Schweiz
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christa markwalder an der bilderberg-konferenz in dresden

Die höchste Schweizerin, Christa Markwalder, trifft an der Bilderberg-Konferenz in Dresden ein.   Bild: allesschallundrauch.blogspot/Hanna Borno

Interview

Markwalder: «Wenn sich die SVP als antipopulistische Kraft sieht, fordere ich einen Tatbeweis»

Am Wochenende trafen sich 124 Hochkaräter aus Militär, Wirtschaft, Politik, Adel, Wissenschaft, Kultur und Medien im Kempinski-Hotel Taschenbergpalais in Dresden zur sagenumwobenen Bilderberg-Konferenz. Auch Nationalratspräsidentin Christa Markwalder war dabei. Ein Gespräch über Verschwörungstheorien, den holländischen König und die SVP.



Frau Markwalder, wie haben Sie es auf die Gästeliste der Bilderberg-Konferenz geschafft? 
Christa Markwalder:
 Ich kenne verschiedene aktuelle und frühere Schweizer Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz. Als ich angefragt wurde, ob mich eine Teilnahme interessieren würde, habe ich mir den Termin gerne reserviert, da man an Konferenzen normalerweise viel lernen kann.

Geben Sie uns einen Einblick, wie die Konferenz abläuft? 
Eigentlich ist es eine Konferenz wie viele andere. Sie ist sehr gut organisiert mit einem straffen und reichhaltigen Programm. Zu Beginn der thematischen Diskussionen geben die Panellisten einen kurzen Input, danach folgt eine rege interaktive Debatte mit Fragen und Diskussionsbeiträgen aus dem Plenum. Entscheide, Resolutionen oder gar Verschwörungen würde man vergeblich suchen. Die Kaffee- und Essenspausen bieten Raum für interessante bilaterale Gespräche.

Diese Prominenten haben 2016 die Bilderberg-Konferenz besucht

Sie haben keine geheimen Hinterzimmer-Treffen beobachtet, in denen die Weltordnung ausgehandelt wird? 
Nein, das ist eine völlig falsche Vorstellung. Alle organisierten Debatten finden im Plenum statt, und es wird erwartet, dass alle Eingeladenen daran teilnehmen, was sehr gut eingehalten wird. Ich habe viele Teilnehmende gefragt, weshalb diese Konferenz mit einem Verschwörungsmythos belastet ist, doch es gab keine einheitliche Erklärung. Vielleicht rühren diese Verschwörungstheorien daher, dass die Konferenz während des Kalten Krieges initiiert wurde.

Konnten Sie als bekennender «EU-Turbo» der Schweiz im Hinblick auf die schwierigen Verhandlungen mit der EU etwas klar machen? 
Die Schweiz geniesst als Land mit hoher Wertschöpfung, dualem Bildungssystem, tiefer Arbeitslosigkeit und finanzieller Disziplin im Ausland hohe Wertschätzung. Aus persönlicher Überzeugung warb ich bei meinen Gesprächspartnern für eine einvernehmliche Lösung bei der Umsetzung unseres neuen Verfassungsartikels über die Zuwanderung. Wir müssen die Freunde der Schweiz identifizieren.

Haben Sie welche gefunden?
Ich hatte beispielsweise ein sehr konstruktives Gespräch mit José Manuel Barroso, dem ehemaligen Präsidenten der EU-Kommission. Er hat ein Flair für unser Land, weil er hier studiert hat, heute Gastprofessor in Genf ist und unser demokratisches System sehr gut kennt. Ich hoffe sehr, dass er, der all die positiven Abstimmungen zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit als damaliger EU-Kommissionspräsident miterlebt hat, sich mit seinen Kontakten für eine konstruktive Haltung der EU gegenüber der Schweiz einsetzen wird. 

Haben Sie noch Hoffnung für die Bilateralen? 
Ja, denn die Hoffnung stirbt zuletzt. Die Schweiz wird aber mit Sicherheit auch Zugeständnisse machen müssen. Wir haben aber ein gegenseitiges Interesse, die wichtigen gegenseitigen Beziehungen nicht in einem tragischen Scherbenhaufen für beide Seiten enden zu lassen. Für die Schweiz wiegt dieses Interesse nur viel schwerer. 

In einem Interview im «Sonntagsblick» äusserte sich Christoph Blocher am Wochenende bezüglich Kontingente bereits zahmer. 
Christoph Blocher hat kein politisches Amt mehr, weshalb ich staune, wie viel Aufmerksamkeit ihm medial immer noch eingeräumt wird.

