Schweiz
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Besonders Alleinerziehende kommen derzeit an ihr Limit. bild: shutterstock

Interview

«Der Lockdown zeigt: Der Staat hat immer noch das Familienmodell der 50er-Jahre im Kopf»

Die Eltern leiden während des Lockdowns besonders – das zeigt eine Umfrage des Schweizer Elternkomitees. Viele arbeiten abends und am Wochenende. Denn während Kinderbetreuung und Homeschooling noch der Arbeit nachzugehen, sei praktisch unmöglich, sagt Stephan Germann vom Elternkomitee im Gespräch.



Herr Germann, Sie haben selber Kinder, wie organisieren Sie sich derzeit?
Stephan Germann: Glücklicherweise konnten meine Frau und ich beide unser Arbeitspensum auf 50 Prozent reduzieren. So können wir uns die Kinderbetreuung aufteilen. Ich kann die Zeit, in der ich nicht arbeite, aufschreiben. Sie werden als Pflegetage gerechnet, wie wenn das Kind krank wäre, und ich bekomme den vollen Lohn. Das ist aber meines Wissens eher ein Einzelfall.

Wie sieht es bei anderen Familien aus?
Es ist sehr unterschiedlich. Viele Eltern machen Minusstunden und arbeiten sogar am Abend oder am Wochenende. Die Alleinerziehenden leiden am meisten, sie können sich nicht mal mit der Partnerin oder dem Partner organisieren und müssen im besten Fall auf Nachbarschaftshilfe zurückgreifen.

«Der Staat hat immer noch das Bild des Familienmodells der 50er-Jahre im Kopf: Die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder.»

Also ist es eine Illusion, dass man als Eltern während des Lockdowns Home-Office machen kann.
Es ist tatsächlich nicht so einfach. Wir haben eine nicht-repräsentative Umfrage gestartet und ein grosser Teil der 115 Teilnehmenden haben angegeben, dass es unmöglich ist, neben der Kinderbetreuung zu arbeiten. Man muss aber betonen: Es ist nicht nur die Kinderbetreuung. Wir ersetzen im Moment auch die Lehrpersonen, oftmals von verschiedenen Schulstufen. Gerade Kinder mit Verhaltensauffälligkeit brauchen viel mehr Betreuung und Unterstützung im Homeschooling.

Es schien jedoch nie ein grosses Problem zu sein, zumal der Bundesrat bei der Schliessung der Schulen davon ausgegangen ist, dass man sich im Home-Office organisieren kann.
Das ist eben das Problem! Es ist überhaupt nicht darüber diskutiert worden. Der Staat hat immer noch das Bild des Familienmodells der 50er-Jahre im Kopf: Die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder. Aktuell würde der Vater einfach im Home-Office arbeiten. Aber so ist es nicht mehr, heute arbeiten oftmals beide Elternteile. Es wird alles auf uns umgewälzt; Wir sollten arbeiten, also die Wirtschaft am Laufen halten und uns gleichzeitig um die Kinder kümmern. Für viele wird das zu belastend. Die meisten gaben an, es nicht mehr viel länger als zwei bis drei Wochen durchzuhalten. Einerseits wegen der Doppelbelastung und andererseits weil sie nicht noch länger Minusstunden machen können und die Arbeit aufholen müssen.

«Was Eltern jetzt brauchen, ist Zeit. Die Arbeitnehmenden müssen deshalb das Pensum reduzieren können, um sich auf die Betreuung und das Homeschooling konzentrieren zu können.»

Fordern Sie eine baldige Öffnung der Schule?
Wir würden uns darüber freuen. Aber es bringt nichts, wenn wir die Schulen jetzt öffnen und dann Gefahr laufen, dass es eine zweite Welle gibt. Damit wäre niemandem geholfen.

Was ist stattdessen Ihre Forderung?
Wir wollen primär auf die Missstände aufmerksam machen und uns Eltern eine Stimme geben. Was Eltern jetzt brauchen, ist Zeit. Denn, verstehen Sie mich nicht falsch, die Kinderbetreuung ist nicht per se das Problem, wir betreuen unsere Kinder gerne. Nur geht das nicht mit der Arbeit einher. Die Arbeitnehmenden müssen deshalb das Pensum reduzieren können, um sich auf die Betreuung und das Homeschooling konzentrieren zu können. Dann fragt sich jedoch: Wer bezahlt das, wenn die Leute weniger arbeiten, und wer erledigt dann diese Arbeit?

Über die Kinderbetreuung wurde bereits vor Corona viel diskutiert. Denken Sie, dass sich langfristig etwas ändern wird?
Was nun wieder klar wurde: Die Kinderbetreuung wird nicht genug wertgeschätzt. Ich denke, dass sich auch danach nicht viel ändern wird. Weder in der Pflege, im Detailhandel noch bei der Kinderbetreuung. Jetzt sind sie Heldinnen und Helden - und dann ganz schnell wieder vergessen. Schaut man die Kinderbetreuung in den Familien an, kann es sogar sein, dass wir einen Schritt zurück machen. Denn wer steckt zuerst zurück? Die Frauen, die oftmals weniger arbeiten und weniger verdienen. Wenn das jetzt nicht aktiv verhindert wird, sind wir tatsächlich wieder zurück in den 50er-Jahren.

Die Umfrage

In einer nicht-repräsentativen Umfrage wollte das Schweizer Elternkomitee herausfinden, wie die Eltern mit der aktuellen Situation umgehen. Von 115 Teilnehmenden gaben 71 an, dass sie die Arbeit, die sie neben der Kinderbetreuung erledigen müssen, am meisten belastet.

Stimmen aus der Umfrage:

«Es ist unmöglich, gleichzeitig zu arbeiten und sich zu konzentrieren und die Kinder zu unterrichten. Ich werde weder den Kindern noch meinem Arbeitgeber gerecht. Es strapaziert die Nerven. Die Schule macht zwar, was möglich ist, aber Kinder brauchen soziale Kontakte und eine Tagesstruktur wie die Schule, um motiviert und konzentriert zu lernen. Das kann ich ihnen nicht bieten.»

«Unserer jüngerer Sohn hat einen sehr impulsiven Charakter (tendiert bei Frust zu Aggression) und braucht eine enge Begleitung und Beschäftigung (aber kein ADHS). Er ist auf ganz klare Strukturen und Aufträge angewiesen. In der Schule hat er alle nötigen und gut funktionierenden Fördermassnahmen, die ihn in seiner Integration und Anpassung anderen gegenüber unterstützen. Zuhause fällt alles weg. Dazu müssen wegen Corona mein Partner und ich noch mehr und vor allem improvisierter arbeiten als normal. Wir schaffen es zeitlich und ressourcenbedingt nicht, unsere Kinder mit der gebührenden Aufmerksamkeit zu begleiten, was uns als Eltern emotional zusätzlich belastet. Wir versuchen und suchen kleine Pausen und lassen die Schulaufträge auch mal sausen, einfach um uns eine kleine Pause zu gönnen. Aber ein nachhaltiger Zustand ist dieses Homeschooling nicht.»

«Das Schlimmste ist: Ich kann nichts richtig machen. Ich kann meinen Job nicht richtig machen und meine zwei kleinen Jungs nicht richtig betreuen, ich müsste mich teilen. Mit dieser Auslastung komme ich echt an mein Limit.»

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    Alle Leser-Kommentare
  • DerElch 16.04.2020 15:26
    Highlight Highlight Was mich daran ärgert: Wieso geben Lehrer nur Aufträge ab, sind aber ohne "Präsenzunterricht" anwesend? Da machen es sich die Lehrer auch viel zu einfach, finde ich.

    Ich unterrichte nebenbei an einer Berufssschule. Wir haben Video-Präsenzunterricht (auch mit Smartphone, also ab Oberstufe easy einsetzbar) und ich betreute die Lernenden während des gesamten Vormittags ganz regulär wie vorher. Nichts mit Wochenaufträgen und Abwälzen der Verantwortung an Eltern und Schüler – und das würde auch die Eltern mehr entlasten, da die Kiddies 1:1 betreut werden mit Anwesenheitskontrolle etc (haben wir!)
  • Baccaralette 16.04.2020 14:57
    Highlight Highlight Wow.

    Ich habe mich jetzt durch die Kommentarspalte gelesen. Da kommt allerhand zusammen.

    Aber grundsätzlich sehe ich es schon so - wer sich für Kinder entschieden hat, muss auch verzichten können. Und das können die wenigsten - mich eingeschlossen, weshalb ich aber keine Kinder auf die Welt gestellt habe. Alleinerziehende waren ja auch mal in einer Partnerschaft, das Kind hat Mutter und Vater.

    Und in Krisenzeiten - alle müssen Abstriche machen.
    Derzeit lese ich aber besonders viele Artikel von wegen der Staat muss jetzt....

    Kaum ist es dann vorbei - weg mit dem Staat!
  • zaphod67 16.04.2020 11:11
    Highlight Highlight "Dann fragt sich jedoch: Wer bezahlt das, wenn die Leute weniger arbeiten, und wer erledigt dann diese Arbeit?"

    Ja wer wohl: die Kinderlosen, wie immer!
  • Titangirl 16.04.2020 08:54
    Highlight Highlight Ja wir wollten diese Kinder, ja wir kümmern uns gerne um sie und lieben sie über alles. Aber! Ich will und muss auch arbeiten, ich liebe auch meinen Job.
    Es ist eine Illusion das man heute noch von einem Einkommen leben kann. Und vor allem steht man als Frau im Alter plötzlich sehr dumm (und vor allem Arm) da im Falle einer Trennung, wenn man dann nur von einer minimal AHV und ohne PK durchkommen soll.
    Ich hoffe das durch Corona auch hier endlich ein Stein ins rollen gebracht wird um diese Situation endlich zu verbessern! 2/2
    • kata 16.04.2020 13:00
      Highlight Highlight Danke
  • Titangirl 16.04.2020 08:53
    Highlight Highlight Ich kann von Glück reden, dass mein Arbeitgeber in ein paar Wochen sowieso schliesst! Ich wurde ins Home Office geschickt, bekomme aber keine Arbeitsaufträge (da nichts zu tun).
    Ich habe drei Kinder zu Hause (7,4,2) es ist schlichtweg nicht möglich in Anwesenheit von drei Kindern Home Office zu machen. Und das hat nichts mit Erziehung zu tun (wie in einigen Kommentaren behauptet). Die grosse braucht Hilfe bei den Hausaufgaben, die mittlere braucht Zuwendung weil sie ihre Spielkameraden und Grosi vermisst und der Kleine ist schlichtweg zu Klein um sich länger alleine beschäftigen zu können. 1/2
  • Ricardo Tubbs 16.04.2020 06:40
    Highlight Highlight War ja klar...die ach so moderne und fortschrittliche schweiz steckt in punkto familie noch im mittelalter und hinter ländern die der schweizer gerne belächelt...

    ...arbeit geht halt doch über alles...
  • Cpt. Jeppesen 15.04.2020 22:56
    Highlight Highlight Warum müssen Mädchen überhaupt in die Schule, wenn die Gesellschaft davon ausgeht, dass ihre Funktion danach auf Kinder kriegen und Haushalt beschränkt sein wird?
    Die Krise zeigt uns die Schwächen im System. Es scheint ja doch zu gehen, dass viele Tätigkeiten, die nicht ortsgebunden sind, von zu Hause aus erledigt werden können - HomeOffice
    Es wäre auch wünschenswert, wenn es mehr qualifizierte Teilzeitstellen hätte, so dass Mami und Papi jeweils 50% arbeiten können. Dann wäre auch das Studium bei Frauen nicht für die Katz!

    Aber das muss man wollen und daran scheitert es. Es ist in den Köpfen
    • illoOminated 16.04.2020 18:07
      Highlight Highlight (1/2) Ich kann dir als sozial eingestellter Chef eines Teams von hauptsächlich 70-80% arbeitenden Elternteilen (IT) sagen, dass es schwierig ist in einem Hochlohn-Land wie der Schweiz die fixen Zusatzkosten (Arbeitsplatz, Arbeitsmittel,...) und den zusätzlichen Aufwand zur gemeinsamen AVOR und Planung als Team (0.5-1 Tage pro Woche) gegenüber Auftraggebern zu rechtfertigen/kompensieren. Die moderne Arbeitsweise, nach der mein Team (und die meisten in der IT-Branche) arbeiten möchte, bedingt hohen Abstimmungsaufwand um die Effizienz aufrechtzuhalten. 50% wäre bei uns nicht effizient.
    • illoOminated 16.04.2020 18:12
      Highlight Highlight (2/2) Die Schwierigkeit aus meiner Sicht ist, dass sich moderne Arbeitsbedingungen (im Sinne von aktivem Mitgestalten und Mitbestimmen) und niedrige Stellenprozente (<60%) nicht oder extrem schwierig kombinieren lassen. Entweder ich hab geile Arbeitsbedingungen, gebe dafür aber auch (mehr als) mein Bestes, oder ich arbeite reduziert (<60%), muss dann aber auch mit vorgekauten, abzuarbeitenden Aufgaben leben. 5er und s Weggli funktioniert bei unserem Lohnniveau, zumindest in der IT, meines Erachtens nicht mehr. Wenn das jemand anders sieht darf er mir das entsprechende Modell gerne aufzeigen.
    • Cpt. Jeppesen 16.04.2020 21:49
      Highlight Highlight Schade, würde ich gerne dieses Thema mir Dir ausführlich diskutieren. Ich arbeite seit 3 Jahrzehnten in der IT und kann ich Dir aus eigener Erfahrung erzählen wie sehr sich die Situation in unserem Arbeitsumfeld zum Negativen verändert haben. Denn gerade in der IT sehe ich sehr viel Potential für Teilzeit. Es ist ein Irrglaube zu meinen die Kreativität der Mitarbeiter sei auf Knopfdruck zu haben. Manchmal fallen mir die besten Lösungen unter der Dusche ein oder wenn ich spaziere. Ist das nun Arbeitszeit?
      Lohnkosten und Office sind bei Jobsharing in etwa gleich.

      Hier noch eine kleine Anregung:
      Play Icon
  • Test of the test 15.04.2020 21:10
    Highlight Highlight Bzgl. Kinderbetreung ist die Schweiz in den 50ern, da stimme ich voll und ganz zu: Zu kurze Elternzeit bei der Geburt, lächerliches Kindergeld, teure Kindertagesstätten, lange Wochenarbeitszeiten, und und und...

    Trotzdem haben wir uns dafür entschieden. Und trotzdem behalte ich mir das Recht vor, dieses System zu kritisieren!

    Schliesslich werden in Zukunft unsere Kinder unsere Wirtschaft tragen, unseren Wohlstand auferhalten und unsere Pensionen bezahlen.

    Wenn man hier so liest, könnte man meinen, viele Leute waren nie Kinder und meinen, sie hätten ihren Eltern nichts zu verdanken.
  • Phileas 15.04.2020 21:05
    Highlight Highlight Ich bin erschüttert über die zum Artikel veröffentlichten Kommentare. In einer Zeit, in der eine Solidaritätsbekundung die andere jagt, sind Eltern anscheinend davon ausgenommen. Sie sind davon ausgeschlossen, weil sie sich aktiv fürs Kinderhaben entschieden hätten und somit selbst an der Situation schuld seien. Nach dieser Logik müsste man auch das Pflegepersonal und Detailhandelsangestellte davon ausnehmen. Sie haben sich ja aktiv für ihren Beruf entschieden. Auch die einsamen Alten hätten sie sich frühzeitig um einen Internetanschluss zum onlineshoppen und telefonieren kümmern können.
    • Blubber 16.04.2020 09:20
      Highlight Highlight Schöner Kommentar Phileas, das war auch mein Gedanke, ich konnte es aber nicht so treffend formulieren.
  • Lowend 15.04.2020 20:30
    Highlight Highlight Interessant, wie hier vor allem auf die Eltern und den Staat eingedroschen wird, aber keiner stellt die Arbeitswelt oder Anforderung der Arbeitgeber in Frage.

    Es sieht fast so aus, als ob das Wohl des Arbeitgebers wichtiger als das Wohlergehen und die Gesundheit der Angestellten ist?

    Es könnte ja auch sein, dass sich gute Arbeitgeber von schlechten darin unterscheiden, dass die guten auf solche Situationen flexibel reagieren, während andere stur an den Vorgaben festhalten und so den vollen Stress auf die Arbeitnehmer abwälzen.

    Arbeitgeber könnten viel für das Wohl der Mitarbeiter*innen tun!
    • ChiliForever 15.04.2020 20:57
      Highlight Highlight Mensch, wenn du es nicht gesagt hättest, aber so wird narürlich sofort klar: Jeder Arbeitgeber ist gefragt, SOFORT für seine Arbeitnehmer eine Kinderbetreuung auf die Beine zu stellen.
      Hm, Moment, wurden Kinderbetreuungen nicht geschlossen?
    • Lowend 15.04.2020 21:09
      Highlight Highlight Wie wäre es mit Rücksichtnahme auf die Situation der Angestellten? Gute Arbeitgeber zeichnen sich auch durch Flexibilität aus und dazu kann wirklich je nach Betriebsgrösse eine Beteiligung an der Betreuung der Kinder sein.

      Das vergessen Sie wohl in ihrem Sarkasmus? Echt chillen Sie mal wieder! 😎
    • Pius C. Bünzli 15.04.2020 22:30
      Highlight Highlight @chiliforever

      Kinderbetreuungen wurden geschlossen? Das ist mir neu. Würde mich interessieren was meine Frau da den ganzen Tag ausser Haus macht..
    Weitere Antworten anzeigen
  • narissa 15.04.2020 20:10
    Highlight Highlight Gefühlt erscheint täglich mind. ein Artikel über Gruppen, die sich benachteiligen fühlen. Viele müssen Abstriche machen; aber jeder denkt, ihm persönlich gehe es am schlechtesten.

    "wenn die Leute weniger arbeiten [..] wer erledigt dann diese Arbeit?" Zum Letzteren in meinen Betrieb: überwiegend die Menschen, die keine Kinder haben. Und während den Eltern Priorität in Sachen Homeoffice eingeräumt wird, gehen die anderen bei Bedarf in Büro und nehmen teilweise sehr lange Wege mit ÖV in Kauf, sodass kaum Freizeit am Tag bleibt (mein Bürogspänli >4h und beschwert sich nicht über Benachteiligung).
  • Meierli 15.04.2020 19:16
    Highlight Highlight Der Lockdown hat vorallem eins schonugslos aufgedeckt. Die Schweiz, besonders die Bevölkerung, ist mit einer echten Krise überfordert. Und viel zu Abhängig vom Ausland. Möchte mir gar nicht vorstellen wie das im Kriegsfall aussehen würde. Volksabstimmung nach 5 Wochen ob wir die weisse Flagge nehmen und aufgeben? Wohlstandsverwöhnt.
    • Hierundjetzt 15.04.2020 19:59
      Highlight Highlight Bitte sprich nur für Dich. Merci. Die restlichen 99% gehen gut mit der Krise um
  • Malaga 15.04.2020 19:10
    Highlight Highlight Wie arbeiten schon seit die Kinder ganz klein waren im Home Office. Wir sind da einfach reingewachsen als Familie. Wir puffern uns gegenseitig gut ab. Manchmal bin ich voll im Flow, dann kocht mein Mann und guckt nach den Kindern, manchmal muss er noch dringend was machen, dann gucke ich und manchmal hat keiner zeit, dann müssen die Kinder kochen oder die Älteren den Jüngeren helfen oder der Jüngste muss den grossen Helfen. Aber so Strukturen bekommt man natürlich nciht innert 3-4 Wochen hin. Aber ich empfinde unser System sehr gleichberechtigt, gar nicht 50er Jahremässig.
    • Firefly 15.04.2020 19:47
      Highlight Highlight Ja, wenn der Arbeitgeber mitspielt...
    • AllknowingP 15.04.2020 23:36
      Highlight Highlight Aha. Soll eine 2jährige ihre Eltern bekochen damit Sie arbeiten können ?! WTF ?!?
    • Blubber 16.04.2020 17:15
      Highlight Highlight LOL. Meine 1,5 Jährige kocht auch gerade ein fantastisches Menu zum Znacht, während wir voll im Flow sind und an unseren Projekten arbeiten.
  • Uee Jetli 15.04.2020 18:49
    Highlight Highlight Es ist eben das Elternkomitee von heute, die Generation die wir (Alten) grossgezogen haben. Verwöhnt bis zum geht nicht mehr. Jetzt komme ich, jawohl, von früher: meine Frau hat 40% gearbeitet und war Gemeinderätin und war im Kantonsparlament! Ich habe 100% gearbeitet. Und wir hatten 2 Kinder. Und unsere Kinder haben Kinder. Und wir hüten die an 2 Tage in der Woche. Und, jammern wir. Nein wir sind zu Hause und halten uns an die Vorgaben vom Bundesrat. Fertig.
    • maude 15.04.2020 21:51
      Highlight Highlight Ihr hütet eure Enkelkinder und haltet Euch an die Vorgaben/Empfehlungen des Bundesrats?🤔
    • AllknowingP 15.04.2020 23:38
      Highlight Highlight Aha... und wer hätte die Kinder gehütet wenn in Euren jungen Jahren die CoronA-Krise da gewesen wäre ?

      Und eds nöd bschisse und “d Grosseltere” säge....
    • Green Eyes 16.04.2020 09:18
      Highlight Highlight @Maude; Nicht alle Grosseltern gehören zur Risikogruppe. Meine Eltern sind Ende 50 und gesund und können so meine Nichte hüten, damit meine Schwester im Spital mehr Einsätze leisten kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TZL 15.04.2020 18:35
    Highlight Highlight Oder aber das so oft gescholtene, konservative und als veraltet titulierte Modell mit einem berufstätigen Elternteil ist in Krisen doch nicht ganz so schlecht wie es gemacht wird
    • Chrigi-B 15.04.2020 22:39
      Highlight Highlight Pscht!!! Das darf man hier nicht laut sagen...
    • Demetria 16.04.2020 01:40
      Highlight Highlight Genau darum bleib ich lieber Single und habe eine gute WG. Schweizer Männer die zuhause bleiben kann man mit der Lupe suchen. Ich habe aber keinen Bock den Haushalt zu schmeissen und wenn ich alt und schrumplig bin nimmt er sich eine Schnittchen aus Asien das halb so alt (aber genug verzweifelt ist), so wie es mein Vater gemacht hat. Der Rest der Familie landet dann in der Armutsfalle. Nein danke das traditionelle Modell kann mich mal.
  • Blubber 15.04.2020 18:33
    Highlight Highlight Danke an alle die hier erklären, dass Kinder haben mit Verzicht einhergeht. Wusste ich nicht bis jetzt. Im ernst, mein Baby ist das Beste in meinem Leben. Aber Homeoffice und Kleinkind ist streng, bei uns vor allem weil die Nächte auch eher kurz sind und deshalb wenig Raum zum in der Nacht arbeiten bleibt. Wir haben zusammen 140% und schaffen es gerade noch so in 7 Tagen. Ich finde aber auch, dass man mal etwas diskutieren darf und dann nicht gleich das Argument kommt, man hätte das ja selber so gewählt. Ich bin ok mit der Situation, verstehe aber alle, die sich auch mal beschweren müssen.
  • De-Saint-Ex 15.04.2020 18:13
    Highlight Highlight Unglaublich, aber leider wahr: manch ein Kommentar lässt nur einen Schluss zu: Kinder? Braucht die Schweiz nicht! In Deutschland hiess es mal Kinder statt Inder. In der Schweiz scheint es genau anders rum zu sein... und dann auch noch gleichzeitig für ein Zuwanderungsstopp sein... für manch einen scheint 1 plus 1 3 zu ergeben... wahrlich ein lustiges Ländle...
    • infomann 15.04.2020 18:35
      Highlight Highlight Ich denke das grösste Problem von unserem Planeten ist jetzt schon die Überbevölkerung.
      Das gilt natürlich nur für die anderen, ich aber will mein Ego ausleben.
    • Firefly 15.04.2020 19:21
      Highlight Highlight @infomann 10 Prozent der Überbevölkerung verbraucht 90 Prozent der Resourcen. Die Überbevölkerung ist nur ein Problem für die 10 Prozent die wegen mehr Menschen mit mehr teilen rechnen müssen.
  • Der Bosnier 15.04.2020 17:51
    Highlight Highlight Vorgängiger Verzicht hätte etliche Probleme lösen können. Beim Haus- / Wohnungskauf die volle Limite ausgeschöpft, 2 teure Wagen in der Garage, stets adrett gekleidet und die kommenden Ferien auf Abzahlung gebucht. Mein Mitleid hält sich da in Grenzen. Hingegen gibt es Familien bei welchen beide Elternteile im Niedriglohnsektor arbeiten und gut über die Runden kommen. Allerdings in einer älteren Wohnung und Auto Baujahr 2010 oder älter und bezahlt. Vielleicht werden sogar die Nimmersatten etwas aus der momentanen Situation lernen! - Die Hoffnung stirbt zuletzt...
    • AllknowingP 15.04.2020 23:44
      Highlight Highlight Auch wenn das Auto abbezahlt, die Wohnung in Schwamendingen steht, & der Pulli Löcher hat.... Kleine VX Kinder betreuen UND Arbeit zusammen funktioniert nicht. Zumal die von dir erwähnten Niedriglohnsektoren MAs mindestens je 80% für obigen Status arbeiten müssten....
    • Blubber 16.04.2020 09:28
      Highlight Highlight Ich verstehe diesen Kommentar in diesem Kontext nicht. Natürlich haben Sie recht, dass Leute aus dem ersten Szenario welches Sie hier beschreiben eher Probleme haben jetzt. Leute aus dem zweiten Szenario haben es aber derzeit auch nicht leicht. Dazu kommt noch die Frage, woher Sie glauben zu wissen, zu welcher Kategorie die Eltern gehören, die sich hier beschweren? Oder worum geht es bei Ihrem Kommentar?
  • Turnbeutelvergesser 15.04.2020 17:14
    Highlight Highlight Statt klagen wäre das Prinzip der Infektionshaushalte sinnvoll. Also geschlossene Gruppen in der Nachbarschaft, welche alle nur Kontakt mit Personen innerhalb dieser Gruppe haben. So könnte der Virus sich kaum Verbreiten und dennoch könnte man einander sehr helfen. In diesem Rahmen würde ich gerne der Nachbarschaft helfen.
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 15.04.2020 18:48
      Highlight Highlight Dann dürfte niemand aus der Gruppe einkaufen gehen... Sonst wird eine bsp. im Migros eingefangene Infektion innerhalb dieser Gemeinschaft weitergegeben....
    • Turnbeutelvergesser 15.04.2020 22:47
      Highlight Highlight Einkaufen ist kaum vermeidbar. Aber das Risiko wird gesenkt, wenn einer für alle Einkaufen geht. Ich denke dabei auch nur an Gruppen bis 10 Personen. Und ja, bei Verdacht, müssten alle Quarantäne durchziehen. Die Freiheit wäre dennoch grösser...
    • Oliver M 16.04.2020 09:46
      Highlight Highlight DieserNicknamewirdschonverwendet: und wenn sie sich als Einzelfamilie isolieren, dann müssen sie nicht zum einkaufen?
  • Suigarah 15.04.2020 17:04
    Highlight Highlight Sehe das Problem nicht. Niemand wird gezwungen zu arbeiten und Kinder zu haben. Seis drum ihr kennt meine Haltung hierzu. Was ich komisch finde. Die Kitas müssen doch offen sein? Und auch schulpflichtige Kids dürfen in die Kita bis zu einem gewissen alter oder? Ich meine die Coronaverordnung sagt nicht, dass Kitas geschlossen werden müssen. Im Gegenteil Zitat:“Kindertagesstätten dürfen NUR geschlossen werden, wenn die zuständigen Behörden andere geeignete Betreuungsangebote vorsehen."
    • Evan 15.04.2020 17:27
      Highlight Highlight Trotzdem sollte es möglich sein, Kinder zu finanzieren.
    • DerLümmel 15.04.2020 17:55
      Highlight Highlight Kitas sind nicht offen. Nur für Eltern in Systemrelevanten Berufen.
    • Firefly 15.04.2020 19:19
      Highlight Highlight @Suigarah was ich persönlich komisch finde ist, dass man immer in Krisen erst mal den Managern die Boni rettet, dann den Swiss'es die Flugzeuge, dann... und am Schluss dann vielleicht etwas für die kleinen Leute abfällt.

      Ich könnte micht jetzt mit ihnen gleich stellen und sagen, ich sehe das Problem nicht, niemand wird geszwungen Selbstständig zu sein oder die vermeindlichen Risiken eines Manager tragen zu müssen, aber sie sehen ja, wie dumm dieses Argument ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bcZcity 15.04.2020 16:55
    Highlight Highlight Würden Kinder einfach so vom Himmel fallen, hätte ich sicher mehr Mitgefühl. Auf einmal sind die Kleinen also eine Last und der Staat ist Schuld.
    • Ninha 15.04.2020 17:10
      Highlight Highlight Hat niemand gesagt und wird im Artikel sogar explizit verneint. Also
    • Miicha 15.04.2020 17:24
      Highlight Highlight Die Kinder sind keine Last, arbeiten, Kinder betreuen, unterrichten und gleichzeitig nicht durchdrehen ist aber eine.
    • DieserNicknamewirdschonverwendet 15.04.2020 18:55
      Highlight Highlight @bcZcity
      Die AHV ist übrigens so aufgebaut, dass die von den Arbeitgebern und A-nehmern Ende Monat einbezahlten Leistungen im Folgemonat als Rente ausbezahlt werden. Wenn Sie einmal alt sind und nicht mehr arbeiten wollen oder können, muss eine jüngere Generation dies übernehmen... :) auch Kinderlose profotieren von Kindern (dafür können Eltern natürlich von tieferen Steuern, Kinderzulagen profitieren)
      Zudem konnten wohl die wenigsten davon ausgehen, dass einmal die Schulen/Kitas über Wochen hinweg geschlossen sind...
      Ich lese auch nirgendwo etwas von einer Last... :)
  • Kronrod 15.04.2020 16:39
    Highlight Highlight Home schooling und home office in Kombination ist eine Heidenarbeit! Ich bin selbst Vater von mehreren Kindern und komme zu fast nichts mehr. Im Gegensatz zu unseren Single-Bekannten, die es nun langweilig haben, haben wir kaum eine freie Minute mehr. Und dann gibt es noch Deppen, die ernsthaft fordern, Restaurants sollen vor den Schulen wieder geöffnet werden! 😡 Ich hoffe echt, Kindergärten und Schulen gehen baldmöglichst wieder auf.
    • MasterPain 15.04.2020 16:47
      Highlight Highlight Coiffeure!!! VERGISS UM HIMMELS WILLEN DIE COIFFEURE NICHT!!!
    • ChillDaHood 15.04.2020 17:43
      Highlight Highlight Meiner bescheidenen Meinung nach geht es hauptsächlich um Kindergärten und Unterstufe Primarschule. Dort sehe ich eine grosse Not. Ansonsten können die Schulen, insbesondere Sekundar, Gymnasium, Fach, Hoch und weiterführende Schulen mMn bis nach Sommerferien von zu Hause aus gemacht werden. Einzig LAP und Matura muss irgendwie geregelt werden. Aber aus eigener Erfahrung ist eine Prüfung in einer Turnhalle, sowie mündliche oder praktische Prüfungen mit 2 Experten auch Coronaverträglich möglich.
    • Selbstverantwortin 15.04.2020 17:47
      Highlight Highlight Wenn es eine solche Last ist, dann wurden die Kinder zuvor nicht genügend erzogen. Kinder können problemlos 30-45 Min. selbständig etwas tun, dann unterstützt man sie etwas und sie können wieder selbstständig. Etc. Zudem hat der Tag ca 16 Wachstunden. Da ist es echt machbar zu zweit auch Kinder und Arbeit hinzubringen.
      Anders ist die Sache bei Alleinerziehenden. Dort geht es tatsächlich nicht alleine.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alberto Bisaccia 15.04.2020 16:37
    Highlight Highlight Wir reden hier von einem Monat Aussnahmezustand und die Eltern kriegen das nicht hin? Kinder kriegen heisst in erster Linie auch auf die eigenen Bedürfnisse verzichten zu können. Was ist, wenn wir wirklich einen Lockdown wie andere Länder haben....
    • Filzstift 15.04.2020 17:17
      Highlight Highlight „ die Eltern kriegen das nicht hin“. Da sind genau diese Pauschalisierungen ;-). Zumindest wir kriegen das irgendwie hin und lamentieren nicht. Diese „Eltern“-Organisationen sprechen jedenfalls nicht für mich.
  • DaveKnobs 15.04.2020 16:34
    Highlight Highlight Ginge ja noch wenn‘s nur das Familienmodell wäre. Der Staat ist auch sonst fast überall in den 50ern stecken geblieben.
  • Guido Zeh 15.04.2020 16:32
    Highlight Highlight So können die Eltern doch mal alle ihre Hochbegabten aus der Nähe betrachten.
    • P.Kiesel 15.04.2020 17:35
      Highlight Highlight an Guido Zeh:
      oh, wie recht Sie haben 👍
  • Allkreis 15.04.2020 16:28
    Highlight Highlight Immer wieder bekommt man zu hören "du hättest dich halt einfach gegen Kinder entscheiden können". Dies ist jedoch eine sehr kurzfristige Sichtweise, denn unsere Gesellschaft ist in vieler Hinsicht auf Nachwuchs angewiesen (Renten, Pflege, Wirtschaftswachstum, ...). Der Artikel trifft meiner Meinung nach ins Schwarze. Die Kommentare, dass Kinder haben in der CH mühsam ist leider auch. Fazit: Besonders Mütter sollten viel besser unterstützt werden, vor allem auch von den Vätern. Die Zwangsentscheidung "Geld versus Kinder" ist ein grober Systemfehler.
    • ChillDaHood 15.04.2020 17:48
      Highlight Highlight Die allermeisten Väter, die ich kenne, reissen sich ein Bein aus und sind mitnichten besser dran als die Mütter.

