen weil ich ein Schisser bin. Ich kann also manche auch verstehen.
    • Blitzmagnet 24.06.2020 16:38
      Highlight Highlight Dann buche Business wenn Du weisst, dass Du damit ein Problem hast.
  • RichiZueri 24.06.2020 12:33
    Highlight Highlight Früher war fliegen etwas spezielles. Heute ist es viel zu erschwinglich, was inzwischen ein leichtes ÖV-Verhalten mit sich zieht. Viel zu viele Fluggäste (und deren Kinder) nehmen inzwischen keine oder zu wenig Rücksicht auf die vorne, neben und hinter ihnen. Eventuell wird es Zeit, dass Fliegen nicht mehr etwas allzu alltägliches ist.
    • just sayin' (beleidigende user werden ignoriert) 24.06.2020 13:13
      Highlight Highlight @RichiZueri

      "Früher war fliegen etwas spezielles. Heute ist es viel zu erschwinglich, was inzwischen ein leichtes ÖV-Verhalten mit sich zieht."

      jep.

      zusätzlich ist es heute trend, dass man der mittelpunkt des universums ist, auf alles anspruch hat und nicht auf andere rücksicht nehmen muss.
    • Grubinski 24.06.2020 14:22
      Highlight Highlight Also wollen Sie, dass es sich nur Zürcher Rich(i)kids leisten können?
    • RichiZueri 24.06.2020 15:30
      Highlight Highlight @GruLo: Ich denke nicht, dass die von Ihnen erwähnte Personengruppe mit den hier diskutierten Problemen in der Economy sitzt. Zudem geht es in meinem Post um unsere Konsumgesellschaft und den entsprechend verschwenderischen und überheblichen Lebensstil und nicht um die Bevorteilung irgendeiner Gesellschaftsschicht. Aber ihr Wortwitz war noch ganz ok.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bits_and_More 24.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Ich hab grundsätzlich Mühe mit solchen Video. Wir wissen aus den Ausschnitten nicht, warum eine Person so reagiert. Eventuell liegt auch eine psychische Erkrankung vor. Ich halte es für unnötig, solche Video unverpixelt zu zeigen.

    Die Veröffentlichung solcher unverpixelten Aufnahme bringt ja keinen nennenswerten Mehrwert. Wir befriedigen höchstens unsere Sensationsgier.
    • SeboZh 24.06.2020 12:44
      Highlight Highlight Public shaming.... Falls es eben doch nur am Charakter liegt, lernen die Leute evtl etwas daraus
  • Hierundjetzt 24.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Yo, dann macht den Sitzabstand doch noch enger. Komisch, das die Zunahme von Aggressionen mit der engeren Bestuhlung zusammenfällt. Das ist die Ursache, das eingepfercht sein, nicht der Alk.

    Korrelation? Ich denke ja.

    • SeboZh 24.06.2020 12:45
      Highlight Highlight Ich denke nicht, die Leute von heute spinnen allgemein eher mehr. Im Flugzeug fällts halt nur auf da man nicht davor fliehen kann. Schaut ruhig mal all den "karens" in den youtube Videos zu. Die müssen nicht abheben um zu spinnen 😉
    • Ivan se Terrible 24.06.2020 12:48
      Highlight Highlight Und wie erklärst du dir, dass im Allgemeinen der Anstand verloren geht? Dieses Verhalten ist ja nicht nur im Flieger zu beobachten.

      Und zur engen Bestuhlung: fliegen wird billiger, so das es für mehr Menschen erschwinglich wird, das geht aber nur auf Kosten der Fläche. Das hat Airlines dazu bewogen die Klasse Economy+ einzuführen, etwas mehr Platz … das kostet halt aber auch wieder mehr ...
    • Hierundjetzt 24.06.2020 14:53
      Highlight Highlight Das stimmt natürlich beides.

      Wobei, seboZH, Karens sind doch eher in der Business anzutreffen, weil dort praktischerweise der Manager sitt🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stan_the_man 24.06.2020 12:29
    Highlight Highlight Nun, ein Flug gehört ja auch zu den entwürdigsten Möglichkeiten, eine Strecke hinter sich zu bringen. Kein Wunder, rastet da ab und zu einer aus...
  • Bivio 24.06.2020 12:27
    Highlight Highlight Aus meiner beruf. Erfahrung in der Branche kann ich sagen, dass es 3 Hauptgründe dafür gibt:
    1) Stress. Viele Leute sind beim Fliegen extrem gestresst, da sie die Abläufe nicht kennen bzw. vieles auf sie einwirkt.
    2) Alkohol u. Tabletten. Viele Passagiere trinken zu viel, da häufig der Alk gratis ist. Einige tun dies um Punkt 1 erträglicher zu machen. Jedoch vergessen fast alle, dass Alk durch die Höhe stärker wirkt. Das selbe mit Tabletten.
    3) Generelle Enthemmung. Heute ist man viel schneller mit "Ausrasten", auch bei kl. Sachen. Einige Leute könne sich regelrecht in etwas reinsteigern.
    • Hans der Dampfer 24.06.2020 14:54
      Highlight Highlight Gratis Alk auf Flügen? Wo gibt's denn das?
    • Blitzmagnet 24.06.2020 16:40
      Highlight Highlight Hans: In der Business und First Class.
    • Bivio 24.06.2020 17:11
      Highlight Highlight @Hans der Dampfer
      Es gibt immer noch viele Airlines, welche Alk (meist Bier und Wein) ausschenken. Dazu kommt, dass auch leute sich schon am Boden einen "ansaufen". Und wie bereits erwähnt, ist die Wirkung von Alk in der Druckatmosphäre stärker.
  • Kronrod 24.06.2020 12:25
    Highlight Highlight Das könnte auch damit zusammenhängen, dass die Passagiere im Flugzeug immer enger zusammengepfercht werden.
  • eldorak 24.06.2020 12:14
    Highlight Highlight Es scheint vielen Leuten einfach zu gut zu gehen...
  • c-bra 24.06.2020 12:12
    Highlight Highlight Das habe ich wirklich schon zu oft beobachtet. Irgendwie werden manche Menschen zu den grössten A****löcher, sobald sie ein Flugzeug betreten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die immer so wenig Nerven haben und sich über Kleinigkeiten so aufregen.

    Da waren schon ein kaputtes Display, welches die Besatzung mit allem möglichen wieder versucht hat zum funktionieren zu bringen. Kann man in so einer Situation nicht akzeptieren, dass das einfach mal passieren und die Crew einfach nix dafür kann?

    Ein anderes mal war es tatsächlich ein zu lautes Triebwerk. 🤦‍♂️
    • smartash 24.06.2020 12:19
      Highlight Highlight Ich wage mal zu behaupten, diese Menschen waren schon A****löcher, lange bevor sie das Flugzeug betraten
    • [Nickname] 24.06.2020 12:28
      Highlight Highlight Die werden nicht erst dann zu Arschlöchern, sie sind es bereits im Alltag.
    • qolume 24.06.2020 12:48
      Highlight Highlight Möchte hier korrigieren, dass dies nicht beim Besteigen des Flugzeugs passiert, sondern auf wundervolle Weise beim Betreten des Flughafens. Was ich da schon an der Sicherheitskontrolle erlebt habe ist unglaublich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Daniel Heuberger 24.06.2020 12:04
    Highlight Highlight "Hauptgründe für die tendenziell leichte Erhöhung können die Zunahme der Passagierzahlen durch die Inbetriebnahme neuer Flugzeuge mit mehr Kapazität..."

    Bei sich selbst den Fehler suchen scheint weniger ein Thema zu sein. Wie sieht es mit der erhöhten psychischen Belastung der Passagiere aus durch die immer enger werdenden Sitzplätze aus?
  • Hosesack 24.06.2020 12:02
    Highlight Highlight Ach fliegen, seit man in den Kisten nicht mehr Rauchen darf und der Whisky Flow aus nichtigen Gründen gestoppt werden kann, macht das alles keinen Spass mehr.

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