DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Arschloch oder doch Scholarch? Diese Beschimpfung war kreativ, kam aber teuer

Noemi Lea Landolt / ch media



Bild

Für das Bundesgericht ist der Fall klar (Symbolbild). bild: Hanspeter bärtschi

Ein Mann – nennen wir ihn Bruno – ist unlängst gerichtlich dazu verpflichtet worden, einer Person – nennen wir sie Peter – 1957.50 Franken zu bezahlen. Bruno hat das Geld überwiesen, indem er neun Einzahlungsscheine ausfüllte und in der Mitteilungsspalte jedes Einzahlungsscheins jeweils einen Grossbuchstaben anbrachte.

Aus den verwendeten Buchstaben lässt sich das Wort «Arschloch» bilden. Bruno wurde deshalb wegen Beschimpfung verurteilt. Er hat die Sache bis vors Bundesgericht gezogen, wo er argumentierte, Peter habe keinen Grund gehabt, die Buchstaben zu einem Wort zusammenzusetzen und nach einer Botschaft zu suchen.

Die höchsten Richter sehen das anders. Sie gehen mit der Vorinstanz einig, die festhielt, dass sich aus den neun Buchstaben nur die Worte «Arschloch» und «Scholarch» bilden lassen. Letzteres bezeichne den Leiter einer höheren Bildungseinrichtung. Es sei absurd anzunehmen, dass Bruno Peter ebendieses Wort habe mitteilen wollen.

Urteil: 6B_1232/2019

Lesen Sie auch

Unseren Artikel vom Prozess vor Obergericht: Scholarch oder Arschloch? Das ist hier die Frage (bzbasel.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Falsche Polizistin in sechs Kantonen aktiv – 225'000 Franken Beute

Eine 39-jährige Frau muss sich vor der Berner Justiz verantworten, weil sie in sechs Kantonen an Delikten von «falschen Polizisten» beteiligt gewesen sein soll. Ihr werden gewerbsmässiger Betrug sowie Geldwäscherei vorgeworfen.

Das teilte die kantonale Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte am Dienstag mit. Die Frau soll sich an insgesamt 17 Delikten in den Kantonen Bern, Aargau, Baselland, Basel-Stadt, St. Gallen und Zürich beteiligt haben. Die Deliktsumme beträgt über 225'000 Franken.

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel