Schweiz
International

Wegen Nazi-Shop: Durchsuchungen in Deutschland und der Schweiz

Wegen Nazi-Shop: Durchsuchungen in Deutschland und der Schweiz

10.02.2026, 12:1810.02.2026, 12:18

In Deutschland und der Schweiz haben Ermittler einen mutmasslichen Shop für Artikel mit rechtsextremen Motiven aufgedeckt. Dafür wurden elf Gebäude durchsucht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft im deutschen Göttingen am Dienstag mitteilten.

Die Ermittlungen richten sich demnach gegen einen 43-Jährigen und fünf Komplizen. Gegen den Hauptbeschuldigten wurde ein Haftbefehl erlassen, der gegen Auflagen ausser Vollzug gesetzt wurde. Eine Bestätigung zu den Durchsuchungen durch das Bundesamt für Polizei (fedpol) in Bern stand zunächst aus.

Die durchsuchten Gebäude befanden sich nach Angaben aus Göttingen ausser in der Schweiz in den deutschen Bundesländern Niedersachsen, Thüringen, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. In Thüringen entdeckten die Beamten den Angaben nach einen Treffpunkt der rechtsextremistischen Szene.

Bei den Durchsuchungen wurden nach Behördenangaben neben Tausenden CDs und Schallplatten auch Schlüsselbänder, Bekleidung und Sticker mit Hakenkreuzen, Reichsadlern, SS-Totenschädeln, Hitler-Figuren sowie Schlagringe und nicht frei verkäufliche Sprengkörper sichergestellt.

Unter anderem sollen die Verdächtigen rechtsextreme Musik verkauft haben. Auch sollen sie Szeneartikel mit verfassungswidrigen, rechtsextremen Symbolen oder Motiven von terroristischen beziehungsweise verbotenen Organisationen angeboten haben.

Darunter waren etwa Artikel mit Motiven der verbotenen Gruppen «Blood & Honour» und «Combat 18». Auch Verstösse gegen das Waffengesetz sowie der Handel mit verbotenen Dopingmitteln und verschreibungspflichtigen Arzneimitteln stehen im Raum.

Den Angaben nach wurde seit Anfang des Monats verdeckt gegen die sechs Verdächtigen ermittelt. Erstmals aufgefallen war der Hauptverdächtige bei Ermittlungen der Polizei Oldenburg wegen eines rechtsextremen Musiknetzwerkes. (hkl/sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
12 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12
Europas Luxusbranche tut alles, um den US-Markt für sich zu gewinnen
Von Dior über Louis Vuitton bis hin zu Gucci – die grossen europäischen Modehäuser verstärken ihre Bemühungen, die USA für sich zu gewinnen. Mit gigantischen Modenschauen, Stars und kulturellen Kooperationen wird der US-Markt für die Luxusbranche strategisch wichtiger denn je.
Gucci mitten auf dem Times Square oder Chanel auf einem New Yorker U-Perron: Die renommiertesten Modehäuser Europas veranstalten immer häufiger spektakuläre Modenschauen in den Vereinigten Staaten – einem Markt, der für die Branche zugleich Schlüsselmarkt und Trendbarometer ist. Dior, das 2024 im Brooklyn Museum eine Kollektion mit Retro-Akzenten in den Farben der amerikanischen Flagge präsentierte, entschied sich Mitte Mai für das Los Angeles County Museum of Art (LACMA) als Schauplatz seiner Cruise-Modenschau – eine Hommage an das goldene Zeitalter des Hollywood-Kinos.
Zur Story