      Geld vs. Kinder ist wirklich ein grosses Problem. Was aber noch dazu kommt ist das Stigma, dass man sich, wenn man sich während einer Zeit für Kinder und gegen Geld entscheidet, einhandelt. "Arbeit und Karriere" sei ihm/ihr halt nicht so wichtig, Work-Life-Balancer. Als ob man Ferien gemacht hätte.
  • lilie 15.04.2020 16:25
    Highlight Highlight Wenn ich mir die Bemerkungen der befragten Eltern so ansehe, kommt mir eher der Verdacht, dass nicht die Situation sie überfordert, sondern sie sich selber.

    Wer unrealistische Ansprüche an sich selbst stellt, ist natürlich im Dauerstress. Und dass Homeoffice plus Homeschooling weder effizientes Arbeiten noch eine intensive Kinderbetreuung zulässt, ist ja doch wohl klar.

    Lockerer nehmen, auch mal eine Fünf gerade sein lassen, sich Fehler und Unterlassungen zugestehen, würde bestimmt Entlastung bringen. Die Schulen werden kaum als erstes wieder aufgehen, es gilt sich zu arrangieren.
    • Crazmoe 15.04.2020 17:36
      Highlight Highlight Ist nicht so einfach. Als Eltern kriegt man den Druck auch von der Schule zu spüren. Wehe der Sprössling hat nicht mindestens 3 Stunden Homeschooling im Tag gemacht. Dann kriegt man von der Lehrerschaft bereits böse EMails...

      Als Eltern ist es zwar streng momentan, jedoch nicht unmöglich. Ich wünschte nur, dass sich die Single Buddies etwas zurückhalten, bei Themen, die sie nicht verstehen.
    • Garp 15.04.2020 18:12
      Highlight Highlight Ich finde das zu stark vereinfacht, lilie. Sicher mag es Eltern geben, die zu hohe Ansprüche an sich stellen.Ob die Situation gut bewältigbar ist hängt von vielen Faktoren ab, auch solchen, wie Wohnungsgrösse, eigenes Zimmer für jedes Kind und Anzahl Kinder und Computer und überhaupt Anzahl Kinder, Platzverhältnisse ob eigener Garten oder nicht. Dazu kommt noch Alleinerziehend, beide Homeoffice oder nur einer. Und auch vom Chef der Eltern hängt es ab und wie selbständig Kinder sind, da gibt's eine ganze Bandbreite, selbst wenn Selbständigkeit gefördert wird.
    • lilie 15.04.2020 19:03
      Highlight Highlight @Crazmoe: Über Mehrfachbelastungen und Erwartungen nach allen Seiten hin erfüllen kann auch ein Single etwas sagen.

      @SWB: Grnau das meine ich. Gerade in der Schweiz neigen wir dazu, die Welt untergehen zu sehen, wenn etwas mal nicht mindestens perfekt ist. In Zeiten wie diesen kommt man damit sehr schnell an den Anschlag.

      @Garp: In den Texten beklagen sich die Leute aber nicht über ihre Wohnungsgrösse etc., sondern dass sie die Erwartungen nicht erfüllen können. Und da denke ich, dass die Leute einfach zu hohe Ansprüche an sich selber haben. Es geht um einen vorübergehenden Zustand.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xiakit 15.04.2020 16:11
    Highlight Highlight Das Familienbild ist im Wandel und Wandel braucht Zeit und bis der in der Politik ankommt dauert es auch wieder. Die Krise nimmt uns viel bringt, aber auch Chancen für Veränderung mit sich. Mal sehen was wir als Volk damit machen.
  • Unsinkbar 2 15.04.2020 16:02
    Highlight Highlight Wenn Sie einen Arbeitgeber haben, der die Situation nicht versteht, kündigen Sie, und vergessen diesen Saftladen! Die meisten Eltern sind relativ jung, Jobs wird es genug haben (für die ü50 eher nicht, aber das ist ein anderes Problem). Wenn Ihnen aufgrund der Situation (Kinder betreuen) gekündigt wird, können Sie den Arbeitgeber auch vor Gericht zerren!
    • Rissle 15.04.2020 16:57
      Highlight Highlight Diese Aussage ist sowas von unrealistisch und weltfremd. In der zu erwartenden Rezession einfach ins Blaue hinaus kündigen, obwohl man die finanzielle Verantwortung für eine Familie trägt? Arbeitgeber vor Gericht zerren können Sie gleich wieder vergessen, die finden immer eine andere, legale ‚Begründung‘ für eine Kündigung.
    • maendel 15.04.2020 17:08
      Highlight Highlight Denkst du es ist verantwortungsvoll in der jetzigen Zeit, als Familienmutter/vater einfach mal so darauf los zu kündigen?
    • Garp 15.04.2020 19:05
      Highlight Highlight Du würdest mit Deiner ganzen Familie absaufen, wenn Du so handelst in der derzeitigen Situation. Von wegen unsinkbar. 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • Garp 15.04.2020 15:55
    Highlight Highlight Hier pauschalisieren wieder viele.

    Es ist eine schwierige Situation für Eltern, die Kinder beim Homeschooling zu betreuen und gleichzeitig zu arbeiten. Man kann nicht so tun, sie hätten sich das selber eingebrockt, weil sie Kinder hätten. Schwachsinn! Keiner ging von so einer Krise aus.

    Je kleiner die Kinder, desto mehr Hilfe brauchen sie beim Homeschooling und je älter und pubertierender, desto mehr muss man kucken, dass sie sich ranhalten. 😉

    Dann muss man noch mit ihnen an die frische Luft, am besten betreut, damit sie sich nicht alle Kinder in Horden treffen.


  • Flavio Meier 15.04.2020 15:52
    Highlight Highlight Die Schweiz war das familienunfreundlichste Land Europas vor der Krise und wird es sicher auch nach der Krise noch bleiben. Ob Vaterschaftszeit oder Elternzeit. Überall hinkt unser Land dem Rest hinterher. Steinzeit Familienpolitik. Jetzt ist es leider zu spät zum aufwachen.
    • Chrigi-B 15.04.2020 16:34
      Highlight Highlight Die Schweiz ist nicht das familienunfreundlichste Land. Es ist das Lannd mit den verwöhntesten Menschen.
      Alle wollen alles und immer subito.

      2 oder 3 Kinder, alle mit eigenem Zimmer - am besten in urbaner Wohnlage, 2 Autos, die neusten Kleider, das neuste Handy, Min. 2 x pro Jahr in die Ferien - möglichst exotisch etc..

      Als ich ein Kind war, inkl. meine Schulfreunde, waren die Strandferien in Italien genügend. Wir waren keine Baby Jetsetter und hatten alle noch keinen anderen Kontinent bereist als wir in die Oberstufe kamen.

      Kinder und Familie bedeuten eben auch persönlicher Verzicht.
    • lansky 15.04.2020 16:35
      Highlight Highlight Dafür sind wir bei fast allem andere vorne (teils sogar mit weitem Abstand... merksch öpis?