Er sagte in dem Interview auch, die SVP sei keine populistische Partei wie die AfD oder der Front Nationale. 
Ich bin froh, wenn sich Christoph Blocher von populistischen Bewegungen in Europa distanziert, denn diese haben unseren europäischen Kontinent schon mehrmals zu zerstören versucht und leider auch vermocht. Wenn sich die SVP trotz Lancierung der «Selbstbestimmungs-Initiative» (Landesrecht vor Völkerrecht Anm. d. Red,) als antipopulistische Kraft im internationalen Kontext sieht, gratuliere ich ihr als erstes dafür und fordere als zweites den konkreten Tatbeweis.

Grössere Sorgen als die Schweiz bereitet der EU momentan wahrscheinlich der Brexit?
Ja, derzeit schauen alle Europäer besorgt in das Vereinigte Königreich. Ein Brexit würde niemandem helfen – weder den Briten noch dem Rest von Europa, zu dem die Schweiz auch gehört. Dies war im Übrigen auch eines der debattierten Themen der Konferenz.

John Kerr, Ex-Botschafter in den USA, Mitglied des englischen Oberhauses und langjähriger Vertreter bei der EU, war ebenfalls anwesend, ist er sehr besorgt? 
Eine gewisse Sorge ist mit Sicherheit generell spürbar. Vor allem, weil kein Plan besteht, was für eine Ordnung in Grossbritannien nach einem Brexit bestünde. Sowohl extern mit der EU aber auch intern mit den Fliehkräften der Schotten käme es zu erneuten Spannungen. An vielen Konferenzen und Roundtables, an denen ich dieses Jahr zusammen mit Briten war, fällt mir vor allem eines auf: Die Brexit-Befürworter haben keinen alternativen Plan.

Sondern?
Sie schwelgen entweder in nostalgischen Erinnerungen an das Commonwealth oder orientieren sich daran, dass die Schweiz mit ihrem «Swiss Model» ja auch einen prosperierenden Weg ausserhalb der EU gefunden hat. Nur muss ich meine britischen Parlamentskollegen unermüdlich darauf hinweisen, dass kein «Swiss Model» existiert, sondern dass unser bilateraler Weg nur dank Pragmatismus beider Seiten im damaligen historischen Kontext zu erreichen war.

Was waren sonst noch grosse Themen der Konferenz? 
Amerika, China, Russland, Nahost, Migration und Asyl, neue Technologien, Mittelstand und Prekariat. Viele Fragen wurden mir gestellt bezüglich Ausgestaltung unseres Grundeinkommens anlässlich der letzten Volksabstimmung.

Über die Ausgestaltung waren wir uns ja noch nicht so im Klaren. 
Ja, richtig. 

Wem mussten Sie diese Antwort geben? 
Zum Beispiel den interessierten Ökonomen, Tech-Unternehmern aus dem Silicon Valley oder dem holländischen König.

Rund um die Konferenz gab es wie jedes Jahr heftige Proteste. Auf Videos ist zu sehen, wie die Gäste als «Mafia», «Nazis», «Mörder», «Faschisten» und «Kinderficker» beschimpft wurden. Ging es Ihnen auch so? 
Eine solche «Belagerung» ist eigentlich für niemanden zielführend oder konstruktiv. Vorab war ich erstaunt über die Heftigkeit der Proteste anlässlich einer Konferenz, wie sie so oft auf dieser Welt stattfindet.

Die gehässigen Anti-Bilderberg-Proteste im Video:

abspielen

YouTube/WeAreChangeRotterdam

Können Sie die Kritiker verstehen? 
Ich habe es versucht. Als ich mir am Sonntagnachmittag die Altstadt von Dresden und damit auch den Herkunftsort meines Ururgrossvaters anschauen wollte, habe ich Kritiker der Bilderberg-Konferenz in einem Strassencafé per Zufall angetroffen und mich mit ihnen während nahezu zwei Stunden unterhalten. Der gegenseitige Austausch war konstruktiv, spannend und hoffentlich für beide Seiten lehrreich.

Was haben Sie gelernt? 
Der Austausch war aus meiner Sicht gut für das gegenseitige Verständnis. Dialog ist meistens von Vorteil. So habe ich erklärt, dass vertrauliche Meetings in Politik und Wirtschaft nicht dazu dienen, die Öffentlichkeit in einer Form auszuschliessen, sondern den konsensorientierten Meinungsbildungsprozess fördern. Es war aber auch spannend zuzuhören, warum Menschen derart engagiert sind, indem sie sich die Zeit nehmen, von weit her für diese Proteste anzureisen. Im persönlichen Gespräch habe ich den zuvor Protestierenden mit grossem Interesse zugehört.

Bild

Christa Markwalder trifft in Dresden auf Bilderberg-Kritiker. Bild: zvg

Haben Sie sich das Wochenende in Dresden auf Kosten des Steuerzahlers gegönnt? 
Nein. Der Flug und die Übernachtung habe ich persönlich finanziert, ich betrachte das als private und wertvolle Weiterbildung.

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 16.06.2016 06:09
    Highlight Highlight Populismus: Das neue Feindbild unserer Eliten

    Stammtische und ihre Wutbürger (Populisten) stellen die politische Themensetzung und Deutungshoheit der Hauptstrom-Journalisten, Politiker und Kulturgrössen in Frage. Wo die dringende Lösung politischer Probleme verschleppt wird oder Probleme verharmlost werden, reagiert die Stimmbürgerschaft verständlicherweise verärgert. Ihr Ärger ist als Aufruf zum Handeln für die verantwortlichen Politiker und Politikerinnen zu verstehen.
  • andersen 15.06.2016 23:41
    Highlight Highlight Ich verstehe Frau Markwalder, jetzt wo der Nationalismus wieder im Vormarsch ist, möchte sie lieber ein Teil der Lösung sein und nicht ein Teil des Problems sein.
  • Beobachter24 14.06.2016 20:35
    Highlight Highlight Recht gelungene Werbung für die Frau Markwalder.
    Die hat sich sicher gefreut.
    Passt schon. Die Wanners sind ziemlich dicke mit der FDP.
    • Fabio74 14.06.2016 22:10
      Highlight Highlight Schade keinen sachlichen Kommentar, sondern nur ans Bein pinkeln
    • SanchoPanza 14.06.2016 22:41
      Highlight Highlight @Fabio, da ist schon was dran. Habe auch den Eindruck das die watson-berichterstattung bürgerlicher geworden ist. Schade. Hoffentlich wirds nicht noch extremer. Niemand braucht ne NZZ mit Otten...
    • Beobachter24 14.06.2016 23:03
      Highlight Highlight @Fabio74

      Wem bitte sehr habe ich ans Bein gepinkelt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Luca Brasi 14.06.2016 17:02
    Highlight Highlight Alors Mademoiselle Roth! Französisch-Unterricht: Vokabel heute: Le front, auf deutsch: Die Front.
    Welchen Genus hat nun das Adjektiv? ;)
  • Lowend 14.06.2016 16:50
    Highlight Highlight Ich habe lieber Bilderberger- als Aluhut-Konferenzen von EU-Hassern wie hier?
    • cherezo 14.06.2016 17:36
      Highlight Highlight Der arme Lowend, gefangen in seiner eigenen Welt des Kampfes gegen Rechts.
    • Lowend 14.06.2016 19:17
      Highlight Highlight Der arme cherezo, der rechte Aluhüte verteidigen muss. Warum sind eigentlich alle Verschwörungstheoretiker stramm rechts gesinnt? Kann es daran liegen, dass Klugheit und selbständiges Denken eher dem linken Lager zugeschrieben werden?
      Im übrigen verteidige ich hier meine liebe Freundin Christa Markwalder, die zwar im rechten Lager eine Ausnahme ist, aber gerade darum mit ihrer politischen Arbeit täglich den Beweis liefert, dass auch bei den Bürgerlichen noch nicht Hopfen und Malz verloren ist. Mach einfach weiter und gib den Kampf gegen die vielen gehässigen Antidemokraten nicht auf, Christa!
    • legis 14.06.2016 20:18
      Highlight Highlight Lowend, wie oft ich auf deiner Seite war wenn du kommentiert hast...99%+
      Jedoch alle Verschwörungstheoretiker als rechts einzustufen ist schon ein bisschen zu einfach! Ich glaube z.B. auch nicht an die off. Version von 9/11, bin jedoch ganz bestimmt nicht (und werde auch ganz ganz sicher nie) rechts wählen. Ich denke nämlich selbstständig ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 14.06.2016 16:39
    Highlight Highlight Henry Kissinger der alte Geostratege. Ein intelligenter Mann aber leider sehr besessen von Machtspielchen. Ich hoffe, dass Markwalder nicht von ihm gelernt hat. Schliesslich hat er kräftig am Vietnamkrieg gewerkelt. Schöne "private" (super Demokratin, momol.. wir wählen sie indirekt in die höchste Position und sie erachtet das dann als privat) und wertvolle Weiterbildung bei sehr mächtigen Personen die ganz sicher nicht nur gutes im Schilde führen. Was sind für diese (zum Beispiel) schon Luftwaffenbasen...
  • Asmodeus 14.06.2016 15:59
    Highlight Highlight Interessante wie die gute Frau Markwalder betont wie aufmerksam sie den Kritikern zugehört hätte, aber auf die Frage was sie gelernt hat noch nicht einmal eine Antwort geben kann.
  • Angelo C. 14.06.2016 15:50
    Highlight Highlight Eine einzige Randbemerkung aus dem Gesamtkontext gerissen, ist für WATSON natürlich immer einen fetten Titel wert - Teaser für den nie ermüdenden clickbite 😉!

    Wie auch immer, die Teilnahme an dieser Konferenz ist sicher nicht zu bestanden, weder als Parlamentspräsidentin und schon gar nicht als FDP-Politikerin.

    Wobei die rührige Frau einfach gut beraten wäre, in Sachen eines von ihr so sehnlichst gewünschten EU-Beitritts etwas realistischer zu werden und endlich mal halblang zu machen. Die Realität sollte sie längst eingeholt haben.

    Doch diesbezüglich scheint die Dame lernresistent...
    • FrancoL 14.06.2016 16:43
      Highlight Highlight Realitäten können sich manchmal mehr als nur schnell ändern, sollte doch ein alter Knabe wie Du ja bestens noch vom Mauerfall her wissen; hättest Du damals auch nur 2-3 Jahre vorher den Fall des Eisernen Vorhangs voraussehen können?
      Ich hätte noch 2 Jahre vorher den Fall allerhöchstens in einem Minimal-Zeitraum von 10 bis 15 Jahren gesehen.
    • Angelo C. 14.06.2016 17:42
      Highlight Highlight Da du vom Mauerfalll sprichst, der Rest nicht ganz klar ist, möchte der alte Knabe davon ausgehen, dass du vom absehbaren Niedergang der EU sprichst 😉!

      Totgesagte leben zwar öfters länger als vermutet, doch wenn ich an den bevorstehenden Brexit, die offensichtlich intern nicht lösbaren Migrationsprobleme und die überstrapazierten Finanzen dieses undemokratischen Molochs denke, dann könnte es schneller gehen als bei der Mauer....

      Doch wie auch immer : Markwalder hin, SP her - ein Vollbeitritt der Schweiz wird mittlerweile auch durch die Voten der grössten Befürworter nicht wahrscheinlicher.
    • FrancoL 14.06.2016 19:01
      Highlight Highlight @Angelo C. Ich spreche nicht von Fallen oder Stehen, ich spreche von Veränderungen, die da schneller kommen und gehen als man oftmals vermutet!
      Wir können aber auch vom Zerfall des Ostens reden einen Zerfall der dem alten Europa schön an die Nieren gegangen ist und heute noch geht.
      So könnte es auch beim Zerfall der EU (von Dir ja bald prophezeit) nicht die Gewinner geben sondern sehr viele Verlierer, darunter auch die Schweiz.
      Es könnten auch Veränderungen sein die die EU und damit der ganze Wirtschaftsraum zum positiven verändern oder zumindest weniger unter die Räder kommen könnte . . . .
    Weitere Antworten anzeigen
  • andersen 14.06.2016 15:47
    Highlight Highlight Ich bin wie nach zuvor ein freudige bekennender Europäer und freue mich, wenn der Pro-Europa-Einstellung wieder einkehrt.

    Die Menschen hat immer von ein Austausch profitiert.
    • TomTurbo 14.06.2016 15:51
      Highlight Highlight andersen da stehst du aber ziemlich weit im Abseits der Vernunft-, sowie des Realitätssinnes.
    • Asmodeus 14.06.2016 16:00
      Highlight Highlight Austausch ja.
      Assimilierung nein.

      Wir sind Europäer. Nicht EUjaner
    • andersen 14.06.2016 16:15
      Highlight Highlight Tom Turbo

      Ich leide nicht unter ein Blocher-Stockholmsyndrom.


    Weitere Antworten anzeigen
  • TomTurbo 14.06.2016 14:43
    Highlight Highlight Populist, nicht Populist. Wenn interessiert das? Was interessiert ist, wer von den Politikern zumindest den Anschein macht, die Schweizer Interessen zu vertreten.
    EU Turbo Markwalder dürfte da ganz kleine Töne spucken. Ein Leistungsnachweis ihrerseits wäre da erstmal angebrachter- Die Schweiz an internationale Konzerne zu verschachern und Gewinnoptimierungen sind wahrlich ein geringer Leistungsnachweis.
    • exeswiss 14.06.2016 14:53
      Highlight Highlight "EU Turbo Markwalder" wait, what?!
    • FrancoL 14.06.2016 15:01
      Highlight Highlight Na ja ob Sie da nicht Christ Markwalder in ihrer Kompetenz überschätzen?
      Solche unqualifizierten Sprüche kommen irgendwie dümmlich daher.
      Bezüglich Leistungsnachweise würden wohl einige Ihrer Favoriten am politischen Himmel auch ihre liebe Mühe haben, oder möchten Sie da einige Topleistungen für die Schweiz posten?
    • Dr. Zoidberg 14.06.2016 15:04
      Highlight Highlight du meinst solche konzerne wie ems chemie oder stadler rail?
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