Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Besucherinnen und Besucher des Openair Frauenfeld verlassen am letzten Tag des Festivals das Gelaende, am Sonntag, 8. Juli 2012, in Frauenfeld. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Festivalbesucher verlassen das Openair Frauenfeld. Zwei Tage danach fegt ein Sturm über die Grosse Allmend.  Bild: KEYSTONE

Openair Frauenfeld

Junge Frau stirbt bei Aufräumarbeiten – heute stehen zwei OK-Mitglieder vor Gericht

Die Tragödie passierte bei den Aufräumarbeiten nach dem Openair Frauenfeld im Juli 2012: Ein Gewitter fegte mit Sturmböen von bis zu 90 km/h über das Gelände und zerstörte dabei mehrere Zelte. Zwei Openair-Helfer, eine 24-jährige Frau und ein 21-jähriger Mann flüchteten in ein Zelt. 

Doch dieses Zelt wurde vom extremen Wind aus der Verankerung gerissen, herumfliegende Teile verletzten beide schwer. Noch in der Nacht darauf starb die angehende Sekundarlehrerin im Spital. 

Hätte die Tragödie verhindert werden können? Wer war verantwortlich für den Tod der 24-Jährigen? 

Die Vorwürfe liessen nicht lange auf sich warten, und wogen schwer: «Wir fragen uns, warum keine Sturmwarnung ausgerufen wurde», sagte ein Helfer im «Blick». «Wie kann ein Leiter zulassen, dass die beiden ins Zelt rannten?» Andere fragten, ob vielleicht bereits das Sicherheitskonzept Mängel aufwies.

Wenige Tage nach dem Unfall wurde bekannt, dass es tatsächlich eine Sturmwarnung gegeben hatte. Wie «20 Minuten» berichtete, seien trotzdem rund 30 Personen auf dem Gelände geblieben. 

Helfer dem Angeklagten direkt unterstellt

Stellungnahmen der Organisatoren sucht man vergebens, sie schwiegen während der tagelangen Berichterstattung. In einer Beileidsbekundung an die Angehörigen auf der Internetseite des Openairs zeigen sie sich allerdings tief betroffen.

Im Februar 2013 eröffnete die Staatsanwaltschaft Thurgau ein Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Tötung gegen ein OK-Mitglied und einen Helfer des Festivals. Es sei zu klären, ob Verletzungen der Sorgfaltspflicht begangen wurden, hiess es damals bei der Staatsanwaltschaft. Der Helfer sei dem OK-Mitglied direkt unterstellt gewesen. (dwi)



Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wem gehört das Büsi? Bundesgericht entscheidet nach vierjährigem Rechtsstreit

Nach einer vierjährigen juristischen Auseinandersetzung darf eine Waadtländer Katze definitiv bei ihrer ursprünglichen Eigentümerin bleiben. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Die Eigentümerin hatte ihre Katze im Dezember 2013 einem Bekannten zur Pflege übergeben, weil sie für fünf Wochen in die Ferien fuhr. Nach ihrer Rückkehr holte sie ihr Tier jedoch nicht ab.

Erst bei einem Besuch im Oktober 2014 beim hütenden Bekannten nahm die Frau die Katze einfach mit. Der Mann ging vor Gericht, und …

Artikel lesen
Link to Article