      Die Osteuropäer beispielsweise.. als Eltern grandios, kannst sehr lange fehlen fast ab Schwangerschaft. Möchte aber jemand insgesamt gerne da leben in solchen Ländern? Eher nein.

      Big Picture betrachten, nicht nur den einen Bereich, welcher einem persönlich gerade am besten passen würde.

    • Thorium 15.04.2020 16:55
      Highlight Highlight Und wie ist das Wetter so auf deinem Planeten?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Maria Cardinale Lopez 15.04.2020 15:50
    Highlight Highlight Mann sollte zwischendurch schon mal sagen.
    Alle die Eltern sind und Kinder haben (mich eingeschlossen) haben sich mal irgendwann dazu entschieden Kinder zu kriegen. Wem das nicht bewusst ist, dass man sich einschränken muss und vielleicht weniger Freizeit hat, sollte vielleicht vorher überlegen. Wer alleinerziehend ist kann entweder das Sorgerecht teilen, somit kann man immerhin 3.5 Tage die Woche arbeite oder den anderen Partnerteil für sich arbeiten lassen. Ansonsten gibt es noch genug andere Möglickeiten. Man hat ja keine Freunde mit denen mann sich arrangieren könnte.
    • Qui-Gon 15.04.2020 16:22
      Highlight Highlight Voilà. 3 Szenarien:
      1 weniger Geld, mehr Zeit
      2 mehr Geld, Stress mit der Betreuung (oder halt so viel Geld, dass man eine Nanny einstellen kann, das gilt halt nur für wenige)
      3 Viel Geld, viel Zeit, keine Kinder.
      Man suche sich eins aus.
    • maude 15.04.2020 22:00
      Highlight Highlight swisswitchbitch; das war wirklich bits unüberlegt von Dir...Ich war aber auch bits doof, ich werd meinen Kindern dann später sagen, sollten sie mal Eltern werden wollen 'OBACHT!bevor ihr loslegt, bedenkt, es könnte eine Pandemie (...) geben!☝🏻'
  • sternsucher 15.04.2020 15:46
    Highlight Highlight ...also die Schule muss dem Kind mit Frust zutr Aggression die Strukturen geben - aber die Eltern zu Hause nicht? Wer ist denn in erster Linie für die Erzierhung zuständig? Nicht mehr die Eltern?
    Das finde ich den Oberhammer..... sich einerseits über den Staat beklagen (Massnahmen des BR) und andererseits die "Feinbetreuung" an den Staat (die Schule) auslagern. Egoismus pur.... Sorry, da hab ich weder Mitleid noch Verständnis für.
  • FrancoL 15.04.2020 15:45
    Highlight Highlight Ich dachte immer, dass man in Krisenzeiten auch wie in Krisenzeiten agieren muss und dass eben das tägliche Wohlfühlen nicht an erster Stelle steht.

    Nun scheinen da doch etliche sich nicht im klaren zu sein was eine Krise ist und suchen nach Lösungen ohne weitere Großrechner Belastungen.

    Das ist keine Lösung und schon gar nicht eine Krisenbewältigung.

    Hoffentlich, hoffentlich geraten wir nicht in Weitere Krisen, denn da scheinen viele nicht das nötige Rüstzeug zu haben um diese zu überstehen.
  • why_so_serious 15.04.2020 15:39
    Highlight Highlight Solche modernen Modelle können sich halt nur reiche, moderne und sozialie Länder leisten... oh - wait
    • marsen 15.04.2020 16:31
      Highlight Highlight "leisten" heisst auch in diesem fall "die anderen bezahlen es"

      Und ich als Kinderlose Person unterstütze gerne die Gesellschaft in diesem Sinne, finde aber die erwartungshaltung und die selbstverständlichkeit mit welcher gewisse Eltern forderungen stellen sehr unsympatisch und lässt die Frage "wiso habt ihr kinder?" aufkommen.
    • why_so_serious 15.04.2020 17:18
      Highlight Highlight Klar - nicht alle Forderungen sollten erfüllt werden. Aber zumindest eine Aufwertung zur jetzigen Situation wäre allemal wünschenswert und modern. Und immer daran denken: Ohne Kinder keine Zukunft in diesem Land.
  • Ökonometriker 15.04.2020 15:34
    Highlight Highlight Nunja, dafür habe ich jetzt im Home Office die Kinder meiner Arbeitskollegen besser kennengelernt...

    Klar ist die Produktivität jetzt in der Krise nicht so hoch wie sonst. Besonders, wenn noch Kinder nebenan spielen. Hier sollten vor allem die Arbeitgeber Verständnis haben eben akzeptieren, dass derzeit eine Krisensituation ist. Wenn gewisse Führungskräfte das nicht verstehen können oder wollen muss man sich fragen, ob sie ihrem Job gewachsen sind.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 15.04.2020 15:59
      Highlight Highlight Also ich finde es auch nicht schlimm, wenn mal ein kind zu hören ist während einer konfschaltung, im gegenteil: sehr erheiternd und sympathisch. Ich glaube die eltern selber fühlen sich da eher gestört...

      die kids waren aber auch alle sehr höflich und haben nur etwas gefragt und nicht rumgebrüllt.
    • felixJongleur 15.04.2020 16:14
      Highlight Highlight Word. Ein intelligente/r Arbeitgeber/in oder Leitung nutzt die jetzige Situation um genau bei diesen weichen Faktoren zu punkten, es wird sich auszahlen nach der Krise. Umgekehrt kann nun auch viel Motivation verspielt werden.
    • Firefly 15.04.2020 16:21
      Highlight Highlight Mit einem dreijährigen ist nichts mit nebenanspielen... Die Produktivität tendiert gegen Null. (Ausser sie setzen das Kind den ganzen Tag vor die Glotze.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • solani 15.04.2020 15:32
    Highlight Highlight Es könnte sicher viel viel besser geregelt werden. (Wird es hoffentlich auch noch!) Es ist aber auch nicht so, dass jemand 6 Monate lang Zeit hatte, ein Konzept für dieses Problem zu erarbeiten.
    Darum ist es ein wenig überspitzt in diesem Zusammenhang (!) zu sagen, der Staat habe noch das 50-er Jahre Bild im Kopf..
  • M.A.S.H2020 15.04.2020 15:29
    Highlight Highlight 1. In solchen Zeiten müssen viele "unten durch" und sich organisieren, der BR kann nicht allen eine Lösung oder vollständige finanzielle Entschädigung bieten.

    2. Als Eltern hättet ihr euch früher überlegen müssen, welches Lebensmodell ihr euch aussucht, somit müsst ihr euch nun arrangieren und das Beste aus der Situation machen.

    • BigDaddy 15.04.2020 15:51
      Highlight Highlight Mash,
      Bei allem Respekt aber die 2. Aussage finde ich sehr hochnäsig und arrogant. Nicht alle Eltern resp. Alleinerziehende suchen sich das "Lebensmodell" aus. Es ist eine unerwartete Krise und du meinst, dass das alle mit einbrechnet haben müssten? Wir sind noch immer ein Sozialstaat. Und in einem solchen helfen wir Stärkeren den Schwächeren.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 15.04.2020 16:04
      Highlight Highlight Punkt 2 ist lächerlich.

      Ich hatte alles gut durchgeplant und dann hat mein exmann nicht mehr mitgemacht... was hätte ich tun sollen?

      Exmann erschiessen? Kind zur adoption freigeben?

      So eine empathielose aussage, ab in ecke!

    • Gähn on the rocks änd röll 15.04.2020 16:14
      Highlight Highlight diese situation ist in dieser gesellschaft, heute, noch nie dagewesen. für eltern mit schul- und kleineren kindern
      ist es herausfordernd.
      jeder muss überall improvisieren. abwarten und das beste daraus machen. einige können das besser, andere weniger.
      jeder ist gefordert.
      man kann jammern, man kann andere blamen.
      ist verschwendete zeit.
      tut gutes und bleibt gesund!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Forrest Gump 15.04.2020 15:29
    Highlight Highlight Finde nicht, dass der Staat von einem veralteten Weltbild ausgegangen ist. Ziel war es, die Verbreitung des Virus so stark wie möglich zu verlangsamen. Dabei war es unerlässlich, dass die Schulen geschlossen werden. Dass dies im Einzelfall problematisch für die Familien ist, ist klar und für die betroffenen unschön. Sehe aber beim besten Willen keine Alternative, die nicht das übergeordnete Ziel gefährdet hätte. Und Pandemie hin oder her, ich persönlich kann nicht nachvollziehen, dass man Kinder hat und beide 100% arbeiten. Wenn man schon so modern sein will, kann man auch als Mann reduzieren.
    • Aliminator 15.04.2020 16:07
      Highlight Highlight Nicht 200%... Das Problem besteht bereits wenn beide zusammen über 100% arbeiten.
    • niklausb 15.04.2020 16:09
      Highlight Highlight Es gibt solche die es sich das Leben als Familie schlicht nicht leisten können ohne das beide 100% arbeiten (wobei ich vermute das diese Leute sich nicht beschweren). Es sind vermutlich oft Leute die sich einen gewissen Lebensstandard leisten wollen und dieser halt nicht nur mit einem Einkommen finanzierbar ist. Aber das ist imho deren Problem niemand sagt man muss mit mitte 30 schon Hausbesitzer oder Wohnungsbesitzer sein und mindestens 2 Fahrzeuge haben etc.
    • dmark 15.04.2020 16:56
      Highlight Highlight "...mit mitte 30 schon Hausbesitzer oder Wohnungsbesitzer sein und mindestens 2 Fahrzeuge haben etc."

      Kann funktionieren, wenn die entsprechenden (Arbeits-) Mittel zur Verfügung stehen und dass sogar ohne "Outsourcing" der Kinder. Ist aber halt mit "Vorarbeit" und dem Verzicht auf andere Dinge des Lebens verbunden. Ich hatte z.B. gut 10 Jahre auf Urlaub verzichtet - und bereue es nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michael Scott 15.04.2020 15:20
    Highlight Highlight Vielleicht sieht man jetzt mal was die tägliche Kinderbetreuung zuhause für einen Stellenwert hat. Dies sogar unentgeltlich und fast 24h. Keine von den 50er-Jahren-Familienmodell Müttern beklagen sich. Vielen Dank an alle Mütter/Väter welche sich täglich der Kinderbetreuung zuhause widmen.
    • Füürtüfäli 15.04.2020 20:42
      Highlight Highlight Frage mich warum da geblitzt wird🤔
  • Zauggovia 15.04.2020 15:20
    Highlight Highlight Sind wir wirklich langsam an dem Punkt, an dem wir die komplette Verantwortung über unser Leben an den Staat abgeben wollen?

    Dieses Geschrei wo der Staat nun überall einspringen und was er alles finanzieren soll, ist langsam eher lächerlich.
    • Sir Riley 15.04.2020 15:34
      Highlight Highlight Das Problem ist ja, dass der Staat die Möglichkeiten soweit einschränkt, dass man zum Teil auch mit deiner genannten Eigenverantwortung nicht mehr so weit kommt.
    • Defekte Demokratie 15.04.2020 15:44
      Highlight Highlight Richtig, alle Welt redet von Eigenverantwortung übernehmen, meint aber eigentlich tun & lassen was man will. Wenn es dann aber wirklich um Verantwortung geht, dann sollen die anderen schauen/bezahlen. Organisiert Euch, jeder hat seinen Rucksack zu tragen. Und wenns jemand selber nicht mehr schafft, hilft die Gemeinschaft sicher - aber das ewige Gejammere nervt, alle fühlen sich benachteiligt.
    • Demetria 16.04.2020 02:08
      Highlight Highlight Der Staat lässt einem in Stich wo er nur kann und drückt sich. Ich habe mir nicht ausgesucht dass mein Erzeuger sich mit ner Neuen nach Asien absetzt, aber ich konnte dann mal viele Jahre ohne Heizöl in baufälligen Häusern leben und der Staat betrog mich um Stipendien und Sozialleistungen, die mir geholfen hätten eine Ausbildung zu machen, statt als "selbständige" Putzfrau für die Reichen zu ackern. Dieser Staat ist ein dreckiger Witz. Aber willkommen in der Krise: einige hier werden vielleicht bald mein Schicksal teilen. Spoiler: wenn du Hunger hast interessiert es in der Schweiz keine Sau.
  • 7immi 15.04.2020 15:19
    Highlight Highlight "Der Staat hat immer noch das Bild des Familienmodells der 50er-Jahre im Kopf: Die Frau bleibt zuhause und kümmert sich um die Kinder."
    Oder aber der "Staat" hat einfach das sinvollste gemacht: Die Schulen geschlossen. Wie sich die Familie organisiert ist Sache der Familie und allen selbst überlassen. Es kann ja auch der Mann zuhause bleiben? Oder man teilt sich 50/50 auf? Oder was soll der "Staat" denn sonst machen? Die Kinder einfrieren, bis die Sache überstanden ist? Da zeigt sich halt, ob man die Kinder erzogen hat oder nicht...
    Germanns Aussage ist also schlichtweg falsch.
    • Klirrfactor 15.04.2020 15:40
      Highlight Highlight "Da zeigt sich halt, ob man die Kinder erzogen hat oder nicht..." --> Dieser Satzt sagt schon vieles über den Autor aus. *triplefacepalm*

      Für die meisten bedeutet Erziehung, dass sich Kinder nach den Eltern richten sobald diese etwas melden.

      Es tut mir wirklich Leid @7immi dass du keine zufriedene Kindheit ausleben durftest, aber diese solltest du nicht auf deine Nachkommen abwälzen.
    • Firefly 15.04.2020 16:19
      Highlight Highlight "Oder man teilt sich 50/50" gerne! Jedoch gibts dafür fast keine bis keine Stellenangebote in der Schweiz.
    • 7immi 15.04.2020 16:31
      Highlight Highlight @klirrfactor
      ich hatte eine wunderbare Kindheit ganz entgegen deiner extrem tiefgründigen Analyse.

      Nein, Erziehung bedeutet für mich, dass man Kindern mitgibt, dass sie nicht das Zentrum des Universums sind und sie die Aufmerksamkeit teilen müssen. Dass es Langeweile nicht gibt, nur mangelnde Kreativität. Dann kann der Kevin/die Kevina sich auch mal selber beschäftigen und muss nicht den ganzen Tag bespasst werden. Jetzt merkens halt mal die Eltern, was sie angerichtet haben, und nicht die Lehrerschaft muss alles ausbaden.

    Weitere Antworten anzeigen
  • amIsanta 15.04.2020 15:19
    Highlight Highlight Klar ist das jetzt doof fürs Homeoffice. Aber da kann man jetzt halt nichts machen. Ich wüsste nicht, was der Staat da machen sollte, wenn man soziale Kontakte aufs Minimum beschränken will und deshalb Kita und Schule erstmal nicht wirklich ein Thema sind. Für solche Fälle kann sich ein Arbeitnehmer ja teilweise auch krankschreiben lassen.
  • Schönbächler 15.04.2020 15:18
    Highlight Highlight Ich möchte ja nicht wie irgend so ein Antifamilientyp klingen. Aber Kinder zu kriegen ist ja eigentlich immernoch eine Entscheidung. Es ist ja schon nicht gerade so als wird man gezwungen Kinder zu haben. Man kann schlecht eine Familie gründen Wollen aber das klassische Familenkonzept einfach wegdenken und davon ausgehen dass die Kinder wie Pflanzen einfach mit Sonne und Wasser heranwachsen. Kinder haben eigentlich schon verdient die Aufmehrksamkeit der Eltern zu kriegen wenn die sich schon dazu Entschieden haben Kinder auf die Welt zu bringen.
    • Jojoeffekt 15.04.2020 16:01
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
    • Grumpy 15.04.2020 16:14
      Highlight Highlight nun Herr Schönbächler, es gibt auch in der reichen Schweiz viele Familien bei denen der Lohn eines einzelnen Elternteils nicht reicht um eine Familie zu ernähren. Da hilft es nichts, dann muss auch der andere Elternteil dafür sorgen dass das Geld zum überleben reicht. oder haben sie schon mal probiert eine 4 Köpfige Familie mit nicht mal 5000.- Fr. über die Runden zu bringen? Oder wollen sie diesen Leuten desswegen verbieten Kinder zu haben und eine Familie zu gründen?
    • kontos 15.04.2020 16:22
      Highlight Highlight @Jojoeffekt @Gumpy ihr beiden geht einfach davon aus das der Staat für alles unvorhersehbare und nicht einkalkulierbare verantwortlich ist.
      Das ist aber nicht so wir müssen selber Verantwortung übernehmen und der Weg ist nicht immer gerade und gut geteert sondern ab und an auch steinig und steil...
      Denkt daran nicht "was kann der Staat für mich tun" sondern "was kann ich für die Geminschaft machen".
      Dieses Füdlibürgertum in dem alles abgesichter sein muss geht mir so was auf den Sack :-(
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zat 15.04.2020 15:15
    Highlight Highlight In meiner Familie gibt es mehrere Risikopersonen. Auch meine Tochter gehört dazu, ihre Lehrerin ebenfalls. Ich bin froh, können wir momentan zuhause bleiben und von hier aus lernen und arbeiten. Ich bin froh, ist das bei uns möglich, im Gegesatz zu vielen anderen, die raus müssen. Zuhause organisieren wir uns flexibel, so wie es für uns am Besten passt.
  • Randen 15.04.2020 15:14
    Highlight Highlight Menschen die in sozialen Berufen arbeiten helfen dem Staat Sozialkosten zu sparen indem sie tiefere Löhne akzeptieren. Vergessen gehen die überhaupt nicht. Man hilft ganz bewusst nicht weil man das Geld problemlos sparen kann. Niemand wird sich mit Erfolg wehren können.
  • Zat 15.04.2020 15:12
    Highlight Highlight 115 Teilnehmer, und ihr stellt Forderungen und wollt die Situation von Eltern beurteilen können? Echt jetzt? Meine Familie fühlt sich überhaupt nicht von solchen Elternorganisationen vertreten. Im Gegenteil. Ich distanziere mich davon. Sprecht für Euch selber im Namen von Einzelnen, und hört auf, für andere oder gar alle sprechen zu wollen.
    • Peter R. 15.04.2020 15:49
      Highlight Highlight Genau so ist es. Mag sein, dass gewisse Schüler nicht genug diszipliniert sind um ohne Probleme homeschooling zu machen.
      Auf der anderen Seite ist diese Zeit des homeschooling eine gute Erfahrung, damit die Kinder ihre Selbstständigkeit stärken können, was wiederum positiv für die spätere Entwicklung ist.
      Ich kann mir zwar vorstellen, dass Kinder mit nicht perfekten Sprachkenntnissen gewisse Probleme haben dem Unterricht so zu folgen, auch zusätzlich dann wenn Eltern nicht helfen können.
    • WatDaughter (aka häxxebäse) 15.04.2020 15:53
      Highlight Highlight Warum fühlst Du Dich so angegriffen?
  • Scaros_2 15.04.2020 15:10
    Highlight Highlight Naja - Das Passiert halt auch wenn man die Eltern sich als "Wir sind die einzigen mit dem Problem sehen." Ich weis, dass das was ich schreibe nicht den Regeln des BR entspricht. Aber wenn man seine Nachbarn etc. halt einfach besser kennen würde, dann könnte man rotieren. Freunde von mir machen das. Die wohnen in einer Strasse wo es mehrere Familien mit Kinder im gleichen Alter gibt. Diese rotieren derzeit einfach weil es das pragmatischte ist. Mo-Fr. gibt es homeschooling, jedes mal woanders, damit 4 Familien entlastet sind und 1 dann die Kinder hat. Pragmatische Selbstorganisation.
    • auloniella 15.04.2020 15:22
      Highlight Highlight Wenn das die ganze Strasse macht ist es aber unter Umständen eher ne Seuchenschleuder? Meine Arbeitskollegen machen das zwar auch, aber eben nur jeweils zwei Familien und nicht eine ganze Strasse. Übrigens auch nicht selbstverständlich dass man mit Nachbarn befreundet ist. Manche wohnen auch abgelegen etc.
    • Scaros_2 15.04.2020 16:04
      Highlight Highlight Ich sage nicht, dass es ein generelles Model ist. Aber ich bin einfach der Meinung, dass Eltern auch von sich auch Dinge selbst entscheiden müssen. Ja, es besteht ein Risiko, dass es eine Seuchenschleuder sein "könnte". Aber es entlastet schlussendlich auch das System und selbst wenn jemand krank wird, ist man halt dann krankgeschrieben, dafür hat man das System. Und ja abgelegene können ein problem haben aber wie viele wollen heute nicht mal mehr die Nachbarn kennen?
  • Stefan Morgenthaler-Müller 15.04.2020 15:10
    Highlight Highlight Bei den Bundesrat Herren, die Kinder haben: Wie sah es bei denen in der Erziehung der Kinder aus und wer wie viel arbeitet? Wenn sich da die Frau um die Erziehung der Kinder gekümmert hat, dann ist es doch naheliegend, dass sie vier Herren ihr Rollenmodell als Idealbild sehen.
    • FrancoL 15.04.2020 15:39
      Highlight Highlight Nur sehr dumme Menschen nehmen ihr Rollenmodell zum Massstab und ich denke dass die BR nicht die Dümmsten sind.
    • kontos 15.04.2020 16:26
      Highlight Highlight Bei Herr Mauerer sah es eher Snoop Dogg mässig aus...
      Er weiss also aus Erfahrung das Erziehung kein Honiglecken ist ;-)
  • cheeky Badger 15.04.2020 15:09
    Highlight Highlight Ich habe bis jetzt immer gedacht, dass Schulen und Krippen für diejenigen offen sind, die nicht zuhause betreut werden können.

    Falls das nicht geändert wurde, müssen die verzweifelten Eltern einfach von diesen Angeboten gebrauch machen.

    In Zürich ist es auf jeden Fall so:
    https://bi.zh.ch/internet/bildungsdirektion/de/themen/coronavirus-informationen-fuer-die-schulen.html
    • Marabamba 15.04.2020 22:19
      Highlight Highlight In Winterthur darfst du die Kinder nur schicken wenn du in einem systemrelevanten Beruf arbeitest.
  • Heini Hemmi 15.04.2020 15:09
    Highlight Highlight Selbstverständlich steigt die Belastung für alle (ausser die Immobilienbesitzer), schliesslich befinden wir uns in der grössten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Dass der Staat nun alle Probleme lösen soll, ist ein Ausdruck unserer wohlstandsverwahrlosten Vollkasko-Mentalität, die sich herausgebildet hat, weil wir seit bald 80 Jahren nicht mehr wissen, was eine richtige Krise ist.
    Ich habe fertig.
  • Arthur Philip Dent 15.04.2020 15:03
    Highlight Highlight "heute arbeiten oftmals beide Elternteile"

    "die Arbeitnehmenden müssten das Pensum reduzieren können"

    ...vielleicht müsste man sich als Familie auch sonst nur ein gemeinsames Gesamtpensum zumuten, bei dem auch für die Kinder noch (mehr als nur knapp genug) Zeit bleibt... Und das müsste finanziell möglich gemacht werden...
    • blueberry muffin 15.04.2020 15:10
      Highlight Highlight Der letzte Punkt ist dabei am wichtigsten.
    • Nkoch 15.04.2020 15:14
      Highlight Highlight "Und das müsste finanziell möglich gemacht werden..."

      Davor ist alles andere nur hättehätteFahrradkette
    • estrella5 15.04.2020 15:16
      Highlight Highlight Also mein Mann arbeitet 80% und ich 60%. Das heisst wir sind jeweiös 3 Tage zuhause. Wir haben nun beide während dieser Krise jeweils unser Pensum um 10% gekürzt. Aber auch dann ist es unmöglich, alles unter ein Hut zu bringen....Das geht von der Zeit nie auf.
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Am Freitagmittag applaudierte die ganze Schweiz für das Gesundheitspersonal, das in der Corona-Krise wichtiger ist denn je. Die Geschäftsführerin des Schweizer Verbands der Pflegefachpersonen erhofft sich, dass nun ihre jahrelangen Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen endlich erhört werden.

Frau Ribi, heute Mittag hat die Schweiz für das Gesundheitspersonal applaudiert. Rührt Sie das?Yvonne Ribi: Ja, das rührt mich und im Namen des Pflegepersonals danken wir ganz herzlich dafür. Ganz wichtig ist aber, dass die Bevölkerung uns jetzt unterstützt, in dem sie zuhause bleibt, soziale Kontakte meidet und die Anweisungen des Bundesamtes für Gesundheit befolgt.

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